Beiträge von Netsrac

    Moin, bitte steinigt mich nicht. Dies sind die Mess- bzw. Schätzwerte. Alle Werte außer der primären 9,32 V unterliegen einer gewissen Drift. Ich habe immer eine Zeitlang gewartet, bis sich der jeweilige Wert so +/- 5 % stabilisiert hat. Pink sind die Potenziale gegen Masse in V, blau die Widerstandswerte gegen Masse in Ohm (ohne Spannung).

    Mir fehlt ehrlich gesagt der klare, analytisch Blick hier festzustellen, wo als Nächstes weiter zu suchen wäre. Habt ihr eine Idee?

    Anmerkung: der C2 ist im Moment nicht installiert, da er ein Beinchen verloren hat. Ich könnte den durch 100pF oder durch 10 pF ersetzen. Einen 47pF hab ich gerade nicht da.

    Kontakt gebrochen und trotzdem Durchgang? Das verstehe ich nicht. Auf jeden Fall habe ich am IC3 den Durchgang von jedem der acht Beine zu seinem Lötpunkt gemessen. Ich piepse übrigens fast nie sondern schaue wirklich auf Messwerte. Das Piepsen ist mir in solch delikaten Fällen zu ungenau.

    Aber es macht doch Sinn, dass ich vor allem um den IC3 herum prüfe und messe, weil dessen zweite Hälfte doch die Vref bereit stellt. Ehe ich die nicht wieder auf 4,5 V habe, macht es doch nicht so viel Sinn, sich um den Spannungsabfall am R2 zu kümmern, oder? Zumal die zu hohe Vref ja auch überhaupt nicht stabil ist. Da sind Messwerte kaum reproduzierbar- einfach nur immer zu hoch.

    Nu aber Schluss für heute. Vielleicht kriege ich morgen Früh noch was hin. 💤

    Ich mache mich ans messen und trage die Werte in den Schaltplan ein. Im Moment liegt das Ding vor mir mit Vref = 8 V. Pin 6 und Pin 7 mit der Messspitze gebrückt. 🤯

    Lange Zeit war Vref aber äußerst stabil bei 4,5 V und plötzlich tickt sie aus. Da ist irgendein Kontaktproblem im Spiel, aber ich denke, der Feedbackloop des IC3 ist es nicht. Auch wenn es so logisch klang. Natürlich regelt der OP bis zum Anschlag, wenn PIN 6 nichts sieht, aber Pin 5 4,5 V. Leider scheint der fehlende Loop aber nicht das Problem zu sein.

    C2 und C1, das waren im Verlauf dieser Diskussion meine allerersten persönlichen Verdächtigen. Ich dachte, wenn hinter R2 zu wenig Spannung anliegt, fließt irgendwo Ladung gegen Masse ab. Ich prüfe das gerne noch mal nach und berichte. Vielen Dank!

    Moonshine geht das Ganze jetzt aber von der Spannungsquelle her an. Der Gedanke war bisher neu und schon deshalb interessant. Das klingt so dermaßen logisch …

    Hab heute am Frühstückstisch zwischen Pin 6 und 7 sauberen Durchgang gemessen. Sowohl von oben an den Beinchen, als auch an den Lötpunkten, als auch am Sockel mit gezogenem IC. Spannung hab ich noch nicht angelegt. Das teste ich noch kurz vor der Arbeit. Danach kann es aber leider erst am Abend weiter gehen.

    Nein nein, ihr habt euch alle sehr bemüht (wie das klingt 😂). Vielen Dank! Bei carcalac hat mich vor allem die Systematik bei der Fehlersuche beeindruckt.

    Und Moonshine, nimm dir nicht zu viel vor. Einen solchen Einsatz kann ich wirklich nicht von dir erwarten. Das Teil frisst ja schon meine Zeit auf. Spannend wäre das allerdings schon. Ich hab leider selbst die Möglichkeit nicht.

    Edit: ach so, die Messwerte. Muss ich morgen noch mal ein Bisschen zusammentragen. Es war ja immer wieder unterschiedlich. Vref z.B. war ganz am Anfang instabil und viel zu hoch, dann mehrere Tage im grünen Bereich und zuverlässig, heute ganz zum Schluss während meiner Mess und Test-Orgie ging sie plötzlich wieder durch die Decke. Bis über 8 V. Das spricht doch alles sehr für irgendeine instabile Verbindung.

    Liebe Gemeinde,

    Ihr erinnert euch? Ich bin’s, der dysfunktionale BEOD!

