Posts by meikel

    Quote from Oli;354950

    Mich würde ja eine kommerzielle Schaltung für Piezos schon brennend interessieren. Aber vom Graph Tech Acousti-Phonic Preamp wird man wohl (noch) keinen Schaltplan finden.


    So isses. Es hat sich wohl noch keiner gefunden, der den Kram gekauft, "abgemalt" und erst danach eingebaut hat.

    Quote from The stooge;354957

    Da habe ich andere Erfahrungen. Der Hersteller gibt die Haltbarkeit mit 15 Stunden an;


    Es sollen zwei TLC2272C verbaut sein (14 Beiner). Das ist ein CMOS OPV. Pro Verstärker wohnen auf dem Chip 9* n-Kanal MOSFET, 8* p-Kanal MOSFET, 5 Widerstände und ein einsamer Kondensator. Die Leistungsangaben sind allesamt im mW Bereich. Ub = +/- <= 8V.

    Allerdings sehe ich auf der Platine noch nen 2*5 SMD. Da die 3V sicher nicht ausreichen, könnte es möglich sein, daß aus den 3V 2*8V gebastelt werden. Da dürfte es sofort Probleme geben, wenn sich die "unterschiedlichen Pfeiftöne" untereinaner und mit der Taktfrequenz einer BBD Tretmine sauber in den Hörbereich mischen. Spaßeshalber mal nen Scheiben-C in die 3V Leitung basteln. Erstmal an die nicht benötigten Batteriekontakte halten, obs weniger pfeifft. Wertebereich 1nF - 1µF. Kein Elko, weil bei "hohen" Frequenzen taub sind.

    Quote

    wie ich den Amplug neu hatte, brauchte er weniger als eine Woche, um 2 AAAs zu verfrühstücken.


    OK - mein Denkfehler. Miß spaßeshalber mal nach, wieviel V zwischen Bein 4 (+Ub) und Bein 11 (-Ub) anliegen.
    Falls mehr als 3V, stammt der 2*5 SMD sicher von Maxwell und beinhaltet einen Batteriefresser.

    Quote from Oli;354926

    ich kam günstig an ein Kahler Tremolo mit Piezoreitern dran (so wie das Ghostsystem von Graphtech), also mit insgesamt 6 einzelnen Piezos.

    Graphtech ist diesbezüglich der Platzhirsch. Sind es 6 separate PU (Hauptgewinn) oder nur einer bzw. einer mit parallel geschalteten Einzel-PU (Niete)?

    Quote

    Nun meine Frage: Muss ich dabei etwas spezielles beachten? Benötigen Piezos einen beonderen Impedanzwandler oder gar eine Art Entzerrer.


    Eher einen Verzerrer. Der Piezo gibt das tatsächliche Signal wieder. Deine Stratocaster klingt dann wie ne Konzertgitarre mit Stahlsaiten. Und daran sind unsere Ohren nicht gewohnt.
    Du brauchst also ein Filtersystem, mit dem Du den selben beschissenen Frequenzgang eines üblichen Magnet-PU simulieren kannst.

    Nen 6-teiligen PU kannste an nen Gitarrensynthesizer anschließen. ZB. sowas:
    http://www.rolandmusik.de/produkte/details/849
    aber die bieten dann auch den passenden unterteilten Tonabnehmer GK-3 an.

    Quote from The stooge;354947

    1. a. Nein, mit Batterie nicht; b. mit improvisierter Netzteilverbindung nur, wenn man dem Amplug 4,5 Volt gibt
    2. Nein.


    Was hindert Dich am Batteriebetrieb? Drin wohnen CMOS OPVs. Da verrostet die Batterie eher, bevor sie leer ist. Wundert mich sowieso, warum die das Ding nicht mit ner "Uhrenbatterie" ausliefern.

    Quote from The stooge;354943

    Ich habe meinen Vox Amplug AC30 in ein Bodentretergehäuse eingebaut und ihm eine Stromversorgung über Netzteil spendiert (3V stabilisiert). Funktioniert alles soweit, wie es sollte, bloß dass sich unregelmäßig immer wieder ein hochfrequentes fiepen einstellt, nicht so laut, um das Signal zu übertönen, aber doch laut genug, um zu nerven. Wenn man drauf haut, ist es weg, um sich dann wieder aus unbekanntem Anlass einzustellen. Was kann das sein? Wie kriegt man es weg?


