Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?

  • Erstmal hallo an alle.. Bin die neue ;D


    Falls ihr irgendwelche Anregungen/Ideen habt.. Ich bin für jeden Tip dankbar. Es geht um folgendes:
    Habe nachdem ich mir eine Les Paul zugelegt habe vorgenommen meine alte Yamaha Pacifica wieder herzurichten und als zweit Gitarre zu nutzen.


    Geplant war anfangs nur eine neue Lackierung da die alte vermackt war bis zum geht nichtmehr und wirklich schon einiges mitgemacht hat. War meine erste Gitarre und wurde etwa 3 Jahre gespielt. Jedenfalls liegt sie jetzt abgeschliffen und fertig zum lackieren da. Da mir mittlerweile aber eine solid Lackierung zu langweilig ist habe ich mir folgendes gedacht:
    Ich lackiere die Gitarre im ESP LTD DJ600 Dan Jacobs Style.


    Frage 1.) Ist es sinnvoll so viel Arbeit/Geld in eine Gitarre zu stecken die nur 300 Euro gekostet hat?


    Frage 2.) Kann ich den Hals der vom Werk aus mit Klarlack lackiert ist einfach abschleifen/weiss lackieren?? Bzw anrauhen und lackieren um nicht zu viel Material abzutragen?


    Gruss, Natalie

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Ha Natalie


    Also prinzipiell ist es immer deine Entscheidung wieviel du in eine Gitarre investieren möchtest. Wenn der Klang deiner Yamaha gut ist und sie sich gut spielen lässt (kein Schnarren, Bundrein usw.) kannst du 300€ sicherlich ausgeben, hört sich die Gitarre allerdings nicht so toll an, dann müsstest du z.B. noch neue Tonabnehmer einsetzen, Brücke auswechseln (wenn sie sich nicht richten lässt) usw. und da muss man sich die Frage stellen ob 300€ für eine neue Gitarre nicht besser angelegt sind.


    Gitarren selber bauen und/oder modifizieren ist nicht immer günstig. Man braucht gewisse Maschienen und Werkzeuge die nicht jeder Haushalt einfach so bereit stellt. Zum Lackieren z.B. habe ich mit Pinsel keine sehr guten Erfahrungen gemacht und habe mir desswegen einen Kompressor zugelegt mit welchem man besser und schöner Lackieren kann. Ist halt auch ein Kostenpunkt von ca. 120€...


    Zum Hals, abschleifen und weiss lackieren sollte funktionieren, einfach nicht auf den Trussrod schleifen ;) ist halt einfach sehr aufwändig dinen ganzen Hals zu schleifen, würde übrigens mit Ziehklinge sehr gut funktionieren


    Zum Schluss noch. wenn du spass daran hast sowas zu machen, tu es einfach :) wenn du die Gitarre 'verschrottest' war es ja nur eine Yamaha, besser das geschieht nicht mit einer LP


    hoffe konnte helfen
    gruss
    Daniel

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Dann mal ran an den Speck! Wenn einem etwas an einer Gitarre liegt lohnt es sich meistens sich auch auf Vordermann zu bringen. Geht mir seit Jahren mit meiner Strat so :)


    Den Lack am Hals solltest Du noch Möglichkeit schon komplett runtermachen. Am Anfang vielleicht !VORSICHTIG! mit einer Schleifmaschine und dann von Hand. Ziehklinen sind, wie von Daniel angemerkt, auch eine gute Idee für den Hals.


    Du könntest auch überlegen den Hals dann nur noch mit Öl/Wachs zu versiegeln. Fühlt sich mMn toll an. Wenn's aber nicht so Dein Fall ist, einfach neuen Lack drauf ;) Mit einem Kompressor hast Du natürlich eine super Ausstattung.


    Viel Erfolg!
    Timm

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    @ Timm: ;D dass ist doch genau was ich hören wollte lol


    ich werde bei gelegenheit mal ein paar Bilder einstellen um euch auf dem laufenden zu halten.


    Wegen dem Kopressor usw.: Lebe in einem Haushalt mit Handwerker, da muss man sowas haben ;)


    Ich weiss Yamaha ist ja nicht so der renner aber ich wollte eigentlich das Pacifica decal später irgendwie auf die Kopfplatte bekommen oder ggf meinen eigenen schriftzug drauf bringen. Wie soll ich das denn machen bzw hat jemand eine Idee für was anderes?


    Und mir ist gerade noch was dummes aufgefallen was ich vergessen habe da an meiner LP kein Pickguard dran ist:


    die gitarre soll etwa so http://www.americanmusical.com/images/b/p36490b.jpg lackiert werden. Ich will aber nicht einfach das Pickguard mit lackieren und hätte die ganze gitarre am liebsten geschlossen. würde dann einfach hinten ein Loch mit abdeckplatte lassen.


