Hilfe mit Static Geräusch Ampeg Reverberocket R12R-B BJ1964

  • Hab es noch nicht ganz verstanden. Was genau bedeutet das denn, ein "kurzgeschlosser Stecker"? Also ein Klinkenkabel, bei dem du Tip auch auf Masse legst?

    Bin sehr gespannt auf den Versuch mit nur einer isolierten Buchse muss ich sagen.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Kurzgeschlossener Stecker = Stecker mit tip auf ring gelötet.

    So, jetzt ist eine einzelne ISOLIERTE Buchse drin, die hängt zusätzlich in der Luft, da die Bohrung zu klein ist, die Buchse ist mit 1M gegen Masse und 47k gegen Gitter und in nicht genutztem Zustand gegen Masse geschaltet.

    Dafür musste ich den Massebus erweitern, da jetzt nicht mehr die Buchsen übers Chassis die Masse zum Board bringen, sondern umgekehrt vom Board mit Masse versorgt werden. Dafür habe ich den Punkt auf dem Massebus, der am weitesten links auf dem Board liegt, ganz links mit dem Massepunkt vom Kathodenwiderstand verbunden, von dort geht es (inzwischen gekürzt, da war sowas wie eine Schleife, also einmal im Kreis verkabelt) direkt an den Becher = Sternpunkt, von dort EINMAL auf Chassis. Wie oben beschrieben sind alle anderen Chassis Verbindungen beseitigt, es ist für mein Dafürhalten ein richtiger Bus am Stern.

    Es brummt immer noch unverändert. Bilder unten.

    Meine neuen Masseleitungen sind jetzt weiß, dass ich die später wieder finde.

    EDIT1:

    Ich habe noch den neuen Schaltplan beigefügt.

    Und folgende Beobachtung: selbst wenn ich jetzt die ersten drei Röhren rausziehe, also nur noch PI und leistungsröhren, brummt er, aber sehr leise. Das Brummen ist da, unabhängig davon, ob ich den Eingang zum PI aus Masse lege oder nicht, das ändert nur, ob es leicht rauscht. Früher hatte ich da schon mal „dead silent“ festgestellt, entweder hat sich das geändert, oder ich bin jetzt brumm-sensibler. Mit jeder zusätzlichen Röhre, die ich reinstecke, wird das mehr, und natürlich nimmt das Rauschen zu. Also doch ein Filterproblem am Netzteil? Im nächsten Schritt werde ich alle Spannungen außer A, B, C abklemmen und mal sehen ob es dann noch brummt, wenn nur PI und Leistungsröhren drin sind.

    EDIT2:

    Nun sind D, E, F direkt an den jeweiligen Widerständen des Netzteils abgeklemmt, und die Röhren 1-3 sind nicht im Amp, es läuft also wirklich nur noch PI sowie Leistungsröhren und deren Stromversorgung. Und das Brummen ist noch da.

    Allerdings ist der 40uF im Becher noch bestromt, das habe ich nicht abgeklemmt.

    EDIT 3: Auch ohne die PI Röhre drin brummt es, und auch die C Bestromung habe ich nun abgeklemmt, inkl. des Anschlusses zum 10uF am Becher.

    Aktiv genutzt werden nun noch

    - 60uF im Becher für A,

    - der 150R mit dem separaten 20uF für B

    - die Kathodenbeschaltung: 25uF im Becher sowie 140R/10w

  • Moin,

    Wenn der ohne Vorstufen Röhren brummt,ist das die PSU,Heizung,etc....auch noch möglich,das die Push pull Endstufe da nicht richtig arbeitet (Röhren gematched?Anoden und Gitter,Kathoden Widerstände alle Top?),wenn ich bei mir Power einschalte,höre ich ein ganz leises brummen,schätze mal heizung,aktiviere ich nun Standby (bei mir kein reiner mute,da mit R gebypasst zum Schutz der GR Röhre),und schalte die Endstufe ein,ist das weg,ausgelöscht durch die PP Endstufe.

    Edit: War auch einer der Gründe,warum ich nach dem Ruhestrom der Röhren gefragt habe, wenn die Endstufe nicht mehr symetrisch arbeitet,Brummts halt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Hendrixianer (30. Januar 2022 um 11:19)

  • Was ist mit dem negative Feedback? Wenn du den Feedbackzweig abklemmst, ändert das was?

    Ich muss mir den PI nochmal anders arrangiert aufmalen, so verstehe ich den noch nicht so ganz. Vielleicht ist da auch noch irgendein Hebel :/

    Denke nur laut... :/

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • von BTB,

    <X Da haste aber hoffentlich Glück gehabt,die haben mir 2x Schrott geliefert,sollten NOS und gematched sein,bekommen habe ich gebrauchten Schrott,ungematched,kurz vorm verrecken,bei denen bestelle ich nie wieder <X

    Würd an Deiner stelle trotzdem mal messen,wie die Spannungen an den Endröhren ist,und der Ruhestrom,obs da große unterschiede gibt,zur Not halt neu abgleichen.

