sunn spectrum II preamp

  • Was ist für dich C-Taper? Reverse Log? Falls ja: Natürlich liegt das dann daran ^^ Bei Log steht der Spannungsteiler auf 12 Uhr etwa bei 15 %, bei rev. Log etwa bei 85 % und bei Lin dann um die 50 %.

    Ob du bei 12 Uhr Stellung nun 15 % oder 85 % vom Pegel stehen hast macht natürlich was aus 8o

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • cebersp Hi Christoph, der Impedanzwandler/CF müsste in etwa sowas sein? Ich ahne, dass die Werte noch an dei Triode der 6AN8 angepasst werden müssen - habe die jetzt erstmal so vom Valvewizard übernommen. Mich irritiert dieser Klumpen am Anfang der Kurve. (Der jetzt nichts mit der Triode zu tun hat - das kommt schon nach der 2. Gainstage rein und wird dann irgendwie immer weiter hoch geschaukelt …
    Wie ich ein Gegenkopplung bauen soll - kA.

  • Hi Anton,

    Das passt so. Du musst nur auf Ausgang an der Kathode noch einen Koppelkondi spendieren. Und die Werte für den Kathodenwiderstand kannst du anhand der ursprünglichen Auslegung als Cathodyne abschätzen. Du hattest da 47k an Kathode und Anode. Sprich mit 100 k an der Kathode müsstest du sinnvoll unterwegs sein für die Triode. Vorbildlich hast du den Gridstopper gesetzt. Dann bleibt nur noch die Frage nach dem Biaswiderstand an der Kathode.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Anton K

    Hi, Deine simuliertes Signal ist m.E. das was ich mit "Zicken" meinte. das ist irgend eine Schwingung, die nichts mehr mit dem eigentlichen Signal zu tun hat. Das Model spinnt.

    Nachdem ich das zu erst beiseite gelegt hatte, habe ich mal den Text zu dem Dynakit MKII bzw. MKIII gelesen. Und siehe da, die haben dort die Spannungen an der Pentode nicht angegeben, denn sie seien starken Streuungen unterworfen!

    Dann habe ich getüftelt, wie man aus dem Ding einen vermutlich "wohlklingenden" Effekt bauen könnte, der einen Arbeitspunkt hat, der mit der Simu funktioniert. Das geht dann auch wieder mit dem 6AN8P Modell ohne _OLD. Wichtig ist, dass die Ruhespannung an der Anoder der Pentode deutlich unter 160V liegt, wir wollen ja Asymmetrie! => R4=170k angepasst für 71V.

    Mit Gegenkopplung,

    mit HP am Eingang C2 und C4

    und TP am Ausgang, wie sich das gehört.

    Irgendwie hatte ich große Probleme, die Bässe zu zähmen. Irgendwie habe ich Probleme, diesen Tonestack einzustellen....

    Voila:

    Das ist von meiner Seite nur eine Simulation und ein Entwurf!

    Tja, und ob das ganze noch viel mit dem Sunn zu tun hat, kann man sich fragen....

    Edit: mit C2=470p wird's glaub' ich noch besser....

  • Hi Christof,

    Interessanter Ansatz. Wenn ich mir die Details anschaue hat das aber nicht mehr viel mit der Originalschaltung zu tun, klanglich bestimmt überhaupt nicht mehr. Du nimmst vorne die Bässe sehr weit raus mit dem 100n Bypasscap und dem 1n (470p) Koppelcap. Ich persönlich bin totaler Fan davon im Highgainbereich für tighten Chugsound aber damit veränderst du komplett den Charakter des Overdrives und nimmst genau dieses kaputte "fuzzige" weg, was vorher durch den absurd riesigen 220u und 100n entstand (Blocking Distortion) und Teil des "Stonersounds" war. Bei Fuzz und den Doom/Stonersounds geht es eben genau nicht darum, die Bässe zu zähmen, da genau die für die Blockingdistortion und den Squarewave-Sound sorgen. Mit lokaler Gegenkopplung zu arbeiten habe ich auch schon häufig ausprobiert, weil ich das Konzept immer so interessant fand, aber noch nie wirklich sinnvolle Anwendung dafür mit musikalischem Sound gefunden. Für mich. Muss nicht heißen, dass der Ansatz schlecht wäre, nur für mich hat das noch nie funktioniert.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

    Edited 2 times, last by Moonshine (April 3, 2024 at 6:22 PM).