    1. hat das Teil vor dem Umbau gefiept?
    2. fiept das Teil mit Batterie?
    3. wie billig war das Netzteil?
    4. "Wenn man drauf haut, ist es weg," Wie darf man das verstehen? Kalte Lötstelle oder verrutschen Deine Drähte bei der brachialen Reparaturmethode so, daß der Draht zur Ausgangsbuchse nicht mehr neben dem Draht zur Eingangsbuchse liegt?

    Quote from dkra;354940

    Ok. Im Datenblatt sind diese Werte aber so angegeben. 0,33uF vor dem 7809er und 0,1uF hinter.


    Die beiden Cs kannste einbauen, falls es Probleme mit dem IC geben sollte.
    C1 ist nicht der Ladekondensator der Graetzbrücke und C2 nicht der Stützkondensator der 9V Schienenspannung in der Tretmine.
    Als Ladekondensator sind Werte zwischen 100µ und 10.000µ üblich. In den Tretminen wird die Betriebsspannung meist mit 47..200µ gestützt. 47µ würden da nicht schaden. Aber sorge mit nem Widerstand für ne "Grundlast" (paar mA reichen), damit der Schaltkreis was zu tun hat.

    Quote

    Und keine Elkos?


    Elkos nimmt man dann, wenn ein Scheiben-C zu groß wird.
    Elkos sind Fehlerquellen: sie können durchschlagen u/o austrocknen. Außerdem muß man immer dafür sorgen, daß das + Bein positiver als das - Bein ist. Austrocknen ist der übliche Tod eines Netzteilelkos, der in der Nähe eines Kühlkörpers wohnt. Und wenn Du richtig Glück hast, verursacht das nen Kurzschluß.

    Nen keramischen Scheiben-C kriegste kaputt, indem Du in zerbrichst. Durchschlagen kann der auch, aber die üblichen max. Spannungen liegen weit über den üblichen Batteriespannungen.

    Folienkondensatoren sind Wickelkondensatoren in einem netteren Gehäuse. Miese Wickel-Cs können mikrofonisch werden, würden aber im Netzteil kaum stören.

    Quote

    Dachte nur Elkos sind nicht Bipolar, da ich laut Datenblatt ein nicht Bipolaren Kondensator nehmen soll (zumindest sieht das Schaltzeichen so aus)


    Ein Kondensator hat grundsätzlich keine Polarität. Nur eben die Elkos sind grundsätzlich polarisiert. Der Kapazitätsbereich zwischen 100n und 1µ wird heutzutage auch mit keramischen und Folienkondensatoren abgedeckt.

    Quote from dkra;354923

    So hab heute mal beim Kollegen wieder etwas Simuliert und mich dafür entschieden, dass ich einfach 8 galvanisch getrennte Festspannungsausgängemachen werde.

    Wie multimeter schon schrieb, sind die Ausgänge nicht galvanisch getrennt.

    Quote

    Leider hab ich falsche Elkos bestellt, anstelle der nötigen 0,1uf hab ich irgendwie 1uF bestellt als muss erst warten bis diese kommen.


    Für 0.1µ und 1µ nimmt man keine Elkos. Und als Stützkondensator für den Ausgang sind 1µ viel zu dünn. Dort sind 47µ-100µ angemessen und wirkungsvoll.

    Dein Schaltungskonzept ist genaugenommen ein 9V Netzteil mit vier Buchsen. Der einzige Vorteil, den 4 getrennte Regelkreis bieten: der Kurzschluß in einem Verbraucher tötet nicht das komplette Netzteil.

    Quote from Chris Guitar;354931

    ausfräsen wäre schon ne Möglichkeit, aber ich hab leider nicht das nötige Feinequipment dazu.
    Kunststoff von 1,1 auf ca 0,75 mm zu fräsen ist schon filigran.


    Es ist schwierig aber machbar. Nimm nen Dremel oder was ähnliches und fixiere den senkrecht (zB. Ständer ner Bohrmaschine) und spann die Kappe in nen beweglichen Schraubstock. Damit sind solche Arbeiten machbar.

