Zitat von Chickeria;251372
Hallo Cartsen,
ich verstehe Deinen Forumsbeitrag nicht.
Da ich grade das selbe Problem habe, zu geringe Spannung an Pin 2 von V3, nämlich nur 47 Volt und mein clean Kanal keinen Ton sagt, würde ich gerne verstehen, wieso ein Meßgerät zu billig sein kann, um die Spannung an Pin 2 zu messen und was Französich dabei helfen kann.
Gruß, André
Ich glaube, dass es sich hier um drei verschiedene Probleme handelt. Das letzte ist leicht zu lösen: Das mit dem Franzsisch vergiss mal schnell, die armen Nachbarn können nichts für meine eigene Unfähigkeit. :p
Dass dein Clean-Kanal nicht funktioniert, muss nichts mit der eigenartigen Spannung an Pin2 von V3 zu tun haben. Ich vermute eher, dass es sich um einen Aufbaufehler handelt. Ich habe z.b. vier vertauschte Widerstände gefunden. Und zwar nachdem ich die Schaltung mehrmals mit dem Plan verglichen habe und der Überzeugung war, dass alle Werte stimmten. 
Dass ich an Pin2 eine falsche Spannung gemessen habe, lag an meinem Messinstrument - nicht am Netzteil, wie du schreibst.
Hier habe ich etwas gelernt: Die Werte, die man misst, sollte man kritisch beurteilen. Jedenfalls muss man das Messinstrument mit in die Interpretation des Ergebnis mit einbeziehen (nun wird's Zeit den Plan rauszuholen):
Die Spannung an Pin2 wird vor allem durch den Spannungsteiler R12 und R13 bestimmt. Da beide den gleichen Wert haben (1MOhm), sollte sie etwas weniger als 1/2 B+ betragen. (Etwas weniger, weil V3b und R14 Parallel dazu liegen)
Wenn du die Spannung zwischen Masse und Pin2 misst, dann bildet dein Multimeter einen Parallelwiderstand zu R13 (1MOhm). Das Multimeter verändert also das Verhältnis (R12/R13). Das ist kein Problem, wenn der Innenwiderstand des Multimeters wesentlich größer ist, als R13.
Theoretisch sieht das so aus:
VPin2/B+ = R13/(R12+R13)
Wenn Du nun die Werte einsetzt:
VPin2/245V = 1MOhm/(1MOhm+1MOhm)
=> VPin2 = 245V * 1/2 = 122,5V
Also etwas mehr, als die im Plan eingetragenen 116V.
Wenn Du nun ein Multimeter anschließt, welches einen Innenwiderstand von 1MOhm hat, sieht die Rechnung aber anders aus:
Sei R13
RM = R13 parallel zum Innenwiderstand des Multimeters
VPin2/B+ = R13
RM / (R12 + (R13
RM)) =>
VPin2/245V = 0,5MOhm / (1MOhm + 0,5MOhm)
VPin2 = 245V * 0,5/1,5 = 81,66...V
Ich las an meinem Messgerät 70V. Allgemein kann man sagen: Je kleiner der Innenwiderstand des Messgerätes ist, desto kleiner ("falscher") ist die _gemessene_ Spannung. Je größer der Innenwiderstand ist, desto näher liegt das Messergebnis am tatsächlichen Wert.
Ich bin erst darauf gekommen, dass es am Multimeter liegt, als ich die Spannung über R12 gemessen habe (zwischen Pin1 und Pin2 von V3). Die lag nämlich ebenfalls bei 70 Volt, obwohl B+ stimmte (245V).
Wie ich schon schrieb, bin ich elektrotechnisch allenfalls ein Ahnender, ich hoffe, die Wissenden verzeihen mir meine hilflosen Erklärungsversuche 
Wenn Kanal 2 bei dir funktioniert, Kanal 1 jedoch nicht, sollte V3b nicht das Problem sein. Schließlich dient sie (schlagt mich, wenn ich falsch liege) lediglich als Impedanzwandler für die Effektschleife dahinter und zwar für beide Kanäle in gleicher Weise. Trotzdem würde ich mal die Werte von R12, R13 und R14 doppelt und dreifach prüfen 
Das Problem mit Kanal1 liegt höchstwahrscheinlich weiter vorn. Du kommst also nicht darum herum, von SW2 bis R11 alle Bauteile und Verbindungen der Reihe nach genau zu überprüfen.
Viel Erfog!
Carsten