Acetonbehandlung von Speakern???

  • Hallo!

    Ich hab mal irgendwo in Verbindung von Weber Speakern etwas über eine "Aceton" Methode gehört. Da soll angeblich der Speaker mit Aceton bestrichen werden.
    Weiß jemand, was es damit auf sich hat und was es am Ton verbessert. Schon mal jemand gemacht?

    Danke, Gruß,
    Stefan

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    denk mal dass es die mebran aushärtet und somit für einen sauberen Klang sorgen kann, bzw die resonanzfrequenz nach unten verschiebt
    Wohlgemerkt kann

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    aceton ist ein lösungsmittel das sofort wieder verdunstet (siedepunkt ca 40°). ich weiss nicht was das bringen soll (außer die hütte vollstinken). da kannst auch den speaker mit wasser einpinseln und warten bis es trocke ist (dauert nur länger).
    ich würde damit auf keinen fall an kunststoff oder gummiteile gehen...

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    ohh
    wenns gleich wieder verdunstet stimmt das was ich oben gesagt habe auf gar keinen Fall
    Steht da wo du das gelesen hast nicht, wofür das gut ist?

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    Bei der Acetonbehandlung geht es genauso wie beim "Einbrummen" eines LS darum, die Zeit zu verkürzen, bis ein neuer LS nicht mehr neu klingt. Wenn man zwei identische LS hört, von denen der ein brandneu ist, der andere eingespielt (lange und intensiv), hört man einen deutlichen Klangunterschied und das leider zuungunsten des neuen :(
    Gruß,
    Martin

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    Hallo,

    im HiFi DIY Bereich gibts Leute, die die Membranen "beschichten", teils mit sauteuren "Voodoo-Tinkturen", teils mit "Baumarktkram".

    Das soll - wenns mans mal wissenschaftlich sieht - zwei Effekte haben:

    Durch die Beschichtung erhöht sich die Masse der Membran und damit ändern sich die TSP, fres erniedrigt sich (etwas).

    Durch die Beschichtung erhofft man sich eine "Versteifung" der Membran, was frühes Aufbrechen in sog. Partialschwingungen verhindern soll.

    Die Behandlung nur mit einem Lösungsmittel ohne sonstige Inhaltsstoffe - wie z. B. Aceton (das war früher Hauptbestandteil von Nagellackentferner, Mädels :D) ist mir nicht bekannt.
    Das könnte natürlich zum kurzfristigen "Aufschwämmen" von Pappmembranen (und sofortigem Auflösen/Zerstören von manchen Kunststoffmembranen) führen und nach dem Verdunsten eine andere "Materialstruktur" hinterlassen, wie sich das klanglich auswirkt kann ich aber nicht sagen. Vielleicht opfert ja jemand einfach mal n'guten Celestion 12" ;D

    Bei Git.-LS, deren geprägte Sicke ja oft aus dem gleichen Material wie die Membran ist (manchmal nur zusätzlich beschichtet), kann ein Behandeln der Sicke mit solchen Lösungsmitteln mit einem Ablösen der Sicke vom Korb "gedankt" werden.

    Also, wer's mal probieren will... ;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    ... eben. ich würd so n experiment auch ned machen... das is doch eh nur was für die "graswachsenhören" fraktion.

    ich mach dann lieber einfach bissel lauter ;D

    (meine Meinung)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    Ganz soviel Voodoo ist es dann doch nicht ;)
    Im Prinzip wollen viele halt einen Lautsprecher, der nicht "hart" und "spitz" klingt sondern "weich" und "rund" (Ich schreibe deshalb die Anführungen, weil diese Begriffe eben doch ziemlich subjektiv sind). Deshalb suchen viele (und kaufen z.B. bei Ebay) alte LS, das Risiko ist dabei eben nur, dass der LS so alt und so "ausgelatscht" ist, dass er überhaupt nicht mehr klingt :(
    Diese Klangveränderung ist auch messbar und kommt eben durch die Veänderung der Pappmembran und der Pappsicke. Ich habe z.B. auch eine 4x12" mit Greenbacks aus den 70ern, die deutlich anders klingen als neue Greenbacks, obwohl das Material identisch ist!
    Zum schnellen "Altern" von LS gibt es zwei Methoden, entweder physikalisch (Gitarre von CD über den LS bei 70-80% Belastbarkeit oder 50Hz über Regel- und Trenntrafo auf den LS und das Ganze mehrere Tage) oder chemisch (mit Lösungsmitteln). Da ich das zweite nur theorethisch kenne, kann ich nichts dazu sagen, ausser dass meine Weber auch "vorbehandelt" sind und gut klingen ;D
    Gruß,
    Martin

    PS mit dem Beschichten von Membranen hat das nix zu tun, das machen nur die HiFi freaks ;)

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    das mit den greenbacks kann ich absolut unterschreiben: hab ne box aus den 60er 70ern und hatte eine so um baujahr 1990 (1. reissue welle) beide greenbacks.
    die alte box klingt weich und rund.
    und die neuere klang auch nach jahren hart und spitz.

    (um mal martins terminologie zu folgen ;D ;D)

    klangunterschiede wie tag und nacht!

    aber ich würd trotzdem nur mechanisch ran gehn um nen speaker zu "agen". because thats what they were made for!

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    hmm..

    ich halte das für nen Mythos das gab es damal sim Car Hifi Bereich... streich den Membran mit Lackfarbe also härte ihn (macht nur sinn bei Pappmembrane) und du bekommst härter Bässe... naja gemerkt hat mann es nicht aber unter Laborbedinungen tut sich da bestimmt was, weil die Membrane härter und schwerer wird.

    BdN

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    naja, theoretisch kann es schon sein, dass Aceton, auch wenn es hinterher wieder vollständig verdunstet, die Struktur der Papiermembran verändert, da es ähnlich polar ist wie Cellulose aus der die Papiermempran ja besteht. In wie weit das den Sound beeinflusst kann ich aber auch nicht sagen. Bei einem Speaker, der 120 öcken gekostet hat würde ich persöhnlich das aber nicht ausprobieren.

    gruß Felix

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    Also ich geh mal davon aus, dass Ted Weber sein Handwerk versteht und keinen Mist verbreitete... ;D

    Ich habe Herrn Weber direkt angemailt, ob dieses Treatment auch bei meinen Speakern machbar wäre, die Antwort war ja.

    Ich werde es durchführen und danach berichten...

    Grüße,
    Stefan

  • Re: Acetonbehandlung von Speakern???

    Das Ganze hat den Sinn, die Aufhängung des Lautsprecherchassis weicher zu machen. Neue Lautsprecher, und da besonders die hart aufgehängten, zu denen Gitarrenlautsprecher nunmal gehören, haben den Nebeneffekt, dass sie, wenn sie neu sind, Resonanzüberhöhungen haben, die von dem neuen Material herrühren, da sich die gesamte Aufhängung erstmal an ihre Arbeit gewöhnen und flexibel werden muss.
    Dass ein Lautsprecher dabei seinen Klang verändert, soll heißen, meist weniger "scharf" klingt, das ist klar.

    Dennoch würde auch ich nicht an eine Papiermembran oder irgendeine Sicke mit Aceton rangehen, wäre mir zu unsicher, da eben potentiell zerfallbeschleunigend :D

    MfG OneStone

    Und oft hat es schon laut gekracht<br />weil man zuvor nicht nachgedacht!

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