    Quote from Oli;354929

    aber genau diese parasitäre Kabelkapazität ist der Grund, warum man Impedanzwandler gitarrennah betreiben sollte.Ansonsten könnte man einen immer noch direkt vor den Amp schalten und wäre auf diese Weise vom Ampeingang unabhängig.


    Der Impedanzwandler macht nur Sinn, wenn er direkt an oder gleich in der Klampfe wohnt. Den Sound der Klampfe sollte man komfortabel mit nem parametrischen EQ regeln. Irgendwelche Fummeleien mit Kabelkapazitäten und Lautstärkereglern, um den Klang zu verändern, sind für mich zumindest etwas amüsant.
    Rauschen:

    Quote

    Ich verwende nur Metallschichtwiderstände und da habe ich einfach noch kein Rauschen gehört. Es mag bei Kohleschicht anders sein, aber darüber kann ich aus eigener Erfahrung nichts berichten.


    Ein Beispiel:
    Da mußte hier mal im Forum suchen. Es gab mal ein Echo mit ner 4066 Umschaltung, welches fürchterlich gerauscht hatte, weil an einem Umschalter 2,2M Widerstände hockten. Das Rauschen war weg, nachdem die Widerstände verkleinert wurden.

    Betrachte eine Baugruppe/Tretmine einfach als Blackbox:
    sie sollte nen hohen Eingangswiderstand haben, im den vorhergehenden Nachbarn nicht übermäßig zu belasten, und einen geringen Ausgangswiderstand, damit der nächste Nachbar nicht leiden muß.

    Die leider üblichen Ge- und Si-Fuzz Marke "Billig und alt wie die Steinkohle" mit Mojo- und Vintage-Feenstaub passen in die eben beschriebene Tretminenkette ganz schlecht rein. Genau für die werden hochohmige Klampfen, "Tiefpaßkabel", True-Byfraß... äh Pass und Röhreneingangsstufen gefordert, weil es früher, als es nix besseres gab, so gemacht wurde und man genauso wie Eric, Carlos oder Jimmi klingen möchte. Was Jimmi heute verwenden würde, kann man nicht wissen, weil er leider schon tot ist. Carlos und Eric zumindest nutzen spätestens im Studio alles mögliche aber keinen Ge-Fuzz, weil sich sonst die Crew hinterm Mixer aus dem Fenster stürzt.

    Quote from Oli;354924

    fritz
    Ist es tatsächlich so einfach die Versorgungsspannung zum Signal zu addieren? Und das Signal dann einfach UNVERÄNDERT mittels zweier Koppelkondensatoren davon abzukoppeln?

    Richtig. Mit diesem simplen Trick wurden zumindest früher die Antennenverstärker für die Flimmerkiste geheizt.

    Quote

    Wieso willst Du die fehlende kapazitive Belastung des PUs mit einem Kondensator kompensieren? Das führt ja die Verwendung eines Impedanzwandlers ad absurdum.

    Es geht um die Simulation einer parasitären Kabelkapazität.

    Wenn Du Nägel mit Köpfen machen willst, dann verwende einen parametrischen EQ. Es gibt da Schaltungen mit den Charakteristiken Hochpaß, Tiefpaß, Bandpaß und Bandsperre. Aus einem Tiefpaß wird ein Hochpaß, wenn er in der Gegenkopplung arbeitet.

    Quote

    meikel
    Ich habe schon ziemlich viel Effektgeräte, Mixer, Preamps gebastelt, aber ein Rauschen durch hochohmige Biaswiderstände, die ja nicht im Signalzweig liegen, konnte ich noch nicht feststellen.

    Du nicht, aber ich. Mir hatte damals ein Studio-Fuzzi, dem ich die Ohren vollgejammert hatte ("... alles rauscht..."), gesagt:
    "50 bis max. 100kOhm Widerstände, als Koppel-C möglichst nur keramische Cs (kein Wickel-C und kein Elko). Was Du da machst (und damit meinte er mich) wäre ein klassisches Beispiel dafür, wie man es nicht machen darf."
    Dafür weiß ich wenigstens, wie man preisgünstig nen Rauschgenerator bastelt...

