Posts by cebersp

    In diesem Thread Der Acapulco - Soundprobleme - Seite 2 - Musikding Effektgeräte - Das Musikding Forum hatten wir uns darüber unterhalten, wie man am besten erreicht: "Ich suche ein Pedal, das vor einem cleanen Amp, einen schönen Crunchy-/ Overdive Sound macht." Max hatte den Timmy Boosted-Timmy-2v1-Building-Docs.pdf (pcbguitarmania.com) vorgeschlagen (ohne booster und mit symmetrischen Dioden) und auch seine Potieinstellungen für Strat verraten. - Vielen Dank!



    Mt Strat wird man wohl <160mV.pp und daher eher im hellroten Bereich bleiben. Bei der Einstellung und mit den symmetrischen vier Si-Dioden gibt es für kleine Eingangsamplituden einen ziemlich cleanen Bereich.

    Gruß Christof

    Hier wäre schon mal der Link zum Schaltplan, für wenn dann die Spannungen an allen D, S, G gegen Masse eintrudeln....

    Stoner-NFT-Building-Docs.pdf (pcbguitarmania.com)


    Ich wundere mich, dass wir so oft Fotos sehen, wo die Platine ins Gehäuse eingebaut ist und gleichzeitig nichts funktioniert. Dass man eine Schaltung erstmal ohne Gehäuse ausprobiert ist für mich seit langem Standardvorgehensweise.


    @mwd110, Du müsstest Dir schon deutlich mehr Mühe geben, bei Deiner Fehlerbeschreibung. Z.B. bei welcher Schalterstellung genau Du Sound hast. Sonst müssten wir stundenlang rumraten. Wir wissen wirklich nur das, was Du uns verrätst....

    Gruß Christof

    Gut, cool, danke!

    Da gibt es (leider) tausende cooler Kandidaten. ^^

    Einige wurden ja schon genannt.

    Da gäbe es den Son of Ben, Bluesbreaker, OCD, Timmy (mein Favorit), ODR, Zendrive, Red Llama und endlos viele andere.

    :)

    Hi Max!

    Ist der Timmy diese Schaltung? https://i.imgur.com/4jR2wzr.png

    Mit welcher Diodenkonstellation betreibst Du den dann als "Pedal, das vor einem cleanen Amp, einen schönen Crunchy-/ Overdrive Sound macht"? Ich tippe auf asymmetrisch? Ist ja schon verblüffend, wie ähnlich diese Schaltung einem Tubescreamer ist. Magst Du mir auch ungefähr die Einstellung der Potis nennen, dann würde ich da mal gerne ein "Picture of Sound" machen?


    Ich finde diese Diskussion gerade sehr interessant, weil ich mit dem Zen einfach Sounds, wie ich sie mir vorstelle, nie hinbekommen habe.

    Mindestens wenn das in Richtung Blues gehen soll, was gerne dosiert etwas schwammiger sein darf, geht das viel schöner mit echter Endstufenzerre. D.h. der clean eingestellte Amp bringt zwar in seiner Vorstufe keine Zerre, aber er zerrt in der Endstufe als wesentlichen Beitrag. Der Amp darf dann bei mir auch auf FAT stehen, wird aber mit einem Kompressor betrieben, damit er nicht matscht.

    Bei meinem Parameter-steuerbaren Son of Ben (der ohne Endstufenzerre des Amp den Sound bringen soll) füttere ich den auch über den Kompressor, damit ich nicht zu viel Bässe wegnehmen muss und damit er leichter in dem Übergangsbereich der Zerre bleibt. Ohne richtige Endstufenzerre braucht's eher etwas (mehr) Hall, finde ich.

    Gruß Christof

    Was Praktische Infos zu Technik + Sound von Elektrogitarren + Elektrobässen für Spieler, Liebhaber, Sammler, Hersteller, Bastler, Freaks, ... - GitarrenElektronik.de - ...Pickup-Daten

    schreibt, ist ganz gut nachvollziehbar, finde ich: Je niedriger die Eingangsimpedanz, desto mehr wird die Resonanzüberhöhung des PU weggedämpft. Im Prinzip immer noch nichts, was ein EQ bei entsprechender Einstellung nicht könnte. Scheint auch wieder eher eine Frage der Bedienmöglichkeiten zu sein. Die Dämpfung findet automatisch nur dann statt, wenn ich das Gitarrenpoti aufdrehe.

