Transistoramp-Eigenentwicklung

  • Hallo zusammen,

    Ich bin gerade dabei, einen kleinen Transistor-Amp zu entwickeln. Es gibt allerdings noch einige Unklarheiten. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir dabei helfen könntet, diese zu beseitigen. Für sonstige Tipps, Anregungen und/oder Kritik bin ich natürlich auch offen.


    Zuerst wäre da der Preamp-Teil (Link).
    Für den EQ habe ich noch keine Bauteilwerte eingetragen, weil ich mir noch nicht sicher bin, welche Frequenzen ich nehmen soll. Ich tendiere aber zu 106Hz, 397Hz, 1588Hz und 5955Hz. Was ist eure Meinung? (Den Schaltplan habe ich hier gefunden)
    Außerden will ich den "Gain Preset"-Schalter (auch) als Fußschalter realisieren. Kann ich problemlos das Ganze direkt durch den Fußschalter schicken, oder soll ich da besser ein Relais zwischenhängen?


    Und zur Endstufe, die ich im Übrigen ungefähr so wie im Little Gem MkII (Link) realisieren möchte, hätte ich auch noch ein paar Fragen:

    -Könnt ihr mir einen IC besonders empfehlen? Ansonsten würde ich einen LM358P nehmen.
    -Da P ja bekanntlich gleich U*I ist, müsste es doch möglich sein, die Endstufenleistung
    auch durch parallelschalten von mehreren Transistoren/IC´s/Röhren zu erhöhen, oder spricht irgendwas dagegen?

    Als Versorgungsspannung habe ich 12V geplant, die ich nochmal per Transistor glätten werde.
    Also werden an den IC´s wohl so ca. 11V anliegen. Vref ist also etwa 5,5V.

    mfg Lorak

    €dit: 1. Link korrigiert - Danke für den Hinweis, Daniel.

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Hi

    ich will dir nicht die Illusionen rauben, aber Dein Vorverstärker strotzt nur so von konstruktiven Fehlern, dass ich nicht im Einzelnen darauf eingehen möchte.
    Solltest Du ihn so aufbauen kann ich dir versichern, dass er besch.... klingen wird. Es wäre schade für die Zeit.

    Als Tipp kann ich dir empfehlen mal ein Schaltplan eines Industriellen Verstärkers zu studieren.

    Grüße Pat

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Hi!

    muss Starkstrom zustimmen, mit Op's kannst Du nicht alle Probleme erschlagen.

    1.Fehler: Der Eingangswiderstand muss den üblichen Innenwiderständen der Gitarren angepasst sein. So wie es jetzt ist hast Du keinen bzw. den des OPs (ca 15Mohm). Da kannst Du Radio Moskau empfangen. :o

    Bastlergruß

    Because Shit happens!

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Hi Feierabendklampfer,

    Zitat

    1.Fehler: Der Eingangswiderstand muss den üblichen Innenwiderständen der Gitarren angepasst sein. So wie es jetzt ist hast Du keinen bzw. den des OPs (ca 15Mohm)

    Sorry, aber das stimmt so nicht.

    Google mal nach 'invertierende operationsverstärker eingangswiderstand'

    Laut Schaltplan sind es 10kOhm... ;D

    Grüße Pat

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Ähhm...

    ...prinzipiell richtig...
    aber der OP hat ja da eigentlich ne schwebende Masse, Minuseingang und Masse sind zwar null aber getrennt...

    Soweit meine Schnellfeuertheorie...

    Mit 500K auf Masse als Eingangswiderstand wär mann jedenfalls auf der sicheren Seite damit das Git.-signal verlustfrei an den OP-Eingang kommt.

    Bastlergruß.

    Because Shit happens!

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Zitat von Feierabendklampfer


    Mit 500K auf Masse als Eingangswiderstand wär mann jedenfalls auf der sicheren Seite damit das Git.-signal verlustfrei an den OP-Eingang kommt.

    Also quasi wie ein Pull-Down-Widerstand, aber zwischen C1 und R1 geschaltet?


    Zitat von Feierabendklampfer


    Da kannst Du Radio Moskau empfangen. Shocked

    Wo ist denn das Problem ? Ich wollte eh vielleicht irgendwann mal mein Russisch (3 Wörter sind das schon^^) aufbessern ;D


    Und noch was zu den EQ-Frequenzen: Wenn ich Werte wie in der rechten Spalte der Tabelle nehme (im 2. Dokument, das ich im Anfangspost verlinkt habe; "Component Values For Figure 1"), müsste ich doch mit C5~3,7nf und C6~37pf auf 1,6kHz und ~930pf/93pf auf 6,4kHz kommen, oder?

    mfg Lorak

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Hallo


    Warum willst du denn sowas bauen? Nur aus reinem Interesse?
    Das wird ja auf jeden Fall teurer, als sich einen Transenamp zu kaufen.
    Besser wird er wahrscheinlich auch nicht. Da steckt mitlerweile so viel Entwicklung drin, dass man die nicht so einfach selbst entwerfen kann.

    Gruß Daniel

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Ich glaube nicht, dass das teurer wird. Ich plane ja keinen 100W Amp mit wer weiss was an Moddeling-Zeugs und eingebauten Effekten. Nur was kleines zum Üben, mit ein paar Watt.

    mfg Lorak

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Hallo,

    wenns denn was Selbstgestricktes sein soll, meine Empfehlung: Nimm einen TDA2003 (< 1 €) in Standard-Applikation.

    Da du anscheinend nur +12 V Versorgung vorsiehst, ergibt das an 4 Ohm ca. 6 W, an 8 Ohm entspr. weniger. Mehr ist - aus physikalischen Gründen - mit 1x 12 V sowieso nicht drin, oder du mußt ein Brückenverstärker IC benutzen, was aber schon aufendiger ist.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    Zitat von tagimaguitar


    Hallo

    Willst du dann nur einen reinen Clean Verstärker ohne Verzerrung bauen?

    Gruß Daniel

    Mit noch ´nem EQ drin - aber im Prinzip schon. Zum Zerren kann ich ja noch was davorhängen.

    @ eBernd: Danke für deinen Tipp.
    Mit dem Brückenverstärker-IC, ist das so zu verstehen, dass da im Prinzip der Lautsprecher an die Ausgänge von ´nem invertierendem und einem nicht-invertierendem Verstärker angeschlossen wird, ähnlich wie im Little Gem MkII?

    mfg Lorak

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    HAllo,

    Zitat

    Mit dem Brückenverstärker-IC, ist das so zu verstehen, dass da im Prinzip der Lautsprecher an die Ausgänge von ´nem invertierendem und einem nicht-invertierendem Verstärker angeschlossen wird


    Jau :D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Transistoramp-Eigenentwicklung

    SO, ich hab´jetzt mal in ein Datenblatt des IC´s geschaut (Link).
    Da sind auch Schaltpläne von Brückenverstärkern. Allerdings, wie berechnet man da den Verstärkungsfaktor?

    mfg Lorak

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!