Der Acapulco - Soundprobleme

  • cebersp Wo kann denn der SoB Treble Boost? Einfach nur die Höhen zu betonen hat mit dem, was einen Treble-Booster klangtechnisch ausmacht rein gar nichts zu tun. :/

    Ach, da sind wir wieder bei den sprachlichen Verwirrungen. Das hatten wir doch schonmal. Du verstehst unter einem "Treble Booster" die zerrende Variante z.B. des "Dallas Rangemaster", die es bei Musikding als "Treble Booster" zu kaufen gibt. Während ich erstmal davon ausgehe, dass das ohne Zerre ist und auch keine kleine Eingangsimpedanz haben muss.


    Ich wollte Dir ja gar nicht widersprechen sondern halt die verschiedenen Bedienvarianten mit ins Blickfeld rücken.

    Gruß Christof

  • Hi Christof,

    Während ich erstmal davon ausgehe, dass das ohne Zerre ist und auch keine kleine Eingangsimpedanz haben muss.


    Ich wollte Dir ja gar nicht widersprechen sondern halt die verschiedenen Bedienvarianten mit ins Blickfeld rücken.

    Gruß Christof

    Ja, genau. Es geht aber auch nicht nur ums Zerren, sondern auch um den Anwendungsfall. Wenn du mit irgendeinem Gitarrist, der im Hardrock- oder Metalbereich unterwegs ist, über Treble-Booster sprichst, dann ist automatisch impliziert, um was es geht - nämlich nicht einfach ein EQ mit Fokus auf den Höhen. Das wäre auch völlig ungeeignet, um einen schon zerrenden Amp aufzuräumen. Denn das ist in dem Bereich der Anwendungsfall. Und wenn die Rede von Tubescreamern oder Maxon 808s ist, dann ist ebenfalls klar, dass es dort um den gleichen Anwendungsfall geht. Eben nicht, den Screamer wie ein Overdrive-Pedal einzustellen und vor nem Cleanamp zu nutzen.

    Deshalb wäre es ja so gut zu wissen, was genau Jabo deHod denn für einen Anwendungsfall im Sinn hat. Für ersteres wäre den Ben nämlich völlig ungeeignet, für letzteres wäre er super :D


    Wir meinen aber sich das gleiche, Christof.

    Lieben Gruß,

    Max <3

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hej, Jabo.


    Wenn sich die Cracks schon über Begrifflichkeiten "uneinig" sind, verstehst du vielleicht, dass deine Frage nach einem empfohlenen Overdrive ala des schon vorhandenen Tubescreamer-alike nicht so einfach ist.

    Gib im Shop "Overdrive" ein und du erhälst mit Platinen etc. 553 Datensätze! Von denen kann ich dir einige aus eigener Erfahrung empfehlen, von den wenigsten rate ich ab.

    Anhand deiner Ausführungen vermute ich mal, dass du noch nicht die allermeisten Erfahrungen mit Effekten/ Pedalen hast, aber erprobungswillig (landläufig "neugierig" ;) ) bist?


    Dann leg einfach los. Die günstigen Bausätze bei Musikding sind meistens auch die unkompliziertesten. Die Bestseller garantieren meistens eine gute Funktionalität ohne viele Kinderkrankheiten.


    Eine (nicht nur!) Anfängerempfehlung von mir wäre sicherlich der MDrive, eine Marshall-Emulation für 16,-€! Sehr leicht durch Austausch zweier Kondensatoren in Richtung Tief- oder Hochpass zu pimpen und daher ne gute Lernbasis. Sehr kleine Platine.


    Aber in der Art gibt es unzählig viele. Taste dich ran oder werd dir erst klar, was genau du willst.


    Viel Spaß

    Michel

    I might look like I´m listening to You, but in my head I´m playing my guitar!

  • cebersp Wo kann denn der SoB Treble Boost? Einfach nur die Höhen zu betonen hat mit dem, was einen Treble-Booster klangtechnisch ausmacht rein gar nichts zu tun. :/


    Lieben Gruß,

    Max

    Hab's mir jetzt nochmal angeschaut. Witzigerweise kann der Son of Ben sowohl den Frequenzverlauf als auch das Zerrverhalten als auch die Kompression ziemlich ähnlich darstellen, wenn man den Tiefpass vor dem Ausgang wegnimmt indem man C9 wegnimmt. Zusätzlich muss man die Höhen steiler betonen, was mit 1µF parallel zum ersten Sourcewiderstand R4 geht. Drainspannungen: 5,4; 5,4; 1,2V Also mit moderatem Mod geht auch "Treble Boost" a la Rangemaster. :) Mit 9V bringt er allerdings dabei deutlich weniger Ausgangsspannung.

    (Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man bei einem Heavy Metal Amp den Unterschied hört, ob man über einen EQ oder über den Rangemaster in den stark zerrenden Amp. reingeht. Ist schon vor allem EQ, was da passiert. Interessanterweise arbeitet die Germaniumvariante cleaner als die Si- Variante beim Rangemaster.)


