• Tach!
    Der Andy sagte, der Einschleifweg des SLO ist großer Mist, ich soll das lieber richtig machen mit zwei Röhren. Wozu so viele Röhren?
    Der hier hat doch auch bloß eine.
    Ansonsten: Was spricht gegen einen Effektweg mit ICs/Transen, wenn er sich aus dem Signalweg nehmen lässt? Die eingeschleiften Geräte haben doch sowieso Sand drin, wozu da der Aufwand?

    Gruß,
    Nils

  • Re: Effektweg

    Hi Nils,

    mit ICs geht's auch, schau Dir mal Peter's Variante an. Eine OP-Amp-Fx sollte man aber meiner Meinung nach komplett True-Bypass schalten können, damit im Normalfall kein Sand in Signalweg ist.

    Aber schau mal in die Anlage. Gleiche Firma, wie der von Dir gepostete Plan, aber meiner Meinung nach viel flexibler.

    Gruß,
    Joachim

    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: Effektweg

    Gut, regelbar parallel, das werde ich vielleicht auch so machen, danke! Der vom SLO ist rein seriell, nicht regelbar, aber das ist ja standard. Ist sonst irgendwas damit faul?
    [Blockierte Grafik: http://kerub-rock.de/kram/slo_fx-loop.PNG]
    Ansonsten, ein Effektweg mit 2 Röhren wie Andy ihn vorgeschlagen hat (oder gab ich was verrafft?), ist das sinnig?
    edit:
    wozu wird das beim Trem-O-Verb mit LDRs geschaltet? Das besorgen doch die Buchsen für einen?!

    Nils

  • Re: Effektweg

    Zitat

    Der vom SLO ist rein seriell, nicht regelbar, aber das ist ja standard. Ist sonst irgendwas damit faul?

    IMHO nicht. Nur die fehlende Regelbarkeit sehe ich als Nachteil. Manche Leute kritisieren den doppelten Kathodenfolger, andere sagen, gerade das macht den Sound des SLOs ;).

    Zitat

    wozu wird das beim Trem-O-Verb mit LDRs geschaltet? Das besorgen doch die Buchsen für einen?!

    Nicht ganz. Der Mix-Regler wird damit umgangen. Sonst wäre das Amp-Signal auch ohne Effekte von der Stellung des Reglers abhängig. Ich hätte aber auch den Sendregler umgangen. Soweit ich mich erinnere, ist beim Tremoverb der Effekweg schaltbar, das wäre auch ein Grund für die LDRs.

    Zitat

    Der Andy sagte, der Einschleifweg des SLO ist großer Mist, ich soll das lieber richtig machen mit zwei Röhren. Wozu so viele Röhren?

    Wirklich mit zwei Röhren? Da muß ich passen. Andy? Aaaaaaaandy!!! ;D ;D ;D

    Gruß,
    Joachim

  • Re: Effektweg

    Also ich denke mal, der Effektweg des Trem-O-Verb wird schon ok sein.
    Dass die zwei Kathodenfolger den Sound des Slo AUSMACHEN, halte ich für großen Keeese, gibt schließlich auch SLOs ohne einen solchen.
    Dass der Effektweg den Klang beeinflusst, davon gehe ich aus, (soweit ich weiß sagt Soldano, der Effektweg würde die Dynamik einschränken), daher möchte ich ihn auch überbrücken, wenn er nicht benutzt wird.

    Gruß,
    Nils

  • Re: Effektweg

    Hai,

    hab' doch nie was von 2 Röhren gesagt ;) (s. anderer Thread).

    Was mir am SLO-Effektweg nicht gefällt ist, dass die Klanregelung dahinter sitzt (aus meiner Sicht muß ein EQ sich am Send auswirken, falls jemand mal "aus-branchen" will) und dass der Pegel viel zu hoch ist - beim "Umrödeln auf leise" muß man dann an der folgenden Stufe den Katoden-C, der eigentlich klangformend wirkt austauschen...

    Meine weiteren Infos zum Effektweg beziehen sich allerdings auf Aussagen eines SLO-Verrückten - ich selbst habe nur so was ähnliches (seit gestern übrigens mal wieder mit den "stock"-Bauteilen bestückt...).

    Einen Effektweg baue ich mit einer Standard ECC83 (aus Faulheit, weil der Rest halt auch ECC83 ist) wie im Anhang... ein regelbarer Send (Trimmpoti im Amp) und eine Fender-Eingangsstufe als Aufholverstärker. Ich nehme keinen Katodenfolger, weil ich sonst das Signal einmal um 180° drehe und das hat schon zu Problemem geführt. Die 22nF-Kondensatoren könnte man auch etwas erhöhen... Auf jeden Fall läuft der Amp so prima!

