SG Epiphone SG400 refinish

  • bin grad dabei eine Epi SG von ihrem Lack zu befreien uind hab interessantes dabei bemerkt.

    ich bin beim Schleifen anscheinend leider etwas zu gründlich gewesen, denn auf einmal war ich durch eine Schicht Laminat durch! der body hat vorne und hinten einen dünne Schicht Mahagoni-Laminat drauf hat! Es sieht etwas´gröber´aus als aus das Holz drunter.

    der body ist aus dem gleichen tropischen Holz wie der Hals, (ich denke schon eine Mahagonie-Art ), aber nicht aus einem massivem Block.

    ich denk mal, daß Epiphone das aus firmenpolitischen Profitgründen hier (wahrscheinlich) günstigeres Holz verbaut, dies kann man unter der dicken Lackschicht nicht erkennen.. ;)

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    tja, meine (deckend lackierte) Firebird war auch was net aus Mahagonie, sondern vermutlich aus Erle :(

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Entschuldige bitte wenn ich mit nem Klugschiss reingrätsche, aber ich denke Du meinst ein Furnier. Ein Laminat wäre aus Kunststoff.

    Nur um den Ruf der Firmen zu Wahren ;)

    Hab ich bei meiner deckend lackierten Fender Strat allerdings auch festgestellt. Die besteht aus 4 Blöcken Erle und hat ein Ahorn-Furnier vorne und hinten, an den Kanten und dem rechten Armauflage sieht man's dann. Schade.

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    naja, durch den lack sieht man halt die Oberfläche nur noch schwach durch, da sieht es auf jeden Fall aus wie herkömmliches Mahagonie..

    wenn ich jetzt Beize auftrage, müsste ich wahrscheinlich an den helleren Stellen doppelt so viel auftragen, oder?

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Hallo antissime!
    Das mit dem Deckfurnier ist vom Holztechnischen schon korrekt. Wir Schreiner nennen das Sperrholz! Sicher, als Mucker möcht man "echtes" Holz haben und keine Sandwichbauweise. Aber wenn so wie bei Dir die Gitte aus mehr als zwei Teilen zusammengeleimt ist. Dann hilft ein Deckfurnier die Leimfugen verdecken.
    An den hellen Stellen kommt jetzt das Korpusholz raus. Wenn Du da mehr Beize aufträgst hilft das nicht. Die Stellen werden vielleicht dunkler. Oder bleiben trotzdem heller.

    Ich hatte das auch mal bei einem alten Framus-Korpus. Massiv Erle aus drei Teilen. Vorne und hinten mit Ahornfurnier beleimt. War deckend lackiert.
    Als ich den Korpus entlackte sind dann auch ein paar Macken aufgetreten. Furnier ist nun mal weicher als Massivholz auch wenn aus Hartholz gefertigt!
    Hab dann das Furnier auch entfernt.
    Nun bin ich dabei die Klampfe deckend zu lackieren. So viele Schichten! Ich weiß nicht wie die das immer hinkriegen. "Hauchdünn" lackiert und dann auch noch deckend und in Hochglanz!!!

    Vielleicht solltes Du vorsichtig beizen. Mit Lappen statt mit Pinsel. Und dann an den hellen Stellen mit einem passenden Korrekturstift (z.B. Clou) das retuschieren.
    Aber ob sich der dann mit Öl/Wachs Finish verträgt weiß ich jetzt nicht auswendig.
    Michael

    Rock´N Roll all over the world! Oder soll ich lieber sagen Blues und Schluuß?

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    hai fx_micki ,

    nee, Sperrholz ist das ja nicht, der body besteht schon aus massiven aber eben leichten Mahagonieteilen, halt mit dem Furnier druff ;)
    mit sperrholz spielt man nicht.. ;)
    ich weiss nicht genau, was das genau ist, irgendwas tropisches, mit offenen Poren, länglich gestreift..

