Surfy Industries Surf Vibe

  • Hier die Messwerte der Bauteile.


    Kondensatoren (Messwerte von Bauteilmessgerät):


    C1 2.281pF (2,2nF)

    C2 869pF

    C3 872pF

    C4 29,25uF

    C5 1.751nF (1,7uF)

    C6 2.908nF (2,9uF)

    C7 9.633pF (9,6nF)

    C8 2.658pF (2,6nF)

    C9 2.472pF (2,4nF)

    C10 3.018nF (3uF)

    C11 2.018nF (2uF)

    C12 220uF Elko

    C13 1.252nF (1,25uF)

    C14 1.986nF (1,9uF)

    C15 24,76uF

    C16 1.120nF (1,1uF)

    C17 1.208nF (1,2uF)

    C18 1.386nF (1,3uF)

    C19 541,9uF

    C20 544,9nF

    C21 1.038nF (1uF)


    Dioden (Messwerte von Bauteilmessgerät):


    D1-D24 in 2 Doppelreihen zu 8 Stk., 3 Pins, Aufdruck „74t“

    D8 LED rot SMD

    D27 wie D1-24

    D28 LED rot

    D29 Aufdruck „A7“


    Widerstände: (Wert gemäß Aufdruck), Messwert


    R1 (1504) 1,5M

    R2 (2204) 2,2M

    R3 (3901) 3,9k

    R4 (3901) 3,9k

    R5 Trim 20k

    R6 (3302) 33k

    R7 (3303) 330k

    R8 (1004) 1M

    R9 (2201) 2,1k

    R10 (2204) 2,2M

    R11 (2201) 2,1k

    R12 omit

    R13 (2201) 2,2k

    R14 (4702) 47k

    R15 (1500) 150R

    R16 (1002) 10k

    R17 omit

    R18 trim 10k?

    R19 (1802) 18k

    R20 (1503) 150k

    R21 (4702) 47k

    R22 (2204) 2,2M

    R23 (4702) 47k

    R24 (1003) 100k

    R25 (1001) 1k

    R26 (4702) 47k

    R27 (2204) 2,2M

    R28 (6802) 68k

    R29 (1202) 12k

    R30 (4702) 47k

    R31 omit

    R32 (1003) 100k

    R33 (1802) 18k

    R34 (2201) 2,2k

    R35 (1002) 10k

    R36 (1004) 1M


    Transistoren (Werte von Bauteilmessgerät):


    Q1 „W6D“ NFet 915mV Id 2,7mA @Vg 341mV

    Q2 „W6D“ ?? N-E-IGBT ?? 883mV Vt 65mV

    Q3 „W5D“ NFet 915mV Id 2,7mA @Vg 391mV

    Q4 „1G“ BJT-PNP hFE 420 Ube 675mV Ic 6mA, Iceo 1,6mA Ices 0,14m

    Q5 „1G“ offen (leider nicht auslesbar)


    Sonstige:


    Poti Intensity B250k 9mm print

    Poti Speed C50k ?? 9mm print

    SPDT Switch On-On Sweep-Vibrato

    3PDT Fußschalter

  • Es folgen die Messwerte in unterschiedlichen Betriebsmodi.


    Input-Voltage (9V Block) 9,68V


    Folgende Bauteilwerte sind konstant, unabhängig von der Schalter- und Potistellung (Angaben in V):


    Q1:

    1 0,00

    2 1,11

    3 6,99


    Q2:

    1 0,00

    2 0,87

    3 7,32


    Q3:

    1 0,00

    2 1,10

    3 6,31


    D27:

    1 9,61

    2 9,21

    3 9,61


    D29:

    1 4,16

    2 3,60-3,70

    3 7,32


    1. Sweeping, Potis beide ganz links


    Q4:

    1 6,41

    2 2,46

    3 2,82


    Q5:

    1 0,00-7,00

    2 0,00

    3 0,50-0,60


    TP1: 1,11

    TP2: 0,87

    TP3: 1,10

    TP4: 6,40

    TP5: 2,46

    TP6: 0,00-7,00


    2. Sweeping, Potis beide ganz rechts


    Q4:

    1 6,42

    2 2,40-2,50

    3 2,83


    Q5:

    1 3,50-3,80

    2 0,00

    3 0,60


    TP1: 1,11

    TP2: 0,87

    TP3: 1,10

    TP4: 6,38

    TP5: 2,40-2,50

    TP6: 3,50-3,80


    3. Vibrato, Potis beide ganz links


    Q4:

