Hallo Martin,
Alles anzeigen...
Wenn ich den Trimmer im Uhrzeigersinn auf Anschlag drehe, kommt nchts raus, drehe ich den Trimmer andersrum, werden das Gitarrensignal und das Effektsignal natürlich lauter,
und das Störgeräusch ist von Anfang an zu hören.
Es (das Störgeräusch) wird bei weiter aufgedrehtem Trimmer auch nicht stärker, nur -zusammen mit allem anderen- lauter.
Das klingt auch nicht wie ein übersteuertes Gerät, sonder wie eine zusätzliche Schicht im Soundgefüge....
viele Grüße,
Martin
eine späterer Beitrag von mir -- ich hatte den Thread erst liegenlassen, weil PedalPCB-Bausätze,
naja, nicht den besten Ruf haben, habe mir die Schaltung noch einmal angesehen, und es gibt da
m.E. ein Problem im Bereich der Filter:
Zur Schaltung:
Eingangsschaltung: Viele Geräte, die zumindest mit dem Hallschaltkreis BTDR-x (1, 2 oder 3)
arbeiten (dieser Hallschaltkreis enthält drei PT2399, funktioniert also ähnlich wie der PT2399)
haben eine Eingangsschaltung mit einer Verstärkung von etwa zwei, weil der PT2399 leicht
übersteuert.
Bei deinem Gerät wird ein LM386-Verstärkerschaltkreis (Verstärkung etwa 20) genommen, davor
der von dir erwähnte Lautstärkeregler/trimmer auf der Platine, der die Eingangsdämpfung für Effekt-
und Direktsignal einstellt, und dahinter, vor dem Eingang zum PT2399, eine Art Softclip/Verzerrer/
Begrenzerschaltung (R2, C2 auf D1||D2), um den PT2399 vor Verzerrungen zu schützen,
wobei die Werte von R2 und C2 im Effektteil noch leicht die Bässe reduzieren.
Das ist m.E. ein wenig eigen gelöst, kann aber funktionieren, und: Wenn die Dioden zu
Verzerrungen führen, müssten diese aussteuerungsabhängig sein.
Zum Prinzip des PT2399 (da gab es vor Wochen hier schon mal einen längeren Thread) kurz
Folgendes: Um das Signal zu verzögern, wird es quasi in Portionen / Mikrosekunden-Samples
"zerhackt", taktbasiert verzögert und danach wieder "zusammengepappt". Dabei braucht es für
Ein- und Ausgänge dieses Schaltkreise bzw. dieses Verfahrens Filter, die den (höherfrequenten)
"Dreck", der bei dem Verfahren entsteht, herausfiltern.
Zum Filtern dient normalerweise die Beschaltung an den Pins 15 und 16 (Eingangsfilter)
sowie 13 und 14 (Ausgangsfilter). Diese sind aber in diesem Gerät, sagen wir, komisch realisiert -- normalerweise müsste an den Punkten, wo R4, R5 und R6 bzw. wo R7 und R8 zusammenkommen,
noch ein Kondensator gegen Masse gehören (sinnvolle Größe müsste ich nochmal die Filterbeschreibung raussuchen und nachrechnen).
Diese Kondensatoren fehlen hier aber, m.E. wird so aus den Filtern zweiter Ordnung (Höhenfilter
12dB pro Oktave) bestenfalls ein halb so "gutes" Filter erster Ordnung (6dB pro Oktave) -- die
können den "Dreck" dann nicht so gut herausfiltern, was erklären würde, dass die Störungen,
wenn ich das richtig verstehe, aussteuerungsunabhängig auftreten (also keine Verzerrungen/
Übersteuerungen im herkömmlichen Sinne).
Der Depth-Regler steuert die Wirkung des Photowiderstandes auf die Verzögerungszeit, parallel
dazu der Delay-Regler die Verzögerungszeit. So wie beide mit dem Photowiderstand verschaltet
sind, lässt ein zugedrehter Depth-Regler dem Delay-Regler freie Bahn, während ein zugedrehter
Delay-Regler den Depth-Regler unwirksam macht und ein aufgedrehter Delay-Regler dem
Depth-Regler freie Bahn lässt.
Es wäre sinnvoll, hier nochmal im Sinne der Fehlersuche mit beiden Reglern in Kombination
(jeweils fast auf, fast zu, Mittelstellung, das macht neun Kombinationen) zu testen.
Schließlich gibt es noch einen Lapsus am Blend-Regler; m.E müsste zwischen C13 und dem Regler
auch ein Widerstand 100k (wie zwischen C3 und dem Blend-Regler) eingefügt werden. Ansonsten
schließt bei 0% Effekt das Poti den Ausgang (Pin14) des Schaltkreises signalmäßig nach Masse kurz.
Hope that helps und Viel Glück
Torsten
P.S.: @ Klaus: Testet die Bausätze auch mal jemand, oder ist das Bananenware?