• Danke @cebersp das probiere ich auf jedenfall aus sobald ich mit dem aktuellen Ansatz die Schnautze voll hab ;)


    Im Moment sieht es so aus:

    Leider hab ich aufgrund des LowPass (R4, C11, R5, C12) so viel Pegelverlust, dass hinter C4 die Peak-to-Peak-voltage nicht mehr ausreicht. Übrigens @l0e5t1 wähle ich nun R8 und R9 größer, dann geht der Schaltkreis in selbst-oszillation und reagiert auch immer erst so 100ms verzögert. Ich hab mir da durch das Einfügen von R27 geholfen.

  • Hallo,


    mal kurz reingerätscht:
    Ich weiß ja nicht, ob du genau diese Schaltung untersuchen/bauen willst oder nach einem "guten" sub-octaver suchst.
    Da könnte ich dir die Seite und den U-Boat Effekt von Valve Wizard empfehlen. Er liefert auch interessante Ansätze und Erklärungen dazu.
    Ok, er kommt nicht mit einer Handvoll Transistor*innen aus. Aber ich denke, der Artikel erklärt auch warum.


    Gruß, Bernd

  • Ich fand den kleinen Exkurs im Shocktaver ganz spannend, jedoch will ich nochmal versuchen einen Octaver selbst zu entwickeln. Folgendes Prinzip hab ich mir vorgestellt:

    • vier Buckets: positiv, negativ, positiv, negati
    • jeder bucket agiert nur auf einer halbwelle (dioden) und öffnet somit den nächsten bucket für die andere halbwelle
    • nach dem vierten buckets muss die schaltung resettet werden

    Ich erhoffe mir davon, dass das ganze stabiler wird und vor allem nicht zur selbst-oszillation neigt.


    (das ist auch der grund warum ich vom shocktave weg will: wenn ich an der schaltung drehe ist der immer ganz kurz vor der selbst-oszillation...)

  • Im moment ist das alles so frustrierend. In den Schaltungen ist immer alles von allem abhängig und mir fehlt die Erfahrung, die Schaltungen so zu designen, dass sie tun was ich will. Vielleicht erkläre ich nochmal genauer was ich will und vielleicht hat jemand von euch tipps was ich dazu beachten muss:


    1) Mit zwei OpAmps gern TL072 will ich zwei symmetrische signale mit Nullpunkt = GND und hoher Peak-To-Peak voltage erzeugen bei denen eines invertiert ist. (S1 und S2)
    2) Wenn möglich will ich jeweils die negativ-well abschneiden
    3) Eine serie bistabiler Transistor/Kondensator (oder nur transistoren) versorgen. Das gelingt mir überhaupt nicht. Ich will, dass die Positive halbwelle eines signals S1 die Basis des NPN erreicht und damit einen starken strom von C nach E schickt. Der Strom aus E soll wieder an die Basis gehen, so dass der Transistor T1 auch nach abklingen der Halbwelle leitend bleibt.
    4) Mit dem Emitteroutput von T1 soll T2 leitend gemacht werden, der die Positive halbwelle von S2 am Collector hat und mit dem Emitteroutput von T2 wird T3 leitend gemacht der wieder wie T1 geschaltet ist...
    5) Schlussendlich will ich die positiven halbwellen von S1, S2, S1, S2 jeweils mit eigenen Transistoren persistieren eh der komplette schaltkreis sich resetted und wieder von vorn beginnt.

  • Hi,
    Vielleicht ein paar Gedanken.
    Für die beliebig lange Speicherung von digitalen Zuständen gibt es flip-flops. Vielleicht noch Schmitt-Trigger.
    Ein Ringoszillator hat wohl eine feste Frequenz. http://www.dieelektronikerseite.de/Circuits/Lauflicht.htm
    4 bit Schieberegister? Aber da bräuchtest Du die doppelte Frequenz als Schiebetakt.


    Vielleicht hilft es, die Aufgaben aufzuteilen und erstmal ein Takt Signal zu erzeugen?
    Gruß Christof

  • Um das schieben geht es mir überhaupt nicht. Ich will ein einziges Ereignis für positive-negative-postive-negative halbwelle. Wenn dieses Ereignis nur ein kurzen burst erzeugt hab ich nen octaver.
    Dabei wäre es auch gut je halbwelle auch nen threshold zu haben. Ich erhoffe mir davon ein sehr gutes tracking.

