Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

  • Hallo liebe DIY-Gemeinde.
    Ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem weiterhelfen...

    Ich habe vor Kurzem einen alten Verstärker erstanden. Heute habe ich eine neue Sicherung eingesetzt und und ihn das erste mal eingeschaltet. Hatte weder am Input, noch am Output was angeschlossen. Er hat ca. eine Sekunde lang gesummt, dann war Ruhe - Sicherung wieder durch - nicht, dass ich es nicht erwartet hätte...
    Jetzt hab ich mal den Trafo ausgemessen, und festgestellt, das er auf der Primärseite nur einen Widerstand von 9 Ohm hat und auf der Sekundärseite sogar nur 0,5 Ohm. Das ist doch nicht normal, oder? Oder ist die Sicherung einfach nur gekommen, weil ich den Amp ohne Last eingeschaltet habe?
    Seltsam ist auch, dass auf der Platine die Anschlüsse mit +55 und -55 gekennzeichnet sind, der Trafo aber offensichtlich nur 38 Volt liefert (bzw. 76 Volt, wenn man beide 38'er Anschlüsse zusammenschaltet aber das ist dann ja wieder zu viel)...

    Ich warte jedenfalls auf euren gesegneten Gehirnschmalz zu dem Thema ;)

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    schaltplan vorhanden ?

    vorsicht bei arbeiten an netzspannung !!!!!LEBENSGEFAHR!!!!!!

    und pass auf die elkos auf !!!!

    lg

    Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Hallo
    Löt doch mal die Sekundärkabel am Trafo (nach Kennzeichnung) ab, um zu prüfen ob der Trafo immer noch die Sicherung vernichtet.
    Fehler im DC-Netzteil bzw. der Endstufe sind nicht gerade selten.
    Gruß aus Hamburg--.-loco

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Mann, das ging ja schnell...
    Musikding - Da werden sie geholfen ;D

    veritas:
    Ich bin die Vorsicht in Person.
    Nee, ganz im Ernst, ich hab schon so viel gelesen, was passieren kann - wenn da Spannung anliegt, fass ich nichts an, was auch nur nach Metall aussieht. Aber trotzdem danke für den Hinweis, sowas kann man nicht oft genug sagen.
    Einen Schaltplan habe ich leider nicht. Aber auf dieser kleinen Platine ganz links steht MONACOR drauf, vielleicht hilft das ja weiter...?

    loco:
    Kann ich das echt so einfach machen? Ich hab halt gelesen, dass z.B. so ein AÜ bei einem Röhrenverstärker durchbrennt, wenn er keine Last auf der Sekundärseite hat, ist das hier dann nicht das Gleiche? Und die 9 Ohm auf der Primärseite sind echt normal, das ist ja fast schon wie kurzschließen ???

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    ähmmm röhren hab ich da nicht gesehen ???

    editha: du bringst da was durcheinander glaub ich ;)

    die anschlüsse von der sek. seite kannste so ablöten, wenn dann die sicherung
    nicht durchbrennt, scheinnt es der trafo nicht zu sein, aber vorsicht bei netzspannungen!

    hast du genug sicherungen :P

    lg

    Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Haha, der Trafo ist es nicht!
    --> noch zwei Sicherungen übrig 8)

    Den Vergleich mit einem AÜ hab ich nur gemacht, weil ja beides Trafos sind.

    Also, wie kann ich den Fehler denn jetzt weiter eingrenzen?

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Hallo
    Da du vermutlich keinen Regeltrafo mit eingebautem Amperemeter
    zur Verfügung hast must du wie oben beschrieben arbeiten .
    Ansonsten wie Veritas schrieb .Vorsicht bei Netzbetrieb , sonst
    kriegt nicht nur der Osterh. dicke E. Gruß aus HH--.-loco

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Man bist du schnell.Du kannst als nächstes im spannungslosen Zustand
    prüfen ob eine der Diodenstrecken im Gleichrichter bzw. an den
    Endtransistoren defekt ist. (Multimeter auf Diodencheck stellen.)

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Nee, leider nicht.
    In die Frontplatte ist unten Gitronik eingraviert, das scheint ne Firma für Instrumentenrestauration oder so ähnlich zu sein... Und Monacor steht ja nur auf dieser kleinen Platine drauf, aber vielleicht gehören die beiden ja auch zusammen...
    Überhaupt sieht der Verstärker sehr nach Eigenbau aus (beschriftung mit Edding, Platine mit Heißkleber befestigt...)
    Was mich noch wundert: Es sind, soweit ich sehen kann, keinerlei Spannungsregler verbaut. Nach Trafo und Gleichrichter kommen nur noch die Elkos (einer für Plus , einer für Minus), dann gehts direkt in die Platine...
    Sollte ich da vielleicht die Spannungsversorgung komplett neu machen?

    loco:
    Hab grade deinen Eintrag gelesen.
    Mein Multimeter hat leider keinen Diodencheck (stammt noch aus dem VEB mikroelektronik ;D ). Könnte ich nicht einfach eine Gleichspannung an den Gleichrichter anlegen, und gucken, dass je nach Polung immer nur an einer Seite "was rauskommt"?