    1 6,39

    2 2,46

    3 2,85


    Q5:

    1 0,00-3,80

    2 0,00

    3 0,50-0,60


    TP1: 1,11

    TP2: 0,87

    TP3: 1,10

    TP4: 6,38

    TP5: 2,46

    TP6: 0,00-8,00


    4. Vibrato, Potis beide ganz rechts


    Q4:

    1 6,38

    2 2,40-2,50

    3 2,70-2,80


    Q5:

    1 3,50-3,80

    2 0,00

    3 0,59


    TP1: 1,11

    TP2: 0,87

    TP3: 1,10

    TP4: 6,38

    TP5: 2,40-2,50

    TP6: 3,50-3,80

  • smellslikebleach

    Changed the title of the thread from “Surf Vibe” to “Surfy Industries Surf Vibe”.
  • Hallo

    Wow, du startest ja richtig durch.


    Sieht wie eine sehr direkte Umsetzung des Magnatone Vibratos aus, mit Zenerdioden statt Varistor.


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw1DwX6pSu-p3ArvmY7SBimW

    Ketten von Schottky-dioden BAS70. SMD. Könnte aufwendig werden,

    die zu bekommen. Gibts die auch mit Drähten?


    Das Dokument ist übrigens "hilfreich" ;)

    Hier die Fotos.

    Dankeschön. Ich setz mich mal dran, könnte aber

    sein, dass es noch Fragen gibt, es gibt wesentlich

    mehr Verbindungen auf der anderen Seite der

    Platine.


    Der LFO scheint aber gleich zu sein.


    Gruß


    Torsten

  • Hallo,


    anbei ein paar Skizzen:



    Der LFO (zumindest der eigentliche LFO) sieht aus wie im Surfytrem. Allerdings gibt es da noch einen wunderlichen Kondensator C19, da ist nicht zu erkennen, wo der hingeht.



    (ähem 9V heißt Batterie/Netzteil, in den anderen Teilen ist 9V hinter R18).


    Der Eingangs-JFET steuert gleich die erste STufe an:



    Die ganze Beschaltung sowohl des Fußschalters (standby) alsauch die Sweep-Schalter (R7 und R8) ist auf den Photos nicht zu erkennen:




    (Das J2N3819 ist Blödsinn)


    Die Schaltung orientiert sich stark am Original des 280T, wenn ich auch nicht sicher bin, ob die Diodenkette die gleichen Widerstands- und Phasenschieberwerte erreicht wie die Varistoren im Original.


    Gruß


    Torsten

  • Hallo smellslikebleach,


    Moin Torsten. Vielen Dank für die Detektivarbeit. Kann ich denn aktuell irgendwo was beisteuern? Weitere Fotos oder Messwerte?

    also mich interessiert ja auch bloss die Schaltung, ich will hier keine Arbeit verteilen ;)


    Aber da du das Gerät ja sicher irgendwann zurückgeben musst, kann ich nur sagen, dass es ein paar Ecken gibt, bei denen ich mir unsicher bin. Das sind, was die Messwerte angeht:

    • Spannungen und Beschaltung an der einzelnen Doppeldiode D29, d.h. die Spannungen und ob der mittlere Kontakt frei ist. (Es sieht so aus, dass D29 -- temperaturempfindlich --, die Vorspannung zwischen Emitter und Kollektor von Q4 und an den Diodenstrecken an die Temperatur anpasssen soll.)
    • die Spannungen über den Diodenstrecken selbst (also die beiden Reihenhaussiedlungen auf der Platine -- die zwei getrennten Eingänge einmal oben bei der linken und dann links bei der rechten). Am besten bei zugedrehtem Intensity-Regler, damit die Spannungen konstant bleiben.
    • Dazu die Spannungen über den Vorwiderständen. um den Diodenstrom zu bestimmen.
    • Die obere Biasspannung am Kollektor von Q4 (der mittlere Anschluss) -- insbesondere, ob die Spannung sich dort wirklich weniger bewegt als die Spannung am Emitter (bzw. an R33, R26, R30)

    und, was Leiterzüge etc. angeht, wäre eine Nachkontrolle der eingezeichneten Verbindungen (insbesondere der gestrichelten und gebogenen) sinnvoll. Dazu ist offen (und ich hab zum Teil auch geraten, weil schlecht erkennbar und nur im Vergleich mit dem Original logisch:(

    • Die Verbindungen (Durchkontaktierungen) A-B-R23
    • überhaupt alle Verbindungen zu und hinter den 47k-Widerständen R21, R23, R26, R30,
    • Gibt es eine Durchkontaktierung bei "N" (Nähe Kathodynschaltung/Q4).
    • Die Funktion des Schalters oben -- wo geht des hin? Evtl. an die oberere Ebene des Fußschalters -- in der Werbung ist für "Sweep" von einer internen Rückkopplung die
      Rede.

