parametrischer EQ - Soundcraft

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von elkulk

    ... ein OP-Amp als invertierender Eingangsbuffer (evtl. kleine Verstärkung um Faktor 2) und einer als invertierender Ausgangsverstärker (Verstärkungsfaktor ungefähr 2) mit Lautstärkepoti rein.

    1. Frage:
    Wie sollten Eurer Meinung nach beide OP-Amps beschaltet sein (ich wollte einen TL072 oder einen NE5532, evtl. auch einen OPA verwenden)? (im Anhang mal ein Entwurf)

    edit: hab gerade noch mal nachgelesen: Die Eingangsimpedanz des invertierenden OP-Amp ist in meinem Schema wohl ziemlich niedrig; nixx gutt für Bass/Git :o
    Wie bekomme ich die höher??
    ...

    Keiner eine Info für mich dazu?? (Ich würde heute gerne fertiglöten.) - Soll ich lieber beide nicht-invertierend (ich will keine Phasendrehung haben) aufbauen wegen der Eingangsimpedanz??

  • Problem - Signalunterbrechung bei Bass-Boost

    So hoffentlich hat jemand jetzt einen Tipp für mich.

    Ich hab nämlich folgendes Problem:

    Der EQ funktioniert für sich genommen vollkommen. Gefüttert mit Linepegelsignal und ein Opamp mit Volumeregler am Ausgang gibt es null Probleme und sehr schöne Regelmöglichkeiten. - Schema 1 im Anhang.

    Wenn ich nun aber noch einen nicht-invertierenden Opamp an den Eingang hänge, um eine Schaltung als Bodeneffekt aufzubauen, dann bleibt bei relativ hohem Boost am Low-/Bass-Poti (so ab +8 bis 10dB) plötzlich im Abstand von ca. 1 sec. das Signal weg und kommt dann wieder; keine Verzerrungen, einfach Signal weg und wieder da, weg und wieder da usw.

    Kann sich jemand einen Reim darauf machen?? - Schema 2 im Anhang.
    (noch ne Zusatzangabe: im Original stammt der EQ aus einem Soundcraftmixer und wurde mit symmetrischer 17V-Spannung betrieben; ich habe mit symmetrischer 15V-Spannung getestet).

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Hi Ulrich,

    Das Problem, das Opamps zeitweise dicht machen passiert dann, wenn Du bei den Eingängen den zulässigen Spannungsbereich überschreitest. Das kann gerade bei Filtern sehr schnell mal passieren, wenn man sie mit hoher Resonanz oder Boost fährt.

    Das Heilmittel dagegen ist recht einfach: Sorge dafür, das es nicht mehr passiert. Meist reicht eine Diode, die die anliegende Spannung auf den gültigen Bereich beschränkt.

    Btw - wenn der Sound wieder zurückkommt hast Du Glück gehabt. Manche Opamps bleiben danach einfach still.

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von torus


    Hi Ulrich,

    Das Problem, das Opamps zeitweise dicht machen passiert dann, wenn Du bei den Eingängen den zulässigen Spannungsbereich überschreitest. Das kann gerade bei Filtern sehr schnell mal passieren, wenn man sie mit hoher Resonanz oder Boost fährt. ...

    Aha. Dabei verstehe ich nicht, weshalb es ohne Opamp vor der EQ-Schaltung nicht passiert, mit diesem aber dann doch. Der sollte doch eigentlich den Pegel nicht zusätzlich anheben, da er nur als Spannungsfolger beschaltet ist, oder?!

    Zitat von torus

    Das Heilmittel dagegen ist recht einfach: Sorge dafür, das es nicht mehr passiert. Meist reicht eine Diode, die die anliegende Spannung auf den gültigen Bereich beschränkt. ...

    Wo müsste die Diode hin, in den Signalweg?

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zum Eingangs-Schutz verweise ich Dich mal hierhin:

    http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ovprot.htm

    Interessant, das es ohne den Input-Opamp geht. Da würde ich ehr auf einen Fehler in der Schaltung tippen.

    Es währe hilfreich zu wissen, welcher der Opamp aussetzt. Du könntest ja mal die Ausgänge der Opamps von Anfang bis Ende abhören und schauen, welcher Ärger macht.

    Gruß,
    Nils

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von torus


    Zum Eingangs-Schutz verweise ich Dich mal hierhin:

    http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ovprot.htm ...

    Danke für den Link, schau ich mir nachher mal an.

    Zitat von torus

    ... Interessant, das es ohne den Input-Opamp geht. Da würde ich ehr auf einen Fehler in der Schaltung tippen. ...

    Ja, Mist, das befürchte ich auch, ok dann muss ich das Lochraster nochmal durchgehen (aber schon komisch, dass es auch mit dem ersten Opamp nur dann nicht geht, wenn ich "Low" höher booste). - Nur, wo soll ich anfangen? - Da es ohne den ersten Opamp geht, schau ich dort mal als erstes nach, dann beim letzten, da beide in einem TL072 drin sind.

