Beliebtes Thema: Symmetrierung Röhrenheizung

  • Hi,

    interessehalber habe ich mal wissen wollen, was die Drossel 2.5H - verbaut zwischen die beiden 47uF- so bringt. Damit ist m.E. das vielleicht nicht die ultimative, aber doch schon eine sehr vielversprechende Maßnahme bzgl. der Brummanteile, die aus den Anodenspannungsversorgung kommen.


    Dann hab' ich noch was mit Mosfet "simulationsmäßig probiert", hier hinter die beiden 47uF gesetzt. (Siehe auch Valve amp kit SE10 (tentlabs.com), Schaltplan in den Unterlagen, danke Bernd für den link!)

    Schreibt der vielzitierte "Wizard" eigentlich auch in seinem Buch überhaupt nichts zu Netzteilen mit Transistoren???

    Schönen Sonntag! Christof


  • Hi Christof,

    Schreibt der vielzitierte "Wizard" eigentlich auch in seinem Buch überhaupt nichts zu Netzteilen mit Transistoren???

    Doch, tut er. Natürlich. Viel sogar. Das Buch kam erst die Tage an und ich habe es noch nicHT komplett durch, nur überflogen.

    Und sein Alias mit dem "Wizard" existiert nicht, weil er auf nem Sockel steht, sondern weil er in der Tat "Merlin" mit Vornamen heißt. ^^


    Lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Nochmal kurz zurück zum eigentlichen Einbau der Drossel (unabhängig davon, wo genau sie dann im "neuen" Schaltplan auftaucht). Rein mechanisch gibt es nicht viele Plätze im Gehäuse, wo die Drossel aufgrund ihrer Größe hinpasst. Ich argumentiere mal auf Grundlage der Bilder, die ich geschickt habe. Der Abstand zu den Endröhren ist klein. Es könnte also das Problem geben,dass die Drossel dadurch zu viel Wärme abbekommt: Umgekehrt erzeugt die Induktivität der Drossel ein Magnetfeld, das in die Endröhren einstreut. Auch der Abstand zum Ringkerntrafo ist kleiner als es optimal wäre ...

    Gebt mir bitte eine Einschätzung rein bzgl. des mechanischen Einbaus.


    Danke und Grüße

    Harry

    „So lange Pi nicht zu Ende berechnet ist, ist der Kreis für manchen nicht geschlossen“

  • Hallo,


    obwohl eine (herkömmliche) Drossel äußerlich einem (herkömmliche) PT oder OT sehr ähnlich sieht, ist sie schlimmer als Brummeinstreuungsverursacher da sie einen ordentlichen Luftspalt im Blechpaket hat (sonst gäbe es bei der DC-Beaufschlagung keine nennenswerte Siebwirkung). Und just aus diesem Luftspalt (meist zwischen dem mittleren Schenkel, auf dem die Wicklung sitzt, und dem dazu querliegenden Jochblechen - also praktisch an der T-Verbindung) "quillt" ein ordentliches Streufeld, daß möglichst nicht auf andere Wicklungen (OT) einwirken sollte. Deshalb muß man sich bei der Plazierung Gedanken machen, nicht nur "wo" sondern auch "wie" gedreht zu den anderen Trafos bzw. liegend oder stehen montiert.

    Deshalb ist die Empfehlung aus dem Amp erst mal keinen Schweizerkäse zu machen gut: Erst mal die Drossel (evtl. mit Litzen) anschließen (auf Isolierung der Anschlüsse achten!) und dann den besten Platz und Position suchen. Und sich natürlich von der erwünschten Brummreduzierung überzeugen, sonst ist das Ganze sowieso für den Ar...


    Gruß, Bernd

  • cebersp: Toll, dass du das ad hoc simuliert hast !!

    Ich finde, das sieht gut aus.

    Aus meiner Sicht ergeben sich diese Folgerungen:


    Eine Teilung des Reservoire-Kondensators erzeugt im Grunde genommen

    einen zusätzlichen Siebkreis, allerdings hat das Reservoir dann nur noch 47u.

    Danach erfolgt dann die im Grunde genommen die Schaltung, wie sie vorher war, allerdings nur mit 47u.


    Fazit/Idee:

    (Fast) der alte Zustand könnte hergestellt werden, indem man vor oder nach der Drossel die 47u mit einem zusätzlichen 47u ergänzt. Das wäre easy, denn ein zusätzlicher Kondensator findet auf jeden Fall einen gemütlichen Platz.


    Welche Variante wäre die beste ?


    Mir ist klar, dass ich dadurch natürlich einen Eingriff in das Gesamtsystem vornehme, der nicht ohne Folgen bleibt.

    Aber so lange keine Gefahr davon ausgeht, weder für Leib und Leben, noch für den AMP ist das für mich in Ordnung.

    Da ich sowieso (wie fast jeder Musiker) chronisch unzufrieden mit dem Sound meines Verstärkers bin

    (und das auch bis zu meiner Grablegung bleibe) stört mich (z. B.) mehr/weniger Komprimierung nicht, genauso wenig wie (auch z. B.) mehr oder weniger Leistung ..

