Probleme mit Super Octaver

  • Hi Leute,

    es geht um diesen Octaver: http://hammer.ampage.org/files/SuperOctaver.ZIP

    Ich habe mal wieder ein paar Fragen und Statements dazu. Und hoff, Ihr könnt mir einwenig weiter helfen, denn mein Japanisch ist nicht besonders gut...

    1) Hat diesen schon jemand gebaut - ist sogar ein Ätz-Layout für Antilochrasters dabei..

    2) Ich habe meinen gerade auf Lochraster fertig. Mein Problem ist folgendes:

    Wenn alles so aufgebaut ist, wie auf dem Plan, dann habe ich Probleme bei der tiefen Octave. Und zwar, dass er diese Octave nur ganz kurz bringt - so ca. 1-2 Sekunden solange das Gitarrensignal (bzw. Anschlag) laut genug ist, dann ist Stille.

    Um dies zu umgehen habe ich nun die Verstärkung von IC1a erhöht, also den 10k zwischen Pin 2 IC1 und Masse auf 2,2k erniedrigt.

    Jetzt ist es schon besser, jedoch erzeugt bei dieser riesen Verstärkung bei IC1a von Faktor 1+ 510k / 2,2k = 233 schon die leiseste Saitenberührung ein Knistern in der tiefen Octave.

    3) Entferne ich nun den 2,2µ zwischen Pin 7 und Pin 6 von IC3, dann tönt die tiefe Octave wesentlich länger, aber ich habe ein sehr schlechtes Tracking, sprich die tiefe Octave springt ständig zwischen normaler Tonlage und tiefer hin und her.

    4) Ich habe mal mit dem Oszi alles angeschaut, was passiert, wenn ich einen 1kHz Sinus in den Octaver speise.
    Rechts unterhalb von IC6 ist eine kleine 2-gipflige Kurve zu sehen. Dies erinnert halb an das Oszi Bild, wenn ich eben an dieser Stelle der Schaltung oszilloskopiere - aber eben nur halb. An dieser Stelle erhält man ein Bild wie eine Vollwellengleichrichtung, wobei jede 2. Welle diese 2-gipflige Welle darstellt.

    5) Soviel habe ich verstanden:
    IC3a ist ein Halbwellengleichrichter mit der Verstärkung 1, der nur die negative Halbwelle von IC1a durchläßt.
    IC3b addiert dann diese negative Halbwelle mit 2-facher Verstärkung mit dem einfach verstärkten Signal von IC1a.
    Dieser besagte 2,2µ Kondensator schließt quasi hohe Frequenzen kurz, so dass die Verstärkung dieser Frequenzen bei IC3b null ist, also ausgelöscht werden - ein Tiefpass.
    Dann hört es für mich auf mit dem Verstehen.

    Erkennt jemand einen grundsätzlichen Schaltungsfehler? Habe ja neulich erst mein Boss OC-2 fertig gelochrastert, funktioniert ohne Probleme - ist ja auch ein Boss - und habe Vergleiche angestellt. Der Hauptunterschied ist, dass das Boss mit einem Vollwellengleichrichter arbeitet. Ist das Verhalten des Super Octavers von daher normal, so wie es bei mir funktioniert? Einen Lötfehler schließe ich mal aus, denn erstens funktioniert es ja im Ansatz und zweitens habe ich alles 100mal kontrolliert.
    Jemand Vorschläge, Erfahrungen oder sonstige Kommentare?
    Bin über jede Antwort dankbar!

    Gruß
    Oli

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi,

    hm, ist eine gute Idee - werde ich mal versuchen.

    Gruß
    Oli

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    E.F im Blockdiagramm, also IC3A und B, heißt ja wohl Envelope Follower. Er gibt also nur die Information über die Signalstärke weiter, wozu Deine Vermutung, dass er nur die eine Halbwelle auswertet, passen würde. Gleichzeitig müsste er das Signal noch glätten. Vllt wird das durch die Mischung des Signals von IC1B mit dem invertierten doppelten Signal aus IC3A erreicht.

