@ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

  • Hallo,

    Natürlich sind hier auch alle anderen angesprochen!

    Ich bin auf der suche nach einem Booster für meinen Marshall1974x.

    Nun am glücklichsten bin ich mit dem Röhren-treble Booster von JHS, den ich mal probeweise aufgebaut habe. Nur den komplett neu aufzubauen kostet mich so etwa 80 euro und darauf hab ich im Moment keine lust.

    ->Prinzipiell sollte man ja auch mit Halbleitern sehr gut boosten können.

    Ansätze:

    * Den AMZ Minibooster hab ich mal gebaut, finde ihn auch nicht so schlecht, aber an die Röhre kommt er nicht ran.

    *Mir ist einmal eine schaltung von JHS aufgefallen, die sich

    "Professor KNOX"

    nennt. Prinzipiell ein Mini-booster mit geänderter Eingangsbeschaltung, und einem nachgeschalteten J-Fet "kathodenfolger" also ein sourcefollower. Der Impedanzwandler-Fet wird mit 18V volt betrieben, der Boost mit 9V.

    -> lohnt sich der Aufbau? Wie ist der klang?

    _________

    * Weitere Booster, die ich ins Auge gefasst habe:

    ->Stratoblaster, Anubics Fet-booster (Bf245), SHO, AMZ Mosfetbooster (Fetzer Valve hat mir pers. nicht gefallen), MXR Microamp oder anderer OPV basierender Booster, JHS hat auch mal einen LPB mit 2 Transistoren veröffentlicht...?

    Es gibt ja noch viele andere und mir fehlt der Überblick, welcher lässt sich für so einen "alten" Brit-Amp empfeheln?

    -> vielleicht auch eine eigenentwicklung mit einem Diskreten Differenzverstärker als Quasi-OPV?

    Einziger Wehrmuthstropfen wird wohl sein, dass ich gerne mit modernen Halbleitern arbeiten möchte, also nicht mit Germanium.
    Dafür bin ich aber für alles offen, auch Ics und ähnliches!


    Vielen Dank für eure Hilfe! Als Dank winkt bei Erfolg evtl. ein Nachbauprojekt mit kompletter Doku und Layout!

    GRüße

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Vintage hin, Vintage her, entweder nicht verändern oder modden, das musst du selber entscheiden.

    Wenn du dem Amp nicht mehr verkaufen willst, dann benutze die Röhre vom Tremolo (wenn du darauf verzichten kannst) für einen fest integrierten Treblebooster.

    Generell ist ein guter Treblebooster die richtige Wahl, (evt. reicht schon ein normaler Booster mit leichter Bassabschwächung, ähnlich dem BMay TB) bei einem fullrange Booster wird man sonst vom Bass erschlagen, der Amp ist ja baugleich mit dem WEM Dominator, oder eigentlich ein Marshall/VOX ohne Brilliant Kanal.

    Booster sind wie ODs, da muss man immer noch ein wenig finetuning betreiben, egal ob mit IC, Transen oder FETs gearbeitet wird.

    ICs reagieren mMn nicht dynamisch genug, FETs sind eigentlich die beste Anternative zu Röhren.

    Die 18V für den Knox erhält man durch eine Charge Pump oder zwei 9V Batterien, die sollten bei der geringen Stromvaufnahme min. 1-2 Jahre halten. Eine gute Alternative ist auch der Dumble-Booster, den kann man fest in den Amp einbauen (evt. muss der Ausgangskondensator angespasst werden).

    Den Röhrentreblebooster kann man auch mittels FETs (aber 2N5054 sollten es dann schon sein) emulieren, das sollte auch mit 9V funktionieren, das könntest du erst einmal breadboarden und austesten.

    Jürgen


    Jürgen

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    servus

    ich glaub er hat die version ohne tremolo ?

    also ich würd mal den fetzer valve probiern , einer der wenigen "zerrer" die ziemlich ampverzerrung klingen .

    mich wunderts dass dein 18watt net klingt , muss ich mir echt mal angucken ;)

    der neue 1974X klingt wahnsinn und ich werd den versuchen 1 zu 1 nachzubauen mit paar anderen bauteilen .

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Habe einen 1970-er Superbass, gemodded zu Superlead.
    Mir gefällt der MXR 6 Band EQ gut, Vorteil: Du kannst Dir den Boost Bereich genau aussuchen. Außerdem 18 Db Boost, Klingt bei mir sehr gut.
    Es gab gerade den Schaltplan im Ami Forum.


