Metal Sound wie Pantera

  • Hab jetzt mal in die multitrack dingens reingehört und folgendes festgestellt:

    • Gitarre ist genau zweimal gespielt. Einmal links, einmal rechts und ein paar overdubs an wenigen stellen
    • Es scheint ein wenig, als seien da folgende frequenzen sehr schmalbandig genotched: 580Hz, 1070Hz, 5800Hz Low shelve tatsächlich erst bei 50Hz
  • Hab die Gitarrenspur in izotope RX geladen. Dort sieht man die notches auf den ersten blick.

  • Ja gut, das heißt aber nicht viel. Das muss kein "bewusst gesetzter" EQ-Notch sein. Das kann auch vom Speaker, dem Mikro oder durch Kammfilter-Effekte kommen, wenn z.B. mehrere Mikros oder Amps in die eine Gitarrenspur eingeflossen sind.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Stimmt natürlich. Kammfiltereffekte hab ich auch gesehen, aber der notch gehörte nicht dazu.

    Für mich sieht das eher nach nem hochwertigen parametrischen EQ aus, der im Studio dazu gekommen ist. Das 'raw' material ist alles andere als raw.

    Einmal editiert, zuletzt von simon.bethke (24. August 2021 um 08:49)

  • Die "Cowboys from Hell" kam 1990 raus, aufgenommen also schätzungsweise 1989. Da war noch nichts bzw. nahezu nichts mit digital oder DAW. Vermutlich wurde alles live eingespielt, also die ganze Band gleichzeitig und dann zusätzlich nochmal Gitarre gedoppelt plus Overdubs. Schätze, da wurde viel schon beim Aufnehmen geformt, EQed und komprimiert. Muss nicht sein, ist aber anzunehmen. Auch damals konnte man schon Spuren einzeln aufnehmen und layern, ist ja klar, aber geiler (heute auch noch, wenn die Band gut genug ist) kommt immer gleichzeitig einspielen, da entsteht die Energie, wenn die Musiker zusammen Musik machen.

    Man darf sich also nicht wundern, wenn man den Sound nicht 100% so hinkriegt, ohne nochmal nachzuarbeiten mit EQs etc.

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    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Manno!
    Hör mal auf immer recht zu haben :P

    Allerdings spricht nix dagegen auch für ne live situation den Sound mit nem EQ schön einzustellen. Außerdem kann ich mir ja nur walk anschauen.
    Cowboys from Hell wurde 1990 im "Pantego Sound Studio" aufgenommen.

    Walk ist tatsächlich neuer 1992 (

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    ).

  • Aisler schreibt:

    Zitat

    Printed circuit boards starting manufactured in two business days at just €6.13

    Nur glauben kann ich das nicht so recht :D
    disssa was zahlst du für ein PCB?

    Hab mich mal zum Bestellen durchgearbeitet (nur testweise denn ich muss noch ein wenig an dem PCB arbeiten). Da komme ich auf etwas über 10€ inkl. Versand für 3 PCBs mit acht Tagen Vorlauf.

    Einmal editiert, zuletzt von simon.bethke (25. August 2021 um 08:30)

  • Sehr cool, Simon! Du könntest überlegen, R5 und R7 als Trimmer (50k oder 100k) auszuführen. Mit JFETs ist das immer so ne Sache, da die erfahrungsgemäß stark streuen. Mit Festwiderständen bekommst du immer andere Arbeitspunkte, je nach JFET-Exemplar.

    Nachtrag: Die 33k für R5 und R7, sind die schon auf deine 25 V Chargepumpe angepasst oder kommen die aus dem Originallayout, das für 9 V ausgelegt war? Denn die musst du u.U. anpassen, wenn du sinnvoll die höhere Versorgungsspannung nutzen willst. Also auch, wenn du Trimmer nimmst. Hast du mal simuliert?

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    - Antoine de Saint-Exupéry

    Einmal editiert, zuletzt von Moonshine (25. August 2021 um 09:14)

  • Vielen Dank für den Tipp mit den Trimmern, das schaue ich mir an.
    Das Originallayout war für 24V ausgelegt.

    Allerdings muss ich noch sorgfältiger auf Bauteilgrößen achten. Auch bei den Zener Dioden. Die Footprint Bibliotek ist endlos und unüberschaubar :(

    Da könnt ich echt hilfe gebrauchen...

