• Hallo zusammen,

    Ich habe nun schon so ca. 25 Pedale gebastelt, von Kits, über Strip und Perfboard war alles dabei. Nun will ich mich meinem ersten richtigen Röhrenpedal widmen. Im Endeffekt soll es ein Preamp im Pedalformat sein. Ich habe mir dafür die Matchless Hotbox rausgesucht, da gibt es ja einige Pläne im Netz. Den Plan, dem ich weitgehend folgen will, findet ihr im Anhang. Damit ich das Ding mit einem 12V 4A Netzteil betreiben kann, würde ich auf die Tubetown Charge Pump zurückgreifen. Die stellt dann 200V für die Röhrenplates zur Verfügung. Damit liege ich ein bisschen unter den Werten von der Hotbox. Aber normalerweise sollte das dennoch reichen, oder? Die Heizung der Röhren wird direkt mit den 12v betrieben.

    Ich würde ausserdem noch einen Truebypass ergänzen.

    Passt das soweit?

    Zwei weitere Fragen, die sich stellen, sind:

    1. Sollte ich einen Buffer am output platzieren? Es scheint mir als wäre die Outputimpedanz des Pedals ohne Buffer relativ hoch. Wenn ja, welcher Buffer wäre geeignet? Ein einfacher Opamp-Buffer ala Klon? Verträgt sich der mit den Röhren?

    2. Im Plan stehen Dpdt Switches für die Kanalumschaltung. Muss ich da mit lautem Knacken rechnen? Alternativ könnte ich via Relais schalten. Dpdt oder 3pdt wäre natürlich simpler.

    Röhrenschaltungen sind für mich ziemliches Neuland, daher würde ich mich um jede Hilfe freuen.

    Besten Dank und schönen Sonntag allen

    Markus.

  • Es scheint mir als wäre die Outputimpedanz des Pedals ohne Buffer relativ hoch.

    So weit ich weiß,sinds doch nur 10k :/

    Würd erst ma ohne Buffer probieren,ham ja schon genug Leute das Teil ohne aufgebaut.

    Hier ist glaube iwo nen Plan bei mit Mosfet Buffer:

    Matchless - Hotbox
    Hey all! Just got 2 of em in for comparison. Both were bought at the same time, same shop, etc, but one sound so much better. This is the first one; the better…
    www.freestompboxes.org

    würde ich auf die Tubetown Charge Pump zurückgreifen. Die stellt dann 200V für die Röhrenplates zur Verfügung. Damit liege ich ein bisschen unter den Werten von der Hotbox. Aber normalerweise sollte das dennoch reichen, oder? Die Heizung der Röhren wird direkt mit den 12v betrieben.

    Die Spannung reicht,der strom aber auch? :/

  • Hi,

    Die TT Chargepump mit deinem Netzteil reicht, um zwei Röhren inkl. Heizung zu versorgen. Ein Outputbuffer ist eine gute Idee aber kein Muss. Gedanken solltest du dir darüber machen, wie du das Gerät verwenden willst. In ein Interface? In einen FX-Loop? Vor einem Amp? Für alles, was nicht direkt auf einen PI geht musst du den Pegel reduzieren, stark reduzieren. Entweder über einen Spannungsteiler am Ausgang oder bspw. einen 220-470k zwischen Treble und dann mit einem 10k Volumepoti statt den 1M dort.

    Lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hallo zusammen,

    Danke für eure schnellen Antworten. Hendrixianer: danke für den Link. Ausserdem muss ich unbedingt anständig lernen wie man Zo berechnet:)

    Moonshine: ich hatte daran gedacht das Pedal in erster Linie vor dem Amp zu schalten, evtl auch in den effektweg, wobei nicht alle meine Amps einen Effektweg haben.

    Da der "Clean" Kanal nicht in den Tonestack geht, müsste ich wahrscheinlich den Spannungsteiler am Ausgang machen. Wie groß müsste der den sein?

    Danke für die Hilfe.

    Markus.

  • Ausserdem muss ich unbedingt anständig lernen wie man Zo berechnet:)

    Das nicht so leicht,soll aber mit Pspice einfacher möglich sein:

    Ausgangsimpedanz
    Als Ausgangswiderstand (Ra) bezeichnet man den Widerstand am Ausgang einer Schaltung oder eines Bauelements. In den meisten Fällen ist der Ausgangswiderstand…
    www.itwissen.info

    Ausgangswiderstand von Verstärkerstufen

  • Hallo zusammen,

    ich habe nun versucht, die Schaltung (bzw. den Gainkanal) in LT Space nachzubauen, um so die Schaltung besser zu verstehen:

    Output ist bei 500mV Inputsignal so:

    Die Amplitude ist also ca 6,5V max und man sieht asymmetrisches Clipping. Das könnte passen, oder ist das Signal viel zu hoch?