  • Hi Christof,

    Interessanter Ansatz. Wenn ich mir die Details anschaue hat das aber nicht mehr viel mit der Originalschaltung zu tun, klanglich bestimmt überhaupt nicht mehr. Du nimmst vorne die Bässe sehr weit raus mit dem 100n Bypasscap und dem 1n (470p) Koppelcap. Ich persönlich bin totaler Fan davon im Highgainbereich für tighten Chugsound aber damit veränderst du komplett den Charakter des Overdrives und nimmst genau dieses kaputte "fuzzige" weg, was vorher durch den absurd riesigen 220u und 100n entstand (Blocking Distortion) und Teil des "Stonersounds" war. Bei Fuzz und den Doom/Stonersounds geht es eben genau nicht darum, die Bässe zu zähmen, da genau die für die Blockingdistortion und den Squarewave-Sound sorgen. Mit lokaler Gegenkopplung zu arbeiten habe ich auch schon häufig ausprobiert, weil ich das Konzept immer so interessant fand, aber noch nie wirklich sinnvolle Anwendung dafür mit musikalischem Sound gefunden. Für mich. Muss nicht heißen, dass der Ansatz schlecht wäre, nur für mich hat das noch nie funktioniert.

    Yep, stoner hat für mich keinen "Wohlklang". ^^

  • Ja schon klar, aber genau darum geht es ja bei diesen Amps ^^

    Kein Problem, immerhin ist jetzt gezeigt, wie man hier NFB machen kann und wie der Phasensplitter erhalten bleibt. Und wie man hinkriegt, dass die Simu plausible Ergebnisse liefert. Was würdest Du draus machen?

    Übrigens ist das Diagramm für Ausgangspoti 0.1. Da kannst Du für stoner immer noch WEIT hochdrehen.....

  • Was würdest Du draus machen?

    Gute Frage. Das kommt ganz drauf an, wie weit ich am Original bleiben wollen würde oder sollte. Wäre die Aufgabe, aus der Originalschaltung möglichst nah einen Preamp zu machen, dann würde ich vermutlich den Buffer hinten DC-koppeln und versuchen so auszulegen, dass möglichst viel Gitterstrom fließt und Kompression auftritt. Müsste mich rantasten und schauen, ob das mit der 6AN8 genauso funktioniert wie mit ner ECC83, also die Auslegung genauso "suboptimal" ist um das klangliche Maggi zu erhalten.

    Müsste ich mich nicht an die Schaltung halten würde ich einen ganz anderen Weg gehen und das ganze auf nem stark modifizierten Fender Bassman 5F6 oder Marshall JTM45 mit einigen Tweaks aufsetzen. Was anderes als ein (recht gering) modifizierter Bassman ist ein Sunn Model-T ja auch nicht. Daher auch der abartige Bass und Headroom. Man staunt über die Ähnlichkeiten, wenn man sich den Plan anschaut.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

    Edited once, last by Moonshine (April 3, 2024 at 8:26 PM).

  • Buffer hinten DC-koppeln und versuchen so auszulegen, dass möglichst viel Gitterstrom fließt und Kompression auftritt.

    Wie kriegt man denn das hin?

    Edit: Einfach den Lastwiderstand zu klein machen?

    (((Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die vielgerühmte Röhrenkompression fast ausschließlich durch asymmetrisches Clippen erzeugt wird. Die 2. Harmonische Verzerrung wird weniger als Verzerrung wahrgenommen sondern als Kompression.)))

  • Merlin Blencowe erklärt das unglaublich gut in seinem Buch und auf der Homepage. Und auch, warum explizit beim DC-gekoppelten Kathodenfolger mit ECC83 besondere Soundfärbung auftritt. In seinem Buch gibt er noch mehr dazu als online. Lässt sich übrigens alles auch simulieren, in Testschaltungen anhören und im Oszi anschauen. Also sind facts und kein Voodoo oder Flöhe husten hören.

    The Valve Wizard

    In Kürze:

    - Großen Gridstopper zwischen die beiden gekoppelten Stufen

    - kleiner Kathodenwiderstand am Folgerteil

    - heißes Biasing der ersten Stufe

    ((Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die vielgerühmte Röhrenkompression fast ausschließlich durch asymmetrisches Clippen erzeugt wird. Die 2. Harmonische Verzerrung wird weniger als Verzerrung wahrgenommen sondern als Kompression.

    Das nutzt man hier enorm stark beim DC-gekoppelten Kathodenfolger. Genau deshalb kommt der auch in so vielen Amps vor. In einigen Amps (bspw. Soldano) kommen ja sogar mehrere davon kaskadiert vor. Der ist also ganz, ganz extremer Soundformer und nicht nur Buffer. Je nach Auslegung zumindest

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

    Edited once, last by Moonshine (April 3, 2024 at 8:27 PM).