    Die Variante MDrive mit den Original 100nF Kondensatoren hat fast keine Höhenbetonung, wobei ich immer ein ungutes Gefühl habe, wenn man derartig viel den Bauteilstreuungen überlässt, wie hier beim Arbeitspunkt. Jedenfalls würde ich den erstmal auf Breadboard aufbauen und mir damit geschmacklich passende Kondensatoren suchen.

  • Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man bei einem Heavy Metal Amp den Unterschied hört, ob man über einen EQ oder über den Rangemaster in den stark zerrenden Amp. reingeht. Ist schon vor allem EQ, was da passiert.

    Dachte ich auch, ist aber nicht so einfach. Ich hab doch mal versucht, einen gebufferten Treble Booster zu bauen (gibt nen Thread dazu) und es klingt definitiv extrem anders. Die Belastung der Pickups durch die niedrige Eingangsimpedanz ist hier ein extrem wichtiger Faktor. Den idealisierten Frequenzgang des Treble Boosters für sich nachzustellen ist einfach, in Kombi mit der Verschiebung der Resonanzfrequenz der Pickups ist es dann schwieriger. Meine Tests dazu haben irgendwie funktioniert, klangen aber nicht im entferntesten so gut wie mit dem Naga Viper. :/

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Das hat nicht direkt was mit dem speziellen Treble Booster zu tun. Die Höhen werden ja automatisch mitbeschnitten durch besagte Resonanzfrequenzverschiebung durch die niedrige Eingangsimpedanz. Ja, der Viper hat noch ein bisschen Schnickschnack, und nen Kondi zusätzlich hier und da aber der Effekt ist auch beim Rangemaster da. Das ist ja, was ich meinte:
    Es reicht nicht, sich den Frequenzgang der Schaltung selbst anzuschauen, sondern man muss die Belastung der Pickups mit einbeziehen. Dadurch ist nämlich der Rangemaster auch faktisch sogar mehr ein Mid-Booster als ein Treble-Booster, da die Höhen automatisch schon durch die niedrige Eingangsimpedanz bedämpft werden. :S

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
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    schreibt, ist ganz gut nachvollziehbar, finde ich: Je niedriger die Eingangsimpedanz, desto mehr wird die Resonanzüberhöhung des PU weggedämpft. Im Prinzip immer noch nichts, was ein EQ bei entsprechender Einstellung nicht könnte. Scheint auch wieder eher eine Frage der Bedienmöglichkeiten zu sein. Die Dämpfung findet automatisch nur dann statt, wenn ich das Gitarrenpoti aufdrehe.

    Witzig ist da die Schaltung des May. mayschalt (musikding.de) Da hat man über einen C2 zwischen Emitter und Basis die Eingangsimpedanz erhöht, um sie dann via R3 wieder abzusenken.


    Der Hydra (Naga Viper) ist doch für Leute, die auf der Suche sind, eine variable Sache in der "Rangemaster-Familie" da kann man wohl gut experimentieren, ohne Löten oder Steckbrett?

  • Hi zusammen,


    merke schon, dass meine Frage etwas schwammig formuliert war.


    Kurze Erklärung: Ich spiele in zwei Bands. Eine Melodic Death Metal Band und eine eher Alternative Rock Band.


    Der Maxon ist auf meinem Metalband Board. Dort benutze ich den, um den verzerrten Amp noch präsenter, kantiger, brutaler zu machen.

    Auf dem Board ist noch ein Noisegate und ein Delay. Fertig. Ich mag es in der Band eher aufgeräumt ohne viel Spielerei, da die Musik recht schnell ist und dann ein ständiger Pedal An-Aus Wechsel irgendwie Unruhe ins Spiel rein bringt.


    In meiner Alternative Band bin ich eher experimentierfreudiger. Ich hab dort eine Tubescreamer Kopie (weiß nicht welcher Typ) die ich für Leads nutze (auch vor dem verzerrten Amp). Allerdings find ich das Pedal für reine Overdrive oder leicht angecrunchte Sachen vor dem cleanen Amp nicht so toll.


    Daher meine Frage, ob ihr Overdrives empfehlen könnt, die einen schönen leicht crunchy Sound machen. Z.B. Western Drive von Orion, Fulltone Full Drive 1,...


    Viele Grüße

    Jabo

  • Hi Jabo,

    Du hast also zwei Tubescreamer. ^^ Egal welcher Typ, egal ob da Maxon, Ibanez, Harley Benton oder Keeley drauf steht, das ist alles mehr oder minder die gleiche Schaltung die so ziemlich gleich klingt und die gleiche Sache gut kann: Nen schon zerrenden Amp boosten und tighter machen. Und nicht besonders gut als Standalone-Overdrive funktioniert. Mancher mag das mögen, den Screamersound, aber generell eher bäh ^^


    Und jetzt hast du noch immer nicht gesagt, was du willst.

