Effektgerätegehäuse Lackieren - Gesammelte Erfahrungen

  • Mit den letzten paar Gehäusen habe ich mehr Erfahrungen (in Form von bezahltem Lehrgeld) gesammelt als mir lieb war. In diesem Thread möchte ich diese gern mit euch teilen und auch gern eure Erfahrungen lesen.


    Problem 1:

    Ein Farblack auf Harzbasis mit nem Klarlack auf Acrylbasis überlackieren. (Eigentlich denke ich, dass acryl hier die Farbpartikel beschreibt. Ich meine also einen Klarlack aus einer Acrylfarb reihe)

    Das Problem ist, dass das Ergebnis plötzlich Elefantenhautartige Falten erzeugt. Vermutlich schrumpft der Acryllack beim trocknen und so kommt es zu den Falten.

    Lösung 1: Niemals mit Acryl über Harz


    Problem 2:

    Acryllack als farbe, darauf dünne Wasserschiebefolie und im Anschluss Acrylklarlack. Obwohl die Wasserschiebefolie abgetrocknet wirkt, bilden sich unter der Folie an ein-zwei stellen größere Blasen. Wenn man hier zu viel Klarlack aufträgt, dann verwischt der Wasserschiebefolienaufdruck.

    Lösung 2: Anfangs extrem dünne Klarlackschichten (die dann evtl. noch keine glatte oberfläche bilden). Sobald man eine blase sieht, abtrocknen lassen und die blase ausstreichen. Dann wieder mit dünnen Klarlackschichten weiter. Erst wenn sich keine blasen mehr Bilden kann man auch etwas dicker lackieren.


    Problem 3:

    Lacke auf Wasserbasis decken nicht.

    Lösung 3: Eventuell hilft es, mit weiß (zB. auf acrylbasis) zu grundieren. Meine Erfahrung ist aber, dass man viel mehr schichten benötigt und jede schicht viele Stunden Trocknungszeit benötigt.



    Ideal ist also aus meiner Farbe in Acryl. Die trocknet sehr schnell ab und man kann problemlos im 30min takt schichten auftragen. Darauf dann die Wasserschiebefolie und zum versiegeln einen Klarlack auf Harzbasis. Der Lack auf Harzbasis braucht sollte Lange abtrocknen. Vorsichtig grifffest wird er nach 24Stunden. Aber wenn man will dass sich Unterlegscheiben nicht in den Lack drücken muss der eher so drei tage trocknen (bei mir sind eher die unterlegscheiben im lack... sieht man eh nicht :P)


    Von Lacken auf Wasserbasis rate ich generell ab. Und Farblacke auf Harzbasis lassen sich nur mit entsprechendem Klarlack versiegeln. (da hab ich null (positive) erfahrung)


    Viele Grüße,

    Simon

  • Ich finde den Thread super! :) Gerade wenn man noch kaum Ahnung davon hat und Lacke im Internet bestellt ist das manchmal echt schwierig. Außerdem wird man wohl schwerlich Informationen dazu finden wie Lack xy auf eine Tinenstrahl bedruckte Wasserschiebefolie reagiert. Freue mich mich über jeden Tipp der verhindert das ich irgentwas 3 mal neulackieren muss.

  • Hey Ihno ich hab Wasserschiebefolien immer mit Laser bedruckt. Was mich etwas nervt ist, am anfang hat das super funktioniert, weil ich per zufall acryl-farb-lacke und nen harzbasierten klarlack hatte. Dann war der klarlack leer und seitdem ist mir kein 'guter' lack mehr gelungen. Ich hab jetzt nen acryl-klarlack und selbst mit dünnen schichten geht mir immer eine ecke der wasserschiebefolie kaputt. Ich nehme diese kleinen schönheitfehler nun hin, aber lieber wäre mir, wenn es perfekt wäre :D

  • Liebe Leute,


    ich bin ja seit einiger Zeit Fan davon meine Gehäusedesigns mit Posca-Stiften per Hand zu erstellen. Besagte Stifte gibt es in unterschiedlichsten Farben und Stärken. Die Farbe / Tinte ist auf Wasserbasis und trocknet sehr schnell. Des Einzige, was noch verbesserungsfähig ist, ist die Haltbarkeit.


    Deshalb die Frage - kann ich nach dem Durchtrocknen der Oberfläche einfach mit einem ordentlichen Autoklarlack (auf Lösungsmittelbasis) überlackieren oder verträgt sich das nicht mit den Posca-Stiften?

    Acrylklarlack ginge ja im Prinzip auch, der hält nur wieder nicht ordentlich bzw. ist selbst ziemlich kratzempfindlich.


    2. Frage - grundiert ihr eure Gehäuse vor dem Lackieren mit einem Aluprimer oder kommt gleich lack drauf? Welchen Lack könnt ihr hinsichtlich ordentlicher Haltbarkeit empfehlen?


    LG


    Markus

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