    Wenn der Brumm (mein Todfeind) geringer wird, ist das Ziel erreicht :)


    Danke und Grüße

    Harry

    „So lange Pi nicht zu Ende berechnet ist, ist der Kreis für manchen nicht geschlossen“

  • Deinem Beitrag entnehme ich, dass die Wärme der und Einstreuung auf die (End)röhren kein Faktor sind ?!

    Anyway, Versuch macht kluch, ich gehe die Frage der Platzierung so pragmatisch an, wie du es vorschlägst.



    Ich muss jetzt nur noch warten, welche Schaltungsvariante (siehe mein letzter Post) ich implementiere.


    Grüßle Harry

    „So lange Pi nicht zu Ende berechnet ist, ist der Kreis für manchen nicht geschlossen“

  • Also die Abwärme der Endröhren wäre problematisch, wenn die Temperatur am Platz der Drossel die max. Temperatur für den Wickelkörper übersteigt. Die ist meist kritischer als die Drahtisolierung selber - aber da lehne ich mich für unbekannte Produkte nicht weiter aus dem Fenster.

    Ob das Streufeld durch die Elekrodenanordnung einer Endröhre "durchgreift" ist genausowenig sicher zu sagen, da kommt ja zuerst das mehr oder weniger vollständig geschlossene Anodenblech ehe das empfindliche Steuergitter was abbekommt.

    Aber so dicht hat "man" Poweramps auch nie gebaut...


    Anekdote am Rande: Ich habe mal bei einem Röhrenradio einen (modernen) Stereodekoder nachgerüstet und auch direkt den alten Frontlautsprecher gegen zwei Breitbänder für die Links-/Rechtswiedergabe auf den Seiten ausgetauscht - und dann mein blaues Wunder erlebt:

    Das Leuchtband des magischen Auges an der Front (aka Abstimmanzeigeröhre) warf einen völlig "verbeulten" Schatten. Ursache war das Magnetfeld des nichtabgeschirmten Lsp-Magneten. Aber da hat schon eine selbstgebastelte Abschirmkappe aus einer Erdnußdose gereicht um das Feld ausreichend abzuschirmen...


    Gruß, Bernd

  • eBernd vielen Dank für diese fundierten und interessanten Details! Einige Dinge is zB die Position des luftspalts kann ich mir nicht so gut vorstellen.

    Anscheinend hab ich aber alles richtig gemacht indem ich die drossel nach innen verlegt hab.


    Was Temperaturen im amp angeht, hab ich schon viel über die böse Hitze gehört und bislang die Erfahrung gemacht, dass alles eher unkritisch war. Ganz dicht würde ich die Teile trotzdem hybrid verbauen.

  • Bei meiner Simu hatte ich die 2*47 bzw. 1*100uF als Summe konstant gelassen, um keine neuen Probleme durch höheren Einschaltstromstoss zu provozieren. Da war doch neulich ein zerstörter Gleichrichter.....

    Gruß Christof

  • Hier mal eine schematische Darstellung des Streufelds. Von oben ist das eine (halbwegs) runde "Wolke".

    Es gibt auch Versionen, da verteilt sich die Spaltbreite auf den Innen- und die beiden Aussenschenkel (erkennt man an einer durchgehenden (Papp-)Einlage. Dann gibts an den Aussenschenkeln auch ein Streufeld...


  • Jetzt habe ich mich nochmal mit dem Thema beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Aufbau, diese Drossel auch für die Endstufenversorgung zu nehmen, wegen deren schwankendem Stromverbrauch vielleicht Schwingungsgefahr heraufbeschwören könnte?

  • So, meiner einer mal wieder :)

    Ein paar Fragen zum Einbau der Drossel hätte ich noch.


    Die Schraublaschen sind etwas kürzer als das Trafoblech.

    Ungefähr 1mm (siehe Bild, da passt ein 1€ / zwei Plektren dazwischen) .


    Ich würde jetzt mit Scheibchen die Differenz ausgleichen,

    damit die Drossel plan auf dem Gehäuseblech liegt.


    Oder .. ist das so gewollt und man zieht mit den Befestigungsschrauben

    die Drossel plan aufs Blech ?


    Soll/darf/muss die Drossel überhaupt plan aufliegen ?


    Eine andere Idee/Möglichkeit wäre (wenn die Drossel keinen Kontakt zum Blech haben soll (Wirbelströme)) dass man zwischen Drossel und Blech einen Nichtleiter klemmt (Pappe, Gummi ?)

    und Gummischeibchen verwendet.


    Wahrscheinlich verkompliziere ich das ganze ein wenig,

    aber wenn man hier schon befürchtet, dass ich Schweizerkäse erzeuge,

    frage ich halt lieber mal bei euch nach ^^


    Grüßle Harry

  • Diese "Schwingung" liegt bei wenigen Hz, ist stark bedämpft und ist bei vielen Gitarreros sogar sehr erwünscht. Nennt sich "Sag-Effekt".

    Ja, das wäre Die nette Variante, aber vielleicht lieber irgendwie mit Vorsicht in Betrieb nehmen, dachte ich mir. :-).

  • Mach doch nicht son Heckmeck :D ,


    Die Laschen passen sich an beim festziehen ;) ,Baller das Ding gut an,und feddich :D :D :D

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