• Re: SLO-PCB

    Hi!
    Vielen Dank schonmal! Ist es so wohl besser? Wieviel Abstand brauche ich denn HV-Masse? In der alten Version waren es ~1,3mm. Jetzt hab ich den Schirmkram abgeschafft, oder ist der eigentlich ganz gut? Thermofallen sind da, mit Cs auf Oberleitung hab ich kein Problem, habs aber auch weitestgehend vermieden.
    Danke nochmal, prost,
    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Sieht besser aus. Nur sind Deine Verschraubungen noch zu nahe an den HV-Leitungen. Denk dran, da kommen noch Schraubenköpfe drauf. Andere Alternative: Plastikklippse. Würde ich aber bei dem Board nicht machen.

    Abstände nach IPC-2221:
    Netzspannung 8mm (woanders habe ich aber auch schon 6,3mm gelesen)
    Sekundärspannungen nach IPC:
    >150V: 1.25 mm
    >300V: 2.5mm <- gilt für Dich. Ich mach aber eher immer 3mm

    Viele Grüße, Marc

    [Blockierte Grafik: http://us1.webpublications.com.au/static/images/articles/i307/30703_7mg.jpg]

  • Re: SLO-PCB

    Moin, Nils,

    Ich hatte gestern abend keine Lust mehr was zu posten. Dafür hat Marc hat ja schon alles zu den Abständen gesagt. Nichts hinzuzufügen :)

    Ich würde die Bauteile, die Du über der Röhrenfassung platziert hast vielleicht doch eher von dort weglegen. Du hast - gerade in dem Bereich - viel Platz auf der Platine. Ich glaube nicht, dass es wahrnehmbare Nachteile hat, wenn die Bauteile neben und nicht auf dem Sockel sitzen. Die Leitungen würden ja trotzdem sehr kurz bleiben. Das eine scheint auch ein Koppel-C zu sein, der läge dann ja auf den Pins der Fassung. Das würde ich sowieso nicht machen.

    Dann hätte ich noch was zu den Schutzdioden an den Relais: nimm dort auf jeden Fall robuste Teile, wie die 1N4007, auch wenn diese sehr überdimensioniert zu sein scheint. Ich hab schon öfters die zu diesem Zweck auch oft verwendete 1N4148 austauschen müssen, weil die einfach gerne mal abraucht. Mit 1N4007 hast Du einfach eine viel höhrere Zuverlässigkeit. Und wir bauen ja einen SLO mit lebenslanger Gaerantie ;D. Ich sag das eigentlich nur, damit Du mal im Layout prüfst, ob da eine 1N4007 reinpasst (die Lötaugen dürften hier sicher etwas größer sein).

    Das gilt eigentlich generell, falls Du die Platine selbst ätzen willst. Du hast zum Teil sehr kleine Lötaugen verwendet. Die sind dann schnell mal weggeätzt oder nach dem Bohren bleibt nicht mehr viel außenrum stehen.

    Viele Grüße,
    Joachim

  • Re: SLO-PCB

    Hi!
    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe! Ich geh also nochmal drüber. Guter Tipp auch mit den Dioden, und vielen Dank für die Liste!
    Bis später,

    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Ich häng Dir mal ein Layout ran, das ich gerade für ein Netzteil gemacht habe.
    Besonderheiten waren die Abstände der Leiterbahnen für HV, Anfahren von radialen BEs nur auf der Unterseite und Sternmasse. Vielleicht hilfts Dir ein wenig. Gerne bin ich da natürlich auch für Verbesserungen offen.

    Viele Grüße, Marc

  • Re: SLO-PCB

    Hi!
    Hm,also ich hätte da gerade nix zu beanstanden :).
    Ich hab mir jetzt mal wieder nen Wolf laygeoutet und hoffe, jetzt ists ok. Zeit zu pennen...
    Ach Joachim, könntest Du mir wohl das Layout Deiner SLO-Netzplatine zur "Inspiration" zur Verfügung stellen? Ich nehme ja auch diese Radial-Elkos.
    Also besten Dank euch nochmal, gute Nacht und bis morgen, sonst nen schönen Sonntag!

    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Moin Nils,

    schick mir mal eine PM mit deiner E-Mail-Adresse.

    Das Layout sieht doch jetzt viel besser aus. Es könnten immer noch ein paar Stellen sein, wo Leitungen zu nahe beieinander sind. Ich hab aber jetzt nicht geprüft, ob dort Hochspannung drauf liegt. Das überlass ich Dir ;D.

    Dann gibt es noch ein paar überlappende Bauteile. Ohne (Platz-)Not würde ich das nicht machen. An der Fassung in der Mitte ist z.B. ein Widerstand der mit dem Sockel überlappt. Natürlich liegen Fassung und Widerstand auf verschiedenen Seiten, aber die Lätstelle des Rs wäre unter dem Sockel. Das ist sicher nicht günstig ;). Auch an den beiden Fassungen daneben gibt es so ein paar Stellen. Und an einigen Cs auf deren Fläche Rs plaziert sind (dort kanns natürlich passen, wenn die Cs klein genung sind).