    Quote from Oli;354916

    Allerdings werde ich mit meine Klampfe immer nur einen Gitarenamp ansteuern und keine aktive Monitorbox mit einem Lineeingang. Hättest Du dann eine aktive Elektronik eingebaut.

    Ich hab ja vorher ne "normale" Klampfe gehabt. Der übliche Krampf: alle Saiten über den Saitenhalter mit nem Draht an der Buchsenmasse erden.
    Irgend wann mal kam die Erleuchtung, daß es Quark ist, ne geringe Nutzspannung erst mal durch 10m Kabel zu schicken, bevor sie verstärkt wird.

    Bei C-Mike gibts doch auch keine Diskussionen darüber, daß Impedanzwandler und Vorstufe im Mikrofon wohnen. Klar könnte man die beiden Kondensatorelektroden erst mal 20m bis zum Mixer schicken um dann festzustellen, daß nur noch Sche!ße ankommt.

    Quote

    Bei der Frage zu den OPs hast Du mich wahrscheinlich falsch verstanden.
    Lösung a) ist diese http://www.muzique.com/images/buff1.gif
    Lösung b) ist diese http://www.muzique.com/images/buff4.gif


    a. ist die übliche Methode, ne virtuelle Masse zu erzeugen, damit die OPVs mit ner asymmetrischen Betriebsspannung versorgt werden können.
    b. ist auch nicht besonders aufregend. Mich persönlich stört, daß am hochohmigen Eingang nicht nur ein sondern gleich zwei hohe Widerstände wohnen, die dann mit dem FET um die Wette rauschen.
    c. hier noch ne Möglichkeit der Mittenspannungserzeugung:
    [ATTACH=CONFIG]13789[/ATTACH]
    Ein Impedanzwandler für U/2.

    Quote

    Also b) sollte also funktionieren, außerdem wird der Eingangswiderstand des OPs durch gerade diese Bias-Widerstände festgelegt.


    Wie wir beide (hoffentlich) wissen: hochohmige Widerstände rauschen. Welchen Sinn sollte es haben, die Rauschquellen zu verdoppeln?

    Quote

    Aber für ein Impedanzwandler im Kabelstecker ist Lösung b) schon sehr reizvoll kompakt.
    Hat jemand schon so eine Bias Konstruktion getestet?


    Wat meinste, was alles in einen Kabelstecker reinpaßt, wenn man SMD benutzt... :)

    Quote from Oli;354914

    Hat noch jemand Erfahrung mit aktiver Gitarrenelektronik?


    Ua. ich. Allerdings aus Zeiten, in denen der "Ost-Kanzler" noch Erich hieß.

    Ich hatte mir Ende der 70er Jahre u. ne 100W Endstufe zugelegt und diese etwas aufgemotzt. Dabei hatte ich die Erfahrung gemacht, daß es vorteilhaft ist, nen Teil der Vorstufenelektronik gleich in der Klampfe unterzubringen. Anfangs wurde der Kram mit ner 9V Batterie geheizt.
    Sollte jemand die Jolana Klampfe u/o Baß noch kennen: unter dem "Poti-Blech" war noch genug Platz für ne Batterie + Kleinkram.

    Paar Jahre später kam ich preisgünstig an ein paar mehrpolige "Mini-Tuchel" (Klein-Tuchel) Stecker, Einbaubuchsen und paar Meter mehrpolig abgeschirmtes Kabel dran.
    Klein-Tuchel (im Bild rechts):
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…20px-Tuchel.jpg

    Ende der 80er Jahre lieferte mein fretless Baß (bundloser Jolana Baß) via Chorus-Flanger 0dB (0.775V) und konnte die DDR-Käseecken (50W Minitorboxen) direkt heizen. Das "Zweitkabel" kam in den Mixer.

    fretless: die leeren Nuten hatte ich mit farbiger Prothesenplaste (Kallocryl rot und weiß) gefüllt. Nach dem Aushärten wurde der Hals noch mal abgeschliffen.

    Quote

    Ich bin auch auf der Suche nach einer guten Lösung für eine "Phantomspeisung" für von Haus aus aktive Gitarren. Bisher fällt mir nix anderes ein als die klassische Stereoklinke mit der Spannungsversorgung auf dem Ring. Und eine XLR Buchse in die Zargen einzuarbeiten bringe ich nicht übers Herz.


