Posts by eBernd

    Hallo,


    in einem anderen Jahrhundert - ja sogar einem früheren Jahrtausend! - es war die Zeit der 4,5 Volt Flachbatterien, ging es in einem Einführungskurs für (ziemlich!) Jugendliche so zu:

    Jetzt lecken wir erst mal an den Anschlußstreifen unserer Flachbatterie! - Ja, so schmeckt Strom!

    Dann, nachdem wir ein Glühlämpchen an die Streifen hielten und es stolz zum Leuchten brachten (so sieht Strom aus!), mußten wir einen Widerstand an die Streifen halten.

    Als dann die ersten Brandopfer aufschrieen: So fühlt sich Strom an!

    =O ^^


    Was ich mit diesem ziemlich abgehangenen Erfahrungsbericht zu diesem Thread beitragen will:

    Man sollte auch/vor allem Verständnis/Erfahrung für/mit Strom und Spannung haben:

    Wobei kann mir was passieren?

    Was macht ein Kurzschluß mit dem Gerät/mit mir?

    Wo hat eine schlechte Isolierung/Berührung welche Auswirkung?


    Wenn man z. B. meint, dass Bauteile eine ganz bestimmte Farbe haben müssen (nämlich die in der Anleitung), dann ist es definitiv zu früh für einen Röhrenamp. Wie komm ich jetzt da drauf? :evil:


    britzelnde Grüße, Bernd

    Hallo,


    aus gegebenem Anlaß mal nachgefragt:

    Wer von euch, hat selbst einen OT wegen Überschlag in der HT-Wicklung "verloren"?

    Oder wer von euch kennt jmd. persönlich, dem das widerfahren ist?

    Alles andere ist erst mal Hörensagen und urban legend...


    Nein ich gehöre nicht zu den "Trafo-Knall-Leugnern", ich habe selbst eine Schaltung zur gefahrlosen Umschaltung an Röhrenverstärker entwickelt und veröffentlich (adamals mit "Hühnerfutter-Logik" - das ginge heute weitaus eleganter mit einem 8-Pin-µC und zwei Relais).

    Aber bei Kleinleistungsröhrenamps und bewußter manueller Bedienung der Umschalter - dabei haut man ja normalerweise nicht gleichzeitig in die Saiten und produziert Signal - halte ich die Gefahr für äußerst gering.


    Ach so, zu den Fragen oben: Die (3?) Schadensfälle, die mir bekannt sind, entstanden weil bei vollem Powerplay Lautsprecherkabel abfielen (Beim Posen übers Kabel gefallen) oder die unseeligen Lautsprecher-Klinkenstecker ihr letztes Restchen Kontakt verloren.


    Gruß, Bernd

    Hallo,


    das Potential der Signalmasse und das der Schutzerde (PE) soll durch diese Sch...altung ausgeglichen werden. Denn die Vorstellung PE ist immer = 0 V ist illusorisch. Das Potential dieser Leitung entsteht - je nach Netzform (Wiki ist dein Freund) - unterschiedlich und kann vom Potential der "wahren Erde" am Verwendungsort erheblich abweichen. Diese wahre Erde vor Ort entspricht oft (aber nicht zwangsweise!) dem Potential der Signalmasse, von daher ist so ein Ausgleich wünschenswert. Was "früher" einfach durch einen Draht zwischen PE und Signalmasse bewerkstelligt wurde - Voraussetzung war aber das Verständnis von was da von wo nach wo fließt...


    Dieser neumodische Groundlift verbindet zum einen PE und Schaltungsmasse mit 22 Ohm - was recht niederohmig ist und bei Potetialdifferenzen den Brummstrom "auffressen" soll.

    Dann liegt AC- (oder besser HF-)mäßig ein 0,1 µF C parallel, dessen Impedanz ab 72 kHz unter die 22 Ohm sinkt und somit den (komplexen) Widerstand weiter erniedrigt und HF ableitet.

    Als Notbremse dann noch zwei antiparallele Dioden, die - im Rahmen ihrer Strom- und Spannungsbelastbarkeit - die Potentialdifferenz im Fehlerfall (PE-Potential weicht erheblich von Signal-Null ab) auf die Vf der Dioden von typ 1...1,4 V begrenzen.


    Gruß, Bernd

    Hallo,


    Torsten hats eigentlich schon gesagt: Neben seinen - wie immer - fundierten Erklärungen ist das Wort "zickig" hier der Schlüssel:

    So ein Phasenschieber RC-LFO mit nur einem Transistor (auch wenn der einen Opamp-ähnlichen Verstärrkungsfaktor hat) ist zickig, vor allem wenn er auch noch über einen weiten Bereich einstellbar funktionieren soll und dazu nur zwei von drei CR-Gliedern dazu variiert werden.