    ich hatte öfters mal Paula-Kopien aus den 70ern, die hatten bodies aus Mahagonie in Schichtbauweise((sandwich), ziemlich schwer, manche 4-5 kilo! mit schraubhals, und klingen fan-tas-tisch, ganz eigen halt . Gibson hatte auch mal sowas im Programm, glaub ich.. 8)


    ja, mit dem Beizen weiss ich auch nicht genau. ich hatte ja meine alte Hagström vor ein paar monaten mit hellroter beize (clou, spiritusbasis) einmal eingefärbt, war ziemlich dunkel ! ich hab dann probeweise ein paar helle stellen doppelt gemacht, die wurden auch ziemlich dunkel, denke das würde schon gehen..
    technisch bissl ähnlich wie Aquarellfarben)

    wie das sich mit dem Wachs-finish (aura) verträgt..? damit hab ich bis jetzt alle gitarren bearbeitet, wurde immer sehr schön

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Hi!
    Klar antissime! Mit Sperrholz hab ich ja auch nur Scherzhaft die Kontruktion gemeint. ;D
    Ist natürlich schwer zu erkennen auf dem Bild. Aber ich denk das geht schon wie du vermutet hast in die Mahagonie Richtung!
    Sgibt so viele Brüder,Schwestern,Nichten,Neffen,Cousinen,Cousins,Onkel und Tanten von der Familie Mahagonie!!
    Da rätseln wir in der Schreinerei auch manchmal rum! Der Chef sagt dass ist Makoree, so hat er es schließlich bestellt. Aber dann ist es doch eher Meranti oder . . .
    Aus wievielen Teilen besteht denn die Planke? Vielleicht, ketz, könntest Du ja das Furnier auch noch entfernen, ketz. Denn, hier spricht mein Geschmack, dieses Furnier ist einfach langweilig. Auch geölt und gewachst.
    Ich hätt noch Masermahagonie. Ziemlich alt, trocken, d.h. gewellt. Aber . . .

    Michael

    Rock´N Roll all over the world! Oder soll ich lieber sagen Blues und Schluuß?

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    ach, du meintest ´gesperrt´..
    die modifikationen bei der SG vom Zappa sind auch nicht schlecht .. 8)

    oder halt natur, wie die andere SG unten , is jetzt aber schwieriger geworden..

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Ha!
    Das sieht so aus als hätt der nFurnier draufgeklebt! ;D
    Die andere ist eben komplett aus "echtem" Mahagonie. Und wies aussieht sogar einteilig.
    Oh, Modifikationen können schon manchmal mehr Arbeit machen als man wollte!
    Michael

    Rock´N Roll all over the world! Oder soll ich lieber sagen Blues und Schluuß?

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Zitat von antissime


    bin grad dabei eine Epi SG von ihrem Lack zu befreien

    Wie war denn das ursprüngliche Finish? Transparent rot? Dann wird dieses Furnier rein optische Gründe haben, denn ein mehrteiliger Body (was bei Epiphone zweifellos die Regel sein dürfte) wird ohne Furnier unter einen transparenten Finish meist keine schöne gleichmäßige Fläche ergeben (unterschiedliche Holzfarbe Farbe und Maserung der einzelnen Teile). Da du das Furnier ein einigen Stellen durchgeschliffen hast, erfüllt es diesen Zweck nicht mehr - im Gegenteil verursacht es jetzt genau die Art von Unregelmäßigkeit, die es eigentlich verdecken sollte! Daher würde ich das Furnier jetzt komplett abschleifen. Sollte der Body darunter sehr unattraktiv sein, kann man immernoch ein neues Furnier aufleimen.

    Wenn ich meine SG-400 neu lackieren wollte, würde ich aber auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen und nach dem Entlacken das Shaping des Korpus verändern: Die gebrochenen Kanten den oberen Rand entlang und in den Cutaways sind bei Epiphone viel zu schmal und der Übergang zum Hals hin zu breit, wodurch die Form nicht schnittig und elegant wie bei Gibson wirkt, sondern vergleichsweise eher recht plump... :-\

    Ich hab noch nie gesehen, daß Zucker sowas kann...

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Fiselgrulm,

    es war ein typisches cherry-red.
    Wenn ich meine SG-400 neu lackieren wollte, würde ich aber auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen und nach dem Entlacken das Shaping des Korpus verändern: Die gebrochenen Kanten den oberen Rand entlang und in den Cutaways sind bei Epiphone viel zu schmal und der Übergang zum Hals hin zu breit, wodurch die Form nicht schnittig und elegant wie bei Gibson wirkt

    welche kanten meinst du genau? meinst du den halsfuss, in den der hals eingelassen ist ??
    das ist ja eine etwas andere konstruktion, da könnte man wahrscheinlich nicht so ohne weiteres was absägen..