    Gruß

    Andy

    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: Effektweg

    Oha, da hab ich wieder neue Fragen:
    1. warum macht Phasendreher/Kathodenfolger Probleme?
    2. Du benutzt einen 50k regler für die Mitten, erweitert das den Regelbereich?
    3. Was bringt erhöhen der 22nF? Mehr Bässe? Habm wolln!

    Auf die 2 Röhren bin ich gekommen, weil Du sagtest, ich solle eine zusätzlcihe Röhre verbauen

    Zitat von Andy


    Wenn Du allerdings ohnehin neue Boards machst und "Deine" Ideen einbringst, rate ich erstmal zu einem "richtigen" Effektweg und nicht zu so einer Krücke wie im Original -> also eine Röhre mehr verbauen...


    ::)

    Nils

  • Re: Effektweg

    Zitat von sleen


    Oha, da hab ich wieder neue Fragen:
    1. warum macht Phasendreher/Kathodenfolger Probleme?
    2. Du benutzt einen 50k regler für die Mitten, erweitert das den Regelbereich?
    3. Was bringt erhöhen der 22nF? Mehr Bässe? Habm wolln!

    Hi,

    (1) es hat trotz sorgfältiger Schirmung angefangen zu schwingen - habe das dann nicht näher untersucht, irgendwie war's für mich "schlüssig" beim Einbau einer zusätzlichen Röhre die Phasenlage halt nicht zu drehen

    (2) Der erweitert tatsächlich den Regelbereich etwas - braucht man aber nicht wirklich (habe bei den letzten Operationen auch immer vergessen, den mal auszutauschen oder 47k drüberzulöten...)

    (3) Ganau - nur ob man das will oder braucht ist halt fraglich - hatte bei Umbau nix anderes da und hab' deshalb 22nF genommen...

    Gruß

    Andy

  • Re: Effektweg

    Hallo frohe Einschleifgemeinde !

    Joachim
    Mein Fx ist mit Beipaß eingebaut :D

    Parallel-FX ist gut zum Mischen, ein Noisegate funzt da aber leider nicht. :(

    sleen
    Sicher sitzt in allen Loops der Sandstrand aus dem halben Conradkatalog.
    Deshalb habe ich persönlich damit auch kein Problem, wenn man gute OP's verwendet.

    Phasendrehung von drei aufeinanderfolgenden Stufen erfüllt die Generatorbedingung !!!
    Auf Turrets oder Lötleisten kriegt man das aber meistens durch Leitungsverschiebung gebacken. Auf PCB ist manchmal das komplette Board versaut.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: Effektweg

    Zitat von Rockopa58


    Phasendrehung von drei aufeinanderfolgenden Stufen erfüllt die Generatorbedingung !!!
    Auf Turrets oder Lötleisten kriegt man das aber meistens durch Leitungsverschiebung gebacken. Auf PCB ist manchmal das komplette Board versaut.


    Schnall ich nicht so ganz. Generatorbedingung? Leitungsverschiebung? Board versaut?
    ???
    Gruß,
    Nils

  • Re: Effektweg

    1. Generatorbedingung:

    Nach drei Stufen Phasendrehung hast Du wieder die Phasenlage des Eingangssignals der ersten Stufe erreicht.
    Kommst Du mit den Ausgangsleitungen der dritten Stufe den Eingangsleitungen der ersten Stufe zu nahe speist Du dieses Signal wieder phasenrichtig nach und erhäst einen Generator ( Das Gebilde schwingt).
    Rückkopplungspfeifen wäre das Ergebnis. :(

    2. Leitungsverschiebung:

    Bei Verdrahtung von Turrets oder Lötleisten kannst Du die einzelnen Leitungsführungen verändern = verschieben und dadurch aus der Rückkoppelung herauskommen. :)

    3.Board versaut:

    Auf einem PCB kannst Du natürlich keine Leitunsverlegung mehr ändern. Also wenn pfeift -> Beerdigung :(

    Hoffe, das war verständlicher

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: Effektweg

    Jau, danke!
    Allerdings,
    1. wieso drei Stufen zur original-Phasenlage ???
    2. dreht denn der Kathodenfolger? Ich dachte der lässt wie ist und "normal" (Bez. fällt mir gerade nicht ein) dreht 180° - also 2 Stufen->original-Phi.

    Da bin ich jetzt verwirrt...