    Dann habe ich versucht Z(Output) zu simulieren, anhand folgender Anleitung:

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Kann ich aus folgendem Bild annehmen, dass meine Outputimpedanz sich um die 26K befindet? Passt das noch?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Lg Markus.

  • Wenn du bei LTSpice 500mV eingibst, dann schwingt das Signal von +500mV bis -500mV, entspricht also 1Vpp. Das ist als Dauersignal viel zu hoch. mit 50 oder 100mV bist du in nem realistischeren Bereich.

    PS: Ich hab für LTSpice sowohl Potis als auch Switches modelliert. Kann dir die Dateien teilen, wenn ich wieder am Rechner bin. Ist dramatisch komfortabler und bietet bessere Simulationsmöglichkeiten als Potis als Spannungsteiler darzustellen. Bspw. kannst du auch Potistellungen damit durchsweepen usw.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

    Edited once, last by Moonshine (September 7, 2023 at 12:21 PM).

  • Hi,

    1m ist bei LtSpice ein milli. 1meg passt wohl besser für R1.

    Oh sehe gerade, dass treble auch betroffen ist.

    Man muss die Ausgangsimpedanz ja normalerweise nicht genau kennen, sondern nur die Größenordnung. Bei einem 100k Ausgangspoti sind das halt auch gaaanz grob 100k.

    Ich würde zurBestimmung der Ausgangsimpedant mit zwei verschiedenen Lasten die Ausgangsspannung messen.

    Gruß Christof

  • Wenn du bei LTSpice 500mV eingibst, dann schwingt das Signal von +500mV bis -500mV, entspricht also 1Vpp. Das ist als Dauersignal viel zu hoch. mit 50 oder 100mV bist du in nem realistischeren Bereich.

    PS: Ich hab für LTSpice sowohl Potis als auch Switches modelliert. Kann dir die Dateien teilen, wenn ich wieder am Rechner bin. Ist dramatisch komfortabler und bietet bessere Simulationsmöglichkeiten als Potis als Spannungsteiler darzustellen. Bspw. kannst du auch Potistellungen damit durchsweepen usw.

    Merci, das mit dem Eingangspegel hatte ich dem Suhr Buch entnommen, er schreibt ein Single Coil hätte 200mV und setzt bei Ltspice 0.2V ein. Wie man sieht, ich bin totaler Anfänger in LTspice. Potis und Switches wären super. Danke.

  • Zur Verwendung:

    Das Symbol ist ja eindeutig, habe die Pins beschriftet für mehr Klarheit. Das Poti hat zwei Parameter. Einmal den Widerstand und dann Value (0-100). Über geschweifte Klammern kannst du ja Variablen setzen, die du dann über .param entweder festlegen oder mit .step param variieren kannst. Ich mache es immer so, dass ich allen Potistellungen Variablen gebe, die einmal zentral definiere über .param und dann bei Interesse sweepe. Ich habe die Potis so simuliert, dass sie sowohl mit 0 als auch 100 bei Value funktionieren, du musst also nicht mit 1 und 99 arbeiten, um Systemfehler wie Division durch Null zu vermeiden. Kannst ganz normal über den vollen Bereich einstellen. :)

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Zur Verwendung:

    Das Symbol ist ja eindeutig, habe die Pins beschriftet für mehr Klarheit. Das Poti hat zwei Parameter. Einmal den Widerstand und dann Value (0-100). Über geschweifte Klammern kannst du ja Variablen setzen, die du dann über .param entweder festlegen oder mit .step param variieren kannst. Ich mache es immer so, dass ich allen Potistellungen Variablen gebe, die einmal zentral definiere über .param und dann bei Interesse sweepe. Ich habe die Potis so simuliert, dass sie sowohl mit 0 als auch 100 bei Value funktionieren, du musst also nicht mit 1 und 99 arbeiten, um Systemfehler wie Division durch Null zu vermeiden. Kannst ganz normal über den vollen Bereich einstellen. :)

    Merci! Das ist Mega. Ich schaue mir das heute Abend in Ruhe an. LTSpice ist für mich noch ein bisschen wie eine Fremdsprache!

  • Ich hab LTSpice anfangs überhaupt nicht verstanden, gar nicht :D Mittlerweile hab ich Kurztasten und alles und bedienene das wie ein Computerspiel. Da kommst du rein, der Einstieg ist zwar steil, aber der Nutzen kaum in Worte zu fassen.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

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