    Nur Mut. Die Klampfe hat mehr zu tun, die ca. 6 Zentner Zugspannung der Saiten auszuhalten. Aber ne XLR Buchse halte ich für übertrieben. 3polig abgeschirmtes Kabel (NF, Ub, Masse + Geflecht). Entweder ne Klein-Tuchel Verbindung oder notfalls auch ne Stereo-Klinke.

    Quote

    Noch eine Frage bezüglich der Bias Versorgung für einen nichtinvertierenden OP-Buffer.


    Grundsätzlich: Operationsverstärker werden mit einer massesymmetrischen Spannung versorgt. Die Billigvariante, die man in der Musikelektronik häufig antrifft, verwendet die halbe Betriebsspannung als 'virtuelle Masse'. Diese kannste mit dem üblichen Spannungsteiler erzeugen. Falls Du einen OPV übrig haben solltest, kannst Du mit dem als nichtinvertierenden Verstärker mit der Verstärkung 1 die Ub/2 Spannung auch "stützen".

    Quote

    Welche Möglichkeit würdet Ihr bevorzugen
    a) Spannungsteiler z.B. 2x10k mit einem Kondensator gestützt
    b) Oder direkt je einen hochohmigen Widerstand vom nichtinvertierenden Eingang nach Masse bzw. Vsupply?
    Gibt es bei der b)-Variante Nachteile?


    Ja, weil b nicht funktioniert. Außerdem rauschen hochohmige Widerstände mehr als den Ohren lieb ist.

    Im Ideal hat ein OPV einen hohen Eingangswiderstand, einen niedrigen Ausgangswiderstand, eine unendlich hohe Verstärkung, eine möglichst geringe Offsetspannung usw.

    Quote from nalim;354896

    Dann hätte ich eigentlich nurnoch eine letzte Fragen; sind bei "Der MOS" teile dabei, die ich schon geschrottet habe, weil ich sie mit dem Durchgangsprüfer getestet habe? Falls ja welche? :)

    Das ist die Frage, wieviel Volt das Teil von sich gibt und wie groß der maximale Strom wäre. Ggf. könnte die LED tot sein, weil die ja deshalb mit nem Vorwiderstand betrieben wird, damit der Strom nicht zu groß wird. KA, wie haltbar der Transistor ist. Ein IC war ja nicht in der Tüte.

    Den Widerständen isses egal, keramischen Kondensatoren auch. Selbst die Elkos dürften "paar Sekunden falsch gepolt" überleben.

    Warum das Teil bei Dir selbst ohne Transistor piept, verstehe ich auch nicht so richtig.

    Quote from ProgrammEins;354892

    Ich würde da erstmal mit etwas kleinerem anfangen. 100W sind schon ganz schön heftig.

    Da mußte mal bei Uwe gucken. Der hat paar brauchbare Endstufenkäfer.

    Quote

    Ein kleiner Transistorcombo für daheim oder so.

    Der Vorteil an der vorgeschlagenen MOSFET Schaltung: die loft auch mit 2*20V (möglicherweise auch mit 2*12V) und will dann weniger Strom. Da wird der Trafo billiger und die Elkos werden bezahlbar.

    Quote from BillyG;354893

    [... viel rbeit ...] Ergebnis: 10, 22, 47µF funktionierten nicht stabil (10 und 22µF tot wie vorher, 47µm wie das Wetter). Daraufhin habe ich einen 100µF ausprobiert und der tut's ohne klagen. Bei L6 ist mir nicht wohl, wegen L, und weil ich das mit dem Pferd und der Apotheke schön öfters erlebt habe, habe ich vorsichtshalber meine Gitarre mal mit meinen alten Tuner gestimmt, die Stimmung mit dem HT-6 geprüft und muß sagen: funktioniert! [...] (gerechterweise Dirks zuerst).

    Richtig. Dirk hat sich die Mühe gemacht, das Handbuch gesucht und im Handbuch das Resetbein gefunden. Ich persönlich bin Elkos gegenüber grundsätzlich mißtrauisch. Klar: im Osten war das Zeuch extrem finster. Und heute muß man feststellen: auch im Westen ist Osten.

    Quote from ProgrammEins;354887

    Ok das wird für einen Umbau zu viel. Ich lass den Amp lieber wie er ist. War auch nur eine Idee.