    Bei dieser Art von beschichteter Platine sind die Lichtverhältnisse meist schwierig, da sind Leiterbahnen schwer zu erkennen. insbesondere auf der Oberseite. Da ist m.E. bei so kleineren Dingen eine händische optische Kontrolle (und die Platine so drehen, dass man die Schatten besser sehen kann) schneller als viele Fotos.


    Wenn noch Fotos, dann von der Schalterseite (ohne Batteriekabels ;-)



    Ach so, könntest Du -- ungefähr -- die kleinste und größte Geschwindigkeit des LF0 abschätzen -- mit Stopuhr, Handy oder "einundzwanzig"-Zählen?


    Hintergrund ist folgender:


    Ich hatte da was mit dem Speed Poti missverstanden, dachte, das wären 100k und lese gerade, der Speed-Regler im LFO hat aber nur 50k. Auf dem Breadboard war ich soweit gekommen, dass eine fast gleiche Schaltung bei Speed 1k bis 47k schwingt:

    • Speed-Regler 1k, 2k2, 4k7, 10k, 22k und 47k,
    • Transistor BC549C, beta etwa 550,
    • die drei Kondensatoren (C14, C16 und C17 mit 4n7, 2n2, 2n2 (das mit dem ersten doppelt so großen Kondensator findet sich auch bei Fender) und damit Frequenzen von 3kHz bis 1kHz.
    • mit 2,2µF, 1µF und 1µF, und das würde ja in etwa mit deinen Messungen übereinstimmen, wären das etwa 2Hz bis 6Hz.


    Gruß


    Torsten


    P.S. Ach so, auch wenn die Frage u.U. etwas philosophisch ist -- haben die Kisten (ausgeschaltet) einen Eigenklang? Also ausgeschaltet im Gegensatz zu gar nicht vorhanden?

  • Hallo allerseits,


    anbei zunächst die Ergebnisse für den LFO auf dem Breadboard:


    Die Schaltung -- P1 ist ein Stufenschalter mit verschiedenen Widerstandswerten: 1k, 2k2, 4k7, 10k, 22k, 47k ... (bei größeren Werten schwang die Schaltung nicht).



    Dem liegt die Annahme zugrunde, dass C19 vom Kollektor von Q5 gegen Masse geht.

    Dann zunächst drei Kurvenverläufe ohne C19.


    Ach so, vor dem SW-Scope lag ein Spannungsteiler 1:10:


    P1 und Vorwiderstand 1k -- ’530Hz und ~5,6Vpp:



    Vorwiderstand und P1 10k -- ~270 Hz und ~7,4Vpp:



    und 47k -- ~180Hz und 6,9Vpp




    Jetzt das gleiche nochmal mit C19:


    Vorwiderstand und Speed 1k -- ~610Hz ~7,1Vpp


    10k: -- ~280Hz und 7,8Vpp



    47k -- 190Hz & 7,4Vpp



    Nun, viel glättet C19 nicht (ist auch nur eine Vermutung, dass C19 gegen Masse geht -- so genau sieht man das auf den Fotos nicht). Mit größeren Werten für C199 läuft der LFO nicht bei allen Potistellungen.


    Diese Schaltung lief auch noch bei weniger als 9V (knapp 8V) -- sollte also auch an der Batterie stabil funktionieren.


    Die Kurven sind natürlich nicht schön (da muss noch gefiltert werden) aber zumindest läuft der LFO so und die Kondensatorwerte passen (nach Multiplikation) zu den gemessenen -- für die Anwendung müssten dann die Kondensatoren einhundert mal so groß sein, um mit dem LFO zwischen etwa zwei und etwa sechs Hertz zu kommen.


