• Hallo zusammen,

    ich habe mal an meiner Hotbox rumgemessen (Plan angehangen). Ich habe direkt hinter dem Gleichrichter 340v, an B+1 sind es 311v, B+2 276v.

    Jetzt kommt eine wahrscheinlich sehr blöde Frage:

    An V1 Pin1 sind es nur noch 133v. Warum nimmt man nicht gleich einen kleineren Trafo, wenn man eh nur ca 133v braucht? Stattdessen wird die Spannung von 340v auf ca 133v "gedrosselt".

    Grüße
    Alex

    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: Trafo - warum?

    hab ich mir auch schon mal überlegt, ich weis es zwar nicht, aber ich denke, dass dadurch die Schaltung stabiler wird, ( also zum Schutz vor Radioempfang usw.)

    Gruß Sebi

    Oh Alkohol du böser geist, der du mich zu Boden reißt, ich stehe auf du schlägst mich nieder, ich kotz dich aus und trink dann wieder.

  • Re: Trafo - warum?

    Zitat von filth


    An V1 Pin1 sind es nur noch 133v. Warum nimmt man nicht gleich einen kleineren Trafo, wenn man eh nur ca 133v braucht? Stattdessen wird die Spannung von 340v auf ca 133v "gedrosselt".

    Jein.

    Die Spannung wird nicht wirklich gedrosselt. Im Ruhebetrieb, d.h. wenn kein Signal dran ist, dann liegt an Pin1 tatsächlich 133V an. sobald aber ein Signal am Eingang der Röhre liegt, wird dieses ja verstärkt, und dann liegt an der Anode zusätzlich zu den 133V das verstärkte Signal an.

    Man könnte in der Tat einfach 133V an die Anode packen, aber dann würde man niemals ein Ausgangssignal abgreifen können. Dazu ist immer ein Widerstand nötig, der den Strom, der durch die Röhre fließt in eine Spannung umwandelt (einfach gesagt).

  • Re: Trafo - warum?

    Verstehe ich das richtig, dass wenn ich ein Signal an den Eingang lege - also zb Gitarre, dann am Pin1 eine höhere Spannung als ohne Signal = 133v gemessen werden muss?

    Alex

  • Re: Trafo - warum?

    Ich habs ausprobiert, aber entweder mache ich was falsch oder vielleicht ist die Schwankung so minimal, aber auch mit Signal am Eingang (Gitarre) bleibt die Spannung bei 133v.

    ??? ;D

    Gruss
    Alex

  • Re: Trafo - warum?

    Vielleicht mal anders erklärt:
    Wechselspannungsmäßig liegt die Anode der Röhre ja an Masse, daher nimmst du den 100K Widerstand als Arbeitswiderstand für die Röhre. Die Spannung, die du an der Anode misst, ist 133V DC und 0V AC im Leerlauf, bei einem Eingangssignal (AC) ist es dann 133V DC plus das verstärkte Eingangssignal (AC). Deshalb auch der Tip mit dem Oszilloskop ;)
    Gruß,
    Martin

  • Re: Trafo - warum?

    ok, jetzt mal für die laien unter uns. was passiert da jetzt genau??? im prinzip fliessen die elektronen von der anode zu kathode. das eingangssignal wird in das gitter der triode geleitet. was passiert da jetzt? wird dadurch das eingangssignal verstärkt??? was bedeutet "Arbeitswiderstand für die Röhre" ??? die röhre benötigt zum reinen funktionieren doch bestimmt keinen widerstand. dass 133V DC + eingangssignal = ??? was ergibt das genau in zahlen? und es erklärt immer noch nicht warum die spannung am anfang hochtransformiert werden muss. ???

  • Re: Trafo - warum?

    Zitat von D-Alien


    ok, jetzt mal für die laien unter uns. was passiert da jetzt genau??? im prinzip fliessen die elektronen von der anode zu kathode. das eingangssignal wird in das gitter der triode geleitet. was passiert da jetzt? wird dadurch das eingangssignal verstärkt??? was bedeutet "Arbeitswiderstand für die Röhre" ??? die röhre benötigt zum reinen funktionieren doch bestimmt keinen widerstand. dass 133V DC + eingangssignal = ??? was ergibt das genau in zahlen? und es erklärt immer noch nicht warum die spannung am anfang hochtransformiert werden muss. ???

    Nein umgekehrt...von der Kathode zur Anode. Das Steuergitter ist quasi negativ...im etwa wie die Kathode(vereinfacht ausgedrückt) und drängt die Elektroden von der Anode zurück...wird das Gitter positiver werden die Elektroden weniger gebremst -> Anodenstrom steigt...wird es negativer sinkt der Anodenstrom(Ia). Am Arbeitswiderstand(Ra) der mit der Anode verbunden ist fällt eine Spannung ab...steigt der Strom fällt mehr Spannung am Ra ab(U=I x R) der Anode bleibt denn weniger -> Anodenspannung sinkt...fällt der Strom fällt ne kleinere Spannung an Ra ab...der Anode bleibt denn mehr(Anodenspannung steigt)

    Eingangsspannung und Ausgangsspannung verhalten sich deshalb 180° zueinander. Das ist wichtig zu wissen wo man für die Gegenkopplung abgreifen kann...und wo nicht.


    Die Röhren brauchen ne gewisse Spannung...da die Elektronen im verhältnis zu ihrer Größe ne weite Strecke überwinden müssen...(von Kathode zu Anode). In Fernsehgeräten mit Bildröhre beträgt die Anodenspannung ca. 20kv (20.000 Volt)...einfach weil die Elektonen so stark beschleunigt werden müssen um die Frontscheibe noch zu erreichen(vereinfacht ausgedrückt)...die erreichen da drinnen fast Lichtgeschwindigkeit

    mfg
    Sebastian

    Ich heiß zwar nicht Otto doch klar ist mein Motto, drum sag ich's barsch wenn nicht Rockt ist's fürn Arsch.

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