  • Hallo,


    diese Frequenzhalbierung geht klassisch mit einem T-Flipflop (Toggle-Flipflop)
    Wenn man z. B. auf den positiven Anstieg des Eingangssignals triggert, geht der Ausgang des T-FF auf "High". Bei der nächsten pos. Halbwelle geht der Ausgang wieder auf "Low" - usw.
    Das Ergebnis ist ein Rechteck mit halber Frequenz.
    Solche T-FF macht man aus D-FF (Data-FF) indem man den invertierenden Ausgang (solche Flipflops haben immer Q- und /Q-Ausgänge) auf den Data-Eingang legt und an den Clock-Eingang das zu halbierende Signal legt.
    Sowas geht aber auch mit zwei Transisstoren (wie bei vielen kommerziellen FX die Bypass/FX-Umschaltung) oder zwei einfachen Gattern (NOR oder NAND) oder mit "fertigen" FFs (z. B. 4013).


    Aber Achtung: Das Eingangssignal muß zum Triggern aufbereitet werden, denn es "betritt" die digitale Welt.


    Andere Methoden sind PLL-Schaltungen (4046) plus einem 1:2 Teiler oder aber rein analoge (Multiplizierer/Dividierschaltungen) - aufwendig im Aufbau und Abstimmung.
    Aber - außer man nimmt direkt einen Signalprozessor - die sind als einzige echt polyphon. Bei den anderen muß man im Grunde "single notes" spielen.


    Gruß, Bernd

  • Das T-Flip-flop kommt meiner Vorstellung noch am nächsten. Der hauptunterschied ist wohl, dass zwischen zwei positiven Flanken ein negativer threshold unterschritten werden muss.
    Polyphonie strebe ich nicht an, aber wenn ich es analog umsetzen sollte würde ich an was mit zwei BBD Chips im Wechsel denken. Die oszillatoren müssten ein Meisterwerk analogen Designs sein oder man realisiert die drifftenden clocks digital.

  • Hi,
    Wäre es ausreichend, wenn die Ausgangs Halbwellen rechteckförmig sind vor der Filterung ? Dann könnte ich mir sowas vorstellen:
    1. Digitalstrang:
    Eingang, Verstärker, T Flipflop = Takt Signal mit halber Grundtonfrequenz


    2. Analogstrang:
    Eingang, Buffer, Spitzenwertgleichrichter, Inverter des Spitzenwerts


    3. Synthese :
    Mit dem Takt wird wechselweise der positive und der negative Amplituden Spitzen Wert auf den Ausgang geschaltet. Das Ergebnis wird Tiefpass gefiltert.

  • Auch ne idee! Das mit dem Spitzenwertgleichrichter hab ich noch nicht komplett verstanden. Da machst du doch ne verdopplung der Grundfrequenz oder?
    Mir kommt dabei in den sinn, die rechteckige welle aus dem Digitalstrang durch nen TiefPass etwas glatt zu bügeln und mit nem Hochpassanteil des Analogstrangs zu mischen.
    Ideal wäre es, im Analogstrang ein Notchfilter auf der doppelten frequenz des digitalstrangs (also der grundfrequenz des gespielten tons) zu haben.



    Wenn man das weiterspinnt mit dem notch, könnte man das ergebnis des notchfilters als feedback wieder vorn in den octaver einspeisen. Wenn man ganz am anfang vor der feedbackschleife das signal so bearbeitet, dass tiefe frequenzen mehr energie haben als hohe, dann wäre so ein polyphoner octaver möglich. (vorausgesetzt, man schaft es, dass in nem akkord immer ausschließlich der tiefere ton die nulldurchläufe bestimmt (klingt nach multiband compression))

    Polyphonie halte ich zwar nicht für realistisch, aber die möglichkeit durch ein feedback alle obertöne durch den octaver zu jagen wäre cool. Dann könnte der octaver wesentlich besser klingen als die 'konkurrenz'.

