Zitat von Xeyth;322899
Kleines Problemchen:
Um das Rauschen ein wenig zu verringern habe ich dann den TL072 durch einen OPA2134 ersetzt. Zu meiner Überraschung rauscht die Schaltung nun zwar weniger, dafür "singt" sie aber, sprich irgendwas fietschelt und scheint zu oszilieren.
Keine ganz so kurze Antwort:
Gut möglich. Der Opamp braucht in der Gegenkopplung einen Tiefpass, zum Beispiel einige 20pF parallel vom Out zum -In. Die Grenzfrequenz sollte üblicherweise im Bereich 20-25kHz liegen. Zur Berechnung gibt es ja genügend Literatur im Netz (z.B. "Cook your own Distortion" und Elektronik-Kompendium).
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Zuerst dachte ich es liegt an der Versorgungsspannung und habe direkt am OpAmp einen kleinen 100pF Kondensator über VCC+ und VCC- gelegt. Hat leider nichts gebracht.
Der Gedanke mit dem Kondensator ist nicht ganz verkehrt, nur wahrscheinlich etwas verkehrt eingesetzt. 100nF (Keramik NPO oder X5R/X7R) sind üblich, 100pF etwas wenig
Und dann legt man meist auch die 100nF jeweils von der Spannung zur Opamp-Masse, also in dem Fall je 100nF von 1/2 Ub zu +Ub und GND.
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Oder kann es gar an der aus einer 12V (zusätzlich über 100Ω und 470µF gefilterten) Gleichspannung erzeugten Versorgungsspannung für die OpAmps liegen? Verwende dazu einen Spannungsteiler mit 2x5kΩ und einem 470µF Elko. Sollte man hier vielleicht doch noch einen Impedanzwandler für dir Masse einplanen? Den zweiten, nichtverwendeten OpAmp wollte ich ansich für eine Mitten-Klangreglung misshandeln.
Wie ist denn deine Spannungsversorgung jetzt genau aufgebaut? Der Opamp klemmt zwischen +12V und GND und die virtuelle Masse liegt auf etwa 6V (aus dem Spannungsteiler)? Wenn dem so ist, musst du normalerweise nicht noch einen Op als Buffer verheizen. Dass macht erst bei großen Projekten Sinn, wenn dort dutzende Opamps dranhängen und selbst dann geht man eher noch auf eine "echte" symmetrische Versorgung.
Die 100 Ohm kannst du eigentlich raus lassen und die 470µF auf etwa 100µF verringern, wenn der Spannungsteiler nur mit 1-2 OpAmps belastet wird. Damit kommt die Spannung beim einschalten schneller auf ihren Sollwert und verändert sich nicht noch über einige Sekunden lang (bis der Elko geladen ist).
Und dann noch etwas anderes zum OPA2134: Der Eingangsspannungsbereich ist bei 12V Versorgung schon recht eng, laut Datenblatt von +2,5V bis +9,5V (siehe Datenblatt Seite 2, Zeile "Input Voltage Range"). Manche Opamps (z.B. auch der TL072 ist "berühmt" dafür...) bleiben mit dem Ausgang an einer Spannung "hängen" (Googlebegriff "Opamp Latch-Up"), wenn man sie ausserhalb dieses Spannungsbereichs bringt.
Noch eine ganz andere Idee: hängt direkt am Ausgang ein Kondensator nach Masse? Wenn ich mich recht entsinne, könnte das auch ein Problem sein (zumindest im Zusammenhang mit gepufferten Ausgängen an Modular-Synths habe ich das schon mal gelesen). Ein 100 Ohm Widerstand zwischen Out und Kondensator hilft da wahrscheinlich schon.
Ansonsten gelten auch noch Tipps zum Thema "Radioempfang mit dem Fuzz" (irgendwo hier im Forum liegt das rum...)
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