    Witzig ist da die Schaltung des May. mayschalt (musikding.de) Da hat man über einen C2 zwischen Emitter und Basis die Eingangsimpedanz erhöht, um sie dann via R3 wieder abzusenken.


    Der Hydra (Naga Viper) ist doch für Leute, die auf der Suche sind, eine variable Sache in der "Rangemaster-Familie" da kann man wohl gut experimentieren, ohne Löten oder Steckbrett?

    cebersp Wo kann denn der SoB Treble Boost? Einfach nur die Höhen zu betonen hat mit dem, was einen Treble-Booster klangtechnisch ausmacht rein gar nichts zu tun. :/


    Lieben Gruß,

    Max

    Hab's mir jetzt nochmal angeschaut. Witzigerweise kann der Son of Ben sowohl den Frequenzverlauf als auch das Zerrverhalten als auch die Kompression ziemlich ähnlich darstellen, wenn man den Tiefpass vor dem Ausgang wegnimmt indem man C9 wegnimmt. Zusätzlich muss man die Höhen steiler betonen, was mit 1µF parallel zum ersten Sourcewiderstand R4 geht. Drainspannungen: 5,4; 5,4; 1,2V Also mit moderatem Mod geht auch "Treble Boost" a la Rangemaster. :) Mit 9V bringt er allerdings dabei deutlich weniger Ausgangsspannung.

    (Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man bei einem Heavy Metal Amp den Unterschied hört, ob man über einen EQ oder über den Rangemaster in den stark zerrenden Amp. reingeht. Ist schon vor allem EQ, was da passiert. Interessanterweise arbeitet die Germaniumvariante cleaner als die Si- Variante beim Rangemaster.)


    Die Variante MDrive mit den Original 100nF Kondensatoren hat fast keine Höhenbetonung, wobei ich immer ein ungutes Gefühl habe, wenn man derartig viel den Bauteilstreuungen überlässt, wie hier beim Arbeitspunkt. Jedenfalls würde ich den erstmal auf Breadboard aufbauen und mir damit geschmacklich passende Kondensatoren suchen.

    Oh, Mist, diese Erdverbindung hatte ich übersehen, da sie mir unsinnig vorkommt. Edit: Wird wohl ggf. HF-mäßig nützlich sein. Allerdings wüsste ich auch nicht, wie dadurch eine Brummschleife entstehen kann ohne NFB?

    Speaker out gnd sollte jedenfalls direkt auf Ot GND und von da aus weiter zum Stern o.ä,und net übers chassis,In Buchsen gnd gehören auch isoliert und auf Preamp gnd,der widerum zum Stern geht.

    Wieso willst du denn den Speaker hier erden? Dieser Amp hat keine Gegenkopplung und ist daher am Speaker erdfrei.

    cebersp Wo kann denn der SoB Treble Boost? Einfach nur die Höhen zu betonen hat mit dem, was einen Treble-Booster klangtechnisch ausmacht rein gar nichts zu tun. :/

    Ach, da sind wir wieder bei den sprachlichen Verwirrungen. Das hatten wir doch schonmal. Du verstehst unter einem "Treble Booster" die zerrende Variante z.B. des "Dallas Rangemaster", die es bei Musikding als "Treble Booster" zu kaufen gibt. Während ich erstmal davon ausgehe, dass das ohne Zerre ist und auch keine kleine Eingangsimpedanz haben muss.


    Ich wollte Dir ja gar nicht widersprechen sondern halt die verschiedenen Bedienvarianten mit ins Blickfeld rücken.

    Gruß Christof

    Hab auch noch eine Maxon 808 davor und ein Echo dahinter für Leads ausprobiert und auch das klingt mega.


    Könnt Ihr mir ein Overdrive empfehlen, also Tubescreamer Clone o.ä.?

    Der Maxon 808 ist doch ein Tubescreamer!?!

    Die vielen Varianten unterscheiden sich oft insbesondere durch etwas andere Bedienmöglichkeiten. Da kommt es halt drauf an, was praktisch für Dich ist.

    Meine persönliche Präferenz für weichere OD Sounds sind Schaltungen mit JFETs.

    Und da ist für mich der Son of Ben Preamp Bausatz, 35,00 € (musikding.de) eine interessante Sache. (Sorry, schon wieder, Max) Der wird beworben mit "Clean Boost und Overdrive/Fuzz.", er kann auch Trebleboost, also eine seeeehr große Bandbreite an Sounds.

    Gruß Christof

    Ich kann im Multimeter hfe der Transistoren messen - dass funzt zumindest noch. Heisst das, dass sie noch ok sind, oder sagt das nichts aus?