    Gruß


    Torsten

  • Hallo,


    weiterhin sieht es jetzt auf den Fotos so aus, dass der Vibrato/Sweep-Schalter dem

    Effektsignal etwas vom Eingang zumischt (und genau das dann mit dem Fussschalter wieder abgeschaltet wird.


    smellslikebleach: Es scheint da auf der Oberseite der Platine einen Leiter vom Umschalter (einer der beiden Hooks) zwischen den beiden Klinkenbuchsen durch bis unter den Fusschalter zu laufen -- könntest du da vielleicht nochmal nachschauen?


    Aus dieser Hypothese und den neuen/geänderten Werte für den LFO jetzt neue Vermutungen für die Schaltpläne:


    Der LFO:



    Eingang und erste Stufe Modulation:



    Zweite Stufe und Ausgang:




    Any ideas / comments?


    Gruß


    Torsten

  • So, hier meine aktuelle Rückmeldung zum Vibe.


    Analog zum Trem auch hier keine True Bypass Schaltung. Das heißt das Signal wird vom Gerät nur bei anliegender Spannungsversorgung weitergeleitet.


    LFO-Speed: links ca 140bpm, rechts ca. 380bpm


    Spannung an der Status-LED: aus jeweils 8,80V, an 8,70V an Anode und 6,80-7,40V an Katode.


    Hier noch ein paar Detailfotos von Vorder- und Rückseite zu eurer Info.


    Messwerte zusätzlicher Bauteile nehme ich mir morgen mal vor, z.B. die zwei Dioden-Reihenhaussiedlungen :D


    LG


    Markus

  • Hallo Markus, hallo allerseits

    ja die Fotos sind richtig gut geworden -- ich nehme an, diesmal bei Tageslicht? ;)


    Die Verbindungsfragen sind damit weitestgehend geklärt, nur die Durchkontaktierung 'N' (neben Q4, unter der Ausgangsbuchse) wird wohl ein Geheimnis bleiben. Weiterhin nur höchstwahrscheinlich existiert die Verbindung zwischen R30 und Durchkontaktierung "C" bzw. C11.


    Die neue Skizze, was an Verbindungen auf der anderen Seite nur wahrscheinlich ist, ist gebogen gezeichnet:



    Zu Beginn wieder der LFO etc.:



    • Grau auch hier der LFO, ich nehme an, dass sich durch die Belastung durch C19 auch die Frequenzen ein bisschen ändern. Am Breadboard mit hundertmal kleineren Kondensatoren
      • Minimum 180Hz (Markus bzw. Originalschaltung 140Bpm bzw. 1,8Hz).
      • Maximum 530Hz (Markus bzw. Originalschaltung 340Bpm bzw. 5,7Hz).
    • Ansonsten ist der LFO (fast?) gleich dem beim surfytrem.
    • Blau -- Filterschaltung: ein zweifacher Tiefpass, hier müssen mglw. nur die krummen Wert vom C13, C21 und C18 überprüft werden.
    • Rosa -- Biasschaltung: Hier wird die Vorspannung für die Diodenketten eingestellt, wobei D29 zur Temperaturkompensation dient:
      • Höhere Temperatur; Dioden "durchlässiger", kleinere Spannung über D29, größere Spannung am Emitter von Q4 und kleinere Spannung am Kollektor von Q4, kleinere Spannung über den Diodenstrecken.
      • Geringere Temperatur: alles andersherum.
    • Grün -- "Kathodyn"-Schaltung: Die Werte für C15 und C22 müssten zusammen mit dem Filter und der Biasschaltung per Simulation überprüft werden, könnten aber passen.
    • Q4 scheint gleichen Typs wie Q5 zu sein; diese Stufe ist m.M.n. aber auch nicht sehr anspruchsvoll für den Transistor.


    Gruß


    Torsten

  • Hier mal die Messerwerte der gestaggten Diodenpakete - war ein ganz schöner Aufwand, aber ich hoffe das hilft:


