Posts by Moonshine

    Das ist ne Lernkurve aus meiner Erfahrung. Man neigt bei Visualisierungen eher dazu, mit dem Auge einzustellen statt mit dem Ohr. Hat mich jahrelang stark behindert, meine Mixes wurden deutlich besser, als ich die Visualisierungen (zeitweise) ausgeschaltet oder ignoriert habe und mehr auf das Gehörte anstatt das Gesehene geachtet habe. Das heißt aber nicht, dass das immer so sein muss. Will nur sagen, dass Visualisierungen zwar hilfreich sein können, man allerdings aufpassen muss, sich nicht nur nach der Visualisierung zu richten. Man malt kein Bild, sondern mischt Audio.

    Nachtrag, mal so als Beispiel:

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    Das ist ein Videodemo vom Devil Overdrive von TH-Custom Effects (= Vulcan Overdrive). So. Will man das Ding auf Basis dieses Videos bauen? Denke eher nicht. Wenn man sich auskennt, dann merkt man sofort, dass offensichtlich die Trimmer für den Bias der Transistoren falsch eingestellt sind.

    Das ist natürlich noch ein Fallstrick: Man muss DIY-Projekte natürlich auch richtig und funktionierend aufbauen, wenn man sie reviewen möchte. Aber das wird ja kein Problem sein, wenn du das machst, Simon. Sollte man bei Demos, die man irgendwo findet nur immer im Kopf behalten. :saint:

    Ich bin jetzt wohl doch etwas Off-Topic, weil es explizit um Musikding-Bausätze geht. Hier stimme ich Immo zu, dass es bei Adaptionen von kommerziellen Effekten ja immer Demos vom Original gibt. Ja, stimmt, 100 % wie das Original klingen die Klone vielleicht nicht, aber die Richtung stimmt ja.

    Was mich persönlich viel mehr interessiert sind originellere Schaltungen, die es nur aus dem DIY-Bereich gibt. Als Beispiel die Sachen von Runoffgroove. Oder sowas wie die Cabsim von Merlin. Und die ganzen "alten" Sachen von Jack Orman, R.G. Keen, J.D. Sleep oder Joe Davisson. Sowas wie die JFET-Adaptionen aus den 2000ern wie Dr. Boogie, Diefet etc. Oder den Vulcan Overdrive, Obsidian, usw., TH-Custom Effects...

    Zwischen 2000 und 2015 gab es richtig viele interessante Sachen, die ausschließlich im DIY-Umfeld verfügbar waren. Die sind nur leider etwas in der Versenkung verschwunden, mMn wohl auch durch fehlende gute Demos, die heutzutage so wichtig bei einer Bau-/Kaufentscheidung sind. Ich fände es klasse, wenn man diese Dinger wiederbeleben könnte und vielleicht dort anknüpft.

    Der Katana ist von Keeley, da gibt es viel auf YouTube. Der Mini Booster ist ein DIY-Gewächs von Jack Orman. Dieser hat die mu-Amp-Schaltung mit JFETs aus der Versenkung geholt und wieder in die Gitarrenelektronik eingeführt, kann man sagen. Seitdem er den Mini Booster vorgestellt hatte gab es mehr und mehr Schaltungen, die dieses Prinzip verwendet haben. Erfunden hat er die Schaltung nicht, aber wieder vorgestellt, wenn man so will. Da es ein DIY-Ding ist findet man nur Mülldemos dazu. Ist aber schnell aufgebaut. Ich hab meinen Katana und Mini Booster allerdings verschenkt, sonst hätte ich sie dir mal zugeschickt. Katana gibt's im Shop, Mini Booster nicht.

    Das Zusammenpacken mehrerer Schaltungen in ein Gehäuse macht für mich persönlich nur dann Sinn, wenn beide so gut miteinander harmonieren, dass man sie immer beisammen haben will, immer oder sehr häufig einen der beiden verwendet oder sie so aufeinander abstimmt, dass man stackt. Im Fall von Katana und Mini Booster hatte ich das aber auch schon überlegt.

    Dann kann ich trotzdem nochmal den Katana empfehlen. Der hat nen schaltbaren Gainboost, wodurch er von nem ziemlichen klaren Boost zu nem leicht dreckigen Boost/OD wird. Leg ihn auf nen Fußschalter anstatt auf den Kippschalter und du hast beides. Was auch ne Idee wäre ist das Stacking von zwei Boostern. Dadurch bekommst du quasi ein OD. Die beiden besten Booster, die ich gebaut habe sind der Katana und der AMZ Mini Booster. Beide klingen großartig, aber anders. Der Katana eher "glitzernd", der Mini Booster gibt eher so nen dicken Schnack auf den Anschlag. Klingen auch zusammen sehr gut. Du könntest beide auch in ein Gehäuse packen. Kann wirklich nur empfehlen, die mal zu checken!

