Hilfe mit Static Geräusch Ampeg Reverberocket R12R-B BJ1964

  • Moin,

    Stimme Gerhard zu, mach mal ne Pause sonst siehst du den Wald vor lauter Bäumen (und Frust!) nicht mehr.

    Hier nochmal das ganze Kapitel zum Thema Grounding. Ist auch sehr anschaulich bebildert, am Ende auch nochmal ein Hinweis auf die tollen Becherelkos.

    The Valve Wizard

    Bzw.

    https://www.valvewizard.co.uk/Grounding.pdf

    Ich bin außerdem noch nicht ganz sicher, dass man die Heizung völlig ausschließen kann. Die Erdung ist sicher ein großes Problem bei dem Amp, aber ich bin nach wie vor dafür, die Heizung erst abzuhaken, wenn du es mal mit DC (Batterien oder Gleichrichtung) versucht hast. Vermutlich hilft es nicht, aber gerade bei so vertrackten, multifaktoriellen Problemen kann ich persönlich immer besser schlafen, wenn man wirklich sicher ein Thema ausschließen kann.

    Muss nicht, natürlich. Nur ein Vorschlag.

    Lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Nochmal nur fürs Protokoll:

    Es sind nicht die Röhren, es ist nicht die Heizung (oder nur zu einem geringen Teil). Es ist das Masseschema.

    Vor allem die braunen gestufften Dinger mal wieder entstuffen und die Caps dort hinbauen, wo sie gebraucht werden. Dann ALLE Masseverbingungen (auch Potis und vor allem die Inputbuchsen, die welche nicht belegt sind müssen über 1M geerdet sein sonst ist das wie ein blind eingestecktes Kabel) prüfen und nach dem Schema von Merlin B verlegen und löten?

    Danke für die klaren Worte. Aber wenn ich die Schaltung angucke, dann hat Ampeg das alles doch weitgehend richtig gemacht, die braunen Dinger sind die caps für B und E und sind auch ganz links (B, für die Leistungsröhren, an Masse über den Becher am Gehäuse links) und ganz rechts (für die Vorstufe, mit einem einzigen Chassis ground über die Klinken rechts) angeordnet und verschalten. Deiner vorgeschlagenen Logik folgend sollten der 60u und der 40u Kondensator zusammen für den Leistungsteil geerdet werden, das ist gegeben, zusammen mit dem Kathodenelko und dem OT, und alles für die Vorstufe separat, dazu müsste der 10u Kondensator im Becher stillgelegt werden, darauf lasse ich mich gerne ein.

    Bis auf den 10uF Kondensator sind die Massebereich von Vor- und Endstufe getrennt, dazwischen gibt es nochmal einen zusätzlichen Vorstufen-Massebereich, die vorhandenen Gehäuseverbindungen sind durchgängig mit Zahnscheiben versehen und dienen exklusiv der Masseversorgung der daran angeschlossenen Bereiche,

    - der gelbe Massebus über die Eingangsklinken

    - der grüne über den Dimension Poti

    - der Leistungsbereich über den Becher und Schrauböse,

    parallele Massepfade gibt es nicht, wenn ich alles richtig dokumentiert habe. Das passt doch alles mit Deinen Vorschlägen zusammen?

    Durch die offenen Klinken wird doch allenfalls Rauschen, aber kein Brummen reingetragen?

    Was mich stutzig macht:

    - Im tremolo Oszillator wir teilweise auf die gelbe und teilweise auf die blaue (Chassis) Masse abgeleitet, das wäre aber leicht zu ändern, indem nicht über die Poti Gehäuse, sondern über den Bus an Masse angeschlossen wird

    - In der Reverb Recovery wird einmalig auf gelb an dem 22k Widerstand, sonst immer auf Grün abgeleitet.

    Aber evtl. Gibt es dafür triftige Gründe? Ich könnte mir vorstellen, dass dies ausschließlich aus praktischen Gründen so erfolgt ist: die Tremolo Potis sind weit links, dort ist keine gelbe Masse verfügbar.

    Sonst kann ich beim besten Willen nix sehen.