    Sweeping Links+Links
    Diode 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
    Pin 1 2,50 2,81 3,10 3,39 3,70 4,00 4,32 4,63 4,95 5,27 5,59 5,90
    Pin 2 2,34 2,64 2,96 3,24 3,57 3,87 4,19 4,47 4,79 5,10 5,40 5,72
    Pin 3 2,64 2,96 3,24 3,57 3,87 4,19 4,47 4,79 5,10 5,40 5,72 6,04
    Pin 1 2,50 2,80 3,10 3,40 3,70 4,00 4,33 4,65 4,90 5,25 5,60 5,88
    Pin 2 2,35 2,65 2,94 3,26 3,56 3,83 4,18 4,45 4,76 5,07 5,39 5,70
    Pin 3 2,65 2,94 3,26 3,56 3,83 4,18 4,45 4,76 5,07 5,39 5,70 6,04
    Sweeping Rechts+Rechts
    Diode 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
    Pin 1 2,50 2,79 3,08 3,37 3,67 3,96 4,27 4,59 4,88 5,20 5,53 5,87
    Pin 2 2,37 2,66 2,95 3,22 3,52 3,81 4,13 4,42 4,75 5,02 5,37 5,67
    Pin 3 2,66 2,95 3,22 3,52 3,81 4,13 4,42 4,75 5,02 5,37 5,67 6,00
    Pin 1 2,50 2,80 3,08 3,36 3,65 3,95 4,26 4,56 4,88 5,19 5,49 5,84
    Pin 2 2,40 2,67 2,94 3,22 3,50 3,80 4,11 4,40 4,74 5,04 5,35 5,67
    Pin 3 2,67 2,94 3,22 3,50 3,80 4,11 4,40 4,74 5,04 5,35 5,67 6,00
    Vibrato Links+Links
    Diode 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
    Pin 1 2,48 2,78 3,10 3,40 3,71 4,03 4,30 4,61 4,93 5,23 5,56 5,88
    Pin 2 2,34 2,63 2,95 3,25 3,56 3,85 4,15 4,46 4,77 5,08 5,40 5,72
    Pin 3 2,63 2,95 3,25 3,56 3,85 4,15 4,46 4,77 5,08 5,40 5,72 6,06
    Pin 1 2,48 2,78 3,10 3,40 3,70 4,00 4,31 4,61 4,92 5,24 5,56 5,88
    Pin 2 2,33 2,64 2,94 3,25 3,52 3,85 4,15 4,47 4,77 5,08 5,40 5,72
    Pin 3 2,64 2,94 3,25 3,52 3,85 4,15 4,47 4,77 5,08 5,40 5,72 6,04
    Vibrato Rechts+Rechts
    Diode 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
    Pin 1 2,50 2,80 3,07 3,36 3,65 3,95 4,26 4,57 4,90 5,18 5,52 5,83
    Pin 2 2,37 2,66 2,94 3,21 3,51 3,80 4,08 4,41 4,70 5,04 5,35 5,68
    Pin 3 2,66 2,94 3,21 3,51 3,80 4,08 4,41 4,70 5,04 5,35 5,68 6,00
    Pin 1 2,50 2,77 3,08 3,35 3,65 3,95 4,25 4,56 4,88 5,18 5,52 5,85
    Pin 2 2,39 2,64 2,93 3,21 3,50 3,80 4,10 4,42 4,72 5,04 5,35 5,68
    Pin 3 2,64 2,93 3,21 3,50 3,80 4,10 4,42 4,72 5,04 5,35 5,68 6,00
  • Hallo Markus,


    die Tabellen muss ich nochmal in Ruhe anschauen ...


    Erstmal, was noch offen war, die beiden Stufen des Vibe, und dann ein Versuch, die Schaltung etwas zu erklären.


    Begonnen wird mit Stufe_1 direkt hinter dem Eingang:



    Die noch zu klärenden Werte sind die der Kondensatoren C4 und C10, hier mit sehr unterschiedlichen Werten gemessen, im Original (Magnatone) 100n.


    Wie funktioniert das Ganze:


    Vom STandpunkt des LFO muss man die ganzen Dioden "vertical" betrachten -- von "Bias_oben" nach "Bias_unten" fließt ein STrom durch die beiden Vorwiderstände R26 und R21 und durch alle 24 Dioden. C4 und C10 trennen dabei die LFO-Spannung von der restlichen Schaltung -- sie sollten klein genug sein, dass nicht der Wechselstrom mit LFO-Frequenz durch R3 geschwächt bzw. zum Hauptelko hin kurzgeschlossen wird.


    Dabei wird der Widerstand der Dioden in Bezug auf das Signal um so kleiner, je größer der STrom durch die Dioden ist.


    In Bezug auf das Audio-Signal muss man die ganze Stufe horizontal betrachten -- das Signal kommt vom Drain von Q1 und fließt ungehindert durch C4 wie durch C10 und durch die beiden Diodenstrecken. C4 und C10 müssen groß genug sein, dass das Audio-Signal nicht gestört wird -- 100n sind da m.E. völlig ausreichend.