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi,

    hey, auf das Blockdiagramm habe ich ja noch gar nicht geschaut. Danke für den Hinweis!

    Vielleicht ist es ja auch so: Der Comparator gibt immer dann ein Signal raus, wenn die Eingaänge unterschiedlich sind. Da ja jetzt beim E.F. jede zweite positive Halbwelle "eingedellt" ist, habe ich dadurch eine Frequenzhalbierung, oder???
    Bin da zu wenig theoretisch auf dem Höhepunkt.
    Mich wundert etwas, dass Pin 6 von IC4 nach Masse geht. Im Vergleich mit dem Boss OC-2 hätte ich den Pin 6 eher an Pin 3 von IC4 erwartet.

    Gruß
    Oli

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Zitat von Oli

    ...
    Vielleicht ist es ja auch so: Der Comparator gibt immer dann ein Signal raus, wenn die Eingaänge unterschiedlich sind. Da ja jetzt beim E.F. jede zweite positive Halbwelle "eingedellt" ist, habe ich dadurch eine Frequenzhalbierung, oder??? ...

    Ja irgendwie so funzt das wohl, wobei ich überlege, ob das eingedellte Signal dadurch entsteht, dass IC3A das Signal gleichrichtet und invertiert, beim Zusammenmischen mit dem halb so starken aus IC1B wird dann jede zweite der gleichgerichteten Halbwellen verringert, die erste erhöht.
    In IC4B wird dann die zweite Halbwelle durch Subtraktion ganz ausgelöscht, wodurch 4013A nur mit halber Frequenz resetted wird im Vergleich mit dem Setsignal mit originaler Frequenz aus IC4A.

    edit: Sry, muss jetzt mal schlafen, habe extra nicht gelötet, damit die Nacht nicht wieder so kurz wird ... morgen geht´s dann wieder weiter, gute Nacht.

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi,

    leider bin ich zum praktischen Test immer noch nicht gekommen, aber mir ist zufällig das Boss FT-2 schematic über den Weg gelaufen, indem auch ein Fullwave Rectifier verbaut ist. Da ist ein großer Unterschied:

    Im Super Octaver gibt es einen 20k Widerstand zwischen IC1 Pin1 und IC3 Pin6.
    Entsprechender Widerstand ist bei Boss FT-2 zwischen IC3 Pin6 und IC3 Pin1.

    Vielleicht ist das des Rätsels Lösung - werde es jedenfalls mal praktisch testen - wenn ich mal wieder Zeit zum Basteln habe.

    Gruß
    Oli

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi,

    so, jetzt gibt es Neuigkeiten, wenn auch kein besonder guten.
    Ich habe mal alles gecheckt und ohne irgendetwas zu tun sieht jetzt das Oszi Bild an besagter stelle ganz anders aus, keine Ahnung warum, aber jetzt erscheint es mir wenigstens logisch.

    Das ist nämlich nun auch mein nächstes Ziel - mit Eurer Hilfe die Schaltung logisch zu durchleuchten, um Fehler zu finden.

    Habe nun die Konstruktion um IC3 genau untersucht und oszillografiert, welche im Blockdiagramm als E.F. bezeichnet wird: E.F. = wahrscheinlich Envelope Follower.

    Habe zunächst den 2,2µ zwischen Pin7 und Pin6 von IC3 entfernt. An Pin7 IC3 liegt nun ein Signal an das genau dem vollwellen-gleichgerichteten Eingangssignal entspricht.

    Zur Erklärung:

    IC3a invertiert quasi jede negative Halbwelle des Signals aus Pin1 IC1 und gibt damit eine Halbwellengleichrichtung als heraus, mit jeweils einer positiven Halbwelle, wenn IC1 Pin1 eine negative Halbwelle heraus gibt.

    IC3b addiert jetzt 2 Signale: IC1 Pin1 mit Faktor 1 (20k/20k) und das von IC3a mit Faktor 2 (20k/10k)
    Das Ergebnis ist einleuchtend: Zu jeder negativen Halbwelle von IC1 Pin1 wird jetzt die 2-fach positive Halbwelle addiert. Das Ergebinis ist also eine einfach positive Halbwelle, wenn IC1 Pin1 negativ ist.

