Posts by cato

    Tritt das Verhalten auch auf, wenn die Platine nicht im Gehäuse sitzt? Der Klassiker bei dem Bausatz ist ein Kurzschluss zwischen Potigehäuse und Lötstellen im eingebauten Zustand.
    Edit: Und auf der Platine sind verdächtig viele Lotspritzer zu sehen. Sicher nicht doch irgendwo einen Kurzen auf der Platine? Oder ne kalte Lötstelle?

    Schalter durchmessen, in beiden Schaltstellungen. Ansonsten: Fußschalter zu verbrutzeln ist gar nicht so leicht - überprüfe lieber nochmal Deine Verkabelung und alle betroffenen Lötstellen (kalte Lötstelle?). Wenn Du nicht weiterkommst, poste mal ein Bild, auf dem man Fußschalter und Verkabelung gut erkennen kann.

    Gruß,
    Franz.

    Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: wenn Du Kippschalter nutzt, dann kannst Du die LEDs weglassen. Der Schalter zeigt Dir ja schon durch die Stellung an, ob der Effekt an ist. Daher reichen DPDT. Die Belegung des Schalters im Verhältnis zur Hebelstellung kannst Du einfach mit der Durchgangsfunktion Deines Multimeters ausmessen.

    Zum Thema Multieffekt: Habe ich schon häufiger gemacht und die Teile nachher doch wieder auseinandergenommen. Ist doch recht unflexibel, Einzeleffekte sind einfach auf Dauer praktikabler, da man nach nem Jahr doch wieder was an der Reihenfolge ändern will.

    Gruß,
    Franz.

    Hallo,

    Neben meines Projekts für einen Mikrofonpreamp mit FX-Weg bin ich, zusammen mit einem guten Freund, an einem zweiten Projekt dran (dieses habe ich auch schon in der DIY-Effekt-Gruppe bei Facebook vorgestellt):
    Einen Slicer. Leider gibt es diesen Effekt, soweit ich es überblicken kann, nur von Boss. Die Grundidee:

    • ein digitaler Sequenzer (Arduino + MCP4922 als DAC), der einfache Pattern von einem Datenträger (USB-Stick oder SD) ausliest. Die Pattern werden als Mididateien gespeichert.

      • Ausgabe als CV (0 - 5V), Rasterung der Werte auf MIDI-Standard (128 Werte)
      • Taptempo und Tempopoti
      • Swing- und Glidefunktion
      • schaltbarer Retrigger-Eingang (soll auf Gatesignale reagieren)
      • simple Anzeigen für Preset, VU, Tempo, Pattern (evtl. vier bis fünf LEDs, die die aktuelle CV grob anzeigen, könnte man mit Komparatoren realisieren)
      • Mehrere (zur Zeit: 2) Ausgänge für CV (Ansteuern anderer Effekte, eines Modularsystems usw.)
    • ein analoger VCA (That 2180) mit Gateausgang

      • mit hohem Headroom, daher mit Chargepumpe
      • An Regelmöglichkeiten einzig ein Wet-Dry-Poti sowie ein Thresholdregler für den Gateausgang
      • Zusätzlich, als zweite Ausbaustufe: ein zweiter analoger VCA, der, gesteuert von einer eigenen CV (also einem eigenen Pattern) einen Effektloop zumischt.
    • Auf Programmierbarkeit der Patterns am Gerät wollen wir absichtlich verzichten, da wir dann erstens ein viel zu großes Gehäuse und zweitens ein wohldurchdachtes Programmierkonzept bräuchten. Man bedenke: Das Teil soll jede erdenkliche Patternlänge ermöglichen. Daher die Lösung mit den Mididateien: Lassen sich einfach in jeder DAW erstellen und als Presets in das Gerät laden.
    • Das ganze soll selbstverständlich ein gemeinfreies Projekt werden.

    Sollte sich jemand beteiligen wollen oder auch nur Vorschläge, Hinweise usw. haben: Meldet euch!

    Gruß,

    Franz.

