Ich bau mir nen Gitarrenamp!

  • Hallo Leutz.

    Hi. Sehr nettes Forum habt ihr hier!

    Ich habe mir jetzt in den Kopf gesetzt, einen Gitarrenamp im Stile eines Matchless oder Bad Cat Verstärkers (also Nachfahren des VOX AC-30) im Alleingang zu bauen. Also Class A + puristisches Soundesign, nix High Gain, kein Effektweg o.ä.
    Mit Hilfe eines anderen, erfahrenen Bastlers will ich nun erstmal eine „Class-A“ Röhren-Endstufe mit 2x EL34 (30 Watt) aufbauen. :o

    Als Vorstufe werde ich höchstwahrscheinlich gleich einen 2 Kanal-Röhrenzerrer von Bad Cat (2-Tone) auseinanderbauen und verwenden. Is nur schweineteuer.
    Oder ich verwende die Vorstufe des MK15 von madamp (Grüße - wunderbare Site!), wenn diese sich noch etwas "entmarshallen" liesse und etwas mehr Headroom im Clean-Bereich liefern würde... ???

    Meine "Vor"fragen: Hat schon Erfahrungen mit solchen Endstufen-Schaltungen?

    Wo bekomme ich denn für eine solche Endstufe sinnvolle Schaltungskonzepte und Schemes her (die Hersteller halten sich natürlich bedeckt)?

    Was sollte man bei einem solchen Leistungsspektrum, gerade bzgl der Transformator-Dimensionierung beachten? Denn laut sollte es schon sein.

    Sind Röhren-Gleichrichter soundtechnisch ein Muss oder tun Silizium-Gleichrichter ebenso ihren guten Dienst?

    Thanx! :)

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    kannst mal nachsehen in The Tube Amp Book von Aspen Pittman. Ich glaube da ist nen Schaltplan von einen Matchless drinn, bis aber nicht sicher. Trotzdem gibts in diesem Buch hunderte von Schaltplane.
    Vielleicht ist das wass.

    Grüße

    Dreamer

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Hallo Martin...

    Ich habe tatsächlich bei http://www.schematicheaven.com ein paar Schaltpläne gefunden. Die Bad Cat Amps sind wahrscheinlich zu neu, den DC-30 gibts nur als Endstufe und ohne Gleichrichterschaltung. Der Chieftain ist mir von der Vorstufe her viel zu kompliziert, interessant ist eigentlich nur der Clubman 35 (1-kanalig, u.a. mit 6SH7 !? im Preamp...). Scheint mir außerdem einer der wenigen vertrauenerweckenden Schaltpläne zu sein (nicht handgeschrieben /-gezeichnet, Werte lesbar).

    Dieses Ampdesign ist - für meine Begriffe - von der Schaltung her wohl noch gerade so machbar, gleichwohl steh ich gerade am Anfang vor einem riesigen Berg Fragen. So bin ich z.Z. noch schwer am Infos einholen, lesen, downloaden, skizzieren, rechnen, überschlagen. Wirklich wertvolle Tipps bzgl. Trafos und Bauteilen (Art, Audioeigenschaften, günstige Bezugsquellen) sind eher selten.

    Eine grundsätzliche Frage drängt sich mir aber auf:
    Warum scheinen alle DIY - Bastler nur kleine, max 20 W starke Amps zu bauen? Eine reine Kostenfrage? Oder steckt mehr dahinter?

    Ich berichte weiter und stelle demnächst wohl ein paar "echte" Fragen. ;)


    Grüsse

    Martin


    PS.: Ich hoffe, niemanden mit der "Anti-Marshall-Anspielung" in meiner Anfrage verärgert zu haben, auch wollte ich in keiner Weise das Amp- und Sounddesign des MK5 oder MK15 kritisieren.

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    JO .. wohl eine kostnfarge ..... um so mehr watt um so teurer die rhren netztrafos und übertrager .... diese teile kosten bei 100watt schon allein so 250-300€ .... und da ist dann das risoko sehr groß geld zu verliehren wenns mal niht funzt ....... weist schon .....

    hmmmm ich muss mir gleich mal den schaltplan ansehen ....
    sag mal wast für fragen hast .. ;)

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    JA, die Teile für einen "kleinen" Amp sind um einiges billiger, da ist es auch nicht ganz so schlimm, wenn mal was bei einer Bastel Aktion kaputt geht.
    Ich habe als erstes Projekt gleich nen Mesa Recto gebaut, aber weiter empfehlen kann ich das nicht, selbst wenn es funktioniert hat ;)
    Ein anderer Grund warum die meisten "nur" kleine Amps bauen ist vieleicht auch das man einfahc nicht mehr braucht, für zu Hause reichen 5W und in ner kleinen Band reichen 15W locker,
    Fast kein Mensch wird einen 100W Vollröhren Amp voll aufdrehen, es sein denn man spielt in nem Stadion ;)

    mfg, und viel Spass beim Bauen, Teile gibts gut und günstig bei http://www.Tube-town.de da gibts auch nen Forum :)

    mfg

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Hi!

    Es ist technisch auch um einiges anspruchsvoller, einen großen Amp zu bauen. Zum "üben" ist da ein kleinerer viel sinnvoller. Wenn man so einen mal zum laufen und klingen gebracht hat, ist es um einiges einfacher, einen großen zu bauen.

    Grüße,

    Klaus

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    @klaus: Ich verstehe was Du meinst.