    Zitat von torus

    ... Es währe hilfreich zu wissen, welcher der Opamp aussetzt. Du könntest ja mal die Ausgänge der Opamps von Anfang bis Ende abhören und schauen, welcher Ärger macht.

    Das mach ich mal als erstes. Wollte ich eigentlich schon vorgestern machen, aber um 4 Uhr morgens musste mal Schluss sein ... ;)

    Vielen Dank schon mal. Ich gehe nachher mal dran, muss jetzt erst mal essen ...


    Edit:

    Ist der Knackpunkt vllt der, dass ich Eingangs- und Ausgangs-Opamp in einem TL072-Gehäuse sitzen habe??
    Mir fällt nämlich gerade ein, dass ich auch relativ starke Übersprechungen festgestellt habe, als ich mal die Signalleitung komplett im Bereich des EQ unterbrochen hatte. Es kam ziemlich viel Signal am Ausgang raus ...

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Mann-O-Mann: Anfängerfehler von mir ::)

    Kein Wunder mit den Übersprechungen und dem "Problem". Ich hatte eine Masseverbindung vergessen zu löten; dadurch waren die Groundanschlüsse der Bauteile um den ersten und den letzten Opamp untereinander verbunden aber eben nicht auf Masse gezogen. Und bei zuviel Bassanteilen gab es dann sowas wie ne Rückkoppelung, die das Signal kurzzeitig ganz verschluckt hat.

    Also kein zu hoher Input an einem der Opamps.

    Und mal wieder eine Bestätigung des Grundsatzes, dass man nicht gleich schreien soll: "Geht nicht, da muss ein Fehler im Schema sein".

    Sry Nils, dass ich Dich beinahe völlig unnötig bemüht hatte.

    Dafür jetzt mal einige Bilder von den Frequenzgangmessungen in meiner Galerie: http://forum.musikding.de/gallery/thumbnails.php?album=361

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von elkulk

    Und mal wieder eine Bestätigung des Grundsatzes, dass man nicht gleich schreien soll: "Geht nicht, da muss ein Fehler im Schema sein".

    Sry Nils, dass ich Dich beinahe völlig unnötig bemüht hatte.

    Macht ja nichts. Ich saß eh den Tag hier und hab rumgelötet (oder auch pöppeln, wie es meine Freundin nennt). Da war ein bischen Abwechslung im Forum mal ganz nett.

    Und sonst? Zufrieden mit dem Klang? Wie ist das Rauschen, wenn Du den EQ mal aufdrehst?

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von torus

    ... Und sonst? Zufrieden mit dem Klang? Wie ist das Rauschen, wenn Du den EQ mal aufdrehst?

    Über Kopfhörer (abends schlafen die Kinderlein) habe ich bisher kein Rauschen gehört, wobei ich sowieso bisher nur intensiv auf das geachtet habe, was nicht funktioniert.

    Heute Abend werde ich mal nen CD-Spieler und die Hifi-Anlage anschließen und mit einer CD-Aufnahme, akustische Gitarre oder Klavier, testen. Am besten auch gleich den ganzen Preamp (Website dazu s. Signatur). - Der war aber bisher, mit dem anderen parametrischen EQ und dem EQ im Master-Bereich ziemlich rauscharm, hifimäßig.

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Also: Wenn ich die EQ-Sektion in meinen Preamp einschleife, rauscht es :o ... aber nur wenn ich den Levelregler ganz am Ende voll aufdrehe (so ab 3-4 Uhr).
    Zu hören ist dieses Rauschen aber nur, wenn gerade praktisch null Tonsignal anliegt. Bei normal lautem Tonsignal wäre dieses aber auch ohne jede Anhebung im EQ-Teil dann schon völlig am übersteuern.

    Also, Rauschen sollte mit diesem EQ kein Problem sein, außer bei solcher Fehlbedienung wie eben beschrieben. ;)
    Evtl. könnte ich mit NE5532-Opamps die Gefahr, dass man doch mal Rauschen hören könnte, noch weiter minimieren.

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Mach Dir da mal keine Sorgen. Alle Analog-EQ's, die ich bislang gehört habe Rauschen heftig, wenn man sie voll aufdreht. (deshalb hab ich auch gefragt - währ Deiner sehr leise gewesen, dann hätt ich mal meinen Aphex EQ in Rente geschickt bzw. hätte den zum Umbau auf die Werkbank gestellt... Bislang ist der noch unverbastelt und klingt auch soweit gut, hat aber beim wirklich heftigen boosten das obligatorische Rausch-Problem).

    Wenn Dein EQ im normalen Betrieb ruhig ist, dann ist gut.

    Btw - bist Du eigentlich Bassist oder Gitarrist (ich frag mich das wegen Deines Avatars)? Wofür hast Du dir den EQ denn gebaut?

    Gruß,
    Nils

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Bassist. Ich glaube Gitarristen brauchen parametrische EQs eher selten.

