Hallo!
Zitat von moldman;250500
Aaah (verstehendes aaah, kein Schrei!),
also nur nochmal zum Rekapitulieren:
Die Betriebsspannung liegt zwischen B+ und Masse. [COLOR="Red"]-> Ja[/COLOR]
Die Anodenspannung liegt zwischen 6 und 8 bzw 1 und 3 [COLOR="Red"]-> Genau[/COLOR]
In DIESEM Schaltplan wird mit der Betriebsspannung auch "geheizt" [COLOR="Red"]Jop[/COLOR] , was aber (normalerweise) mit HT gekennzeichnet ist. [COLOR="Red"]Siehe 1.)[/COLOR]
Vielen Dank für die Erklärungen! Ich dachte vorher immer, dass mit der Anodenspannung auch geheizt wird. Ein weiterer Teil des Nebels hat sich dank euch gelichtet und ich erkenne weitere Details.
Dass Pin9 nicht belegt ist, war genau was ich hören wollte.
Dankeschön!
Was mich in der Schaltung noch wundert, ist dass der Gain nur durch Veränderung der Gitterspannung der zweiten Triode gesteuert wird. Hat sich das über die Jahre als vorteilhaft herausgestellt, oder gibt es dafür eine (banale) Erklärung? [COLOR="Red"]Siehe 2.)[/COLOR]
Hätte ich andere Klangbilder, wenn ich die Gitterspannungen aller Trioden separat ansteuern könnte? [COLOR="Red"]Siehe 3.)[/COLOR]
Alles anzeigen
1.)Mit "HT" (oder auch B+) wird, wie gesagt, meist die Betriebsspannung und nicht die Heizspannung bezeichnet. Die Röhrenheizung hat meist keine gesondete Bezeichnung, sondern wird oft im Bereich des Netzteils direkt mit eingezeichnet. Die Kennzeichnungen HT, B+ etc. dienen ja hauptsächlich dazu, bei Schaltplänen, in denen die Netzteil- und die eigentliche Verstärkerschaltung getrennt eingezeichnet sind (zB auf zwei verschiedenen Seiten oder einfach der Übersicht halber), die zusammengehörenden Punkte zu kennzeichnen. Häufig werden dazu auch einfach fortlaufende Buchstaben genommen (zB A für die Betriebsspannung der Endstufe, B für die Schirmgitterspannung der Schirmgitter in der Endstufe, C für die Betriebsspannung des phase inverters, D & E für die Vorstufe usw.)
2.)Ich denke, die "Gain"-Regelung wird auf diese Weise realisiert, weil es recht einfach ist. Man könnte die Verstärkung wohl auch über eine Gegenkopplung, ähnlich wie bei einem OpAmp regeln, aber das ist komplizierter, als einfach das Eingangssignal der Röhre zu regeln.
3.)Theoretisch ja, denn wenn du das Eingangssignal jeder Verstärkerstufe einzeln einstellen kannst, kannst du ja auch genau einstellen, welche Stufe wie stark verzerrt. Aber ob das wirklich nötig ist,muss jeder selbst wissen.
Gruß, Matthias