    Eddie

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    is das der blaue ??
    den gibts öfters bei ebay , tolles teil

    ich hab den behringer der is auch net schlecht aber klapprig

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Hallo

    Es geht hier um meinen eigenbau 18W...nichts orgninales also!

    Ich habe hier nur "Marshall 1974x" geschrieben damit auch jeder weiss, um was für einen AMP es sich handelt. (Es handelt sich um den AMP in meiner signatur, auch zu finden in der Galerie)

    Ich hab den Amp ohne tremolo-kanal gebaut! Und ein neues Loch setz ich darein auch ganz bestimmt nicht, dann kann ich ja gleich einen TMB bauen.

    Also möchte ich gerne einen externen Booster, den ich dann evtl. auch für andere Amps verwenden möchte.
    ------

    Die Stromversorgung des Professor Knox sehe ich erstmal unkritisch, werde warscheinlich sowiso ein Netzgerät integrieren.

    Wichtig zu wissen wäre ob sich der bau eines Professor Knox lohnt...natürlich wegen des Klanges!

    -----

    Ich werde mal nach "Dumble" Booster schauen.....oder ist das der Robert-booster mit dem NTExx J-FET?

    ----

    Danke für den EQ Schaltplan, Leider möchte ich eine möglicht simple lösung, dass heisst Ein max zwei Regler und gut.

    --------

    Der AMp klingt super, dass er mir gerade nicht so gefällt liegt wohl an meinem neuen emminence V12.

    _________

    Im Moment bin ich noch dabei mir einen Röhren-Treble Boost zusammenzustricken, nach dem Vorbild von JHS. Das Ganze wird dann genausogroß wie das Topteil nur flacher, und wird einfach untendrunter gestellt. Der Vorteil hiervon ist, dass ich einen externen Fussschalter verwenden kann und die Signalwege kurz bleiben. Der Booster kriegt den selben Aufbau wie mein 18W, also eine schöne Mischung aus Lötleiste und Platine!

    _________

    trotzdem bin ich stark an einer einfachen Lösung mit Fets interressiert, der Aufwand von den Kosten und der Bauzeit ist natürlich geringer!

    Vielen Dank!

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    servus

    hau den eminence raus und besorg dir nen g12H / greenback oder nen jensen p12 oder nen weber.

    die eminence sind net schlecht aber für so nen puristischen amp sicher net .

    wir können uns auch mal treffen , hab nen alten g12h inner box zum probieren

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Zitat von Black_Chicken


    ...
    Nun am glücklichsten bin ich mit dem Röhren-treble Booster von JHS, den ich mal probeweise aufgebaut habe.
    ...

    Hi,

    @Black_Chicken/@JHS:
    Von welcher Schaltung sprecht ihr da? Gibt es dazu einen konkreten Schaltplan hab mit der SuFu leider nix gefunden ???

    thx

    mfg Patrick

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Hallo

    Hier also der Schaltplan, vielleicht hat ja jemand noch verbesserungsvorschläge.

    Anmerkungen:

    * Schalter 3 sitzt an der Frontplatte und wird in der regel nicht oft betätigt, auch nicht während dem Spiel, knacken is hier wurscht.

    * Relais 1 und 4 sind wegen meines internen Layouts getrennt.

    * die Beiden Volumepotis sind umschaltbar, um 2 stufen des Boosts zu haben. Wenn ich schon mir die Mühe mach, ist dass auch kein aufwand mehr.

    Frage:

    -> wie siehts aus mit schaltknacken bei der Umschaltung der Volume-Potis?

    Eigentlich sollte das signal hier schon recht stark sein, zudem ist die Ausgangsimpedanz der parallelen Trioden recht gering (dürfte so bei 50k liegen)-> kann es trotzdem Probleme geben?

    -> Die True-Bypass schaltung ist in der regel Plopp-frei, oder?

    Danke für eure Hilfe!

    Gruß

    PS: ich bin immer noch für Vorschläge mit Halbleitern Dankbar!