    So, die von mir angestrebte Lösung des Problems ist dann doch eine komplette Eigenentwicklung auf der Grundlage einiger THAT-ICs (1512, 1646, 2180):
    Preamp mit Gain
    einfacher Soft-Knee Comp (Anzahl der extern zugänglichen Regler ist mir noch nicht ganz klar; evtl. auch ein 1-Knob-Comp)
    Splitter und FX-Return
    zwei getrennte Line-Driver für Dry und Wet mit jeweils vorgeschaltetem Volume
    zwei Fußschalter für Solomodus Dry / Wet mit je zusätzlichem Volumeregler (beide FS aktiviert: Mute).

    Auf den EQ verzichte ich der Einfachheit halber, das Ganze soll ja in eine nicht allzu große Box passen. EQen muss dann halt doch der Mischer am Pult.

    Bin noch fleißig am Schaltpläne entwickeln und warte auf die Lieferungen von Klaus, Reichelt und Mouser. Wenn das Teil den Prototypenstatus erreicht, teile ich die vorläufigen Pläne hier.

    Elbasto: Wie gesagt, sowas ist oversized für uns. Es geht eigentlich nur darum: im Moment läuft das Mikrofonsignal in das vorhandene Mischpult, wir schleifen dort unseren Rackkompressor ein, über einen Aux geht es zurück zum Mikroständer in die Effekte, von da wieder ins Pult. Ist aus mehreren Gründen suboptimal: Mehr Kabel, ein Auxweg verbraucht, den man für anderes nutzen könnte (in kleinen Clubs durchaus ein Problem), mehr Anforderungen an den Mischer, wenn denn einer da ist.
    Daher will ich ein kleines Kistchen, das auch auf dem Gesangs-FX-Board Platz nimmt, in dem die einfache Kombination: Preamp (für den Pegel), Kompressor, EQ, FX-Send vereint sind. Trockenes Signal per Line auf Mischpult, Effektsignal ebenso. Dann muss der Mischer im Großen und Ganzen nur die Pegel übernehmen und wir können notfalls schnell mal nachregeln. Ich werde die oben beschrieben Variante mal aufbauen und testen.


    Und nochmals zur Digitalvariante: Unser Sänger spielt Tretminen. Mit denen kennt er sich aus und ihren Sound mag er. Warum was ganz anderes nehmen, das das System komplexer, sperriger und fehleranfälliger macht? Unsere Keyboarderin kann bei Problemen immer noch auf den Analogsynth umswitchen. Unser Sänger hat dann verratzt.

    Laptop nutzen wir auch, für die Keys ;) Haben trotzdem nen analogen Synth dabei, weil: Fetter und schraubfreundlicher. Mal abgesehen davon, dass ich seit 15 Jahren mit diversen DAWs und VSTs arbeite, aber immer wieder zum 'echten' Kram zurückkomme.

    Und für den Sänger soll es so einfach wie möglich sein. Kein Laptop, den man erst booten muss und bei dem man nur hoffen kann, dass der Basser nicht noch drüberfällt... Einfach Kabel rein, ich justiere die Regler evtl. noch kurz nach und loslegen. Darüber hinaus bearbeitet er die Effekte beim Singen - Effekte wollen gespielt werden. Also bräuchte man auch noch einen Midicontroller, Laptop, Interface... und wieder hätte er ne ganze Armada vor sich stehen, um ein Delay, ein Reverb, einen Oktaver und einen Modulator zu bedienen. Da ist ein kleines Board mit Preamp einfach bühnentauglicher und praxisnäher.

    Loetbert: Sieht ja ganz interessant aus, aber da müsste ich noch einiges an Entwicklungszeit reinstecken, die ich zumindest minimieren will. Arbeit und so ;)
    daspaul: Merci für die Rückmeldung.

