Marshallstyle Zerre

  • Hallo,

    ich weiß nun endlich in welche Richtung sich mein Setup bewegen soll und das läuft daraufhin, dass ich einen cleanen Amp verwende und meine Sounds aus Pedalen ziehe.

    Der Amp ist ein Laney GH100L und geht recht stark in die JCM800 Ecke, die Zerre klingt auch ordentlich, allerdings kann ich den Amp nicht so einstellen, dass ich sowohl einen wohlklingenden Cleanchannel als auch eine ordentliche Zerre habe, irgendwo ist die Flexibilität eines Einkanalers mit einem EQ und schaltbarem Gainboost ohne 2. Mastervolume dann doch erschöpft.

    Aus diesem Grund werde ich den Laney jetzt Clean laufen lassen und möchte die Zerre aus einem Pedal holen. Mein Cleansound hat recht viele Höhen und Presence und wenn man da dann Zerre draufging wirds ziemlich eklig, d.h. die Zerre sollte auch eine eigene Toneregelung irgendwie bieten. Gain sollte so für 80er Hardrock Zeugs langen und eher so die Marshallplexi Richtung sein.
    Also genug "creme" im Sound haben ;)
    Was mir da bis jetzt recht gut gefallen hat, (nur Samples aus dem Internet) war zum einen der Carl Martin Plexitone und zum anderen der Okko Diablo. Es reicht auch wenn der Zerrer an sich nicht so hoch geht und davor noch ein Booster müsste, das ist dann Zwecks Soloeinlagen sowieso wichtig, da ich da gerne ne Schippe extra drauf lege.
    Wobei ich im Prinzip einen Gainboost ja schon im Amp drinnen habe der dann noch etwas "dirt" reingeben könnte, ist also erstmal zweitrangig.

    Würde mich über ein paar Vorschläge freuen!

    Gruß
    Andy

  • Re: Marshallstyle Zerre

    Das kann ich absolut bestätigen, der BSIAB 2 klingt umwerfend und ist auch genau das richtige, wenn er in einen höhenreichen Amp nicht noch mehr Höhen reinschneiden soll. Ich muß den Tone Regler bei mir mindestens auf 2Uhr stellen, sonst klingt es zu dumpf. Aber die Zerre ist wirklich geil und sehr "marshallesk".

    Habe selber einen alten Marshall und kann guten gewissens behaupten, dass der BSIAB wirklich klingt wie ein aufgerissener Plexi (bloß viel leiser ;)). Von AC/DC bis Thin Lizzy / Iron Maiden ist alles drin, bloß der Jimi Hendrix Sound wird schwierig, dafür hat die kleine Kiste doch zu viel Gain, selbst wenn man selbigen weit runterregelt...

    Der Thunderchief soll wohl ähnlich klingen, aber ich habe ihn noch auf der Warteliste, deswegen kann ich nicht viel drüber sagen. Ich werde mir eine Mischung aus Thunderchief und der daraus entwickelten JCM 800 Simulation bauen (zum Umschalten - die unterscheiden im Grunde sich nur durch eine Gain-Stufe und den Tonestack, was man per 1PDT Schalter überbrücken kann), aber das Ergebnis wird noch ein paar Wochen dauern...

    Für's erste empfehle ich den BSIAB, der ist relativ einfach und klingt wie ein Großer!!!

    Keep on rockin'
    Forbi

  • Re: Marshallstyle Zerre

    Wenn du den Cleansound als primären Sound eingestellt hast und dann ein Pedal vorschaltest wirst du die Höhen und Bässe kaum in den Griff bekommen, die Klangregelung in normalen Zerren reicht dafür einfach nicht aus.

    Ich würde deshalb den Zerrsound mit dem Amp machen und für den cleanen Sound noch einen 6/7-Band EQ mit Vol-Regler vorschalten und damit den Cleansound in Richtung Fender Twin o.ä. trimmen.

    Bez. der Qualität vom OKKO und dem Plexitone kann Kusi Auskünfte geben, der hat die schon ausgiebig getestet.

    Jürgen

  • Re: Marshallstyle Zerre

    Da gebe ich Jürgen nur teilweise recht. "Normale" Zerrer (z.B. DOD 250, Boss SD-1 usw.) klingen tatsächlich erst gut, wenn der Amp auch schon leicht zerrt. Den BSIAB sehe ich eher als Simulation an, der klingt sowohl vor meinem 77er Marshall gut, als auch über billige Computer-Lautsprecher. Glaub mir, das ist genau, was Du haben willst.

    Forbi

    P.S. für diese Werbung bekomme ich KEIN Geld ;)

  • Re: Marshallstyle Zerre

    vielen Dank schonmal, der BSIAB klingt sehr vielversprechend

    zu dem Vorschlag mit dem EQ, du meinst also, den Amp so einstellen, wie ich normal die Zerre habe und der EQ soll dann das Eingangssignal dementsprechen abschwächen und umformen, dass das ganze clean wird, das Problem ist dann nur, dass ich dann noch das ganze Gerausche von der Gainstage drauf hab und vorallem irgendwo hinten dann nochmal die Lautstärke anheben muss damit ich auf eine einheitliche Lautstärke komme, etwas viel rumgetrete finde ich

    oder war das anders gemeint?

  • Re: Marshallstyle Zerre

    Ich zitier mal:

    "Mit dem Equalizer wird ein klarer (meist in den Mitten etwas abgesenkter - Bässe und Höhen anheben) Rhythmussound eingestellt, der dann durch Absenken des Levelreglers dem aufgedrehten Amp schöne Clean-Sounds entlockt. Praktisch ein zweiter Kanal mit Klangregelung für den geliebten, aber etwas unflexiblen Ein-Kanal-Verstärker! "

    So z.B. Natürlich kannst du auch das mit der Levelabsenkung sein lassen und einfach noch zusätzlich auf den Channelswitch treten, aber ich halte das hier für einfacher. Übrigens: Da rauscht IMO nix überdimensional. Der Amp hat ja weniger input, und damit dürfte im Normalfall auch das Brummen/Rauschen zurückgehen (wie wenn man den Volumeregler runterdreht)...

    Durchatmen.Sacken lassen.Zeigefinger heben.
    Fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mit dezent verzweifeltem Zucken in den Mundwinkeln.

  • Re: Marshallstyle Zerre

    Als erstes solltest du einmal analysieren wie lange du den Cleansound im Verhältnis zum Zerrsound benutzt.

    Alternativ kann man auch einen gebrauchten Transenkofferamp für den Cleansound verwenden, die Teile sind oft recht günstig und gute, überzeugende Cleansounds liefern die fast alle ab, z.B. der VOX Pathfinder oder die Fender Dynatouchamps.

    Du kannst auch einen EQ und einen Compressor (die sollten allerdings auf Linelevel arbeiten), bzw MultiFX in den seriellen Einschleifweg hängen und damit den Cleansound erzeugen und den dann direkt in die Endstufe von Laney einspeisen, ist mMn die beste Lösung.

    Jürgen

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