Also hier entspannt sich ja eine muntere Diskussion 😀. Ich freue mich über so viel Anteilnahme. Leider kann ich aufgrund der Fülle nun nicht auf jeden Punkt antworten. Aber glaubt mir, ich hab alles aufmerksam gelesen.
Natürlich hab ich den R2 an den Beinchen gemesssn und nicht an den Lötpunkten. Das ist doch logisch.
Multimeterbatterie ist auch ein guter Gedanke, würde aber nicht die Fehlfunktion des BEOD erklären. Aber klar, wer sagt schon, dass ich es nur mit einem einzigen Fehler zu tun habe. Hab ich aber geprüft. Batterie okay, Messwert freier Widerstände i. O.
Mein Gedanke war ja der 22 nF C1 wegen der komischen Richtungs- und Zeitabhängigkeit der Widerstandsmessung.
Nun habe ich den R2 ausgelötet und gemessen und siehe da: 468 K. Check!
Wenn ich jetzt den Ohm über die leere Lücke des R2 Messe, also praktisch das, was parallel zum R2 anliegt, erhalte ich auch einen langsam steigender Wert, der sich an ca. 90 K Ohm anpirscht. Da lädt/entlädt sich wohl zuerst ein C ehe der Wert zu Ruhe kommt. Aber dann müsste ich doch OL messen, wenn C1 und C2 intakt sind, oder? Durchgang zur Masse habe ich planmäßig doch nur über R21 = 10k. Ich kann mir die 90k nur erklären, wenn C1 oder C2 partiell Durchgang zur Masse haben. Oder liege ich daneben? IC1 ist übrigens nicht gesteckt!
Hier noch mal der Plan: https://www.musikding.de/docs/musikding…beod_schalt.pdf
Lötpunkte - zumindestens die zugänglichen - habe ich alle sorgfältig warm gemacht. “Alle” geht aber nur, wenn ich das PCB weitestgehend wieder auseinanderrupfe. Unter den Potis und auch an einigen anderen Engstellen ist echt nicht gut beikommen. Da mache ich mehr kaputt als heile. Das war mir aber schon zu Beginn klar weshalb ich sehr sorgfältig gelötet habe. Ehrlich, das mache ich nicht erst seit gestern. Fehlerfrei geht aber auch bei größter Sorgfalt nicht. Die Potis hatte ich vielleicht unterschätzt, weil die doch recht massive Beinchen haben, das muss ich einräumen. Aber wie man einen R in eine Platine lötet, weiß ich schon.
Bitte glaubt mir, ich nehme eure Kritik an und lerne gerne dazu. Die Vorgehensweise von carcalac ist trotzdem die, die ich bevorzuge, weil sie sehr systematisch ist. Ich ziehe meinen Hut! Auch wenn ich gar keinen trage. 😉