    Die neuen Bauteile sind jetzt von UK Elektronik gekommen. Alles eingebaut und bei der Aktion auch alles, das erreichbar war, nachgelötet. Spannungen gemessen: sah eigentlich gut aus: Vref so um die 4,6 V, kommt auch überall an, wo sie hin soll, aber hinter dem R2 ist Schluss: auf der Stromaufwärtsseite 4,6 V, stromabwärts nur noch 1,6 bis 1,8 V.

    Hier noch mal der Schaltplan: https://www.musikding.de/docs/musikding…beod_schalt.pdf

    Es war schon carcalac aufgefallen, dass das nicht gut sein kann. Nun hat Leuchtturmmichel für mich mal sein Teil vermessen und er findet statt meiner 1,8 tatsächlich 4,5 V oder so, was für den folgenden OP auch durchaus Sinn macht. (Anm.: Ich hab mich ein wenig in die OPs eingelesen und hab inzwischen ein grobes Grundlagenverständnis für die Dinger.)

    Da steckt also das Problem. Aber die Ursache kenne ich immer noch nicht. Nach meiner Aktion heute kommt aber immerhin mal ein Gitarrensignal durch das Teil. Es klingt zwar grottenschlecht - erinnert an einen ganz billigen 70er-Jahre-Fuzz mit haufenweise Nebengeräuschen. Aber immerhin geht mal ein Signal durch. Die Potis deuten grundsätzlich alle ihre vorgesehene Funktion an. Also alles geht so ein Bisschen, aber nichts richtig.

    Ich denke: die neuen Bauteile haben wenig bis nichts gebracht. Das Überarbeiten der Lötstellen hat eine leichte Verbesserung ergeben. Aber der springende Punkt wird der Spannungsabfall über R2 sein - den ich im Übrigen auch erneuert habe.

    Hat noch irgendjemand eine zündende Idee?

    Im Zweifel bestelle ich mir das Teil noch mal. Langsam hab ich die Faxen dicke. 😉

    Viele Grüße

    Carsten.

    Hallo nochmal. Hab alles wieder zusammengelötet und leider alles beim Alten. Jetzt sehe ich nur noch die Chance mit neuen OpVs. Wird ein paar Tage dauern - ich werd erst noch mal schauen, was ich sonst noch an Kleinteilen brauche, damit auch wenigstens ne kleine Bestellung zusammen kommt.

    Ich melde mich auf jeden Fall auf diesem Kanal, wenn es Neuigkeiten gibt. Vielen Dank nochmal. Ich hab bis jetzt schon viel gelernt. Hab sogar ein bisschen über OpV gelesen. Auch ein interessantes Thema!

    Ja, ich hab auch schon mal mehrere MegOhm gemessen. Warum auch immer, das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Auch diese Geschichte, dass der Messwert sich unterscheidet, wenn ich die rote Spitze links oder rechts anlege. Das war in der Tat wiederholt so. Ich hab’s nicht verstanden. Zuletzt ist aber auch das nicht mehr aufgetreten. Zuletzt waren es die 70-80 k über den eingebauten R2 und 90 k über den R2 Steckplatz, wenn R2 ausgebaut war. Ich glaube einfach, dass Bauteilwerte, gemessen im eingelöteten Zustand, schwierig zu interpretieren sind. Aber die merkwürdigen Spannungswerte a den Beinchen von IC1, die hast du sicher richtig interpretiert. 👍

    Ich bleib dran!

    Kurzes Update: mit zwei professionellen Multimetern und unterstützt durch einen Kollegen, der die Dinger beruflich zur Entwicklung von Schaltungen einsetzt, habe ich über R2 ähnliches Verhalten gemessen wie mit meinem. Der Widerstand steigt langsam von ca. 35k bis auf ca. 80k. Die nominellen 470k findet man nicht, auch wenn alle ICs gezogen sind. C1 und C2 hab ich hinsichtlich Farad und Ohm gemessen. Alles wie es sein soll!

    Zwischenzeitlich hatte ich dann tatsächlich mal den Eindruck, dass Pin4 von IC1 nicht richtig kontaktiert ist. Deshalb habe ich zwei Potis noch mal entfernt und sehr vieles unter diesen nachgelötet und überprüft. Für den Sockel von IC1 und die direkte Umgebung lege ich jetzt meine Hand ins Feuer.

    Ob ich heute noch alles zusammengebaut und getestet bekomme, ist eher unwahrscheinlich. Aber ich melde mich, sobald es Neuigkeiten gibt. Heute Abend mach ich noch mal eine Bestellung fertig. Vermutlich sind die ICs doch zerschossen.

    Nochmals danke an alle, die mit mir tüfteln.

