welcher op amp für buffer

  • Hallo,
    ich möchte mir für mein efx.Board einen Buffer bauen,der als letztes gerät in der kette hängt.
    Welcher op amp klingt neutral aber nicht kalt ?
    Vielen dank

  • Re: welcher op amp für buffer

    AMZ Superbuffer mit TL07XX, diese Schaltung liefert auch genug Strom am Ausgang und ist somit ein sehr guter Linedriver, ein reiner Buffer (z.B. im TS) ändert ja nur die Impedanz, liefer aber oftmals zu wenig Strom für längere Kabelstrecken.

    Gruß, Jürgen

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hallo ,Die beiden oben angegeben Opamps reichen locker für Kabel-
    längen von20m ,klingen aber besser als die TL07 xxx Reihe.
    (ist natürlich letztendlich auch Geschmackssache) Gruß loco

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hi JHS,

    also das Problem bei langen Kabeln ist NICHT der ohmsche Widerstand eines Kabels, das hat auch nichts mit genügend Strom zu tun. Auch bei 100m Kabel geht kein "Strom" verloren. Das ist ein oft zitierter Quatsch. Man müsste ja sinnigerweise argumentieren:

    Je länger ein Kabel ist, desto größer ist der ohmsche Widerstand und in Folge dessen desto kleiner der fließende Strom!


    Wieviel Strom fließt hängt fast einzig und allein vom Eingangswiderstand der angesteuerten Quelle ab.

    Das Problem bei langen Kabeln ist die Kapazität! Der Ausgangswiderstand bzw. Ausgangsimpedanz und die Kabelkapazität bilden einen stink normalen Tiefpass (R in serie und C nach Masse), der die Höhen dämpft.
    Also wenn die Kabelkapazität 0 ist, dann kann es auch 1 km lang sein, ohne dass ein Höhenverlust auftritt, selbst wenn es mit einer hohen Ausgangsimpedanz angesteuert wird, denn

    Grenzfrequenz = 1 / 2 * pi * R * C

    d.h. wenn C gegen 0 geht, dann geht die obere Grenzfrequenz gegen unendlich, selbst wenn R recht groß ist.

    Ein Impedanzwandler ist ein "Stromverstärker"
    Die Ausgangsimpedanz eines Transistorbuffers wie im TS808 würde selbstverständlich genügen, um ein niederohmiges Linesignal zu liefern.
    Superbuffer wie der bei AMZ sind imo völliger Quatsch. Selbst dieser Superbuffer hat mindestens eine Ausgangsimpedanz von 50 Ohm (durch die 4 parallelen 100 Ohm Widerstände, dazu kommen noch die Ausgangsimpedanzen der OPs jeder noch mal über 100 Ohm). Jetzt schließe da mal einen Lautsprecher mit 4 Ohm an: dann fallen an diesem nicht mal 1/12 der Amplitude des Ausgangssignals ab.
    Rechnet doch mal aus, in welchen Bereichen man sich bewegt, ob man 50 Ohm Ausgangsimpedanz hat oder auch nur 200 Ohm bei einem OP Amp bei miserablen 5n Kabelkapazität...

    Welchen OP man nimmt ist dagegen wirklich Geschmackssache, da gibt es wirklich Unterschiede. Mir gefallen die OPs mit bipolaren Eigängen (wie z.B. 4558) besser als die mit FET (z.B. TL072).

