Re: Fragen - neues Projekt JTM45
Hallo Leute,
ich hab mir das von NPN mal angesehen und hab dazu einige Kommentare:
1. 100R im Netzteil (R37/R38) sind unsinnig, die bringen da garnichts => ausbauen
2. Der Standby-Schalter sollte irgendwo weiter hinten hingebaut werden, das ist so nicht gut für die Gleichrichterröhre, wenn die beim Einschalten des Standby den leeren 32µF Elko sieht. Außerdem ist wahrscheinlich nicht sichergestellt, dass der Stromflusswinkel so okay ist und daher eventuell Widerstände vor die Anoden der Gleichrichterröhre geschaltet werden müssen, der zu kleine Stromflusswinkel killt sonst die Röhre. Im Betrieb wahrscheinlich weniger, aber beim Einschalten.
3. F2 ist mit 500mAF total falsch dimensioniert, da gehören 250mAT oder 315mAT rein. Die Röhre hat einen Ik von 250mA RMS maximum, das dann mit 500mA abzusichern bringt IMHO relativ wenig...
4. Das "Post Phase Inverter Master Volume"-Poti (P1) ist an der Stelle unsinnig, da es die Gegenkopplung des Verstärkers beeinflusst, das kann man aber zwecks Klangvariationen so lassen (ich wür70ds vor die Phasenumkehr setzen). Abgesehen davon werden sich die Endröhren mit ihrer nicht zu vernachlässigenden Millerkapazität auch über die 1M am Gitter freuen, das wird, wie schon geschrieben wurde, beim Zudrehen verdammt dumpf. Hiergegen würden kleine Kondensatoren, die man über die Potis schaltet, helfen, ich denke so 1-2nF müsste passen.
5. An das g1 der Endröhren gehört ein Widerstand von einigen kOhm! Ansonsten besteht immer die Gefahr, dass der Amp irgendwo im HF-Bereich schwingt, und das ist dann nicht mehr lustig. Also bitte ans g1 die 5k6, die Marshall normalerweise verbaut, auch einbauen.
Der Beitrag ist, das nebenbei, konstruktiv gemeint, auch wenn er Schwachstellen an NPNs Konstruktion aufzeigt.
MfG OneStone