    Hi Simon,

    Ich finde es unglaublich schwierig kompressoren einzustellen (gerade der engineer hat auch noch so viele parameter). Das jetzt subtil aber gut zu machen ist dann ne besondere herausforderung der ich mich kaum gewachsen fühle. Vielleicht muss ich etwas objektiver mit audio-dateien und aufnahmen arbeiten um wirklich zu sehen, dass ich nur die peaks leicht beschneide

    Das ist ich auch schwierig, besonders, wenn man verschiedene Klampfen spielt. "Optisch" an die Sache ran zu gehen hilft manchmal im Mixingkontext, kannst du probieren. Wobei es beim Spielen mit Kompressor im Gegensatz zur Nachbearbeitung mit dem Kompressor ja deutlich um das Feeling geht. Trau deinen Ohren und dem Spielgefühl.

    Ein dezentes OD soll für mich gern genau die kontur bringen, die neue Gitarrensaiten noch haben und die dann dort nach einer Stunde spielen langsam verschwindet

    Interessanter Einsatzzweck, allerdings machen meiner Erfahrung nach Booster diesen Job besser. Diese Prise "Gewürz" oder "Glitzer", mal bildlich gesprochen. Dann wäre der Katana vielleicht genau das richtige für dich. Der ist mMn ausgezeichnet als "immer an" Effekt, gerade mit Strats.


    Lieben Gruß,

    Max

    Hi Simon,

    Das Problem ist, dass ich bei vielen Effekten - vor allem overdrives - den Level regler kaum so weit herab regeln kann, dass der Level bei eingeschaltetem Gerät nicht exorbitant lauter ist als im Bypass.

    wenn du sagst, dass es hauptsächlich Overdrives betrifft, dann kann das durchaus sein. Du spielst deinen Amp komplett clean nehme ich an? Denn dann kommt das Thema Kompression stark zum tragen bei Overdrives. Die Peaklautstärke ist u.U. sogar deutlich niedriger als beim cleanen Amp, durch die Kompression kann dir insgesamt das verzerrte Signal aber deutlich lauter erscheinen. Einen guten Booster zu haben ist immer ne gute Sache, ausprobieren schadet sicher nicht.


    Das mit dem Sweetspot hinsichtlich Volume bei Overdrive verstehe ich allerdings nicht. Das Volumepoti sitzt i.d.R. ja ganz am Ausgang als Spannungsteiler gegen Ground. Wie soll da ein "Sweetspot" entstehen?


    Lieben Gruß,

    Max <3

    Hi Torsten,


    Herzlichen Dank für deinen Beitrag, der ist (wie immer) sehr willkommen! :)


    Die Frage nach dem "warum" ist durchaus berechtigt. Oftmals verwechselt man das "Was" mit dem "Wie", deshalb sind solche Rückfragen häufig sehr hilfreich.

    Die Funktionsweise eines Trebleboosters inkl. Verschiebung der Resonanzfrequenz durch Belastung des Pickups (niederohmiger Eingang für hochohmige Pickups) ist mir bekannt. Das daher rührende Phänomen der Interaktion mit dem Volumepoti ebenfalls. Ich habe ja jetzt zwei Treblebooster, die sich so (also normal) verhalten, also hätte ich gerne was zusätzliches.

    Kommen wir also zum "Was":

    Ich hätte gerne einen Treblebooster, der unabhängig vom vorgeschalteten Effekt/Gitarre funktioniert. Die spezielle Interaktion zwischen Volumepoti und TB brauche ich nicht. Soweit ich die Konzepte verstehe, brauche ich zur Entkopplung einen Buffer am Eingang. Da mit Buffer aber besagte Verschiebung der Resonanzfrequenz nicht auftritt muss ich ja irgendwie den Frequenzgang anders biegen. Nur nochmal zur Erklärung, warum ich das Thema überhaupt verfolge.


    Werde deine Vorschläge mal simulieren, genau das war ja mein Ziel!


    Danke Thorsten, lieben Gruß und schönes Wochenende,

    Max <3

    Hi Daniel,


    Jein. :)


    Neben der Kapazität gibt es noch andere Charakteristika, die (je nach Anwendungsfall) relevant sein können. Z.B. die Spannungsfestigkeit. Außerdem sind Elkos polarisiert, Folienkondensatoren nicht. Weiterhin muss natürlich die Baugröße passen. Und es gibt noch etliche andere Eigenschaften (Temperaturstabilität, Toleranz, Serienwiderstand, etc.). Außerdem werden verschiedenen Kondensatortypen unterschiedliche Klangeingeschaften zugeschrieben. Ob das Unsinn ist oder nicht darf jeder selbst entscheiden.


    Lieben Gruß,

    Max

    Hi there,


    the connections of the switch pins are really weak. Just add some additional solder to make sure the connection is safe. Moreover, I think there might be some shortage at the 9V-Plug. You have to be really on point with your soldering technique and everything should be neatly trimmed. Working slowly and with care helps a lot. The more complex the projekt, the more important the quality of your work becomes. In the end, every single solder joint is a possible cause for a malfunctioning project and debugging is always way more time and nerve consuming than working with precision during the process. :)

    Hi there and welcome to our community :)


    In order to give you any helpful advice we need to see your build in detail. Moreover, it is always nice to post a link to the schematic. Please provide good photos of your build including all the details as well as the underside of your PCB and the switches etc.


    We will get this thing working, don't worry!


    Cheers, Max <3