    Das kennen auch Röhrenamp-Bastler vom Ein-Röhren-Tremolo-LFO, bei dem das Anschwingn unter allen Bedingungen gar nicht so einfach zu erreichen ist.


    Das Schaltungsprinzip hat das Prädikat "nicht nachbausicher". Was man mal versuchen könnte, wäre R21 einstellbar auszulegen (1 M fix + 2M2 Trimmer) und so den Arbeitspunkt zu optimieren - aber keine Garantie dafür.


    Gruß, Bernd

    Für frequenzbestimmende Bauteile ist immer noch ein LCR-Meßgerät das beste, vor allem wenn es wählbare Meßfrequenzen und (selten und teuer!) wählbare Messspannungen hat.

    Außerdem braucht man für kleine Werte unbedingt eine Meßleitungskompensation, sonst mißt man eh nur Blödsinn.

    Und, bei Cs mit höheren Verlusten zeigen einfache DVMs eh nur Fantasiewerte an. Das passiert gerne bei "fraglichen" Elkos.


    Manchmal kann man sich damit behelfen, daß man einer kleinen zu messenden Kapzität eine bekannte, größere parallelschaltet, die Auflösung verbessert man damit aber nicht. Dann bleibt einem bei DVMs mit Frequenzmessung noch der Trick über eine Oszillatorschaltung, in die man den zu messenden C einbaut und anhand der Frequenz(änderung) mittels Taschenrechner die Kapazität bestimmt.


    Gruß, Bernd

    Also Benning ist schon eine Profimarke. Wenn du dir mal die gesamten Geschäftsfelder und die Produktpalette(n) anschaust, das ist kein Multimeter-Ramscher. Auch das Manual zu deinem DVM ist sehr ausführlich was die Spezifizierung der Meßbereiche angeht.

    Ich habe von denen zwar nur das Pocket-Meter MM P3 ("verlängerte Kreditkarte") aber selbst das ist in Funktion und Bedienung überzeugend.

    Das erste, was mir auffiel, war, dass die Frequenzmessung viel empfindlicher ist, als bei wesentlich teureren DVMs, die ich benutze.


    Nein, ich kriege kein Geld oder Sachleistungen von denen... :P


    Für mich gibts eine spezielle Abgrenzung bei DVMs: Will ich außer dem Standard auch Messungen an der Elektro(haus)installation machen mit entsprechend hoher CAT oder sind mir Messungen an elektronischen Bauteilen wichtiger (Dioden, Transistoren, Kondensatoren, evtl. sogar Induktivitäten)? Also Starkstrom/Schwachstrom...

    So habe ich mich vor Jahren für eine Unitest Hexagon 3xxx entschieden, weil das für NF-Signale die true rms Messungen bis 20 kHz spezifiziert hat.

    Bei den meisten (auch Profi-) Gräten ist das nur bis 1 kHz der Fall, weil das in der 50-Hz-Welt schon die 20. Oberwelle ist.


    Gruß, Bernd

    Hallo,


    dieser lieblose Schaltplanwust hat mich konstruktiv provoziert (bei der mom. Wetterlage nicht gerade schwierig ;) ).

    Dahinter steckt eine recht geradlinige ("straighte") Octaver/Dividerschaltung:

    IC1 LM386: Treiber-Amp 2für alles"

    IC2 CD4024: genutzt als zweistufiger Octave down-Teiler, davor 2-facher passiver LP

    T1 mit D1/D2: klassische Octaverschaltung (hab hier über die Funktionsweise mal was verfasst)

    IC3B TL072: Summierverstärker für die 4 Signale, dahinter passives LP-Filter

    IC3A TL072: Ausgangsverstärker


    Ich hoffe, so kommt hier und da Verständnis auf...


    Gruß, Bernd

    ...müsste ja einer sein mit 2x120V...


    Nö nö, du kannst ruhig zwei 230 V : 12 V Trafos (einer besser mit 2x6 V, den Mittelabriff auf Masse = Heizungsbezugspotential zu B+) nehmen.

    Dann kannst die Spannungsverdoppelungsmimik für B+ weglassen, du hast ja dann schon doppelte (Wechsel-)Spannung.