    Ist IC1 Pin1 positiv, dann wird von IC3a nichts addiert (da hier ja nur ein halbwellen-gleichgerichtetes Signal ensteht).

    Also liegt somit an IC3 Pin7 eine Vollwellengleichrichtung an, was auch das Oszibild bestätigt.

    Soweit so gut. Jetzt kommt aber dieser 2,2µ ins Spiel (denn bis jetzt ist es ja nur ein FWR = full wave rectifier und kein E.F., der ja quasi eine Hüllkurve (der Lautstärke?) erstellen soll.

    Jetzt ist aber folgende Überlegung: dieser 2,2µ brückt den 20k Widerstand zwischen Pin7 und Pin6 von IC3. Das ist aber genau der Widerstand, der für den Verstärkungsfaktor der beiden Halbwellen zuständig ist.

    D.h. auf deutsch, dass für jede Frequenz, die einen 2,2µ passieren kann, der Verstärkungsfaktor:

    0 Ohm / 10k bzw. 0 Ohm / 20k ist und damit eben 0, und durch einen 2,2µ kommt so ziemlich jede Frequenz durch!

    Folglich dürfte an IC3 Pin7 bei Vorhandensein dieses 2,2µ KEIN Signal anliegen! Dies bestätigt mein Oszi!

    Was meint Ihr dazu? Ich hoffe Ihr konntet mir folgen.

    Gruß
    Oli

    PS: Bei einem kurzen Blick auf das Oszi kommt es so vor, als ob das Signal an IC2a im Vergleich zum Eingangssignal invertiert ist, was ich mir nicht erklären kann. Muß es aber noch genauer untersuchen.

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Zitat von Oli

    ... IC3a invertiert quasi jede negative Halbwelle des Signals aus Pin1 IC1 und gibt damit eine Halbwellengleichrichtung als heraus, mit jeweils einer positiven Halbwelle, wenn IC1 Pin1 eine negative Halbwelle heraus gibt. ...

    Mmmh, die positive Halbwelle kommt nicht über die Dioden einfach durch, was schon an dieser Stelle zu einer Vollwellengleichrichtung führen würde? (vgl. meinen letzten Post)

    Zitat von Oli

    ... IC3b addiert jetzt 2 Signale: IC1 Pin1 mit Faktor 1 (20k/20k) und das von IC3a mit Faktor 2 (20k/10k)
    Das Ergebnis ist einleuchtend: Zu jeder negativen Halbwelle von IC1 Pin1 wird jetzt die 2-fach positive Halbwelle addiert. Das Ergebinis ist also eine einfach positive Halbwelle, wenn IC1 Pin1 negativ ist.

    Ist IC1 Pin1 positiv, dann wird von IC3a nichts addiert (da hier ja nur ein halbwellen-gleichgerichtetes Signal ensteht).

    Also liegt somit an IC3 Pin7 eine Vollwellengleichrichtung an, was auch das Oszibild bestätigt. ...

    Klingt logisch. Vllt ist meine Überlegung zu IC3A doch falsch.

    Ja, das mit dem Elko verstehe ich auch nicht.

    Zitat von Oli

    ... PS: Bei einem kurzen Blick auf das Oszi kommt es so vor, als ob das Signal an IC2a im Vergleich zum Eingangssignal invertiert ist, was ich mir nicht erklären kann. Muß es aber noch genauer untersuchen. ...

    Nach dem Schema wird dort nicht invertiert.

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hallo,

    ich verstehe die Funktion aus dem Schaltplan so:
    1. IC3 = Vollwellengleichrichter
    2. IC3 = Integrator: "verschmiert" das gleichgerichtete Signal zu einer Referenzspannung für
    beide IC4 = Komparatoren: Das modifizierte Eingangssignal aus
    1. IC2 = (wurde vorher tiefpaßgefiltert, TP 2. Ordnung) schaltet das
    1. IC6 = Flipflop hin und her und halbiert dadurch die Eingangsfrequenz.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi Leute,

    so, ich habe ein weiters mal oszillographiert - und zwar so, dass alles genau so aufgebaut ist wie im Schaltplan.

