passiver bandpass in e-bass

  • hi, ich möchte gern einen passiven bandpassfilter in einen fretlessbass nachrüsten, allerdings hab ich keine ahnung von der schaltung eines filters, zumal ich befürchte, dass der bass hinterher das rauschen anfängt.

    also schon mal danke für ein paar hinweise


    Markus

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: &#039;Das ist technisch unmöglich!&#039; (Peter Ustinov) <br /><br />Zu meiner Galerie? Hier entlang!

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Hallo,

    ich gehe mal wieder meiner Neigung nach, Fragen (vorerst) mit Gegenfragen zu beantworten:

    Was willst du mit dem BP erreichen:

    1. Einen (relativ) breiten Frequ.bereich anheben? Wie breit ist der?
    2. Einen schmalen Bereich anheben (quasi ein "Resonanzfilter")?
    3. Oder gar das Gegenteil: Einen Frequenzbereich dämpfen?

    Soll außerhalb der Bandpaßgrenzen überhaupt was durchkommen?

    fragende Grüße, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    tschuldigung, dass ich hier mal eben so reinplatze, aber wie kann man denn mit ner passiven schaltung nen bereich anheben?

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    also,

    ich will einen schmalen Frequenzbereich (x Hz breit) anheben, das heißt also den rest absenken (soll ja passiv sein), aber nicht vollständig absenken (ca. um 1/3 Lautstärke). Das ganze soll über einen Switch zuschaltbar sein, die centerfrequenz soll über poti einstellbar sein und ein zweiter poti sollte x, also die Breite / Güte des Filters regeln (zwischen 0 und 1000 Hz z.B.)

    Das ganze soll es ermöglichen auch an einem Fretbass slaps gutklingend zu spielen (durch die fehlenden bünde schlägt halt die seite nicht auf die bundstäbe und der sound ist nicht knackig). Zur Zeit realisier ich das mit einem als 11 band Filter mißbrauchten Vocoder (MAM VF 11), das funktioniert sehr zufriedenstellend. Das ganze soll aber etwas einfacher handhabbar sein, damit ich net immer den Vocoder zu irgendwelchen Hinterhofmuggen mitschleppen muss.

    Das ganze erzeugt mir einen Sound, ähnlich dem Sound des Kontrabasses von Stanley Clarke (gesehen bei div. Livekonzerten), der den Sound eben auch durch einen Haufen Filter schickt.

    Eventuell ist aber ein Tiefpass mit regelbaren Cut off besser geeignet dafür, da ich mir mit dem Bandpass ja auch die Bässe wegschneide und der Bass nicht mehr bassig klingt.

    Mmmmh.

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  • Re: passiver bandpass in e-bass

    oh da überschneidet sich ein thementeil, neeee mit passiv geht nur absenken, ist doch klar.


    Moment mal, der Bandpass sollte insgesamt nur ab einer gewissen Frequenz seinen Wirkbereich haben, damit die tiefen Frequenzen immer da sind. Herrje, es wird immer komplizierter.

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  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Zitat von spinatundei


    1) Das ganze soll es ermöglichen auch an einem Fretbass slaps gutklingend zu spielen (durch die fehlenden bünde schlägt halt die seite nicht auf die bundstäbe und der sound ist nicht knackig). [Zur Zeit realisier ich das mit einem als 11 band Filter mißbrauchten Vocoder (MAM VF 11), das funktioniert sehr zufriedenstellend. Das ganze soll aber etwas einfacher handhabbar sein, damit ich net immer den Vocoder zu irgendwelchen Hinterhofmuggen mitschleppen muss. ]
    2) Eventuell ist aber ein Tiefpass mit regelbaren Cut off besser geeignet dafür, da ich mir mit dem Bandpass ja auch die Bässe wegschneide und der Bass nicht mehr bassig klingt.