  • <X Da haste aber hoffentlich Glück gehabt,die haben mir 2x Schrott geliefert,sollten NOS und gematched sein,bekommen habe ich gebrauchten Schrott,ungematched,kurz vorm verrecken,bei denen bestelle ich nie wieder <X

    Würd an Deiner stelle trotzdem mal messen,wie die Spannungen an den Endröhren ist,und der Ruhestrom,obs da große unterschiede gibt,zur Not halt neu abgleichen.

    BTB - also ich habe da bisher eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht, aber ich messe sie mal nach, bisher habe ich sie nicht geprüft. Es sind ja auch keine NOS Röhren, sondern nagelneue JJs. Ich stecke sie ASAP in den Tester.

    Strom kann ich direkt nicht messen, ich würde mir ja an die Kathodenabgänge jeweils einen 1 Ohm Widerstand dranlöten zum nachmessen. aber das ist hier so saublöd gemacht, dass man da mordsmässig drum rum löten muss, es geht von der einen ganz tief unten im Gehäuse zu zweiten, von dort spaltet es sich dann in zwei Leitungen zu Widerstand und Elko auf, irgend eine andere Idee? Was ich einfach beibringen kann: Spannungen an den Gittern und der Anode sowie insges. an den Kathoden.

  • Sowas oder ähnliches sollte in keinem Bastler Haushalt fehlen :) ,gibts für Oktal sowie Noval Sockel:

    Bias-Messadapter Oktal, Bausatz
    Für das bequeme und einfache Einstellen der BIAS-Spannung bei Röhrenendstufen: kompletter Bausatz für einen Bias-Messadapter, der an jedem beliebigen Voltmeter…
    www.tube-town.net

    Hab mir 2 davon und einen Umschalter in nem Plaste Gehäuse gebaut,so das ich zwischen den beiden auf den Multimeter Ausgang hin und her schalten kann,so sehe ich ohne um zu stecken direkt,ob die ausbalanciert sind.

    Übrigens arbeitet das messgerät aus der Apotheke für 150 Takken nicht anders,da ein direktes messen in der Anodenleitung gerne zum aufschwingen neigt,wird da gerne drauf verzichtet.

  • Ich habe der Einfachheit halber die alten EH 7591A wieder reingesteckt, die hatte ich durchgemessen in meinem Funke Tester, mit je 33mA, "gut" ab 24, also i.O. und zusammenpassend.

    Brummt trotzdem,

    - die Kathodenspannung (5) ist bei 12,2v (ich hatte mal gelesen, die müsste bei 18v sein)

    - Anoden (3) 334 und 335v

    - Schirmbleche (4) geringfügig höher bei ca. 335-337v (?!?)

    Die JJs sind tatsächlich ca. 3dB lauter im Brumm, mit dem Handy mit Spectroid gemessen.

  • Ach der PI ist ebenfalls draußen? Das hatte ich nicht auf dem Schirm, dachte, PI und Endröhren wären drin. Du hast aktuell also nur die Endröhren drin, sonst gar nichts?

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Das ist schon merkwürdig, mit V4 drinnen war Noise, mit V4 drinnen und Gitter von V4 auf GND war kein Noise, aber ohne V4 ist wieder Noise?

    Also, da war ursprünglich Röhrengleichrichtung (klar, 1964), irgendwer (wer?) hat irgendwann (wann?) den Röhrengleichrichter durch Silizium ersetzt (und was noch alles?), sehe ich das richtig?

    Ist der Siliziumgleichrichter trafoseitig entstört und wenn ja, wie?

    Einmal editiert, zuletzt von L0E5T1 (30. Januar 2022 um 15:10)

  • hat irgendwann (wann?) die Röhrenheizung

    Du meinst sicher Röhren Gleichrichtung? :/

    Gab 2 versionen,eine mit dem SI GR und eine mit Röhre,dies ist die Version mit SI.


    EDIT 3: Auch ohne die PI Röhre drin brummt es, und auch die C Bestromung habe ich nun abgeklemmt, inkl. des Anschlusses zum 10uF am Becher.

    Wie sieht denn die Verbindung Deines Schutzleiters aus,ist die Bombenfest,Kabel in Ordnung,Widerstand zur Steckdose?

    Brummt das Ding auch evtl. mit gezogenen Endröhren?falls ja,streut da evtl. der PT in den OT?

  • Irritiert war ich dann auch, als ich es nochmal gelesen hatte ohne wie beim Schreiben über 3 Ecken zu denken. Dann hatte ich es ja schnell editiert und mich gefreut, daß es noch keiner gemerkt hatte. Aber Du hattest das Zitat wohl da schon eingefügt gehabt.

    Könnte es sein, daß das damals die ersten Geräte mit neuer und für die Zeit topmoderner Siliziumgleichrichtung waren und der Hersteller dann selbst über die Störung überrascht war, aber ausliefern musste? Weil ihnen dann nichts besseres eingefallen ist haben die einfach quick&dirty ihre Röhren vielleicht so ge(mis)matched, daß sich die Spikes über die Heizung push/pull bzw. in aufeinanderfolgenden Stufen jeweils kompensiert haben? Wäre eine Theorie.

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