Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

  • Also, ich möchte mir gerne einen kleinen Verstärker für meinen MP3-Player bauen. Zuletzt habe ich ihn mal über den Little Gem gejagt, das klang schon garnicht so schlecht. Und ich habe hier auch noch einige LM386 rumliegen. Jetzt habe ich mir auch mal diverse Schaltpläne rausgesucht:

    [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/gallery/albums…0Bass-Boost.JPG] Der ist aus dem Datenblatt

    http://bwir.de/schaltungen/miniverstaerker
    http://www.runoffgroove.com/littlegem.html
    http://www.runoffgroove.com/ruby.html

    Den Ruby und den Little Gem kannte ich auch schon vorher. Und auf den ersten Blick sind ja bei allen die gleichen Teile (sogar fast die selben Werte) verbaut. Aber bei den ersten beiden ist halt der nicht invertierende Eingang genutzt, bei denen von Runoffgroove der invertierende.

    Ich hab natürlich auch schon mal nachgelesen und erfahren, dass beim invertierenden Verstärker das Signal quasie "umgedreht" wird (plus wird minus) und er einen kleinen Eingangswiderstand hat.
    Beim nichtinvertierenden Verstärker entfällt ersteres und er hat einen großen Eingangs- und kleinen Ausgangswiderstand.

    Aber über die praktischen Auswirkungen dieser Tatsachen habe ich nichts gefunden.
    Was ist denn nun das beste für einen möglichst linearen Audioverstärker???

    Ich warte auf euren gesegneten Gehirnschmalz ;)

    [SIZE=2][SIZE=1]Breasts are kind of like video games: They are both made for children but grown men play with them more. Because there's so much more fun you can have with them when you know what you're doing! -Philip DeFranco[/SIZE] Meine Gallerie[/SIZE]

  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Hi,

    bei Deinem Vorhaben ist auf jeden Fall der Nicht-invertierendem Betrieb vorzuziehen. Es gibt aber bessere ICs für solche Aufgaben.

    Batterie oder Netz?

    Grüße Pat

  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Ich dachte an Batterie, ich will das Ding ja mit mir rumschleppen.

    Könntest du noch begründen, warum der nicht-invertierende Betrieb in diesem Fall besser ist?

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  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Ja, weil er weniger rauscht ;D

    Bei einem normalen Eingangswiderstand von 47k geht der invertierende Betrieb zwar noch so gerade, aber ich würds trotzdem nicht machen, wenn nicht irgendwas dagegensprechen würde.
    Bei der Gitarre z.B. mit einem Eingangswiderstand von 1M würden ein invertierender Verstärker fürchterlich rauschen.

    Bei Batterie würde sich ein Brückenbetrieb mit den LM386 anbieten um mehr Leistung rauszuholen.

  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Also mit "normalen Eingangswiderstand" meinst du den interenen Eingangswiderstand des LM386, oder?
    Und wie meinst du das mit Gitarre und 1M? Ich hab über den Little Gem Gitarre gespielt, und der hat nicht gerauscht...? Warum baut man denn überhaupt invertierende Verstärker, wenn die nicht-invertierenden viel weniger rauschen?

    Tja, und was ist denn Brückenbetrieb, ich hab gesucht aber nicht gefunden, was es damit auf sich hat... Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm...

    Sorry für die vielen Fragen, aber ich bin noch ziemlicher Anfänger...

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  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Vielen danke für die Links. Wieder was dazugelernt.

    Die Funktionsweise des invertierenden Inputs (Virtuelle Masse???) habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber insgesamt ist doch einiges klar geworden.

    Zitat

    An Inverting amplifier has the loading effects of the resistors (which is why my examples use values no lower than 10,000 ohms - this is usually high enough to avoid any problems) - effectively the load will appear to be the same as R1. This could provide a substantial change in the tonality of the signal, if its very low level to begin with.

    Zitat

    Die Eingangsimpedanz ist recht niedrig und identisch mit R1, was den Einsatzbereich des invertierenden Verstärkers limitiert. Zudem liegt der Widerstand R1 mit dem Signalquellenwiderstand in Reihe, so daß sich das unerwünschte Rauschen der Signalquelle erhöht, was sich allerdings nur bei sehr kleinen Eingangssignalen nennenswert auswirkt. Zudem verändert sich die Verstärkung bei unterschiedlichen Signalquellenwiderständen.

    Das würde also bedeuten, dass der invertierende Eingang den Sound verändern kann, weil er nicht hochohmig genug ist und bei kleinen Signalen rauscht (zählt ein MP3-Playerals "klein"?). Außerderdem liegt ein Widerstand im Signalweg und verändert in Verbindung mit dem Ausgangswiederstand der Signalquelle den Verstärkungsfaktor.
    Aber gilt das auch für den LM386?

    DENN:
    Der LM386 ist ein für den Batteriebetrieb optimierter OP AMP. Man kann ihn mit gerade mal 9V betreiben und er braucht keine bipolare Spannungsquelle. Das gleiche trifft auf den negativen Feedbackloop zu, der ja scheinbar durch die Pins 1 und 8 ersetzt wird.
    Er ist also in vielerlei Hinsicht "anders". Treffen trotzdem die o.g. Eigenschaften zu?

    Und zum Brückenbetrieb habe ich immernoch nichts gefunden ;(

    Wahrscheinlich mache ich mich und euch gerade unnötig verrückt. Bitte habt Geduld mit mir^^'

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  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Oh Mann, stimmt, und du hast mich sogar schonmal in meinem eigenen Thread darauf hingewiesen... :-[
    http://forum.musikding.de/yabbse/index.p…g97753#msg97753

    Aber in dem Fall benutze ich ja schonwieder den invertierenden Input ???

    Meine Verwirrung nimmt kein Ende ::)

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  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Soooo, ich hab jetzt mal einen kleinen Schaltplan gemacht, in dem man sieht, wie ich mir die Sache vorgestellt habe...
    Würde das so funktionieren, oder gibt es da Probleme?

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  • Re: Audio-Amp: Inverting oder Non-Inverting, das ist hier die Frage!

    Ich habe mir eben mal das Datenblatt des LM386 angesehen. Das scheint tatsächlich in ordnung zu sein, den invertierten Eingang direkt anzusteuern.

    Probiers mal aus und berichte :)

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