EA-Tremolo nachbauen

  • Hallo,

    ich habe mir mal diesen Bericht durchgelesen: http://diy.musikding.de/content/view/37/8/
    und fand das teil echt gut. Daraufhin hab ich mich dazu entschlossen, das Teil nachzubauen, allerdings komme ich mit den Schaltplänen nicht zurecht.

    welches ist denn nun der schaltplan? ich habe 2 gefunden:

    http://www.runoffgroove.com/eatremolo.html
    http://www.generalguitargadgets.com/diagrams/eatrem2_lo.gif

    welcher von beiden ist denn nun besser? und wie ist das mit dem Bypass? True-Bypass heißt doch unveränderter Bypass oder? Weil irgendwas von Bypass stand in dem Baubericht auch drin, aber das hab ich nicht verstanden. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen! Danke!

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Steht doch eig im Text, sogar im ersten Absatz. Es gibt zwei Schaltpläne, der erste ist der "normale" der zweite ist modifiziert, Was das genau bedeutet weiss ich auch nicht. Du kannst aber beide nehmen. Ev kann dir jemand noch die genauen Unterschiede sagen.
    True-Bypass bedeutet, dass das Signal nicht durch den Effekt läuft, wenn der ausgeschaltet ist, das Signal wird also nicht verändert.

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hey gruke!

    Welches besser ist kann ich dir nicht sagen, das beste ist wenn du es einfach ausprobierst. Beide aufbauen....
    Man kan einen True-Bypass, also das das Signal ohne Verfälschung druchläuft wenn der Effekt aus ist, auf zwei verschiedene Weisen erreichen. Entweder durch den True-Bypass oder durch einen Mileniumbypass. Der Unterschied ist das die Bauteile für einen Mileniumbypass billiger sind, allerdings hast du eine kleine schaltung mehr.
    Gruß Daniel
    PS: mist, Dusti war schneller! ;D

    Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum.

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hi Gurke ;)

    Die Unterschiede sollten nicht allzu gravierend sein. Bei ggg wurde ein Input-Buffer (im Gegensatz zum Original) hinzugefügt, bei ROG wurde dieser mit der 1. Gainstage in einem MosFET zusammengefasst. Außerdem besitzt die ROG Version eine "pulsing LED", also eine LED die im Takt leuchtet und die Speed- und Depth-Control wurden etwas modifiziert.

    Ich würde Dir zur ROG-Variante raten da es einfach weniger Bauteile sind (und somit auch weniger Fehlerquellen) und eine Rate-LED dabei ist, die ist auch nicht schlecht mMn. Außerdem gibt's dafür ein Lochraster-Layout, d.h. Du musst keine Platine ätzen sondern kannst direkt drauf losrastern ;)

    Viel Spaß!
    Timm

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    mmmhhh, was bedeutet gainstage und MosFET?
    ne pulsing LED wär schon geil, find ich.

    also ich komm mit dem schaltplan von ROG nicht so gut zurecht. es sind doch 2 LEDs auf dem bild zu sehen, oder? im schaltplan find ich aber nur eine?? und irgendwie find ich das ganze ein wenig mager beschrieben, ich kenn mich da kaum aus. Z.B. da, wo der aufbau der lochplatine abgebildet ist, da seh ich gar nicht, wo das volume poti hinsoll...
    sorry, wenn ich total blöde fragen stelle, aber das ist mein erster zusammenbau und ich bin halt noch unerfahren.

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Gainstage = Verstärkerstufe
    MosFET = MOS Feldeffekttransistor, also ein spezieller Transistor

    Da Du anscheinend noch keine besonders große Erfahrung mit Schaltplänen und Elektronik hast würde ich Dir raten Dich ein wenig mit Grundlagen vertraut zu machen. U.a. bietet sich dafür http://www.elektronikkompendium.de an.

    Auf dem Foto unten sind bei ROG 2 LEDs zu sehen. Einmal die Rate-LED die auch im Schaltplan ist und als zweites die Bypass-LED die natürlich nicht im Schaltplan eingezeichnet ist.
    Für die Fußschalter-Verdrahtung etc. sollte Dir das hier weiterhelfen:
    http://www.diystompboxes.com/beginner/circswled.jpg

    Das Volume-Poti kommt an den "Out-Anschluss" im Layout. Pin 1 kommt an Masse, Pin 2 an die Output-Buchse bzw. den Bypass-Schalter als "Effect out" und Pin 3 an wird an den eben an den 0.47uF-Kondensator angeschlossen.

    Also, wie gesagt, mach Dich ein wenig mit den Grundlagen vertraut und mit ein wenig Geduld und Ruhe beim Aufbau könnte das ganze Unterfangen klappen :)

    Grüße ... Timm

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    ok, danke. kannst du mir vllt. noch sagen was input buffer heißt?

    und dann hab ich noch ein paar fragen zum schaltplan. im anhang habe ich ein bild angehängt. ist das ganz links ein kondensator? wieso ist der eine strich gebogen? und wofür steht das plus?
    dann, was bedeutet das "trim" bei dem 100k Ohm Widerstand?
    Und dann habe ich noch eine Frage zu den Potis. Auf dem angehängten Bild sieht man 100k - A Volume. Heißt das, dass ich so ein Poti hernhemen muss (http://www.musikding.de/product_info.p…products_id=184) und muss ich das log oder lin poti nehmen? wie schaut das entsprechend für depth und rate aus?