    Also zur Funktion:

    IC1b ist ein Impedanzwandler und IC1a als 52-facher Verstärker.
    IC3a macht aus jeder positiven Halbwelle eine negative und jede negative Halbwelle wird ignoriert.
    Ohne diesen 2,2µ Kondensator an IC3b ist es ein positiver Vollwellengleichrichter und mit diesem 2,2µ Kondensator sieht man auf dem Oszi tatsächlich eine schöne DC Linie, deren Spannung mit der Anschlaglautstärke korreliert.
    Eben ein Envelope Follower - wie es sein soll.

    Folgendes wundert mich:

    a) wenn IC3b so ein Envelope Follower ist, dann wir man NIE diese Wellenform sehen (rechts neben der IC Bezeichnung µPD4013).

    b) Ich habe mal ein Audioprobe mit einer Sinuskurve mit 1,14 kHz gemacht. Am Ausgang hört man nur eine saubere tiefe Octave, wenn man eine Eingangsspannung von > 2,05V Spitze-Spitze anlegt (ein bisschen viel für ein Gitarrensignal). Ab dieser Spannung treten auch da erst am Output IC4a erste Spikes nach unten auf, darunter ist Nulllinie.

    c) Eine obere Octave kann ich aber nur zwischen 60 mV und 255 mV Spitze-Spitze bekommen. Nur in diesem Bereich sieht man am Ausgang IC4b Spikes nach unten (außerhalb wieder Nulllinie). Und auch NUR in diesem Bereich hat man an Pin 13 des Flip-Flops (IC6) eine "Haifischflossenkurve", sonst Nulllinie.

    Zusammenfassen ist es mir als nicht gelungen, mit der selben Sinuskurve GLEICHZEITIG eine Oktave tiefer und höher zu erzeugen. Dies war nur mit unterschiedlichen Amplituden möglich.

    Hat jemand von Cracks noch Ideen? Denn im Prinzip ist das ja schon ein tolles Pedal - wenn es funktionieren würde.

    Gruß
    Oli

    PS: Die vermeintliche Invertierung am Output von IC2a hat sich als Phasenverschiebung durch den Filter entpuppt.
    Nach den Dioden sind es 40µs, nach den 22k sind es 230µs und nach den 220k sind es 360µs. Und bei einer Frequenz von 1,14 kHz ist das schon fast eine halbe Periodendauer - was eben fast so aussieht wie eine Invertierung.

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Zitat von Oli

    ...

    b) Ich habe mal ein Audioprobe mit einer Sinuskurve mit 1,14 kHz gemacht. Am Ausgang hört man nur eine saubere tiefe Octave, wenn man eine Eingangsspannung von > 2,05V Spitze-Spitze anlegt (ein bisschen viel für ein Gitarrensignal). Ab dieser Spannung treten auch da erst am Output IC4a erste Spikes nach unten auf, darunter ist Nulllinie.

    c) Eine obere Octave kann ich aber nur zwischen 60 mV und 255 mV Spitze-Spitze bekommen. Nur in diesem Bereich sieht man am Ausgang IC4b Spikes nach unten (außerhalb wieder Nulllinie). Und auch NUR in diesem Bereich hat man an Pin 13 des Flip-Flops (IC6) eine "Haifischflossenkurve", sonst Nulllinie.

    Zusammenfassen ist es mir als nicht gelungen, mit der selben Sinuskurve GLEICHZEITIG eine Oktave tiefer und höher zu erzeugen. Dies war nur mit unterschiedlichen Amplituden möglich.

    Hat jemand von Cracks noch Ideen? ...

    Nun ein Crack bin ich wohl nicht, aber das Problem scheint erst ab dem Flip-Flop, genauer gesagt hinter IC6a, zu entstehen, da sich dort das Signal in lower und upper voice aufspaltet, d. h. die nachfolgenden Schaltungsteile von IC6a ein identisches Signal bekommen.
    Ich würde also schauen, wie Du mit diesem Signal sowohl eine höhere als auch eine tiefere Stimme 1. zur selben Zeit und 2. über einen sehr weiten Bereich der Eingangssignalamplitude bekommst (ach ne, das hättest Du sicher nicht gedacht ;) :) . Ich labere halt einfach mal, was mir so dazu einfällt, vllt ist ja doch was Inspirierendes dabei ...).