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    so, ich habe heut doch das blöde Furnier auf beiden Seiten abgeschabt..sieht viel schöner aus und ist einfach eine sauberere Lösung, das Holz braucht sich nicht verstecken, finde ich. der body besteht aus 4 Teilen.

    vielleicht lasse ich das Beizen ganz und mache nach dem Feinschleifen nur ein Wachsfinish. ;)

    weiss jemand , ob man die cutouts ohne risiko auf Stabilität etwas zum Halsansatz ausnehmen könnte? so wie Fiselgrulm meinte?

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Zitat von antissime

    welche kanten meinst du genau?

    Jetzt, wo ich den Korpus deiner SG im Ganzen gesehen habe, denke ich, daß Epiphone mittlerweile ein originalgetreueres Shaping verwendet. Von wann ist deine denn? Ich habe eine SG-400 von '98, und deren Korpus sieht schon irgendwie anders aus. Gemeint hatte ich diese Abschrägungen der Kanten entlang des oberen Korpusrandes und der Cutaways, die bei meiner irgendwie schmaler ausgeführt zu sein scheinen. Auch ist die Taille breiter und die Hörner nicht richtig spitz; das würde ich halt alles nachbearbeiten. Deine sieht wesentlich besser aus als meine - sogar schöne Perloid-Inlays hat sie im Griffbrett! Bei mir gibt's nur metallic-graue Trapeze... Wenigstens den breiteren Halsansatz hat deine auch... ;) Aber keine Ahnung, wie es sich hier mit der Stabilität verhält, wenn man was wegnimmt.

    EDIT: Antissime, war hier nicht gestern noch ein Posting, wo du um Bilder gebeten hattest? Ich hab jetzt mal welche gemacht - und beim Betrachten der Fotos festgestellt, daß die Gitarre dringend mal wieder gereinigt werden sollte... :o ;)

    Ich hab noch nie gesehen, daß Zucker sowas kann...

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    hm, soweit ich seh hast du genau den selben Hals/Bodyübergang, also als Tasche. und hinten ist dort auch noch eine stufe, gell? meine SG ist auch eine Neuere..
    die inlays sind halt nicht so glänzend, aber ich fände ja einfache dots noch schöner.. ;D

    sind das Rockinger P-90er ?, schick..


    wenn man den cutout bis zum halsansatz fräsen/schneiden würde, sähe das ähnlich wie aus wie unten...

  • Re: SG Epiphone SG400 refinish

    Zitat von antissime

    die inlays sind halt nicht so glänzend, aber ich fände ja einfache dots noch schöner.. ;D

    Naja... Dots sind schon ok, aber für mein Empfinden sind größere Inlays schicker. Aber wenn schon Trapeze, dann bitte auch in Perloid! Was ich allerdings hasse wie die Pest sind Block-Inlays - nicht wegen der Form, sondern weil fast überall, wo die verwendet werden, auch eins am ersten Bund eingesetzt wird. Wenn schon um die erste und zweite Oktave herum regulär zwei Bünde ohne Inlay sind, dann soll da doch bitteschön auch die 'nullte' Oktave kein eigenes Süppchen kochen! >:( Soviel am Rande zu meiner Inlay-Philosophie... ;)

    Zitat

    sind das Rockinger P-90er ?, schick..

    Nein, das sind GFS Retrotrons, Modell 'Brooklyn' - siehe hier. Die orientieren sich klanglich laut Herstelleraussage weniger am P-90, sondern eher an den Singlecoils von DeArmond, die früher z.B. bei Gretsch eingesetzt wurden. Allerdings mit ordentlich Dampf! Sie klingen zwar sehr brillant, transparent, twangig, knallig - ganz im Gegensatz z.B. zum Duesenberg Domino, den ich vorher mal am Steg ausprobiert hatte. Aber es sind nichtsdestotrotz ziemlich laute Tonabnehmer, die einem Verstärker ordentlich einheizen können. Sehr geile Teile, finde ich, zumal für den Preis!

    Ich hab noch nie gesehen, daß Zucker sowas kann...

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