Transistor-Endstufe gesucht

  • Hi,

    ich wurde gefragt ob man für wenig Geld eine einfache Transistorendstufe bauen könnte...
    So zwischen 50 und 100 Watt.
    Sie bräuchte nur einen Volumeregler...
    Sie würde lediglich dazu dienen einen POD oder V-Amp an die GitBoxen anzuschließen.

    Ob jetzt mit 9V oder nem eigenen Netzteil ist auch wurschd ;)

    Die sache ist die, für Röhren wüsste ich jetzt 10000 Möglichkeiten und Varianten.
    Transe aber kaum was.

    Ich habe jetzt nur diesen 68W Verstärker an 18V bei GGG gefunden.
    Dieser läuft aber mit einem LM3886 bzw LM3872 und die ICs finde ich leider beide nirgends zu bestellen.

    Nun wollte ich fragen, bevor ich mir jetzt noch länger vergebens den WOlf suche, ob ihr da vielleicht ein paar Pläne, Tips oder sowas hättet!?

    Ich wäre euch sehr dankbar... Vielleicht hat ja der eine oder andere was in seinen Archiven ;)

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Hallo

    generell, hast du dir mal überlegt, warum man verstärker immer mit höheren spannungen als 9 V betreibt?

    Mal kurz überschlagen, 9V das macht 4,5V für jede halbwelle, die effektive Spannung darus, das ganze im quadrat geteilt durch den Lastwiederstand macht dann die Rms Leistung deines Verstärkers, wobei Spannungsverluste im Amp noch sehr optimistisch weggelassen wurden! Mehr kann dir kein verstärker liefern, die max. mögliche Leistung ist also durch die Speisespannung begrenzt, und 9V ist halt mager.

    Im rechenbeispiel 2,5W an 4ohm. (nicht realistisch!)

    Ich schlage dir den TDA7294 vor, das ganze mit einem Trafo von reichelt und irgendwas von ca. 2200µF bis 4700µf, je nachdem, wieviel du ausgeben willst, kannst du auch noch bis etwa 20000µF raufgehen, das bringt imo aber garnichts, später kann man immer noch erweitern.

    Günstiger wirds nicht.

    Grüße

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Hehe. OK leuchtet mir ein.
    So genau gewusst hab ich das nicht, aber war mir schon klar das das mit 9V nicht geht, war eher so gemeint, das es da keine Vorgaben gibt mit wie viel der laufen muss...
    Aber danke dir.

    Zu deinem VOrschlag.
    Gibt es da vielleicht schon was einfaches fertiges zum TDA7294. Mir ist auch so alsob ich den nicht zum ersten mal höre...

    Also ich muss jetzt zugeben das ich mich nicht unbedingt mächtig fühle, selber was zu entwickeln, daher die Frage.

    Aber normal, sollte doch für meine Anforderung, die im Datenblatt gezeigte einfache Schaltung reichen, mit der einen oder anderen anpassung wie z.B. ein Volume Pot und fertig!

    Ich schau mir das ma genauer an, danke dir erstma für den Tip. ;)

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Bin gerade am suchen/studieren der Fundsachen.

    Aber sicher bin ich mir nicht, daher hier mal was ich gefunden und für gut erfunden habe.
    Das wären dann 50W Leistung.

    Betrieb mit 30V AC und 8Ohm Speaker


    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    HI tOm
    Guck dir mal die endstufe vom Roland Jazzchorus 120 an. Hat 120 watt (ach) ;D
    Das ding ist ja eine legende also wirds sicher nicht schlecht klingen.
    Aber jetzt muss ich da doch noch meinen semf dazugeben :
    Sag dem jenigen der die endstufe haben will er soll lieber sparen und dann eine 30 watt röhren endstufe zulegen. oder 50 is ja egal.
    Das blöde ist bloß POD oder irgendwelche digitalmodeller klingen zusammen mit einer transen endstufe noch schlechter. Hab selber einen POD XT und kenn das. POD + Röhre macht einen richtig amtlichen sound.

    Aber ist natürlich die frage des Geldes. Aber sparen ist sicher besser (meine meinung bloß) ;)

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Schau ich mir ma an, nur denke ich, das ich da nicht mit so einem recht einfachen und daher günstigen Netzteil hinkommen würde, oder?!

    Ja, mir brauchste das nicht zu sagen ;)
    Aber es sieht so aus, es soll wenig kosten und der SOund iss ihm egal. so wurds an mich getragen. Da mich das Thema auch interessiert, wollte ich jetzt ma schaun was so billig wie möglich noch hinzubekommen ist.