    Merci für all eure Mühen!

    Hi, ja vermutlich OK (siehe unten), auch Deine Spannungswerte haben für mich so ausgesehen, dass die Transistoren OK sind.


    M.E. sehen Deine Lötstellen nicht alle so gut aus. Du hast da teilweise sehr viel Lötzinn dran, sodass man nicht mehr sieht, ob auch die Leiterbahn heiß genug war.

    Adafruit Learning System

    Am besten ist es, wenn man einen Meniskus sieht zwischen Draht und Leiterbahn.

    Mit etwas Entlötlitze kannst Du das überflüssige absaugen.


    Gruß Christof


    Ach ja, und wenn Du z.B. einen h.FE Wert misst, dann ist es gut, wenn Du die Mühe machst diesen Zahlenwert hier zu schreiben. Wir können doch nicht wissen, ob Du einen gemessen hast, der im Toleranzfeld des Datenblatts liegt, oder ob Du 1,2 gemessen hast.....

    Hi Markus,

    diese Schalter Platine ist doch von den Leiterbahnen her nicht symmetrisch auch wenn die Anschlüsse so aussehen???

    Wenn nicht, dann kannst Du die nicht einfach wenden.

    Gruß Christof

    So, habe nun in Revision C die Messung bei auf Masse gelegtem Return zugefügt und außerdem das Messblatt als Libreoffice Calc *.ODS erstellt und mit Messungen (bei Zimmerlautstärke) an meinem mod. A15Mk2 ausgefüllt. Das ist Querformat, um die Filter bzw. Datenbankfunktionen nutzen zu können.


    Schlage vor, dass man sich die Datei kopiert und statt dem A im Dateinamen einen neuen Buchstaben vergibt. Bitte Messblatt ausfüllen, sonst ist die ganze Aktion wenig nützlich!

    Gruß Christof

    Prozedur Revision C:


    1. Einstellen des Amp.

    Lieblingsgitarre auf Neck PU, Vol der Gitarre voll auf.

    Am Amp alle Klangregler auf Mitte, Fat an, Bright aus. Gain langsam soweit hochdrehen, bis der Amp gerade noch clean klingt. Lautstärke hat Priorität und soll typische normale Lautstärke des Benutzers sein. Jetzt keine Regler mehr verstellen! Einstellung fotografieren oder notieren.

    2. Messungen:

    2.1. Bei eingesteckter, unbespielter Gitarre die Effektivspannung am Lautsprecher (oder falls vorhanden an einem Messwiderstand) messen und festhalten, sowie dessen Impedanz.

    2.2. Gitarrenkabel am Amp ausstecken, Eingang auf Masse kurzschließen. "Ruhesignal" => Effektivspannung am Lautsprecher messen

    2.3. Mit einem Signalgenerator (PC) "Nennsignal" 75Hz, Sinus, 100mV.eff am Eingang aufgeben. => Effektivspannung am Lautsprecher messen

    2.4. Verstärker auf Standby. => Effektivspannung am Lautsprecher messen

    2.5 Return auf Masse kurgeschlossen (Neu in Revision C)

    3. Auswertung:

    Das Ergebnis wird angegeben als Verhältnis der Messwerte von 2.3 zu 2.2 in dB

    Geräuschabstand = 20*log10(V.eff2.3/V.eff2.2)


    Grund für 75Hz: Liegt zwischen 50 und 100Hz, sodass Einfluss des Resonanzverhaltens des LS und Bandbreite des Messgeräts minimiert wird.

    Grund für 100mV.eff Nennsignal: Eher lautes PU Signal, das sich -da konstant- gut messen lässt.

    Grund für Messung bei Einstellung "Clean": Ist für Benutzer einigermaßen definierter Verzerrungsgrad.


    Mag wer das mal probieren?

    Gruß Christof

    Hi Max und Martin,

    tja, bei genauerem Hinsehen, gibt's einige Hürden mehr, als ich zunächst bedacht habe....

    Ein wesentliches Problem ist, dass diese Extremeinstellung unter Punkt 2 zwar sehr gut geeignet ist, die Wirksamkeit von Mods an einem individuellen Amp. darzustellen, aber einen völlig irrelevanten Messpunkt im praktischen Betrieb darstellt. Wie man an meiner Messung oben sieht, betreibe ich meinen typisch bei einem kleinen Bruchteil seiner Nennleistung P=0,5²/8= 0,03W (bei abgesenkter Schirmgitterspannung). - Vielleicht war ich am Sonntagmorgen etwas vorsichtiger als sonst. Kann's kaum glauben, und trotzdem hat die Nachbarin es gehört....


