G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

  • Hallo zusammen,
    da es mehrere Fragen gab, wie sich der Arbeitspunkt (und damit der Kathodenwiderstand) ändert, wenn sich G2 ändert, habe ich mal rumgesucht, und zwei Dokumenta dazu angehängt. Einmal die Berechnungsmöglichkeit für Anodenstrom und Kathodenwiderstand aus dem Diciol und dann einen Auszug aus einem Datenblatt zur EL84, in dem man die Veränderungen bei 250 bzw. 200V Schirmgitterspannung gut sehen kann (Kennlinienfeld 1/2 bzw. 3/4). Jetzt müssen wir nur noch überlegen, wie man das für andere Schirmgitterspannungen interpolieren kann ;)
    Gruß,
    Martin

    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Super,

    danke Martin!!! :D

    Muß ich mir mal bei "mehr Zeit ???" reinziehen.

    Hab mich hier schon fast verrückt gerechnet. >:(
    Mit Kennlinien wirst Du da nicht viel, weil die in festen Abstufungen verlaufen.
    Interpolationen davon habe ich auch schon zu Hauf gezeichnet.
    Dämlich ist wirklich der obere Bereich.

    AB ist eben sehr schwimmend ;)
    Aber ich wüßte auch gerne was da abgeht.

    Vielleicht kann ja auch eBernd, mit seinen guten theoretischen Erfahrungen behilflich sein.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    Auto-bias ist nicht das Problem. Damit funzt es ja eigentlich immer.
    Das Problem scheint der fest eingestellte Arbeitspunkt bei Fixed-Bias und die sich ändernde G2-Spannung zu sein.

    Eigentlich dreht sich die Kennlinie, für die jeweilige Neigung bei geringerer Ug2, um diesen festen Arbeitspunkt.
    Je geringer die Steilheit, also je größer die Neigung, desto geringer wird die Verstärkung.

    Aber nach meiner letzten Info funzt es doch jetzt, nachdem der Fet gewechselt wurde. ( Bei OlafSw )

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo,

    Zitat

    Vielleicht kann ja auch eBernd, mit seinen guten theoretischen Erfahrungen behilflich sein.

    Rockopa58:

    Danke für die positive Unterstellung :), aber bei AB-Betrieb erreiche ich einer meiner zahlreichen Grenzen, ich hab noch nie selbst was mit AB gebaut und für die Theorie wackeln da einfach zu viele Schrauben, an denen man drehen kann ;D

    Ratloser Gruß von Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Also liebe Freunde der gpflegten Theorie ;D
    ich habe mal für die EL84 nach meinem Datenblatt und Herrn Diciol den Kathodenwiderstand für 250V und 200V Schirmgitterspannung ausgerechnet, das sind dann 157 Ohm bzw. 185 Ohm. Wenn man den Widerstand einfach bei 157 Ohm lässt, kommt man auf -7V Ug2 statt -8V Ug2 bei Rk=185 Ohm. Ergo verschiebt sich der Arbeitspunkt weiter in Richtung Class A, wenn man den Kathodenwiderstand einfach beim Wert für volle Schirmgitterspannung belässt und die Schirmgitterspannung runterregelt. Damit verzerrt der Amp dann zwar eher, aber das ist ja sowieso erwünscht ;) Also bei der automatischen Vorspannungserzeugung (= Kathodenwiderstand) keine weitere Aktion notwendig (wie du ja schon ganz ohne Rechnen sagtest, Peter ::))
    Gruß,
    Martin

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Beim Fixed-Bias mußt Du es Dir so vorstellen, als ob es von oben immer neue Kennlinien "regnet" die auf Deinen festen Arbeitspunkt runterfallen ;D

    Ich weiß, das sich das ziemlich blöd anhört, trifft es aber am ehesten.

    Bin gerade dabei die Kennlinien in S-Plan zu interpolieren.
    Hatte noch ein besseres Beispiel für die EL84 mit gleicher Anodenspannung und veränderten G2-Spannungen.
    Mal sehen, wie lange ich brauche, um was Verwertbares hier reinzustellen. Hoffe ich finde all meine Zettel noch ;) ;D

    P.s. Also Autobias hatte ich schon nachgerechnet !! Nur eben nicht gerade für die Antwort, die ich deshalb ja schon wußte. 8)

    Bis bald

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Off Topic: sPlan 6.0

    Apropos sPlan,
    ich habe mir jetzt auch endlich die Version 6.0 gekauft und will als Premiere den Schaltplan für den Basspreamp darin zeichnen. Hast du eine aktuelle komplette Library, die du mir spendieren würdest ::) ? Ausserdem werde ich demnächst einen Bericht über die Simulation von Röhrenschaltungen mit Circuitmaker schreiben, das soll die Basis für eine Rubrik "Der PC und du" (oder so ähnlich) werden, hast du Lust, dafür einen Bericht über sPlan zu schreiben ?
    Gruß, Martin

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    Glückwunsch zu einer guten Entscheidung!

    Natürlich mache ich ne Beschreibung zu sPlan -Fühle mich geehrt ;) :-[-
    Fürchte nur, daß Klaus sein spärlich begrentzter Anhangspielraum für so viel Grafik, auch als *pdf, nicht reichen wird.

    Meine aktuelle Bibo kriegst Du natürlich. Die aktuellste liegt aber auf meinem Firmenrechner. Also morgen!

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    wie versprochen meine aktuelle BIBO. Ist natürlich ne Dauerbaustelle. ;)
    Wirst aber vieles so übernehmen können.

    Viel Spaß und

    Gruß
    Peter

    [gelöscht durch Administrator]

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  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Nochmal zu ABACOM.