    Er wills nur für zu hause... naja, was du da geraten hast, hab ich auch schon gesagt. Ich soll aber trotzdem schauen. Und da mich das auch interessirt (wegem selbermachen) schau ich ma was man da machen kann.

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Jo so könnte man es machen. Die Rs und Cs für den Mute und Standby kannste auch weglassen.

    Trafo würde ich den 120VA nehmen, nicht zu große elkos, Brückengleichrichter min 10A.

    wenn man das gehäuse nicht mit einbezieht sind es wohl nicht unbedingt mehr als 30Euro (Ka was der Teafo genau kostet)

    Grüße

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    en transler.. juhu endlich mal en gleichgesinter /*spamoff*

    so nun zum thema... ich bin grad dabei mir die endstufe hier zu basteln http://europa.spaceports.com/~fishbake/amp/ca100.htm... is definitiv glaub ich ne schöne sache... und billig... gesamtbauteilkosten max 20euro... mit kühlkörper.......

    Benny

    Zwischen Verrückt sein und Genialität ist nur ein schmaler Grad<br />&quot;Ich lebe im Computer, auf einem blauen Stuhl&quot; Weena Morloch - Computer<br />&quot;I haven&#039;t failed. I&#039;ve found 10,000 ways that don&#039;t work.&quot; - Thomas Edison

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Am besten ich such ma nen Trafo raus, dann hat man ja den ca Preis.


    e45tg4t3: Hey, cool. Danke dir!
    Sieht auch interessant aus. (Naja, das Foto vom Aufbau eher nicht ;) , aber der Rest )

    Kannst du mir sagen welchen Trafo du da genau verwendet hast?

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    noch keinen... aber mal bei reichlt schauen....

    Zwischen Verrückt sein und Genialität ist nur ein schmaler Grad<br />&quot;Ich lebe im Computer, auf einem blauen Stuhl&quot; Weena Morloch - Computer<br />&quot;I haven&#039;t failed. I&#039;ve found 10,000 ways that don&#039;t work.&quot; - Thomas Edison

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Wenn ihm der Sound relativ egal ist, und er nur laut will, dann würd ich mir das bauen spaaren. Das geht billiger und kleiner:

    Schau mal auf eBay, ob da nicht irgendwer einen billigen Poweramp für Autoradios verkauft. Die sind gar nicht mal so schlecht.

    Denn mit den Bauteilen alleine ist es ja nicht getan, da kommt ja noch ein Gehäuse dazu usw..

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Wegen Transenendstufe und Moddler...

    also ich kenne jemanden aus Würzburg, welcher als Hauptsetup ein JMP1 mit 50/50 Endstufe über ne 1960TV Box spielt.

    als ersatzsetup hat er noch ein GT6 Multi über eine PA Endstufe (+ 15Band EQ im Looper für Scoopsounds)

    Habe schon viele Aufnahmen von ihm gehört, und mit seinem Ersatzsetup bringt er wirklich oberamtliche Sounds raus!
    Absolut geil...

    Also kan mir nicht vorstellen das ein Pod über die Transenendstufe soo schlecht klingen soll :)

    Besitze selbst zum Homerekording einen Pod 2. Transenendstufe wäre eigtl. mal richtig interessant für zuhause :)
    Aber für Bandgeschichten sind die dinger wohl zu unterdimensioniert... Denn Durchsetzungsfähigkeit kommt bei Transen wohl eher mit der Stellung des Master Reglers :P

    Gruß, Mini :)

    P.S.: Könnt ihr paar Röhrenendstufen die man günstig bei eBay & Co bekommt nennen? So am 30 Watt aufwärts (gerne auch stereo ^^)

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Hallo

    Wenn du die 100w Endstufe aus dem Link zum Laufen bringst, dann hast du meinen vollen, respekt! Dei ist so minimalistisch, dass es imo gar nicht funktionieren kann, die Bauteiltoleranzen werden auf einmal wichtig etc....

    Viel Spass noch damit, vom vorgezeigten aufabau gnaz zu schweigen :-X

    Grüße

    Black

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Die Endstufe soll ja sicher für Gitarre sein, ne?
    Was vielleicht bei Transistorendstufen sinnvoll wäre, wäre eine Begrenzung.
    Also 2 oder besser 4 antiparallele Dioden und nen...mh ca. 1 K trimmer vor den Eingang der Endstufe.
    Damit verhinderst du schonmal, dass sie ins harte Clippen gerät, was bei Sand häufig der Fall ist (außer du hast MOSFETs in der Endstufe).
    Achja das kostet so zwischen 2 - 5 Watt Leistung, aber man kann dann eben voll aufdrehen ohne das es hässlich kratzt!