    Habt ihr eine Idee wie ich das zu bekomme, so damit eigentlich nurnoch Löcher für die Humbucker usw da sind?


    Grussss

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Hallo Natalie,
    das ist sehr aufwändig, wenns denn überhaupt geht…
    In dem Pickguard dürfte, wie bei Stratarten typisch nicht nur die Pus sondern auch die Potis und Schalter sitzen.
    Wenn du jetzt nur noch die Pus rausschauen lassen willst, dann müßtest Du alle Fräsungen im Korpus schleissen, und verschleifen, dann mßstest du von der Rückseite her alles neue Fräsen und durhcbohren…


    oder machs wie hier: http://www.vintagekramer.com/rare/stripes.jpg
    sieht aber arg gebastelt aus, finde ich


    Ich würde an deiner Stelle das Pickguard mitlackieren - warum auch nicht? Sieht doch auch gut aus nachher, oder?

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Hy Natalie


    Viel spass wünsch ich dir demfall beim Umbauen :)


    zu dem Pickguard, wie LöD bereits erklärt hat ist dies dann doch etwas mehr arbeit als nur rasch das Pickguard wegnehmen.


    Bei den Pickups würde es noch funktionieren aber dann bei den Potis... Da müsstest du durch den Body durchbohren, hättest also ein Loch durch, oben müsstest du da Holz reinbasteln (dort wo das Pickguard wahr) dieses 'spachteln' und dann erst lackieren. Also sehr viel Aufwand für die Lackierung. Bevor du das tust würd ich wirklich einfach mal das Pickguard mitbemalen, Aufwand und Ertrag sind da sicherlich besser im Verhältnis


    gruss
    Daniel

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Es gibt noch die Möglichkeit, das Pickguard auf die gesamte Oberfläche zu erweitern. Das heißt: eine Sperrholzplatte, 4 mm, mit den Ausschnitten für PU's, Trem, etc. versehen, aufleimen, an den Kanten bzw. am Knick zur Armauflage einen Radius schleifen und dem Body anpassen, spachteln, schleifen, lackieren. Alte Fräsungen können bestehen bleiben, die Pickups werden mit Rähmchen eingesetzt und die Elektrik muss von hinten zugänglich gemacht werden.


    Eine Yamaha wieder flott zu machen lohnt sich eigentlich immer. Ich finde diese Teile sind ziemlich unterbewertet und hätten einen besseren Ruf verdient.

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    die idee mit der holzplatte ist gut!
    quasi eine erlenstrat mit fichtendecke als halbakustik, wenn mamn noch weitere kammern fräst drunter - was es da für möglichkeiten gibt!
    aber man muß mit der dicke aufpassen, weil sonst bleiben irgendwann die saiten an der decke hängen (oder die saitenlage ist 10mm überm griffbrett!)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    ohhhhhhh hmm hört sich auch gut an!! wobei dass leider wieder eine der arbeiten ist die ich überhaupt garnicht drauf habe. Müsste ich mal nen schreiner mobilisieren.


    Und richtig, finde auch die sind total unterbewertet. Die sind unkaputtbar und die pacifica kann es auch klang weise mit der LP aufnehmen wenn man den preis unterschied berücksichtigt. Die musste schon viel mitmachen ::)


    Ich werd mir dass mit der platte mal zu herzen nehmen und schauen was besser aussieht

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Die Idee mit der Dan Jacobs Lackierung habe ich wegen des Pickguards mittlerweile verworfen. Dafür bekommt sie jetzt eine (wahrsch. durchgehend Kawagrüne) Lackierung mit einem Schwarzen rand und umm.. decals oder wie manns bei der Gitarre nennt, nähmlich so: http://forum.musikding.de/gall…4&pid=2220&slideshow=5000
    Mache ich einfach mit Maskierfolie und Maskiertape.



    Könnte mir jetzt mal noch schnell jemand erklären wieviele Schichten Grundierung/Lack/Klarlack ich jeweils auftragen muss oder ist das einfach nach bedarf?


    Gruss

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    wichtig ist ne gute vorbereitung der oberfläche, schön glatt alle macken gefüllert und verschliffen. beim lackieren dann sehr dünne schichten auftragen und diese ausgiebig trocken lassen, auf verträglich keit von farbe und klarlack achten, und möglichst staubfrei und und und...

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Aufwändiges Tuning. Sinnvoll?


    Klarlack solltens schon ca. 5 schichten sein. Als ich ein Decal draufgemacht habe, hab ich ca. 8 Schichten aufgetragen ums danach abzuschleifen, das funktioniert dann super ;)


    Gut sind wahrscheinlich so um die 8 und nach 4 oder 5 mal zwischenschleifen. Grundierung usw. müsste eigentlich sooft drüber bis die Farbe so ausschaut wie sie ausschauen soll ;)


    gruss
    daniel

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