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hi,

    Ein Input Buffer ist ein sogenannter Emitterfolger, welcher am Eingang Hochohmig ist, um den Tonabnehmer gering zu belasten und das Ausgangssignal niederohmig zu Verfügung zu stellen.
    Input Buffer haben eine Verstärkung von 1. Ausführungen gibt es mit NPN Transisitoren oder mit FET's.
    Typische Beispiele TS-9, TS-808 oder Boss Geräte.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    der kondensator ist ein elektrolyt kondensator, das plus zeigt die polarisierung an

    das trim bedeutet das es ein veränderbarer widerstand ist (ein kleines trim-poti, gibts auch im shop)

    100k A bedeutet ein 100kOhm Poti mit einer logarithmischen Kennlinie

    (B bedeutet dementsprechend lineare kennlinie)

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Zitat von MacCaldres

    100k A bedeutet ein 100kOhm Poti mit einer logarithmischen Kennlinie

    (B bedeutet dementsprechend lineare kennlinie)

    Und um Dich völlig zu verwirren:
    Ab und zu bezeichnen A und B genau die andere Kennlinie, ich glaub bei den Amis oder so ....
    ;D

    Es ist halt immer anders, entweder du hast mit Metallica angefangen und hörst halt Dimmu Borgir oder du hast mit Backstreet Boys angefangen und hörst dann Nargaroth oder so...

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hi,,

    Genau andersrum ;D in Europa ist A linear und B logarithmisch (Piher, Radioohm). Da wir es aber meistens mit Alpha Potis zu tun haben A log und B lin.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hallo!

    Weiß jemand, was für eine Funktion C9 im Plan von GGG hat? könnte man den nicht genausogut überbrücken?

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Zitat von analog metaller


    Und um Dich völlig zu verwirren:
    Ab und zu bezeichnen A und B genau die andere Kennlinie, ich glaub bei den Amis oder so ....
    ;D

    Falsch. Bei den Amis -> A=log, B=lin. In Europa umgekehrt. Alpha ist z.B. eine US-Firma und folgt damit deren Kürzel.

    edit: Sack Zement und Asche .... da war ich doch glatt zu lahm.

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    ok, vielen dank für die hilfe bis jetzt.

    was is nun A und was is B? Da dieser Text hier http://www.runoffgroove.com/eatremolo.html in englisch ist, nehme ich an, die meinen amerikanische kennung.
    also da steht einmal:

    100k A - Volume
    250k L - Depth
    100k RA - Rate

    kann mir das jemand verraten, welche potis ich da nehmen muss?

    welche kondensatoren muss ich denn für die anderen kondensatoren im schaltplan hernehmen, also nicht die elektrolytkondensatoren, sondern die 2 geraden striche. ich hab im schop glimmer, keramik, folienkondensatoren usw gefunden, welche davon muss ich nehmen? und ich nehme an, dass die abkürzung ELKOS für elektrolytkondensatoren steht, oder?
    vielen dank für die hilfe bis hier her.

    achja, nochwas. der trim widerstand, den stellt man einmal ein, bis einem der sound passt und dann lässt man den so, oder wie?

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    A= Audio, also log
    L= lin.
    RA= Reverse Audio, also rev log.

    An Kondensatoren bieten sich die Folientypen an.

    Elko=Elektrolytkondensator, ja.

    Mit dem Trimmer stellst Du die Spannung an Q1 auf 4,5 bis 5 Volt ein (bei 9V Versorgungsspannung). Wenn das einmal passiert ist, brauchst Du Dich da erstmal nicht mehr drum kümmern. Vom Prinzip her könnte man den Trimmer dann auch durch zwei einzelne Widerstände mit den entsprechenden Werten einstellen.

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    So, jetzt wollte ich gerade die Teile bestellen im Shop, da sind mir doch wieder ein paar Dinge aufgefallen. Also hier ist die Materialliste von RunOffGroove: http://www.runoffgroove.com/eatrem-pcb.pdf

    Da steht: C2 0,1 F
    Ich habe im ganzen shop keinen 0,1F Kondensator gefunden!!! Was soll ich da machen?

    Und dann nochmal zum schaltplan: http://www.runoffgroove.com/eatremolo.html
    Oben im schaltplan rechts, sieht man 3 mal die 1 mikro F kondensatoren, welche ganz normale Kondensatoren sind. Schaut man aber unten bei der Lochplatine, sind diese 3 Kondensatoren rund, genauso wie die Elkos. Sind diese 3 1 mikro F kondensatoren nun Elkos oder normale Folienkondensatoren?

    Ist es überhaupt schlimm, wenn man statt einem Elko einen normalen Kondensator hernimmt oder umgekehrt?

    achja nochwas: bei den DC-Buchsen, soll ich da ne isolierte oder nicht isolierte nehmen? is das wurscht, was ich da nehme?

  • Re: EA-Tremolo nachbauen

    Hi,
    Das müsste eigentlich 0,1µF heißen (steht auch so im Schaltplan), sonst wär das ganze arg groß ;D
    Genauso bei den 0,47, das sind auch µF. Und die gibt's auch im Shop.

    Man kann eigentlich Elkos durch Folienkondensatoren ersetzen, wenn man die passenden Werte findet, andersrum ist das eher problematisch, weil Elkos ja polar sind.
    In diesem Fall kannste aber denk ich mal die Elkos nehmen, wenn das so im Layout eingezeichnet ist, zumal die ja soweit ich das sehe sowieso nicht im Signalweg liegen. Da spartst du dann ein paar Cent, sonst sollte das eigentlich keine weiteren Auswirkungen haben. ;D

    Ich würd ne isolierte DC-Buchse nehmen, da gibts dann keine Kurzschlüsse über's Gehäuse.

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