  • Hallo,

    Am Anfang, tw. noch im Thread im anderen Forum, hattest Du doch eine sehr systematische Vorgehensweise:

    Von der Endstufe rückwärts jeweils eine Vorstufenröhre ziehen und das jeweilige Folgesystem checken.

    Dabei war doch zumindest eine Quelle auch schon auf die Beschaltung zwischen V3 und V4 lokalisiert. Insofern würde ich auf die 470k-Eingangswiderstände, den 500pF-Kondi oder deren lokale Masseanbindung, oder, wie Christof schon schrieb, über Filament von V4 tippen.

    Ein Multimeter kann übrigens einen Widerand gut finden, auch wenn er es für Audio nicht mehr ist, genauso bei einer korrodierten Masseverbindung, insofern komplett tauschen und Heizung ggf. noch über Batterie oder RCR-Filter.

    Ist V4 dann ruhiggestellt, geht es eben eventuell mit V3 weiter.

  • 1. Die oben in Frage gestellten Röhren sind nicht das Problem, ich habe nochmal alle einzeln ausgetauscht und das hatte keinerlei Einfluss auf den Brumm.

    2. Die Argumentation, die sich jetzt einstellt, überrascht mich doch und lässt mich auch etwas ratlos zurück:

    - Was gibt es denn systematischeres als einen Schaltplan?

    - Der Schaltplan zeigt nach meinem Dafürhalten, dass Ampeg sich weitgehend an die Vorgaben gehalten hat, die Lothy beschrieben hatte, bis auf ein paar Stellen, über die man sich nun hermachen könnte?!

    - Der Übergang von V3 auf V4 ist in sofern fragwürdig, als dass es ab V4 symmetrisch (push-pull) wird, wenn es da nicht brummt, kann das entweder sein, dass da nix brummt, oder dass es sich auslöscht. Und absolut alle Bauteile rund um V3 habe ich bereits testweise gewechselt, ohne jeden Erfolg. Ausserdem hatte man ja in den Oszi Aufnahmen gesehen, dass im Netzteil überall ein 100Hz Brumm drauf ist, auf allen Stufen.

    Wenn mir nix besseres einfällt, werde ich vmtl. folgendes unternehmen:

    - die oben angegebenen fragwürdigen Stellen am Tremolo und am Reverb mal anders auf Masse verlegen

    - dann doch die Potis alle Chassis-frei anschließen und dafür den Massebus auf der Platine verlängern, den vorderen Bereich mit dem Masseschluss über die Eingangsbuchsen würde ich erst mal lassen

    - dann den 10uF Elko im Becher lahmlegen (also dem 40er zuschlagen), und den weiter rechts im Amp diskret einbauen

    - dann die Eingangsbuchsen anders verschalten, dann muss aber der Massebus auf den Sternpunkt oder anderweitig ans Chassis (warum kann man nicht gleich die Buchsen lassen, die machen doch genau selbiges?)

  • - dann die Eingangsbuchsen anders verschalten, dann muss aber der Massebus auf den Sternpunkt oder anderweitig ans Chassis (warum kann man nicht gleich die Buchsen lassen, die machen doch genau selbiges?)

    Mir drängt sich die Frage auf, ob Du die Sachen alle gelesen hast, welche wir Dir hier in unserer knappen Freizeit ausklamüsern.

    Oder Du hast es einfach nicht verstanden.

    Elektrisch ist da kein Unterschied, brummtechnisch aber schon. Und zwar gewaltig. Genau deshalb brummt Deine Kiste nämlich. Masse ist nicht gleich Masse. Es ist wichtig Wo welche Masse GENAU liegt. Es ist eben nicht egal ob die Buchsen am Gehäuse geerdet sind oder am Massebus oder noch schlimmer am Becherelko direkt. Und das gilt für alles was geerdet wird.

    Das steht doch alles in dem Blencow PDF. Bitte lesen und fragen, was Du nicht verstanden hast.

  • Ja, Andreas, Du hattest aber selbst schon festgestellt, daß mit Gitter V4 auf "Masse", Ruhe war, an dem Punkt würde ich das an Deiner Stelle doch weiterverfolgen.