    Aber hört mal, soviel "größer" ist der 30W Class-A Amp nun auch wieder nich. Ist ja beileibe kein fußschaltbares 2-Kanal HighGain 100W Monster mit Einschleifweg und Half-Power-Schaltung der Marke Rectifier oder Marshall TSL. Der Clubman 35 ist eigentlich nur die nächste Stufe zum 18 Watter... ;)

    Ja trotzdem hoffe ich dringend, dass nix schief geht. Am WoE wird mit live Fachleuten diskutiert, geplant und beraten. Und Papi macht auch mit. :D Danach weiß ich mehr.

    G

    Anhang: Der Schaltplan für alle Interessierten. Meinungen erwünscht. :-\

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Ich habe eine grundsätzliche Frage: Wieso werden die Endstufenschaltungen von Amps wie dem VOX AC-30 oder einem Matchless DC-30 als „Class A“ bezeichnet? Es ist doch laut Schaltplan vielmehr so, dass die EL84 in einer Betriebsart arbeiten, die hierzulande als Class A/B (obere/untere Halbwelle jeweils von einem Röhrenpaar verstärkt) bekannt ist. Ein Definitionsproblem oder hab ich die Ausführungen eines Elektroingenieurs gar nicht verstanden? Der beharrte darauf, bei VOX und Matchless Schaltplänen hier klassische A/B-Gegentakt Schaltungen vor sich zu haben. Ich begreif das nicht so richtig. :-[

    Die schwächere Leistung soll nur von den „weichen“ Netzteilen mit Gleichrichterröhre herrühren?

    Grüsse

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Hallo,
    die Definition von Class A ist, daß zu jeder Zeit (!) das gesamte Signal (positive wie negative Halbwelle) verstärkt wird. Das kann dann Eintakt wie auch Gegentakt sein, ob es Class A ist, kann man also nicht am Schaltplan erkennen, sondern nur, indem man anhand der Kennlinien prüft, ob im Arbeitspunkt bei Vollaussteuerung das obige noch zutrifft. Wenn mit der Leistungsangabe "30W" gemeint ist, daß das die unverzerrte Sinus-Ausgangsleistung (sagen wir mal bei 5% Klirrfaktor) sein soll, kann das mit zwei EL84 niemals Class A sein ;D
    Gruss, Martin

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Die Sache ist nun wohl zur Entscheidungsreife gelangt. Wir bauen nun doch eine 35 W Endstufe nach dem Vorbild eines VOX AC-30 (´93 Reissue), 4x EL84, ergänzt durch ein Master Volume. Als Netztrafo wird ein spezialgewickelter Ringkerntrafo dienen, der Output Transformer wird ein Hammond sein. Netzteil natürlich mit GZ34 Gleichrichterröhre. 8)

    @ MAD:

    a) Danke für die Erklärung.
    b)Als Vorstufe werde ich die des MADAMP MK15 verwenden die hoffentlich klanglich ebenfalls eine gute Kombination mit der VOX-Endstufe abgeben wird. Alternativ stünde nur der einfache 1-kanalige Topboost-Preamp des AC-30 zur Debatte, dort bleibt aber die 2. Triode der Eingangsröhre ungenutzt. Da finde ich das Design des MADAMP sinnvoller.
    Frage: Kann man den MK15 Preamp auch einzeln (Baupläne, Anleitung und Bauteile ohne Trafos & Endstufe) von Dir erhalten?

    Grüsse.

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Kann mir jemand sagen, ob man den Hammond PP 1645 Output Transformer (30W) für eine 4x EL84 Class A Endstufe (s.u.) verwenden kann? Die im Schaltplan des VOX AC-30 angegebene Bezeichnung - Output Transformer 784-413 - hilft bzgl der Werte des OT auch im www. nicht weiter. Oder sollte man einen stärkeren OT (50 W) benutzen?

    Grüsse

    [Dateianhang durch Admin gelöscht]

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    Also im datenblatt steht, dass die El84 eine ausgangsleistung vin 6 watt hat also 4 dann wohl 24 watt .... also ich glaube das du mit dem 30 watt hammond gut bedient bist ;)

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    :-\So denke ich eigentlich auch... wobei der AC-30 immer mit 35 Watt Ausgangsleistung angegeben wird...

    Nochwas zum Netztrafo...

    Kennt zufällig jemand die Werte der Netztrafo-Wicklungen für die Anodenspannung bei einem VOX AC-30 oder kann sagen, wo diese Werte herzubekommen sind? Ausgehend von einer Anodenspannung von 290 – 300 V nach Gleichrichtung und Siebung kommt man überschlagsmäßig wohl auf einen Wert von etwa 280 V an den beiden Trafo-Wicklungen unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads der Gleichrichterröhre.

    Bräuchte eine Bestätigung dieses Werts, da sich ein zu geringer Wert ja nachteilig auf die Leistung des Amps auswirkt und sich auch der Arbeitspunkt der Endstufenröhren verschieben kann. (Ich muss halt so „dicht“ wie möglich an die original-Spezifikationen ran) ;)

    Grüsse

  • Re:Ich bau mir nen Gitarrenamp!

    also bie einer dioden gleichrinchtung muss man so viel ich weis wenn man 2 wicklungen hat den wert mit 1,4 multipizieren .. also bie 200 bekommt man dann 280 oder ::) ...hmmm steht das nicht im plan mit den werten?

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