    Edit:
    Moonshine was ist mit R15? Dort auch nen trimmer? R12 ist da ganz am ende vermutlich nicht mehr so relevant.

    Einmal editiert, zuletzt von simon.bethke (25. August 2021 um 11:32)

  • Hi Simon,

    Q3 und Q4 sind ja als Source-Follower beschaltet, da ist das nicht so relevant. Ich würde dort keine Mühe mit Trimmern investieren, aber vielleicht kannst du das PCB so gestalten, dass man Trimmer oder Festwiderstände dort einbauen kann.

    Thema Footprints: Auf die Elkos achten, die müssen ja mind. die 24 V abkönnen. Je nach Kapazität können die dadurch fetter werden.

    Thema Chargepump: Spannung evtl. nochmal sieben. Dadurch kann man sich schönes Pfeifen einfangen. JFETs sind generell schon ziemliche Rauscherlis, da muss man aufpassen. Und geschirmte Litze am Eingang wäre auch ne gute Idee beim Aufbau. Hat allerdings nichts mit dem PCB zu tun.

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    - Antoine de Saint-Exupéry

    Einmal editiert, zuletzt von Moonshine (25. August 2021 um 12:19)

  • Ganz schön viel input :D

    Ich bin noch ziemlich unsicher ab wann ich sowas mal in die Fertigung geben soll. Das mit 24V 'abkönnen' halte ich eigentlich für übertrieben. Widerstände müssen ja eher Leistung abkönnen. Spannung ist da eher bei ElKos und Halbleitern ein Thema.

  • Sorry, ich würde nochmal nachhaken wollen, wenn ich darf. :saint:

    Was genau möchtest du eigentlich mit dem Pedal haben? Einen Nachbau des Randall Preamps oder "Dimebag-in-Box"? Ich kenne den Randall nicht, aber wenn ich mir den Schaltplan anschaue und tippen sollte, wie der wohl klingt, dann würde ich sagen: Vintage-Crunch mit Transistorfeeling. Highgain wirst du da so nicht rausbekommen, dafür hat die Kiste zu wenig Gain. Die Schaltung erinnert an die klassischen JFET-Adaptionen von Röhrenamps, die so kursieren. Nur, dass das eher Richtung Hardrock geht anstatt Metal. Glaube dein Distmax wird mehr schreien können als der Preamp.

    Wenn du also den Preamp nachbauen möchtest, dann passt das. Wenn du ein Pedal für "Dimebag!"-Plug-And-Play möchtest, dann muss da noch was davor. Vielleicht ja schaltbar, aber die Schaltung müsste ordentlich gepushed werden mit einem stark beschnittenen Signal, um in Richtung Pantera zu kommen.

    Meine 2 Cents nach Blick auf den Schaltplan. Einschätzung ohne Gewähr.

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  • Ja, sowas hab ich mir schon gedacht. Es ist die Vorstufe des Randall RG100 den Dimebag auf der Cowboys from Hell gespielt hat. Um da dann Gain zu bekommen hat er soweit ich weiß zwei EQs davor gehabt.

    Dass diese Box allein nicht wie Dimebag klingen wird ist mir schon klar. Was mir auch klar ist, ist dass wenn ich glücklich sein will da noch einige iterationen vor mir hab.

    Ehrlich gesagt bin ich mir selbst nicht sicher, ob ich lieber eine box für den Dimebag tone bauen möchte oder mindestens noch nen EQ davor bastel. Im moment will ich gern einfach mal irgendwo anfangen. Dabei wäre es dienlich, wenn das erste PCB grundsätzlich schonmal irgendwie funktioniert :)

  • Er hat doch nen Booster und nen EQ vor seinem Amp gehabt oder? Ich nehme an damit hat er dann genug Gain gehabt.
    Aber soo wenig scheint der Preamp from Hell ja von Haus aus garicht zu haben. Es sei denn er hat da Aktive PUs mit nem Mörderoutput :D

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  • Diese Videos liebe ich ja ^^

    Weiß man denn, wie er das aufgenommen hat? Denn wenn er den Preamp from Hell in einen normalen Amp spielt (also nicht direkt in ne Endstufe oder eine Cabsim), dann kann man nicht sagen, wie viel von Sound durch die Übersteuerung des richtigen Amps kommt und wie viel vom Pedal. :saint:

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