    Danke Micha, so war es nicht gemeint, habe mich ja selbst bisher den ganzen Thread erfolgreich zurückhalten können und bin eigentlich auch schon wieder fertig. In Foren ist es manchmal ein bischen auch wie in der Politik.

  • Mir drängt sich die Frage auf, ob Du die Sachen alle gelesen hast, welche wir Dir hier in unserer knappen Freizeit ausklamüsern.

    Oder Du hast es einfach nicht verstanden.

    Elektrisch ist da kein Unterschied, brummtechnisch aber schon. Und zwar gewaltig. Genau deshalb brummt Deine Kiste nämlich. Masse ist nicht gleich Masse. Es ist wichtig Wo welche Masse GENAU liegt. Es ist eben nicht egal ob die Buchsen am Gehäuse geerdet sind oder am Massebus oder noch schlimmer am Becherelko direkt. Und das gilt für alles was geerdet wird.

    Danke für die direkte Ansprache. Ich lese mir das alles durch, und ich meine, es auch grundsätzlich verstanden zu haben, ohne dass ich jetzt eine Prüfung darüber ablegen könnte. Und nochmal, ich meine, dass Ampeg gemäß dieser Vorgaben keine groben Fehler gemacht zu haben scheint, und ich habe die verbliebenen offenen Punkte (ohne Verbesserungseffekt) soeben ausgemerzt, s.u. Der Amp hat jetzt genau zwei Massepunkte am Chassis: einer links, am Becher, da ist das Leistungsteil, und einer rechts, für die Vorstufe, nein, nicht über eine separate Öse, sondern über die Eingangsbuchsen, aber ich kann nicht verstehen, warum die diese Rolle nicht übernehmen dürfen, wenn ich sonst direkt daneben einen Massepunkt mit einer Öse ans Chassis setzen würde?

    Der separate 20uF Elko für B ist über den Becher auf Masse/Chassis, wie der gesamte Leistungsbereich, der separate 20uF für E ist über die Eingangsbuchsen auf Masse/Chassis, wie der gesamte Vorstufenbereich inkl. PI. Einzig der 10uF Elko im Becher (C) ist zwar für die Vorstufe und den PI, aber noch bei den Leistungselkos mit auf Masse. Ich habe den testweise stillgelegt und einen separaten 10uF Elko ganz rechts mit angeschlossen, aber es hat nichts gebracht.

    Der neue Schaltplan ist unten angehängt, wo soll da eine Masseschleife sein und war passt da nicht? Dann bitte erkläre es mir, ich meine, dass die Vorgaben alle eingehalten sind. Kein Poti/Gehäusekontakt wird mehr genutzt (außer für ein paar isolierte Kabelführungen, die sind aber nie im Schlaltkreis und immer nur einseitig angeschlossen). Die beiden Vorstufen-Massebusse sind nun verbunden. Leistung am Chassis ganz rechts, Vorstufe ganz links. Er brummt immer noch, nicht sehr, aber es brummt.

    Ja, Andreas, Du hattest aber selbst schon festgestellt, daß mit Gitter V4 auf "Masse", Ruhe war, an dem Punkt würde ich das an Deiner Stelle doch weiterverfolgen.

    Das werde ich, wenn alle Stricke reissen als nächstes machen, und zwar durch komplettes abklemmen der jeweiligen Bereiche. Aber nochmal, das kann am PI auch einfach ruhig gewesen sein, weil sich der Brumm prima wegen push-pull ausgelöscht hat.

    Und ich werde die Eingangsbuchsen testweise abnehmen, durch eine einzelne isolierte ersetzen, und einen separaten Massepunkt setzen. Und wenn das nichts bringt, den Bus auf den Sternpunkt am Becher schalten.

  • Für mich wären 2 versch Stellen am gehäuse die als Massepunkte dienen,+ die Buchsen die da nicht isoliert auch am Gehäuse,die Potis ebenfalls schon ein paar stellen zu viel,wo das gehäuse als Masseleiter dient,was ja nicht sein soll.

    sternmasse ist nach wie vor ein gutes konzept,heißt aber auch,das es nur eine! Stelle für die masse gibt,und eine seperate für den Schutzleiter Anschluss.