    An der 2ten und 5ten Fassung von links sind die Masseflächen noch etwas nah an den Pins. Ganz rechts ist auch noch ein Stückchen "herrenlose" Massefläche.

    So, bevor ich jetzt endgültig mit dem kritisieren aufhöre (warum gibt's hier eigentlich keinen Engel-Smiley ;D) würde ich noch empfehlen im "Bestückungsaufdruck" die Bauteilebezeichnungen aufzunehmen. Das macht einem das Leben beim Bestücken und Fehlersuchen (sofern man welche hat ;)) viel leichter.

    Schönen Sonntag allerseits,
    Joachim

  • Re: SLO-PCB

    Sie haben Post :)
    Die Abstände sollten jetzt bei HV überall nicht unter 2,5mm sein, ansonsten nicht unter 1,25, außer vielleicht beim Relais-steur-Kram, aber die 7,4 V werden doch nicht so wählerisch sein... .
    Mit den Überlappungen schau ich nochmal, ich hab das gesamte Layout in den Versionen immer mehr in die Breite gezogen, da könnte ich das sogar raus bekommen. Die Cs über den Rs sind allerdings "nur" optional größere Kathoden Cs, die standardmäßigen 1µ passen. Vielleicht kann ich diese sogar Option auch rauslassen. Was meint ihr, ist das ne sinnvolle Modifikation im SLO, die Kathoden Cs auf 2-3µ zu erhöhen?
    Und zu den Rückflusss-Dioden an den Relais: 1N4001 passen wunderbar, sollten 4007 also auch.
    Soweit, Danke und Grüße,
    Nils

    edit: zu den Masseflächen zu nah an Pins -
    das sind 1,5mm, reicht das bei nicht-HV nicht? Laut Liste oben sollten da 1,25 doch tun, oder?

  • Re: SLO-PCB

    Zitat

    Sie haben Post

    Sie auch ;D

    Zitat

    Was meint ihr, ist das ne sinnvolle Modifikation im SLO, die Kathoden Cs auf 2-3µ zu erhöhen?

    IMHO nein, aber ist Geschmackssache ;)

    Grüße,
    Joachim

  • Re: SLO-PCB

    Der 39k ist aber auch nicht gerade prädestiniert dafür, oder? Ich dachte da eher an die Stufen vorher. Eigentlich sollte son SLO aber auch genuch Gain haben, Andy hat seinen X88 mit ,68µ gebaut.
    Wenn ich nen Kathoden-C erhöhe sollte ich warscheinlich auch den zuständigen Koppel-C verringern, oder?

    Grusz,
    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Hi, zusammen,

    ja, bei dem 39k macht es wenig Sinn, da hierdurch der Gain extrem gesteigert wird. Durch die wechselstromseituge Überbrückung des 39k wird dessen bescheidene Verstärkung ins unermessliche gesteigert - und der von Soldano gewünschte Effekt des Rs gleichzeitig zunichte gemacht.

    Aus meiner Sicht ist der SLO auch kein Amp für die wirklich "bösen" Sounds und auch kein absolutes Gain-Monster. Bei den Kathoden-Cs kenn ich das eigentlich auch eher so, dass die meisten die noch etwas verkleinern. Vielleicht macht es auch mal Sinn an einer Stufe (relativ weit vorne) auch mal Sinn moderat zu vergörßern. Aber wenn man flächendeckend die Kathoden-Cs vergrößert, wird man wohl - mit einem ganz anderen Grundsound zumindest einen Koppel-C im hinteren Bereich drastisch verkleiner müssen.

    Aber warum dann nicht gleich einen Dual Rectifier bauen? ;D ;D ;D ;D ;D

    Grüße,
    Joachim

  • Re: SLO-PCB

    Auf die Gefahr hin, mich hier zum allgemeinen Gespött zu machen: Ich kenne Soldanos (außer vermutungshalber von Platte) nur aus meinem POD 1 :-\! Und die Simu des X88r (und des 2203) ist da mein Favorit, die vom Recto geht so (die vom SLO ist übrigens ziemlich scheiße). Also bau ich mir jetzt nen echten X88/SLO und denke, schlechter als das POD wird der sicher nicht Wobei das POD zum Zuhause spielen/recorden echt gut ist.

    Ich häng übrigens mal den Schaltplan an.

    Gruß,
    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Hallo Nils,

    Zitat

    Ich häng übrigens mal den Schaltplan an.

    ganz oben links im Plan der rechte Umschalter des Relais macht für mich keinen Sinn, da der Mittelkontakt nicht angeschlossen ist.
    Oder deute ich das Schaltsymbol falsch?

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: SLO-PCB

    Zitat von Joachim

    ja, bei dem 39k macht es wenig Sinn, da hierdurch der Gain extrem gesteigert wird. Durch die wechselstromseituge Überbrückung des 39k wird dessen bescheidene Verstärkung ins unermessliche gesteigert - und der von Soldano gewünschte Effekt des Rs gleichzeitig zunichte gemacht.