    Besser isses. Zumal Du diese Holzkiste im Original besser verkaufen kannst.

    Quote

    Die MOSFET Endstufe wäre dann was für einen eigenen Amp. Falls ich mal Zeit habe :)


    Die Endstufe an sich ist preiswert. Nur die Elkos und der Trafo sind sauteuer.
    Für mich jedenfalls: ca. 4 Stück 10mF/~60V und nen 2*35V Trafo/8A habe ich auch nicht im Schrank liegen.
    Wenn die Preise noch stimmen, kosten die Elkos + Trafo + Kühlkörper ca. 200€. Der Rest incl. der Leistungs-MOSFETs bewegt sich im "unteren Preissegment".

    Quote from ProgrammEins;354860

    Vielen Dank für den Schaltplan!!! Hatte danach schon ewig gesucht aber nie einen gefunden. Immer nur den älteren Röhrenverstärker. Nachdem ich ihn jetzt nochmal gesucht habe, habe ich das Service Manual auch gleich gefunden. Peinlich.


    Egal. Das Netz ist groß...

    Quote

    Genau der Amp ist es! Ich kenne mich nicht so gut aus aber die LEDs (LD1, LD2) sind neben den beiden anderen Dioden (CR1, CR2) für die Verzerrung verantwortlich. Richtig?


    Die Vorstufe ist Standardzeug und die Endstufe ist (für mich) gewöhnungsbedürftig.

    Such mal hier im Forum: Dirk hatte nen Stromlaufplan für ne 100W MOSFET Endstufe veröffentlicht, die man nachbauen könnte. Die Kosten der Bauelemente halten sich in Grenzen. Nur das Netzteil wird teuer: 2*30..40V, ca. 8A.

    Vielleicht könnte ja mal Einer u/o Beide das Teil in den Onlineshops anbieten.
    Aber nur mit Alternachweis! 80V können sehr weh tun und an 40V leckt man auch nur einmal.

    Quote

    Könnte man durch andere Dioden weniger Verzerrung erreichen?


    Da brauchste nen Oszi, um zu gucken, wo die Verzerrungen entstehen. Diodenclipper gefallen mir eh nicht, weil der Übergangsbereich zwische "clean und fuzz" zu klein ist.

    Quote from nalim;354870

    Hm, also ich würde immer am Lot ansetzen?!


    Wenn Du auf ne kalte Lötstelle drückst, isses durchaus möglich, daß sie kurzzeitig funktioniert.

    Quote

    Aber geht das bei allen Bauteilen mit dem piependen Diodentest, oder bei widerständen zB nicht, da die das Testsignal überhaupt nicht durchlassen?! :)


    Das wird so nix.
    1. lern löten. Besorg Dir ne kleine Lochrasterplatine und versuche dort fehlerfrei "Klingeldraht" so anzulöten, daß die Lötstelle "normal" aussieht.
    2. besorg Dir ein paar Widerlinge, paar Cs, nen billigen Transistor u/o Schaltkreis und bastel ein paar einfache Platinen (siehe FAQ bzw. Schaltpläne von Uwe und Klaus).
    3. und wenn der Kram funktioniert, kannste die gewonnenen Fertigkeiten für die Reparatur Deines Erstlingswerkes nutzen.

    Mit dem Meßgerät prüft man eigentlich nur Widerstände im ausgebauten Zustand (Widerstandsmeßbereich) oder man mißt Spannungen (meist gegen Masse) und vergleicht die Ergebnisse mit dem Schaltplan/Vorlage. Aktiven Bauelementen darfste mit nem Durchgangsprüfer nicht testen, weil es Bauelemente gibt, die dabei sterben können.

    Und das nächste Mal bitte ein besseres Foto (scharf und heller) von der Leiterseite der Platine.

    btw: bleifreies löten erspare ich mir.
    1. sehen die Lötstellen anders aus als mit bleihaltigen Lot
    2. brauchste mehr Hitze. Und mit der Hitze kann man aktive Bauelemente schrotten, wenn das "Innenleben" lange genug zu heiß war. Da schmelzen die Bonddrähte (Golddraht zwischen Pin und Chip) ab und das Teil ist mausetot.