    Ich denke, ich probiere es mal wie oben skizziert, wenn es sich doch als nicht praxistauglich erweist, kann ich die Platinen ja anderweiteig verbauen. Kompressoren kann man ja nie genug haben, hab im Moment nur zwei auf meinem Board :D

    Eines ist mir noch nicht ganz klar: Wo soll der EQ hin? Ich hätte ihn ja gerne hinter dem Komp., um das komprimierte Signal zu formen. Allerdings hätte es auch seine Vorteile, vor dem Komp. zu EQen, da so störende Frequenzen gar nicht mehr den Komp. triggern. Wir sind nämlich schweinzig laut. Oder ich haue zumindest einen schaltbaren LowCut davor, das hemmt ein wenig das Übersprechen mit der Bass Drum.
    Man merkt, ich habe zwar schon vieles an Schaltungen durch, aber das Verstärken von Mikrofonen ist ein Bereich, in dem ich noch nix gemacht hab - da kommt man sich gleich wieder ein wenig vor, wie ein Anfänger...

    Alles, was von denen für unsere Anwendung brauchbar wäre, ist oversized - Digitaleffekte ohne Ende, die wir nicht einsetzen werden. Es geht nur darum, drei bis vier Pedale zu integrieren, mit denen unser Sänger sowieso schon arbeitet und an denen er beim Singen rumschrauben kann sowie den Zusatznutzen, dass wir keinen zusätzlichen Rackkompressor mitschleppen müssen, den im Zweifelsfall keiner außer uns bedienen kann. Die Signale sollen eben schon fertig für den Mixer sein.

    Bei den Channelstrips ist mir bei der Recherche genau das Problem aufgefallen. Da muss ich also trotzdem noch einiges selbst löten und bin auf den Formfaktor festgelegt.

    Aber kann jemand etwas zur Eignung des That Jam für die Anwendung sagen? elkulk ist hier ja scheinbar leider nicht mehr aktiv (wie so viele der alten Recken).

    Das ist zwar ne teure, aber interessante Variante. Muss ich mal mit der Band besprechen, ob wir noch so viel aus der Kasse erübrigen können.

    Mal nebenbei: Es gab doch den That Jam-Kompressor von elkulk und AK. Ist zwar für Bass, sollte doch aber auch in dem Kontext funktionieren - das Ding war, wenn ich mich recht erinnere, linear, clean und hatte wg. 12V bipolarer Versorgung nen anständigen Headroom. Vor allem bekommt man den auch locker in ein Pedal gebaut. Dann noch nen ThatMic davor, dahinter einen EQ und zwei gute Audioopamps um das Signal zu splitten. FX-Weg dabei mit Optokoppler schaltbar machen. DI-Box hinter die FX, zwei Kabel ans Mischpult. Sollte reichen und alles in ein kleines Pultgehäuse passen. Versorgung würde dann über ein 9V-Netzteil, das eh schon auf dem Board ist, erfolgen. Die dann intern auf bipolare Versorgung bringen, z.B. mit einem oder zwei LT1054. Da würde ich sicherlich unter 150€ bleiben und hätte alles kompakt beisammen.

    Der Kompressor von Bajaman ist zwar elegant, aber wahrscheinlich weniger geeignet, da er nur mit 9V arbeitet. Oder ich müsste ihn auf bipolare Versorgung umstricken.

    Damit kann ich wenig anfangen. Vielleicht sollte ich das jetzige und das geplante Setup nochmal erklären:

    Im Proberaum läuft das Mikrofon normal über das Pult, im Insert der Rackkompressor, um die Pegelschwankungen des Gesangs abzufedern. Über einen Auxkanal wird das Signal dann wieder bis zum Sänger und seinen Effekten transportiert, von da wieder zurück ins Pult.
    Live ist das eine unnötig komplizierte Variante, die auch noch stark von den Gegebenheiten der Location abhängen.

    Ich möchte das Signal direkt beim Sänger abgreifen, die Effekte dort füttern und das Dry und das Wetsignal getrennt zum Pult führen. Der Preamp ist notwendig, um den nötigen Pegel für die Effekte zu erreichen, der Kompressor, damit schon die Effekte ein homogeneres Signal bekommen. Darüber hinaus hat nicht jeder kleine Club einen vernünftigen Kompressor am Start (oder jemanden, der ihn einstellen könnte). EQ wäre in diesem Zusammenhang auch hilfreich, um die Bearbeitung durch den Mischer, wenn es denn überhaupt einen gibt, in Grenzen zu halten.
    Nun sollte am Mikrofon nicht noch ein ganzes Rack stehen, sondern maximal ein kleines FX-Board. Sieht auf der Bühne doch affig aus, wenn der nicht sehr große Sänger hinter seinen 19'-Geräten verschwindet.