    Bin kein Bassist also kann es sein das ich das etwas fehlinterpretiere. Ich habe mir auch mal erlaubt in dem Zitat etwas herumzupfuschen damit ich etwas gezielter dadrauf eingehen kann.

    zu 1) Verstehe. Hier fehlt aber ein Sound... Daher wüde ich Aktiv bevorzugen. Natürlich geht auch senken und dann das ganze pushen. Dennoch würde ich auf Aktiv setzen. Bevor ich weiter in die Details gehe, willst Du das in den Bass bauen? Wenn nicht, wieso hast Du das nicht in den Effektbereich gepostet? Weiter will ich hier noch nicht auf die Ausführung eingehen. Eine detaillierte E-Tech. umsetzung werde ich nicht posten. Aber ein Prinzip wie das aussehen könnte.

    [...] MAM VF11 ein "feines" Gerät! Du machst aus dem ein EQ, wieso benutzt Du kein EQ-Treter? Aber das nur mal als Idee nebenbei... (der arme MAM!)

    zu 2) Snappen erzeugt für mich ein metallisches, obertonreichen Klang. Wie willst Du das erreichen wenn Du die Höhen abschneidest?

    OK, nun aber wie ich versuchen würde so was umzusetzen. Wenn Du an einem regelbaren Cut off festhällst wurde ich auf einen Tiefpassfilter (Tiefpassfilter? Ich habe doch unter 2) selber gesagt... Ich weiß! Der Trick kommt noch) von Korg setzten der hier in dem Berreich Musikelektronik gepostet ist (Alternativ einen Para-EQ) oder ohne regelbare Freqs ein EQ.

    Nun würde man einen Peak erzeugen. Wie das mit den EQs geht ist wohl bekannt. Den Filter stellt man auf Resonanz ein. Da das gewünste fehlende Scheppern weder der Resonanz noch dem verstärkten Peak ähnelt würde ich mich dem durch einen Nachgeschalteten Verzerrer annähern und versuchen das reine Scheppern zu synthetisieren.

    Jetzt kommt das was bestimmt schon viele geahnt haben. Das Signal vom Bass wird gesplittet. Ein Teil des Signals wird in die hier beschriebene EQ-DS Sektion geschickt und dem cleanen Signal beigemischt. 8-tung! Der Einsatz des Korg LP erfordert natürlich ein HP Filter damit die Bässe a) nicht gezerrt werden und b) nicht verdoppelt werden.

    Ich selber würde den EQ wählen, Zerren und dann einen Korg LP ansetzen. Durch dessen 24dB klingt das dann sehr hart und metallisch. Und dann das ganze beimixen.

    Nun bleibt nur noch ein Problem falls tatsächlich ein Klang länger anhalten soll. Denn Das Scheppern blebit nicht lange. Dann braucht man noch einen ADSR und einen Trigger... Natürlich wird man auch ohne schon Probleme haben das in einem Bass unterzubringen.


    Es gibt auch noch eine rein natürliche Lösung. Ein Bass mit Bünden kaufen ;D Nene so simpel wollen wir es nicht. Aber wenn man einen Metallwinkel so anbringt das er beim Spiel nicht stört aber die Saiten beim Snappen aufschlagen... Ebenfalls denkbar wäre das diese winkel leicht anzubringen und wieder zu entfernen ist. Ich mache mir aber noch keine gedanken darum wie so eine Halterung aussehen könnte.

    Gruß
    Tim

    dunkelfalke: Genau aber durch meine "kurze" Ausführung warst Du wohl etwas schneller ;)

    Wer unrecht hat und die Klappe hällt ist weise;<br />Wer recht hat und die Klappe hällt ist verheiratet...

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Hallo,
    dunkelfalke:

    Zitat

    tschuldigung, dass ich hier mal eben so reinplatze, aber wie kann man denn mit ner passiven schaltung nen bereich anheben?

    im Prinzip hast du recht, es gibt aber auch Ausnahmen (Resonanzüberhöhung an - passivem - PU)

    spinatundei:

    Da du den "Wunschsound" ja anscheinend mittels Vocoder als EQ hingekriegt hast, könntest du evtl. bezügl. des Frequenzbereiches etwas konkreter werden.

    Diesen f-Bereich "mit Poti" passiv zu verschieben ist nicht.

    Das, was anscheinend dem gewünschten Effekt (und Einstellmöglichkeiten) nahe kommt, wäre eine "state variable filter" (u. a. bei Lemme zu finden). Ist wohl aktiv sowas (4fach OP).

