• Hi,
    ich wollte mich mal näher mit dem Thema Spulen befassen und hätte hierzu ein paar fragen:

    1. Wie kann man die Induktivität einer Spule messen, berrechenen
    etc. ?

    2. Kann man Spulen auch selber wickeln?

    3. Worin besteht der Unterschied zwischen den zwei (roten und
    gelben) Faselspulen, die in WahWah's eingesetzt werden?

    4. Was bewirkt eine Spule Im Stromkreis?

    Viele Grüße,
    Markus 8)

  • Re: Spulen

    Zitat

    Kann man Spulen auch selber wickeln?


    Ja kann man.
    Wird z.B. im Buch "E-Gitarrenbau" von Martin Koch beschrieben. Er nutzt dafür eine Bohrmaschine (wenn ich das richtig in Erinnerung hab) und n Umdrehungszähler.
    Kupferdraht kriegste z.B. bei Rockinger.


    Zitat

    1. Wie kann man die Induktivität einer Spule messen, berrechenen
    etc. ?


    Hab in ner Formelsammlung nachgeguckt und das gefunden: magnetische Flußdichte (Induktion):
    B=µ*H=µ0*µr*H (das r bzw 0 sind Indeze von µ)
    Induktivität einer Spule mit N Windungen:
    L=(µ0*µr*A*N²)/l=N²/Rm=N²*AL (m und L (bei A)ist wieder Indeze)
    (l=mitlere Feldlinienlänge in m)
    (Rm=mgan. Widerstand in H-1 (soll hoch -1 heißen))
    (A=Eisenquerschnitt in m²)

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  • Re: Spulen

    Zitat

    4. Was bewirkt eine Spule Im Stromkreis?


    Bin mir aber nicht sicher, aber in Verbindung mit einem Kondensator entsteht ein Schwingkreis und sobald ein Strom oder die Spannung ( ???) sich ändert wird in der Spule ein Induktionsstrom erzeugt der entgegen seiner Ursache wirkt

    ansonsten gucke ma hier und suchst einfach nach "Spule" oder hier unter Bauteile-> Spule/Trafo oder hier unter Grundlagen:
    ->Induktivitäten an Gleichstrom
    ->Reihenschaltung von Induktivitäten (Spulen)
    ->Paralellschaltung von Induktivitäten (Spulen)

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  • Re: Spulen

    hallo,
    -eine Spulen-Kondensator-Reihenschaltung hat bei
    Höhen und Bässen einen großen Widerstand(=hohe
    Spannung fällt ab),bei Mitten nicht.Deshalb werden im Wah nur die Höhen und Bässe gegengekoppelt,die
    Mitten nicht,und die sind dann lauter.Irgendwie(was ich auch mal gerne näher verstehen möchte) tut der
    zweite(?)Transistor im Wah so,als ob er vom Pedalweg abhängig den Kondensator größer macht,
    was dann zu den Wah typischen variablen Mitten führt.
    -versch. Wah -spulen erzeugen durch unterschiedliches Sättigungsverhalten verschiedene
    Obertonspektren,was die Wahs etwas anders klingen
    läßt,z.B. eins klingt ehr nach dem Selbstlaut "E",ein
    anderes(die Vintage z.B.) nach "Ä" usw.
    -ich glaube,sie haben unterschiedliche Kerndurchmesser,alle sollten aber einen möglichst geringen(unter 50 Ohm) Gleichstromwiderstand haben.
    -in wieweit die Transistoren und ihre Arbeitspunkte den Wahsound prägen,hab ich noch nicht ganz gerafft.
    tschüß,Thomas

  • Re: Spulen

    Ist es nicht so dass bei einer Spule, durch den aufgewickelten Kupferlackdraht und dem Ferritkern (bei manchen spulen) ein magnetisches Feld entsteht?
    Wenn ja, hat es dann einen Einfluss?

    Jemand müsste mal einen Wah Schaltplan Schritt für Schritt durchgehen und ihn erklären...

    Gruß Markus

  • Re: Spulen

    Zitat

    Zitat einfügen
    Ist es nicht so dass bei einer Spule, durch den aufgewickelten Kupferlackdraht und dem Ferritkern (bei manchen spulen) ein magnetisches Feld entsteht?


    Sicher entsteht da ein magnetisches Feld, sonst würde deine Gitarre keinen Ton von sich geben

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  • Re: Spulen

    Zitat von Henning


    Sicher entsteht da ein magnetisches Feld, sonst würde deine Gitarre keinen Ton von sich geben

    Ja is klar, ganz blöd bin ich auch nicht, aber im Srtomkreis eines WahWah's?

  • Re: Spulen

    Hi,

    Beim Wah wird mit Hilfe der Spule, Widerstand und Kondensator ein Resonanzkreis gebildet mit einer bestimmten Mittenfrequenz. (Bandpass). Diese Mittenfrequenz wird mit Hilfe des Potis verschoben, wodurch der Wah Effekt entsteht. Man Kann Wahs auch ohne Spulen bauen. Entcheidend ist der Resonanzkreis. (Morley und Konsorten).

