Mini-Endstufe(n) für Gitarrenamp (z.B. ECC82, 6N6P)

  • Kaum ist ein Jahr vergangen, schon ist meine neue G3 Endstufe fertig :/

    Ich habe es immer aus Zeitgründen vor mir her geschoben, aber jetzt sind die 6N6P aufgebraucht, die 5687 muss jetzt ran.

    Mit dem gleichen PT und 12,8k Raa OT (ich habe leider keine 125A oder 125B, daher musste ein 125E herhalten) habe ich folgendes aufgebaut und gemessen:

    Rk 470R / Ck 100uF

    Leerlauf: Ub 278V / Ua 277V / Uk 13,4V / Ia 2x 14mA / Pa 2x 3,8W

    Vollaussteuerung: Uk 15,8V / Ia 2x 17mA / Pa 2x 4,3W (wenn es Class A wäre, ist aber ja AB, deshalb in Realität geringer) / Pout 3W

    Passt soweit, ich habe vor ein paar Tagen 200 Stk OT 12,8k : 8 + 16 Ohm bestellt, Chassis und PT bleiben ja unverändert.

    Mit einem 125A oder B wären die Kupferverluste sicher etwas höher, aber auf ein paar Volt kommt es hier nicht an. Ich glaube auch nicht, dass ich den Rk noch mal anpassen muss, wenn die OT da sind, aber durchmessen werde ich die noch mal...

  • Dann muss ich meinen Lummerland Express nochmal nachjustieren. Da ich nicht messen kann (ich muss mich endlich mal um Kabel für mein Oszi kümmern) hab ich sehr konservativ ausgelegt und hab an jeder Kathode 1k dran. Du hast 470R gemeinsam, ja?

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Genau, 470R gemeinsam

    2 W reicht? Nach meinen Rechnungen und Simulation kein Problem in Ruhe, unter Vollaussterung wird es knapp. Gehst du mit 2 oder 5 W ins Rennen?

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Ich war unsicher, mit welchem Szenario man hier rechnen muss.

    Zuerst hab ich gerechnet, als würde der gesamte Strom, den der Trafo liefern kann von der 5687WB gezogen werden.

    P=470R*(0.085 A)² ≈ 3.4 W

    Das ginge dann nicht, mit der Annahme hab ich die Frage formuliert gehabt. Das Szenario ist ja aber auch nicht realistisch.

    Dann dachte ich:

    Unter Vollaussteuerung geht der Anodenstrom hoch bis zum Schnittpunkt der Lastlinie mit der 0 V Gridkurve. Wenn ich mir das bei Giuseppe anschaue für ne 5687 an 12k8 und etwa 260 V Anodenspannung, dann liegt der Schnittpunkt bei Ua,min=105 V und Ia,Max=48 mA.

    Mit P=R*I² lande ich dann bei P=470 R * (0.048 A)² ≈ 1.1 W. Das geht wiederum.

    Also ja, 2 W reichen hier. Ich frage mich nur, welches Szenario mit welchem Kathodenstrom man bei der Auslegung unterstellen muss. Mehr als den Ruhestrom ist klar. Aber wie viel? Wie ich eben mit dem Peakstrom angenommen habe? Oder alles, was der Trafo kann (vermutlich Unsinn)? Was legt man zugrunde?

    Danke und lieben Gruß,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hallo,

    Energie (also el. Energie zu Verlustwärme) ist Leistung mal Zeit. Daher kann man den min. und max. Strom mitteln, also praktisch über eine Periode vereinfacht integrieren. Streng genommen müßte man das Spannungs-/Stromprodukt (= Momentanleistung) über eine Periode integrieren...

    Bei Widerständen kann man immer von einem gewissen Wärmespeichervermögen und daher einer Zeitkonstante bei der Erwärmung ausgehen.

    Das macht ihn "gutmütiger" gegenüber der Spitzenlast. Bei Marken-(Leistungs-)Widerständen ist sowas auch im DaBla angegeben.

    Grüße, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Da 1) Ieff relevant für die Belastung des Rk ist und 2) bei Klasse AB und Vollaussteurung nicht zu allen Zeitpunkten durch beide Trioden Strom fließt, nehme ich die Simulation nur als Anhaltspunkt um Uk ungefähr festzulegen und baue + messe + höre dann ;)

  • Okidoki, danke! Dass ne Simulation nur ne Simulation ist halte ich mir immer vor Augen. Aber irgendwo muss man ja eine Auslegung anfangen. Deshalb frage ich, mit welcher Annahme man losläuft. Aber der Ansatz den Spitzenstrom zu nehmen ist dann wohl nicht verkehrt. Dann hat man Sicherheitspuffer drin (weil Ieff ja kleiner ist). Den gesamten Strom zu nehmen, den der Trafo theoretisch leisten könnte ist over the top.

    Würdet ihr zustimmen eBernd und MAD ?

    Dankeschön und Gruß zum Samstag,

    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Ja, Spitzenstrom aus der Simulation als Maximalwert macht auf jeden Fall Sinn.

    Moonshine Poste deine Frage an mich bzgl. Spitzenstrom und Ladekondensator doch hier im Forum - bei Trafos ist eBernd der Expertem ich nur engagierter Amateur :P ^^

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