    Du suchst ein Overdrive-Pedal, das eigenständig (vor einem Cleankanal oder leicht angecrunchten Kanal) gut klingt. Richtig?


    Lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Gut, cool, danke!

    Da gibt es (leider) tausende cooler Kandidaten. ^^

    Einige wurden ja schon genannt.

    Da gäbe es den Son of Ben, Bluesbreaker, OCD, Timmy (mein Favorit), ODR, Zendrive, Red Llama und endlos viele andere.

    :)

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Gut, cool, danke!

    Da gibt es (leider) tausende cooler Kandidaten. ^^

    Einige wurden ja schon genannt.

    Da gäbe es den Son of Ben, Bluesbreaker, OCD, Timmy (mein Favorit), ODR, Zendrive, Red Llama und endlos viele andere.

    :)

    Hi Max!

    Ist der Timmy diese Schaltung? https://i.imgur.com/4jR2wzr.png

    Mit welcher Diodenkonstellation betreibst Du den dann als "Pedal, das vor einem cleanen Amp, einen schönen Crunchy-/ Overdrive Sound macht"? Ich tippe auf asymmetrisch? Ist ja schon verblüffend, wie ähnlich diese Schaltung einem Tubescreamer ist. Magst Du mir auch ungefähr die Einstellung der Potis nennen, dann würde ich da mal gerne ein "Picture of Sound" machen?


    Ich finde diese Diskussion gerade sehr interessant, weil ich mit dem Zen einfach Sounds, wie ich sie mir vorstelle, nie hinbekommen habe.

    Mindestens wenn das in Richtung Blues gehen soll, was gerne dosiert etwas schwammiger sein darf, geht das viel schöner mit echter Endstufenzerre. D.h. der clean eingestellte Amp bringt zwar in seiner Vorstufe keine Zerre, aber er zerrt in der Endstufe als wesentlichen Beitrag. Der Amp darf dann bei mir auch auf FAT stehen, wird aber mit einem Kompressor betrieben, damit er nicht matscht.

    Bei meinem Parameter-steuerbaren Son of Ben (der ohne Endstufenzerre des Amp den Sound bringen soll) füttere ich den auch über den Kompressor, damit ich nicht zu viel Bässe wegnehmen muss und damit er leichter in dem Übergangsbereich der Zerre bleibt. Ohne richtige Endstufenzerre braucht's eher etwas (mehr) Hall, finde ich.

    Gruß Christof

  • Hi Christof,

    Der Timmy von Paul Cochrane, auch von Vemuram als "Jan Ray" vertrieben (haben die Schaltung schamlos geklaut und behauptet, sich jahrelang Fenderamps angehört zu haben, bis sie auf die Schaltung kamen).

    https://pcbguitarmania.com/wp-content/uploads/2019/07/Boosted-Timmy-2v1-Building-Docs.pdf


    Die Schaltung hat nur auf den ersten Blick etwas mit dem TS gemein, Softclippingdioden im Feedbackzweig. Klanglich und auch was die Einstellungsmöglichkeiten angeht könnten die Schaltungen unterschiedlicher nicht sein.

    Der Timmy hat einen Bass- und einen Trebleregler, die aber als Cut funktionieren. Heißt, auf Linksanschlag tun sie nichts und drehen im Uhrzeigersinn immer mehr Bass bzw. Höhen raus. Auf Linksanschlag ist die EQ-Kurve sehr flach, das Pedal ist sehr neutral. Mit beiden Reglern eher rechts wird es faktisch ein mittenlastiger Boost. Und dazwischen sind alle Kombis möglich. Als Standalone-Overdrive für leichten Crunch ist das einer meiner Lieblinge. Und ich kenne viele, sehr viele Overdrives ^^


    Lieben Gruß,

    Max

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    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Magst Du mir auch ungefähr die Einstellung der Potis nennen, dann würde ich da mal gerne ein "Picture of Sound" machen?

    Achso, ja. Kommt extrem auf die Klampfe an natürlich. Gerade was die Stellung von Bass- und Treblecut angeht. Ne Tele oder Strat braucht das was anderes als ne Paula, dafür sind die Regler ja gedacht.

    Mein "Lieblingssound" mit der Strat sieht etwa so aus:

    - Gain: 2/3

    - Volume: 1/3

    - Basscut: 1/2-2/3

    - Treblecut: 1/3


    Habe allerdings log-Potis drin wegen des verbesserten Regelwegs.


    Lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hab aktuell einfach 4x 1N4148 drin, ganz simpel symmetrisch. Da kann man sicher noch ein wenig experimentieren.

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    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Das, was ich verlinkt habe, ist eine Version mit allen möglichen Zusatzfeatures. Es gibt super viele kommerzielle Schaltungen, die den Timmy geklaut und ein wenig modifiziert haben. Der Amp11 von Lovepedal hat diese Booststufe dazugepackt. Nein, die habe ich nicht. Ich habe den "Stock" Timmy.

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