  • Nee, Micha, warst da schon ganz richtig, ist ja wie in der Politik, muß man immer mal wieder auch in den ganzen Raum gucken, nicht immer nur verbissen ins Manuskript.

    Was Massekonzept angeht, wenn da nicht vorher schon einer in dem Amp herumgefuhrwerkt hat, dann würde ich das ganz haarscharf so lassen wie es ursprünglich war, außer man weiss ganz genau was man tut. Die bei Ampeg haben ganz genau gewusst was sie tun und viel Entwicklungserfahrung mit jedem ihrer Geräte obendrauf. Das ist was zum lernen, nicht zum verändern.

  • Sind die Input Buchsen alles Schaltbuchsen? Dh. Wird der Eingang auf Masse gelegt, wenn nix drin steckt?

    es sind alles Schaltbuchsen, und genau wie in meiner Zeichnung dargestellt wird keine auf Masse gelegt, wenn nichts eingesteckt ist.

    Für mich wären 2 versch Stellen am gehäuse die als Massepunkte dienen,+ die Buchsen die da nicht isoliert auch am Gehäuse,die Potis ebenfalls schon ein paar stellen zu viel,wo das gehäuse als Masseleiter dient,was ja nicht sein soll.

    sternmasse ist nach wie vor ein gutes konzept,heißt aber auch,das es nur eine! Stelle für die masse gibt,und eine seperate für den Schutzleiter Anschluss.

    die Buchsen sind die zweite Stelle, und genau so soll es doch wohl,sein, eine Stelle nahe am Trafo für den Leistungsteil, eine Stelle weit weg davon für den Vorverstärker.

    Was Massekonzept angeht, wenn da nicht vorher schon einer in dem Amp herumgefuhrwerkt hat, dann würde ich das ganz haarscharf so lassen wie es ursprünglich war, außer man weiss ganz genau was man tut. Die bei Ampeg haben ganz genau gewusst was sie tun und viel Entwicklungserfahrung mit jedem ihrer Geräte obendrauf. Das ist was zum lernen, nicht zum verändern.

    Je nachdem, we, man glaubt. Die einen sagen, dass man da bloß nichts ändern soll, die anderen sagen, dass Ampeg Masseschleifen einbaut.

  • Hi,

    Also was wohl klar sein dürfte ist, dass es niemals gut sein wird, mehrere Verbindungspunkte zur Schaltungsmasse (aka Chassis) zu haben. Man kann Untergrüppchen bilden, Busse oder mehrere Pfade machen. Aber es sollte nur ein einziger Punkt auf das Chassis gehen und i.d.R. ist das eine Schraube mit Lötösen, wie der Schutzleiteranschluss auch.

    Wenn das Erdungskonzept von Ampeg ja so toll ist und man davon lernen sollte, oben genannte Aspekte nicht einzuhalten, dann frage ich mich, warum der Amp dann so dermaßen brummt. Die Heizung wird ausgeschlossen weil... Ja weil eben. Und die Masse wird ausgeschlossen, weil Ampeg ja wohl weiß, was gut ist.

    Okay, dann brummt der Amp wohl durch nen Hausgeist, denn es gibt ja keinen Grund. Alles gut, oder? ;)

    Lieben Gruß,

    Max <3 :*

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hier ein Beispiel vom Guitologist, wo genau das passiert ist:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Gruß

    Gerhard

  • Dann wären immer 2 Verbindungen zum Steuergitter offen. Das ist fast so, als würdest Du ein Kabel ohne Gitarre einstecken. Kein Wunder dass das brummt.

    Ich habe bei allen Tests immer einen kurzgeschlossenen Stecker drin, gerade um das zu verhindern. War weiter oben schon mal Thema.

    Morgen kommt mal eine einzelne sauber geschaltete Buchse rein.

  • Na wenn das jetzt der Fehler wär,ich würd mich wech schmeissen ;( ^^ .

    Wirklich als Schaltbuchse aufgemalt ist auch nur die obere der 3,wo A und M als Stereo Buchsen aufgemalt sind.

    Das würde Tatsache einiges erklären., und auch schnell mit Krokoleitung getestet.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!