Lfo Frequenz teilen

  • Hallo,


    einfaches, ganzahliges "Teilen" von Frequenzen ergibt erst einmal Rechtecksignale als Ausgangssignal. Das erfodert i. allg. einen Schmitt-Triger zur Konditionierung des Eingangssignals und ein (oder mehrere) Flip-Flops zum Teilen.

    Man kann solche Rechtecksignale natürlich anschließend mit TP-Filter oder Diodennetzwerken formen (die Amplitude wird erst nach dem Formen geregelt), aber das ist dann schon etwas Aufwand, zumal ein varaibler f-Bereich von 1-10 Hz z. B. auch schon eine Dekade ist.


    Wer's mit µC machen will, da reichen zwei PWM-Ausgänge mit externer Filterung, der Rest ist Software. Da lassen sich dann auch krumme oder variable Teilerverhältnisse realisieren. Eigentlich wird da auch nix geteilt sondern die beiden Frequenzen werden im µC generiert.

    Natürlich wird auch ein (oder mehrere) Analog-Eingang benötigt, um die Frequenz einzustellen, wenn die nicht fix sein soll.


    Die 3. generelle Möglichkeit ist das DDS-Prinzip (Digital Direct Synthesis) z.B. mit dem Signalgeneratorbaustein AD5930 von Analog Devices.

    Aber das ist auch Aufwand und wird eher für höhere Frenzen (MHz-Bereich) benutzt.


    Das als Verfahrens-Überblick von meiner Seite...


    Gruß, Bernd

  • Der Fastsinus Generator vom Univibe wird ja oft ersetzt durch einen Dreiecksgenerator aus Opamps. Ich könnte mir vorstellen, dass man 2 davon mit Stereo poti aufbaut und auch eine Synchronisation zwischen den beiden Signalen hinkriegt.

    Welche Schaltung hast Du denn genau? Schaltplan?

  • Hi,

    erstmal danke für die Antworten.

    Die Idee mit dem µC hört sich gut an. Bin aber in dieser Hinsicht komplett unerfahren. Gibt es eine gute Seite mit Erklärungen, Schaltplänen oder vielleicht sogar einen Bausatz, den man ggf. erweitern könnte?

    Momentan habe ich den originalen Lfo, Schaltplan ist im Anhang. Eine univibe Version ist auf Lochraster aufgebaut mit getrennten Platinen für preamp, phase stages und lfo. Damit kann ich gut verschiedene Versionen ausprobieren.

    Würde es überhaupt funktionieren, 2 Signalgeneratoren über ein Stereopoti so zu synchronisieren, dass einer über den gesamten Regelbereich des Speed Potis immer einen Teil (oder ein Vielfaches) der Frequenz des anderen erzeugt, z.B. wegen Bauteiltoleranzen des Potis?

    Gruß

    Pitti

  • Hi,

    zum Raspberry Pico mit der Programmiersprache µpython gibt es eine Einführungsanleitung hier: HackSpace magazine (raspberrypi.org)

    Ist in "Kids-gerechter Sprache"....

    Ab Seite 100 wird beschrieben, wie man LEDs mit PWM in der Helligkeit steuert.

    Hier gibt's viele Infos und auch ein Forum. Getting Started with RP2040 – Raspberry Pi


    Dein Schaltplan zeigt den Sinusgenerator vom Univibe. Wie man diesen synchronisiert, weiß ich nicht.


    Ich glaube aber, dass man es mit Dreiecksgeneratoren hinkriegen könnte:

    Der schnelle wäre bestimmend und würde den langsamen triggern zwecks Synchronisation. Der langsame müsste so hingetrimmt werden, dass er ohne Triggerimpuls "zuverlässig zu langsam" wäre.

    Die Schaltung besteht aus den beiden "Multivibratoren" OPV Multivibrator oder OPV Astable Multivibrator (electronics-tutorials.ws), die jedoch über C4 + R9 gekoppelt sind.


    Das ist eine Prinzipschaltung, mit Steckbrett kannst Du die ausprobieren und die Bauteilwerte optimieren. R3/R8 stellen das Stereopoti als var. Widerstand dar. C1 und C3 sind frequenzbestimmend, hier C3=2,x*C1 oder C3=3,x*C1. An diesen Kondensatoren liegen die Ausgangssignale an. Ich habe das simuliert, was funktioniert hat.


    Einen fertigen Bausatz wirst Du für so einen speziellen Wunsch nicht finden, da musst Du schon selbst ein bisschen probieren.

    Viel Spaß Christof

  • Hi,

    danke für die Schaltung. Werde ich ausprobieren.

    Ich bin beim Stöbern im Internet noch auf den vclfo10 von electric druid gestolpert. Auch hier im shop erhältlich.

    VCLFO 10, 7,50 € (musikding.de)

    Der kann viele Wellenformen. Macht bestimmt Spaß, damit rumzuspielen. Im datasheet ist auch eine Beispielschaltung für stompboxes.

    Ob es wohl möglich wäre, zwei von denen zu verwenden und über sync-in oder die control voltage zu synchronisieren?

    Gruß

    Pitti

  • Hi,

    hab Electric Druid angeschrieben und den taplfo3 empfohlen bekommen. Schnelle, nette und informative Antwort.

    Der hat einen tap tempo in, einen clock out und einen multiplier. Insgesamt 16 Wellenformen, bei denen man auch noch die Symmetrie verändern kann. Hab zwei Bildchen angehängt. Grün ist der Sinus vom ersten taplfo, rot der verdoppelte bzw. halbierte vom zweiten. scheint gut zu funktionieren. Mal sehen, wie das mit dem univibe zusammenarbeitet.

    Gruß

    Pitti


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