    Zunächst sollen zwei davon in den Preamp rein, um neben bypass zwei verschiedene Sounds abrufen zu können. (Schau einfach mal auf meine Webseite, da kannst Du sehen, woran ich da arbeite.)
    Jetzt bau ich noch eine Bodentreterversion auf 9V-Basis (hoffentlich reicht es, wenn ich die über einen Konverter symmetriere). Es haben nämlich schon einige Bassisten nach einem derartigen Bodentreter gefragt ...

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Och - als Gitarrist braucht man 'nen guten EQ auch.. Ich schwör auf meinen 800Hz Mid-Boost für meine Strat.

    9V sollte machbar sein, Du musst nur im (oder vor dem) Eingangs-Verstärker den Pegel soweit abschwächen, damit er innerhalb des EQ's nicht an die Grenzen der Versorgungs-Spannung kommt. Dann ist alle gut.

    Für Bass ist das natürlich haarig, was da so an Volt aus dem Kabel kommt ist schon heftig manchmal...

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von torus


    Mach Dir da mal keine Sorgen. Alle Analog-EQ's, die ich bislang gehört habe Rauschen heftig, wenn man sie voll aufdreht. (deshalb hab ich auch gefragt - währ Deiner sehr leise gewesen, dann hätt ich mal meinen Aphex EQ in Rente geschickt bzw. hätte den zum Umbau auf die Werkbank gestellt... Bislang ist der noch unverbastelt und klingt auch soweit gut, hat aber beim wirklich heftigen boosten das obligatorische Rausch-Problem). ...

    Vllt habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt.
    Eigentlich wollte ich rüberbringen, dass der EQ ziemlich wenig rauscht, also nicht nur eine schlechtere Alternative ist - Soundcraft hat wahrscheinlich auch eher selten schlechte EQs/Channelstrips gebaut.

    Zitat von torus


    ... 9V sollte machbar sein, Du musst nur im (oder vor dem) Eingangs-Verstärker den Pegel soweit abschwächen, damit er innerhalb des EQ's nicht an die Grenzen der Versorgungs-Spannung kommt. Dann ist alle gut.

    Für Bass ist das natürlich haarig, was da so an Volt aus dem Kabel kommt ist schon heftig manchmal...

    Gerade aktive Bässe bringen schon richtig hohe Pegel, das weiß ich aus eigener, gelegentlich leidvoller Erfahrung.
    Absenken am Eingang und Anheben am Ausgang wäre natürlich eine Idee; wobei mir sowas doch ein bisschen widerstrebt - je mehr boost am Ende, umso mehr Rauschen.

    Alternativ überlege ich, nur die beiden parametrischen Bänder einzubauen, das ist ja das Wesentliche an diesem zusätzlichen EQ, und ein komplettes Netzteil mit Trafo in ein BB-Gehäuse zu quetschen.

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Kann mir jemand mal gaaaaanz schnell folgende Frage beantworten:

    Kann ich ohne Probleme im Schema unten R28 (direkt vor dem letzten Opamp) gegen ein Poti (als regelbarer Spannungsteiler gegen Masse geschaltet) ersetzen ??
    In einem ersten Versuch konnte ich keine Probleme "hören".
    Welchen Wert sollte das Poti haben?

    [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/gallery/albums/userpics/11058/para-q_stompbox_schematic.jpg]

    Hintergrund meiner Frage ist, dass bei der derzeitigen Spannungsversorgung der letzte Opamp bei starkem Boost in den Frequenzbändern in die Verzerrung kommt, weil sich der gesamte Pegel dann ziemlich stark erhöht. Soviel Pegel braucht man sowieso nicht, also will ich den Volumeregler am Ausgang der Schaltung weglassen und stattdessen einen vor dem letzten Opamp reinsetzen.

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Zitat von Kramusha


    Hat R28 überhaupt eine Wirkung? Der ist doch verglichen mit der Eingangsimpedanz irre klein :-\ Für was wird dieser genutzt?

    Gute Fragen ;D weiß ich auch nicht (leider fehlt mir da der theoretische Background).

    Zitat von Kramusha

    Und hat er überhaupt eine Frequenzbestimmende Wirkung?

    Auf den Frequenzgang wirkt er nicht, so viel weiß ich dann doch ausnahmsweise und hab ich auch getestet.

    Mir geht es bei meiner Frage eher darum, ob ein Poti an dieser Stelle klangliche Auswirkungen haben könnte ...

  • Re: parametrischer EQ - Soundcraft

    Naja, das ist eine nichtinvertierende OPV Schaltung. R28 hat da kaum Effekt (ich glaube, es würde nicht mal weh tun wenn du ihn rausnimmst), eher R23 und R27 zu einem Poti machen und damit die Verstärkung einstellen. Sollte dann ein logarithmisches sein, damit der Einstellbereich besser wird. Oder auch net ^^ Da könntest du probieren, das interessiert mich jetzt.

    Lg Stefan :)

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