    Das (unveränderte und leicht verstärkte) Eingangsignal wird über C1 und R2 vom Drain von Q1 abgegriffen, um hinter der zweiten STufe mit dem Effektsignal gemischt werden zu können, wenn der Schalter auf "SWEEP" steht.


    Diese Möglichkeit wird über den Fußschalter unterbunden, wenn der Effekt ausgeschaltet wurde.


    Der Wert von C2 entspricht der Schaltung im Original.


    Zu Stufe 2:




    (O.k. C8 überlappt -- ist auf beiden Schaltplänen.)


    Wenig überraschend: statt C4 und C10 hier C5 und C11, nach der Stufe schaltet der Umschalter zwischen der Beimischung des Eingangssignals und einer leichten Dämpfung (R7 auf R8).


    Die in der Werbung geäußerte Vermutung, es gäbe hier eine Rückkopplung, erweist sich bei den gegebenen Widerstandswerten als unsinnig (Rückkopplung über Signalspannungsteiler R8 auf R3) -- hier wird Effekt- und Eingangssignal gemischt.


    Auch der Wert von C3 (gleiche Funktion wie oben C2) entspricht der Schaltung im Original.


    Es folgt ein Aufholverstärker und Ausgangspuffer mit Q3 (Verstärkung etwa 2,5).


    Offen ist noch der Wert des Ausgangskoppelkondensators C6 -- mit einem Folienkondensator 1µ macht man hier sicherlich nichts falsch.


    Any Comments?



    %<------------------------------------------------------------------------------


    Dazu noch den Schaltplan(ausschnitt) des Magmatone 280T:




    Wichtig hier der LFO links unten (Röhre V6A), ein doppelter Tiefpass und die obere Kathodynschaltung (Röhre V7A) für die obere Phasenschieberstrecke (Röhren V3B und V4A).


    Anstelle von Diodenstrecken sieht man hier je zwei sogenannte Varistoren, Bauelemente, die ihren Widerstand je nach angelegter Spannung ändern. Durch die unterschiedlich große LFO-Spannung reagieren die Varistoren mit unterschiedlich großem Widerstand innerhalb der Audioschaltung.


    Hinter der zweiten Stufe kann über die beiden Widerstände 2,2M das unbehandelte Signal von Eingang 2 zugemischt werden (wie im Surfy-vibe der Sweep-Mode), dahinter beginnt mit Röhre V3A die Endstufe.


    Gruß


    Torsten

  • Ich erlaube mir mal, ein wenig Theorie auszubreiten -- begonnen wird mit Allpässen:



    Zuerst wird ein bekannter Allpass -- eine Stufe aus dem Univibe. Das Bild zeigt ein Zeigerdiagramm -- man nimmt an, dass das Signal aus Sinussignalen besteht, die durch rotierende Zeiger repräsentiert werden, und macht einen Schnappschuss vom Zustand der Sinussignale/Zeiger innerhalb der Schaltung (meist so, dass das Eingangssignal auf null Grad steht).



    Beim Univibe


    liegt hinter einer Art Kathodynschaltung mit Transistor (gleicher Widerstand an Emitter und Kollektor) zwischen Emitter und Kollektor eine Reihenschaltung aus Kondensator und Fotowiderstand.


    Die Signalspannungen am Emitter (u_RE) und am Kollektor (u_RC) sind dem Betrag nach gleich, aber phasengedreht. Im Diagramm zeigt sich das daran, dass beide Pfeile gleich lang sind, aber in entgegengesetzte Richtung laufen.


    Über den Pfeilenden spannt sich ein rechtwinkliges Dreieck -- die Reihenschaltung von Fotowiderstand und Kondensator zwischen Emitter und Kollektor. Es ist rechtwinklig, da die Spannungen über (Foto)widerstand (u_R,foto) und Kondensator (u_C) um 90° phasenverschoben sind.


    Das Längenverhältnis der beiden Pfeile für u_C und u_R,foto hängt von der Frequenz und von R_foto ab, die Spitze des Dreiecks liegt aber immer auf einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt bei null liegt (da ja die Widerstände und Signalspannungen an Emitter und Kollektor gleich groß und die Pfeile gleich lang sind).


    Das heißt, dass das Ausgangssignal u_A (die Spannung zwischen Fotowiderstand und Kondensator, im Bild rot) immer die gleiche Amplitude hat und nur die Phase ändert.