    Bei einer 12AX7 reicht auch Einweg-Glr mit einer 1N4007. Wenn die Spannungs deutlich zu hoch sein sollte, kannst du den 2k2 vergrößern


    Gruß, Bernd

    Ich würde den Amp - aus Erfahrung mit Industrietrafos - in einen ölgefüllten Kessel setzen, das isoliert auch noch zusätzlich...

    8):evil::D


    Jetzt mal im Ernst: Eine Endstufenröhre wird heiß, selbst eine in Betrieb befindliche Vorstufenröhre kann man nicht beliebig lange anfassen...

    Und welchen Trafo meinst du: Netz- oder Ausgangstrafo?

    Versuche mal eine Objektivierung durch eine Temperaturmessung.

    Bei einer mittleren Trafobelastung reden wir von 40 °C Übertemperatur (Die Temperatur über der Umgebungstemperatur).

    Und bei kleinen Trafos mittelmäßiger Qualität liegt sie deutlich höher.


    Gruß, Bernd

    Gefällt mir auch!

    Auch das nonkonforme Griffmodell (Wat?! Seitenspiegel beim Parken einklappen? - Kann ich nich! :P )

    Hast du Pulver- oder Fertig (= Flüssig-)Beize verwendet? Wie oft drüber? Wenn Zwischenschliff: womit?

    Schutzlackierung gemacht?

    Du ahnst es vielleicht, ich plane einen ähnlichen "Coating job".


    beizende Grüße, Bernd

    Hallo Dieter,

    das ist ja schon mal wichtiges Materialwissen (auch für andere Reparaturfälle mit PP).

    Ich habe einen Miniatur-Gaslöter, der auch "Mikroflamme" kann, ist das eine "scharfe" Flamme?

    Ob GF drin ist, weiß ich nicht (Brennprobe oder wie kriegt man das raus?).

    PP-Draht: Ein normaler Baumarktartikel oder Spezialgeschäft?


    Ja Simon, auf so was sollte es rauslaufen, vielleicht geht das ja mit Dieters "Haftungstipps"


    Danke für die Infos,

    Bernd

    Hallo,

    ich möchte hier noch mal gerne den Pool von Praktikern und Werkstoffkennern anzapfen:

    Bei einem Rasenmäher-Kunststoff-Rad ist die Nabe ausgebrochen und die dünnen Rippen erweisen sich als Sollbruchstelle.

    Leider ist das Teil auch noch aus PP.

    Ich würde jetzt gerne das Teil verstärken, indem ich den Bereich der Rippen ausgieße:

    • Mit was?
    • Wie kann ich die Haftung am PP erhöhen?
    • Gibts einen geeigneten low cost Füller (Sägemehl, Quarzsand etc.)?

    Ich möchte nämlich die anderen Räder vorsorglich auch verstärken und das geht ins Material...


    Gruß, Bernd

    Firmen werden immer durch ihre Stärken in Gefahr gebracht - und nicht durch bekannte Schwächen:

    Eine sich stark vergrößerende Angebotspalette und niedrige Preise locken vielen Kunden an und sorgen für Umsatz.

    Bei der Vielfalt und dem (vermutetenen) Kundenandrang - ohne weiteres Personal - leidet zwangsweise die Qualitätssicherung, gerade bei neu aufgenommen Produkten und der Kommissionierung der Kits (falsche/fehlende Teile).

    Die Lösung ist mehr (geeignetes!) Personal und Schaffung (oder Änderung) der QS-Struktur um das aufzufangen. Aber das kostet und wirkt sich sichtbar auf die Preise aus (-> sinkender Umsatz?).

    Kein zusätzliches Personal wirkt sich auf Lieferzeiten (fullfilment rate) aus (-> ebenfalls sinkender Umsatz?).

    Weiteres Einzelkämpfertum erhöht aber die Sanatoriumsgefahr ;)


    Gruß, Bernd

    Hallo cebersp,


    jau! der Beitrag gehört in den Cab-Sim Thread.

    Das kommt davon, wenn man mehrere Threads gleichzeitig offen hat, vorm Schreiben noch was nachschaut und dann im falschen postet...


    Gruß, Bernd

    Hallo,


    zu der LED VU-Anzeige: Es gibt immer noch die LM3914 / 3915 / 3916 (lin / log / VU) für zehn LEDs. Die ICs haben das meiste "Geraffel" schon eingebaut - deutlich weniger Komponenten.

    Habe mal bei Am...on nachgeschaut, da wird einiges angeboten.

    Wer nur ein 5er-LED VU Meter braucht, der wäre mit dem AN6884 im SIP9 Gehäuse gut bedient (1,75 € bei reichelt).


    Gruß, Bernd