    Im Anhang kann man mal sehen, was so durch die Kombination der 3 Programme Sprintlayout, Frontdesign und sPlan möglich ist :D

    Die Frontplatte ist mit Frontdesign gemacht und als BMP nach sPlan importiert. Das Layout ist mit Sprintlayout gemacht und auch als BMP nach sPlan importiert. Dort wurde es auf die Originalgröße gezogen und mit meinen selbst erstellten Bauteilen bestückt. Danach über kopieren/einfügen Ein neues Bild erstellt und auf Größe gezogen, damit man die Bestückung auch ohne Fielmanns Hilfe erkennen kann. :)

    Gruß
    Peter

    [gelöscht durch Administrator]

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Super! vielen Dank, Peter
    Zum Bericht über sPlan, der soll unter diy.musikding publiziert werden, also einfach als Worddokument mit Bildern zu Klaus, dann kann das Dokument auch gerne größer sein ;)
    Gruß,
    Martin

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    OK!

    Ich mach mich da mal ran. Ist aber nicht morgen fertig ;) ;D

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    der Bericht zu "Projekte mit sPlan" ist eben raus :D

    Somit kann ich an den Kennlinien weiter arbeiten.

    Also, wenn man OlafSW's Berichte liest, scheint das Problem ja kaum zu existieren ;) ;D

    Also wenn es Probleme geben sollte, kann das eigentlich eher im unteren Bereich, unterhalb der fest eingestellten Gittervorspannung, vorkommen.

    Das wiederspricht zwar den geäußerten Probemen, ist aber anhand der Kennlinien kaum anders möglich.
    Außerdem haben sich die Probleme ja so gut wie aufgelöst.
    Olaf und Markus praktizieren g2-Control im AB-Betrieb mit fixed Bias.

    Natürlich steckt bei Dir dahinter der Gedanke, den ganzen Kram etwas linearisierter ablaufen zu lassen ;)
    Dann kommt zwangsläufig wieder der Drehschalter ins Spiel, der z.B. in 50 Volt-Abständen die Gittervorspannung mit umschaltet.

    Aus meiner angehängten Interpolation ist der "Kennlinienregen" gut zu erkennen.

    Gruß
    Peter


    [gelöscht durch Administrator]

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  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Peter,
    danke für die Infos, schickst du mir deinen Bericht zu sPlan auch? das mit den Kennlinien ist mir schon klar, ich hatte sie nur noch nicht übereinandergelegt ;)
    Was ich noch in keinem Buch gefunden habe, ist die Erklärung, wie man den optimalen Arbeitspunkt für einen Class AB Verstärker mit fester Vorspannung festlegt. Diese Faustregeln von wegen "70% der maximalen Verlustleistung im Leerlauf" müssen ja irgendeinen Hintergrund haben ???
    Gruß,
    Martin

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    die Faustregel ergibt sich daraus, das sich aus der Signalwechselspannung, im nicht mehr Leerlauf, ein effektiver "Gleichspannungsanteil" zu Deiner festen Vorspannung addiert oder subtrahiert. Dieser Anteil ist wieder von der Signalgröße abhängig.
    Z.B. PU's, Gain und Mastervolume. Oder auch von der gesamten Signaufbereitung. Deshalb spreche ich immer von diesen "Schwimmenden Gegebenheiten bei AB" und fixed macht das eigentlich noch schlimmer ;)
    Für Projekt und Klang fertig -> Ende alles OK! Aber wehe Du willst da so an den Rädern drehen wie wir das gerade wollen ;D

    Zu unserer Regelung zurück:

    Wie Du siehst, ändern sich die Spannungsverhältnisse von Schirm- und Steuergitterspannung beide linear!!! :D im Verhältnis 1:5. OK! bis Du zu sehr in den Knick kommst. Deshalb müßte man für eine vernünftige Regelung bei fixed Bias mit einem linearen Tandempoti und entsprechend dimensionierter Vorteilung der Biasspannung das Ding gebacken kriegen. Man muß nur realisieren, daß die beiden Spannungen einander im gleichbleibenden Verhältnis folgen.
    Mir fehlt es im Moment einfach an zusammenhängender Zeit um das noch genauer zu analysieren und zu rechnen. Aber kommt Zeit, kommt Rechnung ;D

    Übrigens hat Klaus mir, nach meiner Anfrage im Zusammenhang mit meiner Doku, gerade mitgeteilt, daß das Forum jetzt auch Anhänge *.spl und *.lib frißt :D Das ist Super! Finde ich. Danke nochmal dafür an Klaus!!!

    P.S. Klar kriegst Du die Doku.
    Du hast Post ;)

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    ich trete gerade im Leerlauf :D.
    Auch mal schön, aber sieh bitte mal in Deinen Postkasten ;)
    Danach könnte ich dann auch wieder einen, wenn auch niedrigen, Gang einlegen ;D
    OK! Ich weiß, die Messe!!!
    Du machst die Messe und ich mir Gedanken. Gute Teilung ;D

    Also laß hören.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re: G2-Regelung beim M15 => Änderung Arbeitspunkt

    Hallo Martin,

    es ist vollendet!

    Da ich mitbekommen habe, daß Du das nicht mitbekommen hast ;D hier der Hinweis für Dich persönlich.
    Im Thread "Regelung der Schirmgitterspannung" ist am Ende der "Universal-Anhang" dran.
    Werde das auch noch zu den Mods stellen. Aber warten wir erst mal die ersten Reaktionen ab.
    Somit sollten wir alle Deine Amps abgedeckt haben. :)

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

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