    Nils

  • Re: Effektweg

    Hallo, Peter,

    Zitat

    Joachim
    Mein Fx ist mit Beipaß eingebaut :D

    nichts anderes hab ich erwartet ;). Wollt's eigentlich nur nochmal zur Sicherheit erwähnen.

    Grüße nach HH,
    Joachim

  • Re: Effektweg

    So wie der FX-Weg im SLO eingebaut ist, trägt er zum Sound (in der Hauptsache durch Kompression) bei. Eine Modifikation ist jedoch (pegeltechnisch) leicht: ein 1k über den 2k2 an der Kathode der ersten und ein 1µF über die zweite behebt den Mangel des zu heißen Signals. Wird dann 0dB. Die Position bleibt logischerweise unverändert . . .

  • Re: Effektweg

    Also meinst Du, Soldano hat wegen dieser Kompression ganz bewusst den EQ hinter den Effektweg gelegt? Kompression nach der Zerre ist eigentlich ne sehr feine Sache, sollte ich vielleicht dabei belassen. Bin nämlich dabei, mir nen kleinen Soldano/Mesa-Bastard zusammen zu schustern...

    Nils

  • Re: Effektweg

    Neeee - der Ur-SLO hatte gar keinen Loop, aber Ende der 80er wollte halt jeder einen haben, und so hat der Mike halt einen "stock" eingebaut. Da der Amp schon damals sehr teuer war (und ihn sich eigentlich nur Profis leisten konnten - in D sowieso) hat er einen mit +4dB Level genommen. Die damaligen FX-Gerätschaten professioneller Natur liefen halt mit +4dB. Nun ja, heute eigentlich nicht mehr wirklich ein Problem, da ja seit Rocktron alles den Eingangs- und Ausgangspegel regeln lässt.
    Je nachdem was Du reinhängen willst kannst Du doch die Anleihe bei Mesa machen - oder gar einfach einen Interrupt-Loop nehmen. Du verlierst zwar Signal, aber da er Loop sowieso seriell ist kann es Dir auf Grund der AD-Wandlung doch sche*ssegal sein, ob das Signal wieder im FX verstärkt wird oder das eine Röhre übernimmt.
    Ich weiß, hört sich vielleicht überpragmatisch an, ist aber so ;D

  • Re: Effektweg

    Bin mir nichma sicher, ob ich überhaupt nen Effektweg haben will, unbedingt BRAUCHEN tu ich ihn nich, jedenfalls bisher.
    Bin am überlegen, ob ich nicht einen OP-betriebenen, überbrückbaren Effektweg nehme und die Röhre lieber dem Crunch-Kanal spendiere. Dann könnte ich mir ein wenig Relais-Schalterei sparen, ich hab nämlich 2 EQs vorgesehen.
    Aber so ein OP braucht schon richtig stabilisierte Spannung, da reicht das bißchen Sieben ausm Footswitch-Kreis nicht, oder?

    Gruß,
    Nils

  • Re: Effektweg

    Hallo,

    Zitat

    Aber so ein OP braucht schon richtig stabilisierte Spannung, da reicht das bißchen Sieben ausm Footswitch-Kreis nicht, oder?

    hab mir zwar den Thread durchgelesen, aber nix konkretes gefunden.
    Deshalb allgemein:

    Man sollte in einem Amp nicht die übliche "Bodentreteropampbeschaltung mit 9V und künstlichem Mittelpunkt (Vbias)" verwenden.

    Gut zu wissen wäre, welche Pegel zu verarbeiten sind. Da wirst du wahrscheinlich mit den gesplitteten 9 V nicht genug Headroom haben.
    +/-12 bis 15 V ist bei solchen FX-loop Einheiten durchaus üblich.
    Dazu würde eine Trafowicklung mit 10...15 V / 50...100 mA reichen.

    Zum Glätten reichen i. A. zusätzliche RC-Glieder evtl. plus Zenerdioden (findet man in vielen Kauf-Amps).

    Die Versorgung könnte man auch durch einen winzigen ;) 3VA Printtrafo auf der FX-Platine lösen...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Effektweg

    Ich hab nen zusätzlichen drin, versorge aber auch noch Hall, Switching und LED'S. Wenn Dein Trafo nochne freie Biaswicklung hat, kannste die doch mißbrauchen. ;) für einen Doppel-OP kannste notfalls auch was über Villard, ala Andy, zusdammenschustern. Da lohnt kaum ein extra Trafo.

    Aber 2x12 Volt solltest Du ihm schon spendieren, um ein SLO-ähnliches Signal nicht zu begrenzen. Besser wären zwar 2x15, aber die wirst Du aus dem Heizungsgerödel nicht ordentlich hinkriegen denke ich.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

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