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Hi,

    Geräuschlos wirste die Umschaltung nicht hinbekommen. Auserdem beeinflussen sich die beiden Vol Potis. Eleganter ist es Anfang und Schleifer zusammen umzuschalten. Erfordert natürlich einen Kontakt mehr.#

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Danke Uwe! daran hab ich ja noch gar nicht gedacht!

    wie liesse sich das ganze halbwegs Knackfrei gestalten?

    -> Bis jetzt habe ich UF-dioden über den relais-spulen geplant.
    -> Die Üblichen 2M2 am Schaltkontackt gegen Masse würden die Schaltung erheblich mit beiflussen, oder? Schliesslich liegt der R dann parallel zu den potis.

    Ich habe vor mit Finder 24V relais zu arbeiten.

    Danke für eure Hilfe!


    EDIT habe oben den korrigierten schaltplan angehängt!

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Hallo,

    hab mir die Schaltung auch angesehen und gleich ein paar Verständnisfragen:

    C1/R4 sorgt doch für eine Höhenabsenkung ab ca. 3,4 kHz. Ist das Absicht?
    Ich weiß nicht, was für einen Frequenzgang ein TBB hat/haben sollte - ich komme aus der Ecke wo alles linear sein soll ;)

    Warum hast du R6 noch am Ende eingefügt? Er bildet ja mit dem Eingangswiderstand des Amps noch einen Spannungsteiler und könnte - je nach Amp - zu Pegelunterschieden zwischen Boost und Bypass führen.
    Auch würde ich nicht so gerne so hochohmig aus einem Effekt rausgehen, oder ist das Teil im Amp eingebaut?

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Black_Chicken

    Den Booster habe ich leicht modifiziert, der Schalter für die Koppel-Cs ist jetzt vom Gleichtrom der Röhre entkoppelt, das muss ja beim Schalten fürchterlich geknallt haben... ;D

    Jürgen

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Zitat von Black_Chicken


    ...Hier also der Schaltplan...

    Ah super Danke.

    Aber eine Frage hätte ich da noch, vielleicht is es auch klar oder ich hab da was übersehen, aber wie hoch ist die Versorgungsspannung eigentlich gedacht?

    mfg Patrick

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Hallo nochmal.....


    -> Es handelt sich erstmal nur um einen Schaltungs-ENTWURF!

    Ich betreibe schon seit längerem einen Anderen mit der gleichen Grundschaltung, wie bei diesem.


    @Lmkv:

    Das was du gezeichnet hast ist doch eigentlich das Gleiche, wie ich's im zweiten Anlauf präsentiert habe? (kann auch sein, dass ich zu dieser späten Stunde etwas dusslig im Kopp bin).

    Bernd:

    Als ich die Schaltung das erste mal aufgebaut habe, hatte ich noch keine ahnung von Röhren, zwar von Frequenzpässen, aber nicht in Röhrenschaltungen->sprich ich hab mich überhaupt nicht darum gekümmert das nachzurechnen und es klingt sehr gut.
    Bei meinem Aufbau habe ich allerdings einen 330pF für C1 verwendet.

    Ehrlich gesagt, hab ich den 470k Widerstand am Ausgang erstmal vorsorglich eingezeichnet, der war eher auf experimenteller Basis.

    JHS:

    Ja an die Gleichstromverhältnisse habe ich auch schon gedacht. Danke für den Hinweis.

    Dass der Truebypass auf 2 Relais aufgeteilt war, war wegen dem endgültigen Aufbau so geplant-spricht etwas dagegen?

    Deine eingezeichneten 2M2 Widerstände stellen ja prinzipiell nur eine sehr geringe Last für die Triode dar, allerdings ist ja jeweils 1 2M2 zum Poti parallelgeschaltet, was die Last wieder etwas erhöht.
    -> die 2M2 werden bei manueller Umschaltung, also nicht während des Spiels, eher nicht benötigt? Oder ist der Einfluss auf die Schaltung vergleichsweise sehr gering?

    Mein Ursprünglicher Gedanke für die Beschaltung der Potis war, dass ich eines für weniger Output und eines für mehr haben möchte. Deswegen die Unterschiedlichen Poti-Werte. Der Reihenwiderstand zu beiden Potis sollte die Last für die Triode verringern und gleichzeitig als Spannungsteiler fungieren, um den Regelbereich der Potis einzuschräken.
    -> mit einer Versorgungspannung von 250-300V sollte die Triode eine recht hohe Spannungsverstärkung besitzen, dabei benötige ich nur 2-5 Fach maximal (ist jetzt mal geschätzt). Ich möchte deswegen von beiden potis nicht nur 1/10-tel des Regelwegs verwenden, deswegen die Einschräkung.