    Ein weiteres Problem ist der geringe Innenwiderstand der Endstufe (vor allem bei TDA-ICs).
    Dadurch wird der Lautsprecher sehr stark bedämpft (ist also sozusagen kurzgeschlossen an die Endstufe).
    Das soll bei Hifi-Anwendungen verhindern, dass die Eigenresonanz des Lautsprechers den Frequenzgang beeinflusst. Aber eben das wollen wir ja wenn wir einen E-Gitarrenverstärker bauen.
    Den Innenwiderstand zu erhöhen ist wohl bei ICs so ziemlich unmöglich (ich gehe jetzt immer mal davon aus, dass wir eine Endstufe aus nem IC bauen wollen).
    Darum müssen wir den Dämpfungsfaktor irgendwie anders senken.
    Dazu bastelt man zwischen Masseanschluss des Lautsprechers und Rückkopplungsweg einen kleinen Widerstand (ca. 0.2 - 0.4 Ohm, rumprobieren!).

    Solche Widerstände bekommt man natürlich nicht einfach, sondern muss sie aus Widerstandsdraht selbst bauen.

    Das ganze nennt sich dann Current Feedback und wird sehr gern von vielen Herstellern verwendet.

    Mehr ist eigentlich nicht zu tun, um eine vernünftige Endstufe aus Sand zu bauen.

    Was den Trafo betrifft : reichelt.de und dann einen schönen Ringkerntrafo.
    Dieser sollte dann aber ca. 10% mehr Leistung abgeben, als die Endstufe im Peak abgibt. Auch bei der Netzsicherung darauf achten! Sie sollte aber ca. 25% mehr Ampere verkraften, als die Endstufe bei vollauslastung zieht! (Und am besten mittelträge - flink ist ungünstig durch den Einschaltstromstoß und träge ist einfach zu träge...joa...logisch, ne?)

    Traurich : zwei Parallelen werden sich nie im Leben treffen!

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Hallo

    Ich bin eigentlich bei T-Endstufen nur Hifi-mäßig unterwegs (obwohl ich ja auch schon den craig, anderton Practiceamp mit dem tda2003 gebaut habe =kinderk****)

    Kannst du das mit den Dioden am eingang der Endstufe mal aufzeichnen, Danke, bzw genauer erklären. Das war bei transistorgeschichten auch immer mein problem.

    Wenn jetzt an den dioden ein spannungsabfall entsteht, der einem gesamtleistungsverlust von etwa 3W entspricht, dann kann man ja den Pegel der Vorhergehenden stufe entsprechend anpassen.

    Vorsicht mit der einfachen Endstufe (der 100W Link mit dem TIP142/147), da hat man schnell viel geld zum Fenster herausgeschmissen! Chips sind für den Anfang erfolgsgarantierter, weil die schaltung ja als getestet vom hersteller vorgegeben wird...
    Diese stufe ist so simple aufgebaut, ich habe schon Endstufen mit dem gelichen schaltungskonzept und etwa dopppelt so vielen Bauteilen nicht zum laufen gekriegt, weil hier schon aufgrund der simpizität Probleme auftauchen....

    Viel Glück und @junky, stell doch bitte mal einen Schaltplan ein, wie du dir das mit dem current feedback bei einem chip vorstellst!

    Grüße udn frohe weihnachten!

  • Re: Transistor-Endstufe gesucht

    Tüdelü und frohes Fest!

    Also, im Anhang erstmal ein Plan für die Begrenzung der Endstufe.
    Eigentlich ne simple Sache.
    Das schöne an dem ganzen ist, dass sogar ein kleiner Kompressionseffekt daraus entsteht, was dem Klang zugute kommt.
    Man sollte etwas mit den Dioden experimentieren.

    Kommt der Master Volume-Regler davor wird das Verzerrverhalten dynamisch, wie bei einem Master Volume-Amp.
    Kommt er dahinter, ist der Klang immer gleich.
    Dass bei dieser Art der Begrenzung Verzerrungen entstehen ist irgendwie logisch.
    Aber diese sind gradzahlig harmonisch, also keine Angst.

    Wem die Verzerrungen davon zu viel sind, der muss eben einen Kompressor einbauen oder noch zusätlich einen Limiter.

    Black_Chicken : Was soll denn daran anders sein, ob man current Feedback mit einem Chip implementiert, oder diskret?


    [gelöscht durch Administrator]

    Traurich : zwei Parallelen werden sich nie im Leben treffen!

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