Posts by eBernd

    Nur damit es nicht heißt, ich hätte mich dazu nicht geäußert:

    Ich kann nicht mit einer Quelle dienen, die die Elektronik für Effektgeräte und Verwandtes zusammenhängend behandelt.
    Zudem hatte ich das (zweifelhafte) Glück, Elektrotechnik von der Pike auf und anwendungsneutral zu erlernen - mit entsprechend viel Ballast...

    Daß es einzelne (meist engl.) Fachbücher dazu gibt, wißt ihr selber. Und der Tietze-Schenk "Halbleiterschaltungstechnik" ist euch auch bekannt. Aber Vorsicht, in den frühen Ausgaben (meine erste war eine Fachschafts-Raubkopie :evil:) nahmen die Themen diskrete Halbleiter und analoge Schaltungstechnik - die für uns hier relevant sind - noch einen breite(re)n Raum ein und mußten dann immer mehr der Digital- und Prozessortechnik sowie Regelungstechnik weichen.
    Ich habe eine ganze Reihe von berufsspezifischen Tabellenbüchern (ein Sammeltick von mir). Die sind aber nicht zum Selbstlernen geeignet sondern als schnelle Antwortgeber und Erinnerungshilfe auf die "Wie war das noch mal..?"-Fragen.

    Es gibt aber eine Reihe deutschsprachiger Webseiten (mit und ohne angschlossene Foren) die Wiki-mäßig Themen gut aufbereitet präsentieren.

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    um da weiterzukommen, müßte man wissen, was diese remote Buchse braucht: Einen ohmschen Kurzschluß für eine bestimmte Dauer oder einen Spannungspuls bestimmter Höhe und Dauer. Letzteres kann man auch einem Umschaltkontakt mittels Kondensatoren "entlocken".

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    ich nehme an, bei diesem PU-Simulator wird nur die 10k-Primär-Wicklung benutzt.

    Wenn man die Induktivität des TL19 kennen würde (habe keinen da, sonst würd ich den mal messen), könnte man auch eine Festinduktivität nehmen. Evtl. muß man für den passenden Klangeffekt den DC-Widerstand durch einen Serien-R dann noch anpassen.

    Ich vermute auch, daß ein TM... statt TL... eine deutlich andere Induktivität hat.

    Gruß, Bernd

    Bei Endröhren würde ich keine geschlossene Haube verwenden. Da muß Luft dran und die Abstrahlung sollte auch nicht behindert werden.

    Ein Beispiel für eine kritisch konstruierte Endröhre ist die relativ "junge" EL95 (6 W Pavmax + 1 W Heizung als 7-pol Min.-Röhre).
    Da sah man auf Röhrentauschbörsen häufig Exemplare mit ziemlich deformierten Glaskolben und hörte dazu die Worte "Läuft aber noch, die Werte sind OK."

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    ich weiß nicht, woher ich die Messingwolleknäuel her hab. Die liegen lose im Karton "Lötzubehör". Wenn eines "voll" ist, klopf ich das noch mal aus und verwende es weiter. Erst wenn es verfilzt, tausche ich es aus.

    An Stahlwolle habe ich nur diese kleinen Reinigungsknäuel aus bandartigem Metall verwendet. Da war der Abstreifeffekt aber nicht so zufriedenstellend.

    Bei den Ersadur-Spitzen war eine Schicht über dem Kupferkern, die ziemlich empfindlich ist. Wenn man die falsch behandelte, gab es unaufhaltsamen "Lochfraß".

    Gruß, Bernd

    Hallo

    @ Anton K.:

    Das nichtlineare Verhalten von Kohlepress-R ist spannungs- und nicht (kaum) frequenzabhängig.
    In extremer Form (nämlich sprunghaft) wird ein vergleichbarer Effekt bei MOVs (Metalloxid-Varistoren) zur Bekämpfung von Überspannungen benutzt.

    Stark frequenzabhängig sind jedoch Drahtwickel-R (wire wound resistors). Die haben halt Wicklungen wie eine Spule -> Induktivität -> Frequenzabhängigkeit.
    Und dann gibt es noch Kohleschichtwiderstände, bei denen spiralförmig (eingegeschliffene) Kohlebahnen - um auf höhere Widerstandswerte zu kommen - auf dem Keramikkörper sind. Das sind auch (wenige) Windungen, und auch da ist bei höheren Frequenzen eine Impedanzzunahme bemerkbar.

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    bei diesen alten Widerstands-Schätzchen sollte man bedenken, daß man damit zwar "authentische" Nachbauten bestücken kann, aber auch das "authentische" Rauschen dieser Dinger erhält. Wozu also? Hier stimmt also nicht "früher war alles besser".