    Das ganze hat einen haken: für jeden weiteren oberton müsste man einen weiteren kompletten octaver bauen :D

    Außerdem ist bei den obertönen nicht der mit der niedrigsten frequenz am lautesten... also kann man mit dem signal nach dem notch nicht mehr so viel machen außer es dazu zu mischen...

    Man könnte höchstens im Digitalstrang die frequenz selbst multiplizieren, via bandpass auf dem original die amplitude finden und das gepegelte digitalsignal octaven.

    Gibt es einfache schaltungen um herauszufinden wie hoch der anteil einer gegebenen frequenz in einem analogsignal ist?

  • Hallo,


    bei Verwendung von Filtern bitte grundsätzlich bedenken: Filter haben eine Einschwingzeit (die Verzögerungszeit (das ist keine Latenzzeit!) ab dem Eintreffen des sich ändernenden Eingangssignals bis sie so filtern, wie sie sollen). Das macht sie für solche "Echtzeitanwendung" wie hier u. U. problematisch. Das ist auch die Herausforderung für so genannte Tracking-Filter.


    Bei der Überlegung zu Mixed-Signal-Schaltungen - hier wird mit einem gewonnenen Digitalsignal das Eingangssignal entspr. umgeschaltet und so modifiziert als Ausgangssiganl weiterverwendet (was das Problem der Hüllkurve, die sonst verloren geht, elegant löst).
    Da braucht man einen guten (=schnellen) Nullspannungs(/durchgangs)Detektor, der das besagte Digitalsignal liefert und damit das Analogsignal im Nulldurchgang umschaltet.
    Der 0-Spg.det. muß mit einem TP-gefilterten Originalsignal gefüttert werden, damit er nur auf den (einen) Grundton des Signals reagiert.
    Das geht dann in Richtung U-Boat von Merlin Blencowe.


    Gruß, Bernd

  • Hallo,


    langsam erinnert mich das Vorgehen an das Zeitalter der Alchemie. Man kippt mal irgendwas zusammen, macht Feuer (= LTSpice...) drunter und kuckt mal, was passiert... :D


    Simon, was du im letzten Beitrag beschreibst, macht genau ein Schmitt-Trigger mit einer Hysterese von +/- 5 mV = 10 mV.


    Zu den FF allgemein: Die haben, wenn sie flankengetsteuert sind, einen Threshold von ca. der halben Versorgung (bei klassischen TTL-IC mit 5 V Vcc als ca. 2,5 V) - da ist also nix im mV-Bereich und auch nicht - oder höchstens mit Tricks bei der Versorgung - mit Schaltpunkten im Negativen.
    Bei integrierten FF-ICs spielt auch noch die Anstiegsgeschwindigkeit des steuernden Signals eine Rolle: Steigt es zu langsam an, passiert nix...


    Der Übergang Analog-Digital ist immer gut vorzubereiten ( -> Schmitt-Trigger oder Komparator sind da die Klassiker)...


    Gruß, Bernd

  • Man kippt mal irgendwas zusammen, macht Feuer (= LTSpice...) drunter und kuckt mal, was passiert...

    Ja leider. Ich wünschte ich könnt bei diesen Sachen mal mit jemandem der weiß was er tut zusammenarbeiten. Aber ich kenne niemanden. Mir fehlt es massivst an erfahrung und ich begreife am besten wenn ich was funktionierendes sehe und dazu auch fragen stellen kann. Texte lesen und die formulierungen der jeweiligen autoren durch nen LP schicken liegt mir nicht so (mache ich natürlich auch).


    Am schönsten wäre es, überhaupt keine quantisierung zu brauchen, sondern lieber ne mini bucket brigade schnell zu schreiben und langsam zu lesen.

  • "Am schönsten wäre es, überhaupt keine quantisierung zu brauchen, sondern lieber ne mini bucket brigade schnell zu schreiben und langsam zu lesen."
    Oh oh, das habe ich mal vor langer Zeit für genau so einen Zweck in Erwägungung gezogen...
    Das hätte für die Ablaufsteuerung/Takterzeugung ein "TTL-Grab" ergeben (so nannte man Platinen, die reihenweise und das flächendeckend mit Logik-ICs bestückt waren).
    Ich weiß nicht, ob das heute programmiert viel einfacher gehen würde.


    Gruß, Bernd

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