Hallo liebe Community,
nach der ganzen Palette von Madamps, die ich gebaut habe, sollte es nun etwas mit mehr Watt für den Proberaum sein. Gesagt, getan und bei Tube Amp Doctor den Marshall Plexi Bausatz bestellt. Alles bedacht innerhalb von einem Monat zusammengebaut und vielfach durchgemessen.
Ich habe den Amp gestern das erste Mal in betrieb genommen und im Dauerbetrieb ca. 3h laufen gehabt.
Heute im Proberaum ist bei maximalem Master Volume + maximaler Pre-Amp Verzerrung aus dem Chassis weißer Qualm gedrungen welcher mich im ersten Moment sehr schockiert hat. Da der Amp noch kein Headshell hat brauchte ich ihn nur umdrehen um nach kurzer Suche festzustellen, dass es den Schirmgitterwiderstand getroffen hat.
Die Spannungen des Netztrafos sind ok. Die Referenzspannungen, welche im Schaltplan angegeben sind stimmen mit meinen nahezu überein. Die Spannungen an den Schirmgitterwiderständen beträgt 470V , so auch die Referenz im Schaltplan. Nun, ich war ja vorbereitet und hatte mein Multimeter mit, also habe ich erstmal alles mögliche durchgemessen, was direkt mit den Widerständen kontakt hat, Verbindungen geprüft etc.
Es ist alles soweit in Ordnung, also habe ich den Verstärker wieder eingeschaltet, aber natürlich auf KEINEN Fall mit 4 Röhren, sondern das innere Röhrenpaar gezogen (Schirmgitterwiderstand betrifft das innere Paar) und die Impedanz auf 4 Ohm , statt 8 gestellt. Also erneut gemessen:
Alles super! Dann mal jemandem über die Gitarre spielen lassen, während ich gemessen habe, mit dem Ergebnis, dass die Spannung bei Inputsignal und (nun) 50w Vollauslastung auf 400V absinkt, bei Spielpause geht sie wieder auf 470. Nun jedoch das völlig kuriose: als ich nochmals gemessen habe bei voll aufgedrehtem Verstärker gab es dieses mal einen größeren Funken bei Berührung mit dem Multimeter und es zeigte tatsächlich 1,8kV an (!) Leider ist mein Multimeter nur bis 1000V DC, nun taugt es nur noch als Signalprüfer und für Ohm... Der Verstärker funktioniert immer noch, es gibt keine wirklichen Auffälligkeiten, bis auf dass der Schirmgitterwiderstand geschmolzen ist. Welche Grüne kann das haben? Ich kann mir trotz allem nicht vorstellen, dass aus irgend welchen Gründen 1,8kV kurzzeitig am Schirmgitter liegt?! Und ist nicht vielmehr die Amperezahl wichtig, damit etwas wirklich durchbrennt? Es handelt sich um einen Glasemaliewiderstand 1kOhm, 5 Watt, direkt von TAD.
Ich wollte den Amp nun nicht einschicken, die Bauelemente allein waren schon sehr teuer für mich und bin über wirklich jede Hilfe sehr froh.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr Ideen habt, woran es liegen könnte.
Ich habe noch ein Bild gemacht, welches im Anhang ist.
Grüße aus Rostock,
Daniel
Editiert: Den Schaltplan, sowie Layout gibt es kostenlos auf der TubeAmpDoctor Seite oder unter diesem Link:
http://www.tubeampdoctor.com/images/File/Do…MV-komplett.pdf