    Also hier entspannt sich ja eine muntere Diskussion 😀. Ich freue mich über so viel Anteilnahme. Leider kann ich aufgrund der Fülle nun nicht auf jeden Punkt antworten. Aber glaubt mir, ich hab alles aufmerksam gelesen.

    Natürlich hab ich den R2 an den Beinchen gemesssn und nicht an den Lötpunkten. Das ist doch logisch.

    Multimeterbatterie ist auch ein guter Gedanke, würde aber nicht die Fehlfunktion des BEOD erklären. Aber klar, wer sagt schon, dass ich es nur mit einem einzigen Fehler zu tun habe. Hab ich aber geprüft. Batterie okay, Messwert freier Widerstände i. O.

    Mein Gedanke war ja der 22 nF C1 wegen der komischen Richtungs- und Zeitabhängigkeit der Widerstandsmessung.

    Nun habe ich den R2 ausgelötet und gemessen und siehe da: 468 K. Check!

    Wenn ich jetzt den Ohm über die leere Lücke des R2 Messe, also praktisch das, was parallel zum R2 anliegt, erhalte ich auch einen langsam steigender Wert, der sich an ca. 90 K Ohm anpirscht. Da lädt/entlädt sich wohl zuerst ein C ehe der Wert zu Ruhe kommt. Aber dann müsste ich doch OL messen, wenn C1 und C2 intakt sind, oder? Durchgang zur Masse habe ich planmäßig doch nur über R21 = 10k. Ich kann mir die 90k nur erklären, wenn C1 oder C2 partiell Durchgang zur Masse haben. Oder liege ich daneben? IC1 ist übrigens nicht gesteckt!

    Hier noch mal der Plan: https://www.musikding.de/docs/musikding…beod_schalt.pdf

    Lötpunkte - zumindestens die zugänglichen - habe ich alle sorgfältig warm gemacht. “Alle” geht aber nur, wenn ich das PCB weitestgehend wieder auseinanderrupfe. Unter den Potis und auch an einigen anderen Engstellen ist echt nicht gut beikommen. Da mache ich mehr kaputt als heile. Das war mir aber schon zu Beginn klar weshalb ich sehr sorgfältig gelötet habe. Ehrlich, das mache ich nicht erst seit gestern. Fehlerfrei geht aber auch bei größter Sorgfalt nicht. Die Potis hatte ich vielleicht unterschätzt, weil die doch recht massive Beinchen haben, das muss ich einräumen. Aber wie man einen R in eine Platine lötet, weiß ich schon.

    Bitte glaubt mir, ich nehme eure Kritik an und lerne gerne dazu. Die Vorgehensweise von carcalac ist trotzdem die, die ich bevorzuge, weil sie sehr systematisch ist. Ich ziehe meinen Hut! Auch wenn ich gar keinen trage. 😉

    Leuchtturmmichel: natürlich hast du in allem recht. Aber ich habe schon “alle” Lötpunkte überprüft. Nur “ausschließen” kann ich eine Fehlerquelle nie wirklich. Fehler finden, das geht, ausschließen nicht. Insofern vielleicht nur ein Missverständnis. Ich bin Naturwissenschaftler und als solcher tue ich mich schwer mit so absoluten Aussagen wie alle oder Null Fehler, …

    Puh, danke, erste Antwort an carcalac , zweite dann an Leuchtturmmichel.

    Du siehst mich nun maximal verwirrt. Spannungen an R2 mit Power ohne IC1:

    Links 4,6V, rechts variabel 2,2 - 1,7 - 0,5 V Tendenz fallend. Widerstandswert völlig fragwürdig: kommt darauf an, ob ich die rote Messpitze links oder rechts anlege. In keinem Fall messe ich aber die nominellen 470k. Werte zwischen 3 und 16 MOhm stehen da auf dem Display, wenn die rote Spitze rechts ist, anderenfalls bekomme ich gar keinen Wert.

    Das bringt doch den C1 ins Spiel. Über den messe ich in einer Richtung 5 bis 6 MOhm, in der anderen Richtung keine Anzeige. Ist der C1 der Stinker?

    Löten kann ich erst abends wieder - bin (so ganz nebenbei ein bisschen) berufstätig und hab eh schon ein schlechtes Gewissen. Aber ich will’s halt wissen.

    Den R3 hatte ich schon mal im Visier. R2 war eigentlich unauffällig, was die Verbindungen und das Signal betrifft. Aber morgen messe ich gerne noch mal die Spannung vor und nach R2. Heute schläft das Multimeter schon 😉. Danke!

    Edit: hab jetzt erst die letzte Frage gelesen. Der Gig war schön. Hat auch ohne BEOD richtig Spaß gemacht. Danke!