    Letzteres ist beim Magnatone anders:


    Der Anodenwiderstand ist größer als der an der Kathode; die Signalspannung an der Anode ist dem Betrag nach größer als an der Kathode. Der Mittelpunkt des Kreises liegt nicht mehr bei Null und die Modulation (Änderung des Widerstands des Varistors) ändert jetzt nicht nur die Phase des Ausgangssignals, sondern auch die Amplitude.


    Vermutlich ist die reine Phasenverschiebung mit zwei Stufen nicht beeindruckend genug, so dass man noch ein wenig Tremolo/Amplitudenmodulation eingebaut hat.


    Beim Surfy-vibe:


    ist insofern alles anders herum, weil "oben und unten vertauscht" sind -- die Diodenstrecke hängt am Drain und nicht an der Source und der zugehörige an der Source und nicht am Drain.


    Es gibt jetzt -- abhängig von der Signalfrequenz und der Ausgangsspannung des LFO -- ein sich in Phase und Amplitude änderndes Ausgangssignal. Man kann auch sagen, die Phasenverschiebung bewegt sich von null bis 180° bzw. bei zwei Stufen von 0 bis 360°, oder, es gibt immer eine Frequenz, bei der die Phasenverschiebung bei einer Stufe bei 90° bzw. bei zwei Stufen 180° ist. Bei dieser Frequenz ist die Pegelverstärkung/dämpfung etwa

    im Mittelfeld.


    In Abhängigkeit vom Ausgangssignal des LFO und dem Intensity-Regler bewegt sich diese Frequenz durch den gesamten Frequenzbereich.


    Fortsetzung folgt.

  • Torsten. Ich muss mal sagen, dass ich ja langsam regelrecht Angst bekomme. ^^


    Da komme ich mit meinen paar Fotos und Messwerten nicht mehr mit.


    Wie kann man da soviel Wissen haben?


    Wenn wir oder besser gesagt du die beiden Pedale analysiert hast, kannst du das zusammen packen und als Doktorarbeit abgeben… ;)


    Jedenfalls hast du meinen absoluten Respekt :thumbup:

  • Weiter gehts mit dem Varistor und hier muss ich ein wenig ausholen:


    %<--------------- Schnipp Theorie --------------


    In einem Artikel über den Magnatone 280T und den Einsatz des Varistors ("Magnatone Vibrato Design" von Tim Robbins) fand sich ein Diagramm mit der ungefähren I-U-Kennlinie eines Varistors (bzw. dem Versuch, diese Kennlinie mit Z-Dioden nachzubilden). Ich habe mir erlaubt, darin etwas rumzukrakeln:



    Die waagerechte Achse für den Strom durch den Varistor ist logarithmisch geteilt und die vertikale Achse linear und die Kennlinie ähnlich(!) einer Gerade -- d.h. jeder Erhöhung (oder Verringerung) des Stroms um ein bestimmtes Verhältnis steht im Zusammenhang mit der Erhöhung (oder Verringerung) der Spannung um einen bestimmten Betrag.


    Der horizontalen Achse wurde eine weitere Skalierung nach Art eines Terz-EQs hinzugefügt (eine Dekade aufgeteilt in zehn Stufen) und es wurde für drei Bereiche in der Kennlinie der Widerstand des Varistors abgeschätzt.


    Aus den dazugekrakelten abgeschätzten Ergebnissen lässt sich in etwa ableiten:


    Der Widerstand des Varistors ist etwa(!) umgekehrt proportional zum Strom.


    Eine Veränderung der Spannung um einen bestimmten Wert führt zur Veränderung des Stroms wie des Widerstands in einem bestimmten Verhältnis.


    %<--------------- Schnapp Theorie --------------


    Auf die obige Allpass-Schaltung bezogen heißt das, dass die (bespielsweise) 90°-Frequenz dem LFO-Signal folgt. Bei einer geringen Intensity würde sich diese Frequenz beispielsweise um das Verhältnis von einer Terz nach oben und unten, oder bei einer größeren Intensity z.B. eine Oktave nach oben und unten ober bei einer größeren Intensity zwei Oktaven nach oben und unten ... usw. usf.


    Bildlich betrachtet könnte man den Phasen- und Frequenzgang jetzt sinusförmig (so das LFO-Signal sinusförmig ist) an der (üblicherweise logarithmischen) Frequenzachse hin- und herschieben.


    Dies gilt es jetzt mit Halbleitern für kleinere Spannungen nachzubilden.


    Fortsetzung folgt.

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