    Wenn beide Potis permanent parallel verdrahtet sind, und per Relais nur zwischen den Schleifern gewählt wird, dann wird doch die Last für die Triode erhöht oder? Dient diese Maßnahme einer Knack-freien Umschaltung?

    Abschliessendnoch die Frage, welchen Sinn der Serienwiederstand nach dem Poti eigentlich hat? Ist er nicht Nachteilhaft?


    Vielen Dank für Eure Hilfe und Input!

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    hallo,
    mir fällt der 1-meg eingangswiderstand auf. das ist zwar die übliche größe für die erste stufe in einem röhrenamp, aber der "vater" der treblebooster, der rangemaster, hat hier deutlich kleinere werte. damit wird die resonanzspitze der angeschlossenen pickups gekappt. nicht zuletzt das macht ja das typische soundverhalten eines treblebooster aus?
    ist das jetzt hier absicht, das nicht zu machen?
    grüße, robert

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    @Robert
    Ist halt 'ne Röhrenschaltung und der RM halt nicht.

    Black_Chicken

    Die Röhre wird daduch nicht beeinflusst, die Toleranz von Koppelkondensator hat mehr Einfluss auf den Sound.

    Die Koppelwiderstände habe ich an die mittleren Pinne vom Poti gelegt, die Potis kann man dadurch weiter aufdrehen.

    Über den Anodenwiderstand muss der Output noch an den Verstärkereingang angespasst werden, die 1M Potis sollten ca. 3/4 aufgedreht sein.

    Für unterschiedliche Lautstärken der "2 Kanäle" kann man einen der Koppelwiderstände noch leicht verändern.

    Alles zwischen 200-400V DC ist OK, je höher die Spannung, desto grösser ist die Dynamik der Schaltung.

    Das Finetuning vom Sound wird dann über den Kathodenbypasskondensator durchgeführt, ein 100n parallel zum 25uF sorgt für klarere Höhen, 25 uF ist eigentlich schon zu gross, 2,2 uF reichen aus, die Stufe muss doch keine Bässe übertragen, für eine Gitarre reicht eine Grenzfequenz von 60Hz.

    Alternativ kann man auch eine 2,7K/1uF Kombination wählen und die Anodenkoppelkondensatoren erhöhen.

    Schau dir einmal den Schaltplan vom neuen Laney Amp G100 an, der hat einen zuschaltbaren Treblebooster vor der Marshallvorstufe.

    Jürgen

  • Re: @ JHS: Booster-schaltungen für Marshall 1974x

    Danke JHS!

    Werde mir den laney G100 zu gemüte führen.


    Im Moment lieg ich bei einer Versorgungsspannung von etwa 300V.

    Für das kathoden-Netzwerk habe ich ja einen 1,5µ Folienkondensator vorgesehen. Hat bei meinem Versuchsaufbau sehr gut funktionert. Generell möchte ich Elkos vermeiden.

    Werde die Frequenzpässe mal durchrechnen. Auch die beiden Koppelkondensatoren sind noch experimentell, fest steht jedenfalls der 2n2, wegen des "treble"-boost.

    Danke für den hinweis mit dem Anodenwiderstand, ich werde evtl. mal einen 60k versuchen, allerdings, befindet sich ja der Anodenwiederstand für ein Triodensystme weit auuserhalb der üblichen Werte (2x Ri).


    Wegen dem Kathodenwiderstand:

    wenn der R noch wesentlich weiter erhöht bewege ich mich ja innerhalb der Kennlienie immer weiter nach aussen, und zur höheren Gittervorspannung hin.
    Ich denke das ein Teil des guten sounds, wie auch bei der 18W Vorstufe durch den relativ "heissen" Arbeitspunkt entsteht.
    Trotzdem werde ich gegebenenfalls einen 2k2 oder 2k7 testen.

    Eine Frage am Rande:

    Was bringt es mir, wenn ich die untere Grenzfrquenz mit dem Kathodenkondensator (zB 22µ) extrem tief setze, wenn ich nachträglich sowiso den Bassbereich mit einem 2n2 Koppelkondensator beschneide?

    Bringt es irgendwelche klanglichen Vorteile?

    Grüße

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