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hi OLLI
    Das kann mann so nicht stehen lassen.Ein vernünftiges Git.-Kabel hat
    ca 120pF pro Meter,ein Schlechtes sagen wir mal das Doppelte.(240).
    Wenn man für den Bufferausgang 600Ohm annimmt,dann hat man
    bei 4800pF kapazitiver Belastung und sogar bei einer Frequenz von 20KHz noch
    keine erwähnenswerten Verluste.(Das entspricht 20m gutem bzw.
    10 m weinger gutem Kabel)
    Die Tl Op,s sind aufgrund ihrer internen Struktur zum Treiben
    kapazitiver Lasten nicht so gut geeignet,das läßt sich jedoch durch
    Parallelschaltung mehrerer Ausgangstufen verbessern.(AMZ)
    Gruß loco

  • Re: welcher op amp für buffer

    könntet Ihr (Oli) die Klangunterschiede zwischen
    bipolaren und Fet OPs beschreiben ?
    Schön wäre auch ein klanglicher Vergleich zwischen OPs und Ein- transistor (mosfet) schaltungen.
    Danke für Eure Meinungen

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hallo
    Es kommt auch darauf an welcher Stelle die Op-s oder Transistoren
    im Gerät sitzen,ich denke das die eigene Kreativität (einfach mal zu
    probieren ,was wo passiert)dich da eher weiterbringt.

    Gruß loco

  • Re: welcher op amp für buffer

    Alternativ zum Buffer kann man auch einen ZV SHO Klon oder den AMZ Mosfet Booster verwenden. Die frischen das Signal auf und heben bei Bedarf auch noch den Pegel an.

    Jürgen

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hi loco,

    was genau kann man so nicht stehen lassen? Ich sag doch, wenn man bei 20 kHz noch keine Verluste hat, dann ist das imo ("in meinen Ohren") nicht hörbar - diese Frequenz bringt kein PU rüber!!!
    Und 600 Ohm sind als Buffer schlecht - bei 100 Ohm versechsfacht sich die obere Grenzfrequenz!

    Gruß
    Oli

    PS: IMO klingen FET OPs steriler - meine irgendwie brillianter als bipolare.

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Re: welcher op amp für buffer

    Hi,

    also einen Buffer am ENDE der Kette macht eigentlich keinen Sinn, denn die allermeisten Effekte sind am Ausgang sowieso gebuffert.
    Wenn Du allerdings eine Pegelanhebung benötigst, dann würde ich Dir diesen hier empfehlen:

    http://www.elektronikinfo.de/audio/egbauanl…Impedanzwandler (ja Uwe, ich weiss...)

    Da kannst Du Dir z.B. den Gain mittels eines Extra-Potis für R2 einstellbarmachen. Für einen Buffer (also Verstärkungsfaktor=1) kannst Du z.B. nur die Konstruktion um IC1b benutzen. Wenn Dir R7 zu hochohmig ist, dann kannst Du diesen auch locker noch deutlich verkleinern.

    Welcher OP Dir am besten gefällt, musst Du halt ausprobieren.

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Re: welcher op amp für buffer

    Oli
    Das FET op-amps etwas steriler klingen habe ich auch schon festgestellt, besonders die NE 5XXX typen oder einige OPA XXX.

    Man kann bei diesen Typen den BIAS-Widerstand etwas reduzieren, das reduziert oft auch die oberen sterilen Höhen dieser op-amps.

    Optimal ist es einen Buffer vor und einen hinter der FX-Kette zu positionieren (wahlweise zuschaltbar).

    Jürgen

  • Re: welcher op amp für buffer

    Zitat von JHS


    Das FET op-amps etwas steriler klingen habe ich auch schon festgestellt, besonders die NE 5XXX typen oder einige OPA XXX.


    ...die bipolar sind. ???

    Oder vertu ich mich da jetzt?

  • Re: welcher op amp für buffer

    nessbass
    Stimmt, aber die klingen trotzdem kalt und steril, bzw. Hifi-mäßig, sind dafür recht stark im Output.

    Für Buffer verwende ich TL071/72, steril klingen auch nicht alle, der Mitsubishi ist recht mittig und warm, der STM extrem kalt und steril.

    Der TI klingt recht ausgewogen und mit den richtigen Koppelkondensatoren kann man ja auch noch ein wenig Wärme zufügen.

    Gut klingende Bufferschaltungen findet man oft in den HiFi Foren, sind zwar meistens etwas aufwendiger, die 4-5 Bauteile die die mehr haben sollten jedoch kein Problem darstellen.