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    aha,

    also tigrars lösung ist mir zu umständlich. Natürlich krieg ich nich den Sound eines bundierten Instruments damit raus, ich such ja auch nen "Stanley Clarke"- Sound, der halt Kontrabass spielt, also auch keine Bünde hat. Wenn ich den richtigen Slapbass will, nehme ich natürlich den Fretbass, aber ich such halt nen anderen Sound, der so ähnlich klingt und beim Slappen aufm Fretless einsteht.

    Also beim Vocoder wird der Sound erzeugt durch den 100 Hz und 225 Hz Kanal, welche ich zur Hälte aufgezogen hab, den 1030 Hz Kanal hab ich voll aufgezogen. Alle anderen 8 Kanäle sind genullt. Bass in den Syntheseeingang und fertig. Klingt sehr geil.

    Ergänzung: EQ-Pedal hab ich schon getestet, liefert mir aber leider nich das gleiche nette Ergebnis, war eher er ernüchternd.

    Hintergrund meiner ganzen Fragerei ist: Bei einem passiven Alembic-Bass (schweineteuer) hab ich so nen Q-Filter (wird übern Poti eingestellt) gesehen. Und da dachte ich halt, bau dir was ähnliches.

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  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Warscheinlich sind die Flanken beim MAM steiler als 6dB...

    Daher entweder mit einem LP von Korg ran (was die Filter können die der Bernd erwähnt hat weiß ich nicht).

    Wenn die Freq Bänder schon feststehen könnte man auch diese 3 Bänder mit aktiven 24dB Filtern, wohlgemerkt dann zwangsweise aktiv (schon alleine nötig um die 4 Filter zu passieren), und Verstärkt das resultat. Um ein Splitten und Mischen kommt man meiner Meinung nach nicht drumherum. Zu Schwach wären die anderen Freqs. Man könnte es aber auch mit nur 12dB versuchen.

    Jedoch heißt das bei 12dB 2xLP + 2xHP pro Band. Also 12 Filter (hört sich tragischer an als es ist denn das sind 24 Bauteile 12 Widerstände und 12 Caps. Bei 24dB verdoppeln sich die Mengen + 1 OpAmp pro Filter, also 24 OpAmps). Hinzu kommt ein Splitter (4Ausgänge= min 4OpAmps) und ein Mixer (4Eingänge= min 3 OpAmps und 4 Potis). Also alles minimalistich betrachtet.

    Wenn ich mal mit meiner Lösung vergleiche kommt beides vom Auffwand ungefähr aufs gleiche heraus. Dennoch wenn Du mit dem Sound zufrieden bist die Du mit dem MAM erhhälst würde ich es so probieren. Andernfalls die Lösung die ich vorher gepostet habe probieren.

    Du hast ja wohl nicht gedacht das es einfach mit 2-3 Bauteilen zu machen ist wenn schon ein gewöhnlicher EQ versagt?

    Gruß
    Tim

    Wer unrecht hat und die Klappe hällt ist weise;<br />Wer recht hat und die Klappe hällt ist verheiratet...

  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Zitat von Tigrar


    Du hast ja wohl nicht gedacht das es einfach mit 2-3 Bauteilen zu machen ist wenn schon ein gewöhnlicher EQ versagt?

    eigentlich schon,

    da ich sowas ähnliches in "echt" schon mal gesehen hab. Leider finde ich nirgends einen Beschaltungsplan des Alembic Persuader.

    Das passt doch niemals alles in das E-fach meines Fretless rein. Herrje.

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  • Re: passiver bandpass in e-bass

    Wenn Du Das mit SMD baust und auf Potis verzichtest (Also auch den Mixer unveränderbar machst) schon. Aber stell Dir mal vor Du müsstest alleine die Regler des MAM, also ohne Elektronik, im Bass unterbringen... Wenn Du allein die 4 Regler des Mixers im Bass unterbrings sieht das bestimmt nicht so toll aus... Dann noch ein An/Aus Schalter (sollte sein)...

    Wieso nicht in einer schönen Box aus dem hiesigen Shop?

    Gruß
    Tim

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