Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

  • Hi Leute,
    aus aktuellem Anlass die ultimative Antwort: Madamp bauen ist nicht gefährlicher als seinen Neubau durch den örtlichen Stromversorger, die EnBW will ich jetzt nicht nennen, anschliessen zu lassen.
    Der Beweis - kleines Anekdötchen:
    Die EnBW hat letzte Woche den Stromanschluss in unser Haus gelegt. Tags darauf wollten wir im Keller streichen und ein paar Sachen bohren. Lustigerweise knallten alle Glühbirnen durch, als wir die Lichtschalter anmachten, das Radio verstummte nach 30 Sekunden und die Bohrmaschine lief extrem hochtourig, bevor sie in einem Feuerwerk von Funken letztendlich in bestialischem Gestank abrauchte.
    Also war eindeutig was faul. Kurz den Phasenprüfer geholt und das Drähtchen glimmte auf allen drei Drähten...? Schnell die Sicherungen UND den FI abgeschaltet und nochmal mit dem Lügenbeutel ran: wieder alle drei Drähte mit einem Glimmen quittiert.
    Schnell alles fallen gelassen und nichts mehr angerührt, und den Notdienst der EnBW angerufen.

    Der wirklich freundliche Herr kam schnell, und kam aus dem Fluchen und Kopschütteln nicht mehr raus. Die EnBW bzw. deren Subfirma hatte die Kabel vertauscht und uns eine Phase auf Erde gelegt...
    :o
    Dies ist der Beweis, wenn man bei Madamp nicht vorsichtig ist, kommt man um. Es ist also nicht gefährlicher als ein von der EnBW verkabeltes Haus... ::)

    Und die Moral von der Geschicht:
    Auf die EnBW zähle besser nicht.

    Letzte Worte eines Elektrikers:
    Was ist denn das für ein Draht?

    Letzte Worte eines Statikers:
    Da fällt mir nocht was ein!

    ;D

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    moinmoin!

    Krasse Angelegenheit. Da können alle Beteiligten froh sein, dass keiner Person etwas passiert ist!

    Wie alt ist euer Haus, handelt es sich um einen Neubau?
    In welcher Entfernung steht das nächste Haus?

    Mich macht irgendwie stutzig, dass sich der Fehler -rein elektrisch- nicht sofort bemerkbar gemacht hat. So wie ich das sehe, hat er nicht "nur" Phase auf PE gelegt, sondern auch noch irgendwo anders gewaltig gepfuscht: Ist der PE nämlich fachgerecht installiert, MUSS einfach irgendwo ein Leitungsschutz auslösen, wenn man durch Verbinden einer Phase einen (satten) Erdschluss verursacht.

    Ich würde dir jedenfalls dringend empfehlen, die gesamte Installation nochmal komplett checken zu lassen, auch wenn das Geld kostet. Sag dem Elektriker vorher, dass Du starke Zweifel daran hast, dass die Arbeit fachgerecht durchgeführt wurde. Er wird da dann sicher etwas gründlicher prüfen, als das gerne mal gemacht wird... Fehler, die man extra einbaut, werden nämlich bei weitem nicht alle aufgedeckt! Auch hier also vorsichtig sein.


    Neulich fiel bei uns nachts der Strom aus, woraufhin ich dann irgendwann bei der EnBW angerufen habe, um zu fragen, was Sache ist. Da angeblich kein Störfall vorlag, bin ich also davon ausgegangen, dass der Fehler im Haus liegt und habe mich auf die Suche gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass nur eine Phase tot ist und alle Sicherungen in Ordnung sind. Also schnell die Gefriertruhen umgesteckt und wieder ans Telefon, nochmals nachgehakt. Die Schnarchnasen wussten auch noch nicht mehr und haben mich an den technischen Notdienst weiter vermittelt. Also dort angerufen, und was meint dieses arrogante (/"&%$ von DIENSTLEISTER, nachdem ich die Sachlage geschildert hatte? "ha, ond? was soll i da mache?". "Wir wärs mit vorbeikommen und Fehler beheben? Ihre Kollegen sind der Meinung, der Fehler läge bei uns im Haus" - "ha, des koscht mindeschtens 200 euro, händ sie so viel im haus".... ect... wurde mir dann zu doof und da die Gefriertruhen wieder liefen, und der Fehler nachweislich NICHT bei uns im Haus lag, war es dann letztendlich auch egal, wann der eher unwichtige Rest an Geräten wieder läuft.

    Nach allem, was ich in letzter Zeit so höre und selbst erlebe, hat man bei der EnBW mit ziemlich vielen Pfuschern, ahnungslosen und unfreundlichen Menschen zu tun...

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    Ui! :o :o :o

    Fragwürdig, wenn der Elektroniker nach sowas noch nen Job hat!

    Das is ja, wie Bremsleitungen im Auto weglassen, oder Feuerwerk an ner Tanke installiern...

    Sowas geht ja wohl gar nid...

    Wen intressierts schon, was ich für ein Equipment verwende!?

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    Hab jetzt wenigstens meine 220 EUR bekommen für die Geräte, die abgeraucht sind.
    :)

    Die letzten Worte der Forelle:
    Alles in Butter

    Das Reh springt hoch, das Reh springt weit,
    warum auch nicht, es hat ja Zeit.

    Im Walde rauscht der Wasserfall,
    wenn's nicht mehr rauscht, ist's Wasser all'.

    (Jetzt reichts wirklich)

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    ich glaub du hast was abbekommen von dem strom....

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    Zitat von LöD


    ich glaub du hast was abbekommen von dem strom....


    Sieht so aus, er brauch auch kein Haargel mehr ;D !
    Stell Dir mal vor, Du schliesst Deinen 66er AC 30 im NOS Zustand an eine solche Steckdose an? >:(
    Die Dinger hatten bis in die 70er keine Überspannungssicherung, glaub ich ?!
    Der Strippenzieher wäre nicht mehr froh geworden; Billy, the Kid wär wieder geritten !!
    Dabadajayippyyippyyeah !!
    Ps.: Hauptsache, bis auf Sachschaden nichts weiter passiert !

    [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="3"]Grüße, Dirk[/SIZE][/FONT]

  • Re: Madamp oder Stromversorger - Was ist gefährlicher?

    Hallo,

    Naja, sowas passiert öfter als man glaubt. Nach der Neuverkabelung bei meiner Oma vor Jahren starben in dem Hausaufgang alle Elektrogeräte. Es waren 10 Familien betroffen, die von heute auf morgen kein funktionsfähiges, permanent am Netz angeschlossenes Gerät hatten. Der Elektriker (vermutlich Grobmotoriker) hat statt L, N und PE mal eben L1, L2 und PE auf die Schiene gelegt. Das macht freundliche 400V an der Steckdose. Ein sehr erfreulicher Fall für die Versicherung des Unternehmens und hoffentlich auch für das zuständige Arbeitsamt, welches diesem Elektrikers dann Zuflucht bietet.

    Gruß Ingo

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