  • Noel Redding,Bassist von Hendrix,und Hendrix selbst haben diese Sunn Amps gespielt,bevor die mit Marshall in Vertrag standen,und auch da waren diese Amps halt wegen des Mega Headrooms und eben der dicken Endstufen so beliebt.....


    BTW,waren die noch nicht groß genug:D

    The Room Full Of Mirrors
    Noel Redding in front of a stack of Sunn Amps 1968
    www.facebook.com
  • Sehr schön, danke!

    Nadann Anodenwiderstand der Pentode 47k und Kathodenwiderstand der Triode schrittweise runter. 22k?

  • geht es? Ich meine, ˚67 hat noch keiner Stoner/Doom gespielt. Das wurde ja erst später aktiv benutzt …

    1967 ging es (noch immer) in erster Linie an allen Fronten einfach um viel Lautstärke mit viel Headroom und möglichst clean. Viele Schaltungen (oder Grundschaltungen zumndest) kamen entweder aus dem Hifi-Bereich oder direkt aus dem RCA-Tube Manual.

    Dieses Bestreben mündete 1959 bei Fender ja im Bassman 5F6 und 1968 im Twin Reverb, beides wohl die meistgehörten und hochgelobtesten Cleanamps aller Zeiten. Ein Sunn Model-T ist wie gesagt zu 90 % ein Bassman. Genauso wie ein JTM45 auch.

    Auch wenn damals der Ansatz eher Richtung Hifi und Clean war, so hat sich später ja ausgerechnet aus diesem Sound heraus der Stoner- und Doomsound entwickelt. Die ganzen Kiffer spielen ja bis heute eben keinen JCM800, Soldano oder 5150 sondern diese basslastigen, hochwattigen Cleanamps, die bei Droptuning und viel Inputpegel in die Blocking Distortion gehen (oder eben direkt mit Fuzz angeschoben werden) genau wegen des "fuzzy" Sounds mit viel zu viel Bass. Tighten Chugsound ala Ola Englund will man dort ja eben nicht.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

    Edited once, last by Moonshine (April 3, 2024 at 9:55 PM).

  • Nur mal so als Gedanke am Abend: ich mag das Teil in der Konfiguration aus Post #99 schon ganz schön sehr! Macht richtig viel Freude.
    Und - das mag Einbildung sein - es klingt für meine Ohren … anders … als jfet-Sims oder gar VST-Sims.

    Auf der Wunschliste stünden allenfalls etwas mehr "clean" - es schmutzt auch mit Log-Poti recht zeitig. Aber es ist auch noch nicht alles optimal. Spannungsversorgung zB. Da brauche ich vmtl. ein anderes Netzteil, was die Röhren gut versorgen kann. Von der Highvolt-Platine habe ich noch eine zweite - vielleicht baue ich die auch noch auf und schaue, was die so bringt.

    Edited once, last by Anton K: Geändert wegen Irrtum. (April 4, 2024 at 10:10 AM).

  • Nur mal so als Gedanke am Abend: ich mag das Teil in der Konfiguration von heute Nachmittag schon ganz schön sehr! Macht richtig viel Freude.
    Und - das mag Einbildung sein - es klingt für meine Ohren … anders … als jfet-Sims oder gar VST-Sims.

    Auf der Wunschliste stünden allenfalls etwas mehr "clean" - es schmutzt auch mit Log-Poti recht zeitig. Aber es ist auch noch nicht alles optimal. Spannungsversorgung zB. Da brauche ich vmtl. ein anderes Netzteil, was die Röhren gut versorgen kann. Von der Highvolt-Platine habe ich noch eine zweite - vielleicht baue ich die auch noch auf und schaue, was die so bringt.

    Hi, Du betreibst die Triode real in der Schaltung aus #103?

    Da hätte ich Angst, dass sie überlastet wird? Worauf Deine Äußerung zum Netzteil vielleicht auch hindeutet? Du kannst ja mal die realen Ruhe-Spannungen am Kathodenwiderstand und an der Anode messen und daraus die (Anoden)-verlustleistung P=I*U rechnen. 6AN8 6AN8A 5AN8 (drtube.com)

    Wenn Du R.Anode+R.Kathode groß genug wählst, dann kann auch ohne genaue Kenntnis der Loadline die Anode nicht überlastet werden. P.max= 2.3W

    320^2 / 2.3= 45k.

    In meiner Schaltung sind 2 Elemente, welche das recht frühzeitige Einsetzen der Zerre an der Pentode verschieben: 1. das Poti an dem 100nF am Schirmgitter. (Hab ich vom G3 Blues) 2. die Gegenkopplung.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!