    Leider gibt es für so etwas scheinbar keine fertige, brauchbare Lösung. Tretminen für Gesang sind immer kleine, digitale Multi-FX, was so gar nicht unseren Anforderungen entspricht. Daher muss ich wohl oder übel selbst bauen.

    Den hatte ich auch schon im Auge, ist halt nur wieder recht groß. Aber falls es mit dem DIY nicht wirtschaftlich geht, wäre das die Option. Schade, dass es den Mackie 5Mix nicht mit Kompressor gibt; der hat ne tolle Größe und klingt auch anständig - den nutze ich schon für mein Synthieboard.


    Edit: Habe gerade den Art Tube MP/C entdeckt. Dem fehlt zwar der EQ, aber den könnte man zur Not noch nachschalten; eine DI-Box für das FX-Signal draufgepackt, und fertig... kennt den jemand? ISt der zu gebrauchen?

    Hm, die Soundskulptor-Sachen sind zwar sehr interessant, aber doch schon verdammt teuer für diese Anwendung. Es geht ja um das Nutzen von Gitarreneffekten im Live-Betrieb, da will ich nicht knapp nen Tausender für ausgeben... Darüber hinaus soll das Teil nicht allzu groß werden, sonst könnte ich ja auch gleich ein kleines Mischpult mit Kompressor hinstellen.

    Schaue mir die genannten Varianten mal alle an und werde mir Gedanken machen, was ich daraus aufbauen könnte; Channelstrip eines Mischpultes ist auch eine gute Idee, da hätte ich ja schon EQ und Preamp in einem. Andererseits würde ich, wenn modular, am liebsten im Eurorackformat aufbauen...
    Den Split mache ich wohl einfach mit zwei Opampstufen, gegen Brummschleifen hilft ja die DI dahinter. Da habe ich noch eine zum Ausschlachten rumfliegen.

    Danke für den Input!

    Und zu Loetbert: Entweder verwechselst Du mich, oder ich raffe den Witz nicht.

    Gruß,

    Franz.

    Hallo,

    Ich bin auch mal wieder hier.

    Für meine aktuelle Band benötige ich einen Preamp für ein Gesangsmikro mit folgenden Funktionen:
    - Ein Kanal Mikrofoneingang mit Kompressor und 3-Band-EQ
    - Send/Return mit Pegelanpassung für FX-Pedale
    - Zwei Lineausgänge: Dry / FX (beide selbstverständlich post Komp./EQ)

    Mein größtes Problem ist hierbei der erste Punkt; da finde ich nix dezidiertes für die Anwendung. Also ein relativ neutraler Mic-Preamp mit Kompressor und Eq. Alles danach sind ja simple Mixerschaltungen, die kann ich ohne Probleme selbst designen.
    Kaufen wäre auch eine Option, allerdings finde ich nur Kram, der für die Anwendung überdimensioniert ist (größtenteils im Bereich der Kleinmixer).

    Wenn Ihr was kennt - nur her damit! Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.

    Gruß,

    Franz.

    Hi,
    Auch wenn es schon ein wenig her ist:

    Die Klebepolster genügen, je nach Aufbau, nicht, um ein Kurzschließen der Potis zu verhindern. Meine Lösung: Jeweils unter den Potis und auf der Oberseite zwischen den Anschlussbeinchen einen Streifen Plastik - ich habe eine alte Plastikmagnetkarte zerschnitten (Kundenkarte von irgendeiner Tanke).

    Danach lief mein Thumb einwandfrei.

    Miss nach.

    Zwischen zwei Anschlüssen solltest Du den Gesamtwert des Potis messen, das sind 1 und 3. 2 ist der Abgriff des Potischleifers; der Wert zwischen 1 und 2 bzw. 3 und 2 variiert je nach Potistellung.
    Wenn Du das Poti ganz "zu" drehst (gegen den Uhrzeigersinn), hast Du zwischen 1 und 2 0 Ohm. Wenn Du es ganz "auf" drehst, voller Widerstand.
    Gruß,
    Franz.