    War ja nur beim Rumspielen mal ein Versuch, wie gesagt.
    Eigentlich habe ich nur Alternativen zu dem 39k gesucht, da ich die Verstärkung in der ersten Stufe durch 150k an der Anode reduziert habe. Aktuell arbeite ich daher mit 32k anstatt 39k. Interessant ist aber, diesen mal auf 15-20k zu reduzieren. Das gibt schon ein enormes Brett hin, ohne zu matschig zu werden. Allerdings arbeite ich da mitunter auch mit 10n an den Koppel-Cs.

    Folgende Sachen waren auch noch interessant:
    - Brücken des 470k nach der ersten Triode mit 4n7. Gibt ebenfalls etwas mehr Gain. (HP mit 33Hz)
    - Parallel zu den 2k2 an der Kathode im Crunch-Kanal (zumindest beim X88R) einen 0,1uF. Ergibt einen schönen Gain-Boost. -> Koppel-C dann kleiner.
    - Wenn Du einen X88-Crunch-Kanal aufbaust kannst Du mal mit dem 680k spielen. Ich bin da deutlich runter gegangen, allerdings musst Du dann die Koppel-Cs wieder anpassen (bei mir 160k und dafür 47nF).
    - Die Bright-Sachen sind beim X88 nicht so wahnsinnig toll. Warum mal nicht vorm 330k vor dem Master mit nem kleinen C gegen Masse spielen?


    Beim Recto sieh ich irgendwie nicht den großen Unterschied zum SLO (zumindest bei den Plänen die ich habe)
    1. Triode: SLO 1k8 + 1uF an der Kathode, 220k an der Anode, 22nF Koppel-C,
    Recto identisch
    2. Triode: SLO 470k Gridstopper, 1,8k/1uF, 220k, 22nF, U-Teiler 470k/1M, Recto fast identisch (5n an der Anode)
    3. Triode: SLO 39k, 100k/1n, 22nF, 330k gegen Masse, 220k Gridstopper, Recto identisch
    ...
    Unterschied ist IMHO darin, dass beim recto die Kathoden-Cs immer drin sind, die Rs danach aber eben überbrückt werden können. Und die Filterung an den Gain-Potis und am Tonestack ist ein bischen anders. Die grundsätzlich Gain-Erzeugung sieht meiner Meinung nach dann aber doch eher nahezu identisch aus, oder liege ich da daneben? Rein theoretisch dürfte der Recto nach meinem Schaltplan nicht viel mehr Gain bringen als der SLO. Oder wo holt er sich das sonst her?

    Viele Grüße, Marc

  • Re: SLO-PCB

    Hi Marc!

    Zitat

    War ja nur beim Rumspielen mal ein Versuch, wie gesagt.

    War auch kein Vorwurf ;) Ich stimme Dir zu: wenn, dann den R kleiner machen - sogar unter 15k. Ob man diesen Gain braucht, ich glaub's nicht.

    Zitat

    Beim Recto sieh ich irgendwie nicht den großen Unterschied zum SLO

    Stimmt, ich hatte da ein paar dickere Elkos an der Kathode in Erinnerung. Wie man sich täuschen kann ... Aber es ist auf jeden Fall kein Gerücht, dass der SLO Vorlage für den Recto war. Chef-Patentierer Randall "ich hab Angst, dass man mich kopiert" Smith kann halt auch klauen ;D

    Zitat

    Rein theoretisch dürfte der Recto nach meinem Schaltplan nicht viel mehr Gain bringen als der SLO. Oder wo holt er sich das sonst her?

    Eigentlich nicht wirklich. Er klingt aber definitiv anders. Hmmm? Die zwei SLOs, die ich gehört habe, hatten keinen Depth-Regler. Vielleicht lags daran?

    Grüße,
    Joachim

  • Re: SLO-PCB

    Au mann, hier ist jetzt ja richtig was los, da werde ich wohl ein paar Rs und Cs als quasi-SMD einplanen, sonst ists schlecht mit dem Probieren bei PCB. Ist das wohl stabil genug, bei so dicken Bauteilen?

    Grüße,
    Nils

  • Re: SLO-PCB

    Bei unserem letztem Ampfest waren die beiden SLO-Varianten diejenigen Amps, die die Jungs der härteren Fraktion z.T. mehr schätzten als einen VHT. Der snake SLO (Depth) klingt über eine gescheite Box und schön aufgerissen schon ziemlich böse - der andere, kein Depth sondern eher eine Art Sub-Bass-Filter, war ebenfalls ziemlich begehrt . . .

    Den 39k kann man ruhig mal verkleinern, so bis zu 20k ist ok, allerdings sollte man den Gain-Regler dieses Kanals ein wenig modifizieren (z.B. einen kleineren als den 500k nehmen), sonst matscht er (anders als Soldanos, die so ab Stellung 7.5 matschen) so ab Stellung 6.

    Überbrücken würde ich ihn nicht. In 4 stufigen Amps macht eigentlich der Tightheit wegen nur an Stufe 1 und 4 ein Bypass-C Sinn - aber selbstverständlich ist das Geschmackssache . . .

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