    Dafür müsstest Du zuerst mal herausfinden, was hinter IC6a auf den beiden Signalwegen jeweils genau passiert. Für die tiefere Stimme müsste das Signal irgendwo offensichtlich geboostet werden, für die höhere wird es kompliziert evtl. sowas wie eine Kompression ab einer bestimmten Schwellspannung.

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi,

    also ich habe mal die 4013 Beschaltung mit der des OC-2 von Boss (welches ich neulich gelochrastert habe und perfekt funktioniert) verglichen und folgendes interessiert mich:

    Sind Q und "Q-Überstirch" gleichwertig? Diese sind beim OC-2 andersherum beschaltet.

    Leider habe ich keine Ahnung, wie ein FilipFlop funktioniert. Und aus dem Datenblatt werde ich auch nicht schlau.

    Gruß
    Oli

    PS: Ich bin mir aber nicht sicher, ob nicht das Problem auch beim Comparator zu suchen ist, denn schließlich gibt IC4a erst ab >2,05 V Eingangsspannung Spikes nach unten ab. IC4b gibt die Spikes nur zwischen 60 mV und 250 mV ab!

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  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hallo,

    Zitat

    Sind Q und "Q-Überstirch" gleichwertig?

    nein, im Gegenteil. /Q ist der komplementäre (entgegengesetzte) Ausgang zu Q. Wenn Q "Low" (0 V) ist, ist /Q "High" (Vbat) und umgekehrt.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi Bernd,

    also wenn das so ist, dann ist es doch wurscht, ob ich nun Q oder /Q als Ausgang nehme.
    D.h. das vertauschen beider wird mir wohl nicht weiter helfen!?

    Mich stört aber weiterhin diese kleine Zeichnung von der Wellenform rechts neben dem "µPD4013". Was soll das sein?

    Gruß
    Oli

    PS: Will sich nicht jemand mal kurz diese Platine ätzen?

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hallo,

    oh nein, das ist überhaupt nicht wurscht. Das rechte 4013 FF funktioniert dann überhaupt nicht wie es soll, nämlich die lower octave durch Frequenzteilung erzeugen.

    Die "Wellenform" deutet an, daß auf dieser Leitung das Envelopesignal herumflitzt.
    In dem 2SC1815 rechts neben dem FF wird dadurch dem digitalen Rechtecksignal aus dem FF wieder der Dynamik- (Lautstärke-)verlauf des Original-Gitarrensignals "eingehaucht".

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Probleme mit Super Octaver

    Hi Bernd,

    hm, also zur "Wellenform". Wie kann da eine Welle sein? Auf meinem Oszi ist da ein gerader Strich, dessen Wert sich je nach Anschlaglautstärke ändert. Oder soll die Welle das Schwingverhalten der Saite zeigen, sprich von Anfang der Welle bis Ende vergehen ein paar Sekunden?

    Verstehe ich das richtig, dass das Envelope Signal quasi die Versorgungsspannung des Transistors ist und das digitale FF Signal den Transistor eben mal durchschaltet und mal nicht. Und je geringer die Versorgungsspannung, desto geringer die Lautstärke des "analogisierten" Octave-Down-Signals.

    Wenn aber Q und /Q komplementär sind, dann ist es doch wirklich egal, wer jetzt den Transistor durchschaltet - das Ergebnis ist doch nur ein invertiertes Signal - oder? (Beim Boss wir Pin 13 auf 3 geführt und 2 auf 5, dafür aber der Ausgang auch von 2 genommen - Pin1 bleibt unbeschaltet)

    Ich teste es einfach mal nächste Woche - mal schauen, was passiert.

    Gruß
    Oli

    PS: Kannst Du mit einfachen "wenn -> dann" Sätzen sagen, wie der Komparator funktioniert?

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