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    als erstes "augen auf" siehst du irgendwo was verkokeltes auf der platine,
    oder offensichtliche kurzschlüsse(kabelbrannt,blankes kabel die sich berührern etc.)
    ich denke mal das das monacor ding das stab. netzteil sein soll ?!

    wenn du ne multimeter hast im spannungslosen zustand
    die teile mal durchmessen, dioden, transen, einfach den anschlüssen
    der sek. folgen, worauf es geht: gleichrichterdioden etc....

    was sind da für endstufen auf dem kühlkörper ist das son TDA**** krams?

    edit: klar ist das ding selbstgebaut ! mach ma ne foto von der front büddee

    Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Um das ganze weiter einzugrenzen brauchst du nur am Endstufenblock
    den roten und den grünen Draht abzulöten.(Die von den blauen Elkos
    kommen).Der Gleichrichter muß natürlich wieder angeschlossen sein.
    Wenn die Sicherung ein weiteres mal Selbstmord begeht,ist entweder
    der Gleichrichter ,oder einer der beiden Elkos defekt. Bleibt die Si. ganz,
    so liegt der Fehler im Endstufenblock. Gruß loco

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    veritas:
    Ich glaube die MONACOR-Platine hat mit dem Netzteil nichts zu tun. Ich hab mal ne Großaufnahme gemacht. Das dicke, grüne Kabel oben links kommt vom Output der Hauptplatine, das orange unten links geht zum Output an der Rückseite des Amps. Vielleicht "entbrummt" diese Schaltung das Signal. Jedenfalls kommt das gestreifte Kabel oben rechts direkt von der Sekundärseite des Trafos, könnte mir vorstellen, dass da eine Art Gegenbrummen erzeugt wird... ???

    Die Transistoren auf dem Kühlblech sind C2168 und A958, jeweils 4 mal. Zu den C2168 hab ich gar kein Datenblatt gefunden und zu den A958 nur eins auf Japanisch :(

    Zum Durchmessen bräuchte ich ein Multimeter mit Diodencheck, oder?

    loco:
    Kannst ja mal fragen gehen, vielleicht erinnern die sich noch an das Teil ;)
    Danke für den Tip, da hätte ich auch selber drauf kommen können ::)

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Die kleine Platine ist die Lautsprecherprotection+Einschaltverzögerung.
    Beim blauen "Gnuppel"müßte es sich um das Relais handeln.Die
    Transistoren findest du deshalb nicht ,weil sie mit vollem Namen
    2SC2168 und 2SA958 heißen. (Gitronic Tel.Nr.:040 5000990)
    Diodencheck wäre nützlich,Ohmmeter oder andere Methoden
    helfen auch weiter. Hm,was ist ein Gegenbrummen ;D 8) ;D

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Naja, wir haben grad in Physik gelernt, dass man Wellen, bzw. Schwingungen mit einer gegenfasigen Welle mit gleicher Frequenz und Amplitude auslöschen kann... Ob das hier gehen würde is ne ganz andere Frage...

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Noch mal eine andere Frage:

    Wo liegt denn hier die Masse?
    Es handelt sich um einen Trafo mit Mittenabgriff (heißt das so?). Ich hab zur Erklärung mal ne Zeichnung gemacht, ich hoffe es ist alles erkennbar.
    Wie man sehen kann, liegen die Massen der beiden Elkos am Trafo. Was mich jetzt beunruhigt ist, dass auch die Masse des Output und Input dort liegen. Als ich die Sekundärseite des Trafos abgeklemmt hatte, habe ich da immerhin zwischen dem Mittenabgriff und dem Gehäuse immerhin 36 Volt gemessen :o Hat sich da jemand nichts gedacht beim Bauen, oder bin ich grade auf dem Holzweg?
    Ach ja, das Ding hat hinten ne Kaltgerätebuchse, und da ist die Masse garnicht angeschlossen...

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Du meinst der Schutzleiter ist hinten beim Kaltgerätesteckre nicht drin? Das kann LEBENSGEFÄHRLICH für dich sein. Am besten den Amp nicht mehr einschalten, und das nachrüsten. D.h. du musst vom mittleren Pin ein längeres Kabel (ca. 10cm werden reichen) - flexibel - an das Gehäuse schrauben. Das muss gelb/grün ausgeführt sein. Danach messen ob du vom Stecker zum Gehäuse einen durchgang hast.

    Lg Stefan :)

  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Hm, das heißt dann, dass die Erdung vom Stromnetz an den Mittenabgriff vom Trafo angeschlossen wird (die Klinkenbuchsen sind nicht isoliert, was ja aber normal ist)... ist das richtig so?
    Und ich müsste drei Kabel legen, da nur die Frontplatte und die beiden Rückplatten aus Metall sind, der Rest ist Holz. Oder reicht da eins, weil die Masse der Klinkenbuchsen ja unteeinander verbunden ist?

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  • Re: Hilfe bei Verstärkerreparatur - Trafo kaputt?

    Naja, zuerst musst du wissen, wie das Stromnetz aufgebaut ist. Da gibt es die aktiven Leiter (P und N) und den Schutzleiter PE. Dieser PE ist bei der Kaltgeräte der Mittlere.

    Jedes Metallteil gehört an den PE angeschlossen.

    Der Mittelabgriff am Trafo gehört auch an dieses Erdpotential, aber an einen eigenen Anschluss, weil wenn du die Schaltungsmasse auftrennst, muss der Schutzleiter dabei bleiben.

    Ich hab mir die Bilder nur einmal angesehen, aber vielleicht schreibt noch wer anderes was dazu, ich bin jetzt zu müde das noch zu machen *g

    lg Stefan :)

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