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: Spulen

    Hi Uwe,

    hast Du inzwischen mal was zum Selbstwickeln von Spulen gefunden? Brauche nämlich eine mit 700 mH fürs Boss TW-1
    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Re: Spulen

    Hi,

    Also am einfachsten nimmst du einen Schalenkern wie z.b. von Reichelt SKS 18-2850
    (Durchmesser 18, Höhe 11) AL=2850nH. Das ist die Grösse wie bei Wahs.

    Die Formel dann w= Wurzel aus L(Induktivität)/ Al-Wert.

    Damit bekommst du deine Windungszahl. Ich habe bis jetzt allerdings nur 500mH Spulen gewickelt.
    Ein nachmessen, ist aber undbedingt notwendig, da die AL -Werte doch ganz schön streuen..

    PS: Dazu natürlich 1Kammer Spulenkörper SPK 18-1 und die Halterung.
    gewickelt habe ich mit 0,1 mm CuL.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: Spulen

    Hallo Uwe,
    ich komme dann für eine Wahspule auf 420 Windungen,wenn ich die Größen richtig dimensioniert
    haben sollte.
    Für die Spulenkörper gibt es auch eine Abgleichschraube,braucht man die auch?
    Leider sind das bei Reichelt die einzigsten Bauteile
    in dieser Größe.Jetzt gab es ja versch. Wahspulen
    (VOX,JEN,DUNLOP),was ist bei denen den anders,
    wie kann man das simulieren,oder was passiert,wenn
    man die Kerne gegeneinander verschiebt?
    Und wenn ich durch das Loch eine Befestigungsschraube führe,beeinflußt diese die
    Induktivität?

    Für die anderen:
    Ein Kondensator speichert Energie in einem elektrischen Feld,eine Spule in einem magnetischen.
    Da dieses jeweils frequenzabhängig unterschiedlich
    gut geht,kann man ein Musiksignal filtern.So bildet
    ein Kondensator mit zunehmender Frequenz einen
    Kurzschluß für Wechselstrom,während die Spule genau umgekehrt hochohmiger wird.
    In den spulenlosen Schaltungen braucht man trotz einiger Tricks immer noch Kondensatoren.Die Soundfeinheiten durch Magnetfeldsättigung fallen dadurch natürlich weg.Du kannst sogar den Wahsound leicht färben,wenn du einen starken Magnet an den Spulenkörper hält,da dieser dann in
    eine Richtung vormagnetisiert wird und hier dann weniger Spieraum hat,liniear auf die Signalamplitude
    in dieser Richtung zu reagieren.
    tschüß,Thomas

  • Re: Spulen

    Hi,

    Also ich hatte für 500mH/418Wdg - 600mH/458 Wdg - 700mH/495 Wdg.

    Soweit ich weiss gibt es dafür keine Abgleichschrauben oder so. natürlich würde das beinflussen. Wenn man eine Schraube ins Loch steckt verändert sich auch die Induktivität. Das gleiche passiert auch beim verdrehen der Halbschalen.

    Ich habe irgendwo auch ne Liste mit den verschieden Induk.Werten der verschiedensten Spulen.
    Muss ich mal suchen.

    mfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Re: Spulen

    Hi,

    Hier noch ein paar Spulendaten.

    Wah Inductors
    Inductor
    Core Size
    Inductance (mH)
    DC resistance (ohms)

    1967 Vox halo -small centre hole
    P18/11
    500
    83.3

    1967 Vox halo - large centre hole
    P18/11
    520
    31.0

    1968/9 Vox
    P14/8
    550
    56.0

    1969 Vox "film can"

    510
    15.0

    1970's Fasel
    P14/8
    520
    42.0

    1970's Jen

    623
    17.2

    1970's Thomas (U.S.) "stack of dimes"
    P14/8
    573
    44.5

    1989 Dunlop Crybaby
    P18/11
    515
    18.0

    1993 Vox V847 ("N30")
    P14/8
    608
    18.0

    1999 Dunlop 535Q

    580
    18.0

    1999 Dunlop Crybaby GCB95

    680
    58.0


    Interestingly, the early Clyde McCoy inductor is the only one that's dead on the nominal 500mH. Fasels are all over the place so I've updated the table to reflect typical data. I've seen Fasels ranging from 480mH to 640mH, but 500 - 540mH is more usual. Some Fasels were even wound on broken cores, so they added more turns to compensate. Halo inductors seem to be more consistent. The 535Q inductor bears a resemblance to the '60s film can, but it's smaller. The 535Q sounds terrible in my opinion, the pot taper is awful and it's very muddy, apart from the two highest settings.


    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

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