    Für den Bufferbau gibt es auch spezielle ICs, zB. von OPA (intern haben nur eine hochwertige integrierte Bufferschaltung).

    Jürgen

  • Re: welcher op amp für buffer

    Zitat von Oli


    also einen Buffer am ENDE der Kette macht eigentlich keinen Sinn, denn die allermeisten Effekte sind am Ausgang sowieso gebuffert.
    Wenn Du allerdings eine Pegelanhebung benötigst, dann würde ich Dir diesen hier empfehlen:

    http://www.elektronikinfo.de/audio/egbauanl…Impedanzwandler (ja Uwe, ich weiss...)

    Da kannst Du Dir z.B. den Gain mittels eines Extra-Potis für R2 einstellbarmachen. Für einen Buffer (also Verstärkungsfaktor=1) kannst Du z.B. nur die Konstruktion um IC1b benutzen. Wenn Dir R7 zu hochohmig ist, dann kannst Du diesen auch locker noch deutlich verkleinern.

    Welcher OP Dir am besten gefällt, musst Du halt ausprobieren.

    Gruß
    Oli

    Dein Link zeigt in der zeichnung 1 Buffer und 1 Verstärker. Ganz am Anfang der kette wäre der Verstärker interessant um, in der Tat, den signal etwas lauter zu bekommen.

    Aber was sollte ich mit dem ersten teil der schaltung? Wenn ich die nicht brauche hab ich ja eine seite des OP-amps übrig (NE533nochwas).

    Der gedanke ist das in der ganzen kette wenn alle effecte aus sind, wenigstens 1 buffer dazwischen ist (es geht hier um den Gedanken, nicht ums praktische nutzen). So hab ich ein kästchen mit A/B schalter und ein Looper. Nach dem A/B schalter und vor dem looper wäre interessant für den Buffer. Der zweite OP wäre dann nutzlos?

  • Re: welcher op amp für buffer

    Ein Verstärker kommt immer an das Ende der Kette um die Signalverluste zu kompensieren. Am Anfang der Kette würde der nur die Effekte übersteuern, ein Buffer ist am Anfang sinnvoller.

    Es gibt auch Einfach-Op-amps, Doppel-Op-amps braucht man da nicht unbedingt.

    Jürgen

  • Re: welcher op amp für buffer

    In dem Fall verstehe ich Uli seiner Meinung nicht mehr.

    Ich weiss das es einfache und doppel OP's gibt. Nur so ein NE5332 das ich zufällig habe ist ein doppelter. Man sollte eben alles drausholen was drin ist. Aber da gibt es noch andere möglichkeiten....

  • Re: welcher op amp für buffer

    Der NE 5534A ist die einfache Ausführung von dem NE 5532. Besonders sollte man auf das A am Ende achten. Die sind wesentlich rauscharmer.

    Ich selber beforzuge den OPA2604, weil der auch gut kapazitive Lasten treiben kann und mit einer symetrischen Stromversorgung keinen Meßbaren Eingangsoffset hat. Da kann man sich den Eingangskondensator sparen. Ist aber nicht gerade billig.

    In einfachen Schaltungen nehm ich auch gern mal nen TL071 bzw. TL072, davon hab ich immer ne Stange da.

    Wer es ganz billig haben will, nimmt den MC1458, ist glaube ich der billigste OP den es gibt. Hab ich aber schon oft in Audio-Schaltungen gesehen und der ist sogar im Z.VEX LoFi-Loop Junky drin.

    Um nicht immer in den Datenblättern zu wühlen, hab ich mal ne Übersicht über die gängigsten OPs gemacht. Die Angaben sind ohne Gewähr und können bei verschiedenen Herstellern abweichen (4558 Modelle) und es fehlt noch der 741.

    Ergänzungen und Berichtigungen sind gerne gesehen.

    Gruß
    Jürgen

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