    Man braucht also zusätzlich "relevante" Betriebspunkte und die können ja sehr unterschiedlich sein.

    Die beiden Messung mit Gitarre sehe ich weniger, um damit eine Eigenschaft des Amps zu bestimmen, sondern als Mittel, um mit 4.3 das Verstärkerbrummen in Relation zu der typisch verwendeten Lautstärke setzen zu können. 4.2 zeigt auf, welcher Beitrag denn überhaupt vom Amp kommt. Ich denke, dass dafür keine spezielle Gitarre nötig ist.

    Diese Pegelmessung 4.3 ist auch nicht ohne. Ich habe den Wert gleich nach dem Anschlag angegeben. Da hat man leicht viele % Abweichung drin. Dadurch, dass ich den Kompressor drin hatte, war der Wert noch einigermaßen stabil.

    Die Regler an der Gitarre sollen übrigens auch "typisch" und gleich sein bei 4.2 und 4.3.


    Zum natürlich berechtigten Einwand bzgl. Resonanzüberhöhung durch das Cab: Eine Ohmsche Last habe ich auch, daran soll's nicht fehlen. 7,5Ohm Ich glaube, die sollte 6W vertragen. Das blöde daran ist, dass man damit nicht mehr hört, wie's klingt. Außerdem hätte ich gerne (träume ich) von einer Messprozedur, wo man jemandem im Forum sagen kann, dass er das erstmal machen soll, bevor er anfängt über Massekonzepte nachzudenken und irgendwas zu verändern. Also möglichst kein Zusatzequipment.


    Mal Gedanken, wenn man beliebige Ausrüstung voraussetzen würde. Dann könnte man sagen:

    Nimm eine ohmsche Last 8 Ohm.

    Für jeden Messpunkt alle Klangregler auf Mitte.

    Stelle die Gesamtverstärkung für jeden Messpunkt so ein, dass bei Sinus 1kHz, 10mV.eff am Eingang an der Last a) Nennleistung des Amp erreicht wird. b) 0,1Watt.

    Für die Messpunkte A, B, C ist Gain so zu wählen, dass der Klirrgrad bei Eingang Sinus 1kHz, 10mV.eff, A<0,5% B=25%, C=50% beträgt.

    Miss für jeden Messpunkt 1. bei auf Masse kurzgeschlossenem Eingang. 2. Mit eingesteckter, ungespielter Gitarre, deren Potis eine für Dich typische Einstellung haben.


    Aus Eurem Input und diesen Überlegungen heraus:

    Neuer Hauptbetriebspunkt 5. "clean" mit Messung am Lautsprecher:

    Lieblingsgitarre: Auf Neck PU schalten und dessen Volume voll auf.

    Amp: Alle Klangeinstellung auf Mitte und Gain möglichst hoch einstellen aber so, dass der Amp noch als clean empfunden wird. Lautstärke so, wie es für die Anwendung typisch ist. Das hat Priorität vor hohem Gain, wenn es keinen separaten Volume gibt. Wer hat, nehme für die folgenden eigentlichen Messungen einen Lastwiderstand statt dem Lautsprecher. Es wird an der Last jeweils V.eff gemessen.

    5.1 Messung bei Eingang nach Masse kurzgeschlossen.

    5.2 Messung Eingang mit der Lieblingsgitarre: ohne zu spielen.

    5.3 Eingang mit der Lieblingsgitarre: V.eff messen beim typischen Spielen.

    5.4 Mit Signalgeneratur bzw. PC: Bei dieser Einstellung des Amp bei Eingangssignal Sinus 75Hz, 100mV.eff, die Ausgangsspannung des Amp am LS messen.

    Das Ergebnis wird angegeben als Verhältnis der Messwerte von 5.4 zu 5.1 in dB

    Geräuschabstand = 20*log10(V.eff5.10/V.eff5.4)


    Indem man das Vergleichssignal auf 75Hz legt, sollte es mit dem Multimeter messbar sein und die LS-Resonanz sollte sich ähnlich auswirken, wie Störungen auf 50...100Hz.

    Die Messung bei "clean", weil das noch einigermaßen hörbar ist als Kriterium. Ich mache das so, dass ich Gain langsam hochdrehe, bis das Signal sich hörbar verändert, das klingt zunächst nicht verzerrt, sondern nur voller.


    Gruß Christof