    Mir ist ein Anwendungsfall bekannt, wo diese Dinger vielleicht Sinn ergeben - und an dieser Stelle auch nicht der größte Rauschgenerator sind:
    Das sind Anodenwiderstände in Röhrenverstärkern. Über ihnen fällt eine hohe DC-Spg. ab, die aber auch von der Signalspg. überlagert ist. Dort zeigen dann speziell Kohlepresswiderstände ein (leicht) nichtlineares Verhalten und fügen dem Signal nichtlineare Anteile (aka Verzerrung) zu, die einen (kleinen) Beitrag zum authentischen Sound liefern...

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    mal kurz reingegrätscht: Spannungsmessungen ohne ICs (oder andere Halbleiter) ist nur sinnvoll, um festzustellen, ob die (von aussen kommende) Betriebsspannung am entsprechenden Pin auch ankommt. Die Spannungen an den anderen Pins stellen sich bei Anwesenheit der ICs erst ein.
    OK, die Vref (die in den Schaltplänen auch anders heißen kann - oft die halbierte Versorgungsspg.) wäre auch sinnvoll ohne IC zu überprüfen.
    Dabei ist eine (signifikante) Wertänderung ohne/mit IC interessant.

    Gruß, Bernd

    Hallo,

    E steht für 8-Pin DIP-gehäuse (Standard), Z für eine Bleifreiversion.

    Beim "A"-Typ ist die Eingangsoffsetspannung (Vio) kleiner und die Gleichtaktunterdrückung (CMRR) größer - sonst ist alles gleich!

    Die Unterschiede sind eigentlich nur für Leute wichtig, die Messelektronik bauen - für die Treter hier irrelevant.

    Wenn wenigstens das (äquivalente Eingangs-)Rauschen anders wäre, dann würde ich sagen, take the A-Train...

    Aber dazu gibts keine Angaben (zumindestens in meinem Datenblatt)

    Es ist ein alter BiMOS-Opamp, aber das gerade ist bei FX interessant und macht ein Quentchen der Klangformung aus.

    Gruß, Bernd

    Ein (in Worten ein einzelner) Erfahrungsbericht:

    Habe jahrzehntelang die Kolbenspitze an einem feuchten (nicht nassem) Schwamm abgestreift (abgestriffen?).
    Immer den gleichen Kolben (Ersa 30/60 W Lötstation) benutzt, habe vielleicht 2x neue Spitzen (Ersadur) gebraucht, einmal davon, weil ich mit ziemlich aggressivem Alu-Lot (nein, nicht Hut) gearbeitet habe.

    Ich verwende jetzt seit einigen Jahren Gewöll - weiche Messing-Wolle.
    Hatte mal Edelstahl-Reiniger Knäuel, die waren aber zu abrasiv.
    Ist die Beschichtung mal angekratzt, geht der Verfall schnell weiter...

    Gruß, Bernd

    Hier mal ein bißchen Senf zu den richtigen Empfehlungen der Vor-Poster:

    Ausreichen hohe Temperatur zum Löten erfordert Übung, um schnelles Arbeiten zu ermöglichen.

    Die hohe Temperatur läßt das Flußmittel im Lötzinn schneller verdampfen (bzw. verrauchen), womit seine wichtige Wirkung auch verpufft, nämlich die zu verlötenden Oberflächen durch De-Oxidierung mit dem Zinn benetzbar zu machen. Daher ist es auch wichtig, was man in welcher Reihenfolge zusammenbringt

    Die hohe Temperatur macht den Drähten und Kupferbahnen selber nichts aus. Aaaaber die Trägerstoffe der Leiterbahnen oder die Kunststoffe/Farben der Bauteile sind bei diesen (richtigen) Temperaturen äußerstem Streß (oder sagt man heute unfassbarem? :P) ausgesetzt: abgelöste Leiterbahnen, geschmolzene Schaltergehäuse, ausfallende Pins oder innerlich zerstörte Halbleiter (besonders Ge-Transistoren!) sind die Folge - bei Powerlötern© auch ganzer Platinenschmorbraten (vegan!).

    Deswegen ist schnelles Löten angesagt oder wie es Jaques Tati in "Jour du fête" formuliert: rapidité rapidité!

    Noch ein Tip(p): Bei der an sich guten Empfehlung "Nochmal alles richtig nachlöten" sollte nicht noch mehr Lötzinn zugefügt werden - es sei denn, die Lötstelle war zu mager - sondern stattdessen nur noch Flußmittel vorm erneuten Erhitzen der Lötstelle, denn das konnte seine Arbeit nicht richtig erledigen.

    Heutzutage gibt es dazu Flußmittelpens (sehen aus und funktionieren wie Faserschreiber).

    rauchende Grüße, Bernd

    Nur mal so:

    GND ist nicht "Minus". GND ist (i. d. R.) 0 V (Null Volt).

    Die Spgs.-Anschlüsse bei einfacher Versorgung heißen deshalb +9 V und 0 V (und nicht - 9 V - dann bekäme das Gerät nämlich 18 V zu spüren).

    Bei dualer Versorgung hat man +9 V, 0 V (woran auch der Signal-GND liegt) und -9 V.

    Gruß, Bernd