seltsames Ground Lift in ENGL Amp

  • Hi MAD,

    ist schon klar, dass die resistance between earth und signal ground die Schleifenströme breakt, aber die sind ja OHNE bzw. WITHOUT resistance noch viel better gebreakt! Der Schleifenbrecher hat ja den job trotz gebreakter loop noch Fehlströme ableiten zu können - aber das machen doch die Dioden. Deshalb verstehe ich nicht, warum der resistor nötig ist, außer es verhält sich so

    snip

    Ist der "niederohmiger" als die Dioden, so dass ohne diesen das Brummen deutlich zu hören wäre?

    snap

    Gruß
    Oli ;)

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  • für induktive Einstreuung ist der R riesig und für kapazitive Einstreuung ist der R klein, so wies soll :thumbup:
    wennste auf die Schirmwirkung vom Chassis verzichten magst kannste den auch weglassen :D
    halt bloß wenn du woanders sicher aufm PE bist 8o

  • Hi,

    für den sicheren Kontakt zum Gehäuse habe ich doch die Dioden und für den Erhalt der Schirmwirkung des Gehäuses soll doch der C da sein.....
    Aaaaaargh ich bin zu blöd für E-Technik.

    Gruß
    Oli

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  • Hi Oli, kannst mich Schabe nennen, machen se alle. Wennste parmal so Leistungdioden um die Ohren geflogen sind fragste dich halt so mit sicher :D
    Wennste nen C findest wo bei 100 Herzen vom Rekti oder Dimmer genausogut ist wie bei 2 Gigaherzen vom Handy - ding-dring-ding-ding - und genausogut wien 10 Ohmer ?(

  • Hi Schabe,

    in den Anhang hänge ich mal zur Verdeutlichung den Engl Groundlift. Wie der funktionieren soll.

    Unter den verschiedenen Arten der Einstreuung kann ich mir wenig vorstellen. Ich versuche mal das so zu erklären, wie ich das "verstanden" habe.

    Induktive Einstreuung:
    Das Stromnetz mit seinen 50Hz ist ja quasi überall und "strahlt" ein Magnetfeld aus. Habe ich nun eine Schleife, durch die das Magnetfeld hindurchgeht, wird in dieser Schleife ein, wenn auch geringer, Strom induziert, eben ein 50HZ Wechselstrom, den man dann als Brummen wahrnimmt. Da die induzierte Spannung nicht groß ist, da die Schleife ja nur eine Windung hat, genügt schon ein kleiner Widerstand, um diese Brummspannung zu unterbrechen.

    Kapazitive Einstreuung:
    Zwei parallel verlaufende Leiter bilden im Prinzip einen Kondensator, d.h. aber dass ein Signal auf dem einen Leiter eben durch diese parasitäre Kapazität auch auf den zweiten Leiter übergehen kann.
    Was das aber mit dem 10 Ohm Widerstand zu tun hat, weiß ich nicht. Ich denke, dass man kapazitive Einstreuung nur durch kreuzweise Verlegung der Leiter oder eben durch genügend Abstand unterbrechen kann. Oder glaube auch durch geschirmte Leiter...

    Mir ist das alles nicht ganz so gut verständlich....

    Gruß
    Oli

    Dateien

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  • Induktive Einstreuung:
    Das Stromnetz mit seinen 50Hz ist ja quasi überall und "strahlt" ein Magnetfeld aus. Habe ich nun eine Schleife, durch die das Magnetfeld hindurchgeht, wird in dieser Schleife ein, wenn auch geringer, Strom induziert, eben ein 50HZ Wechselstrom, den man dann als Brummen wahrnimmt. Da die induzierte Spannung nicht groß ist, da die Schleife ja nur eine Windung hat, genügt schon ein kleiner Widerstand, um diese Brummspannung zu unterbrechen.

    normal is der eigne Trafo der Bösewicht :evil:
    naja der R macht den Brummstrom kleiner und die Brummspannung klebt genau an dem R und desdewegen legtste den R dahin in die Loop wo die Brummspannung net stören tut ^^

    Kapazitive Einstreuung:
    Zwei parallel verlaufende Leiter bilden im Prinzip einen Kondensator, d.h. aber dass ein Signal auf dem einen Leiter eben durch diese parasitäre Kapazität auch auf den zweiten Leiter übergehen kann.
    Was das aber mit dem 10 Ohm Widerstand zu tun hat, weiß ich nicht.

    schirmen :D
    dat klappt aber nur wennde den Schirm sauber auf des Gnd von deinem Signal setzt, für alle Frequenzen die stören :D
    also bei 50 Hz brauchste einen Riesen-C um den 10 R zu ersetzen und bei 1 Ghz hat der Riesen-C eine Rieseninduktivität im Vergleich mit dem 10 R, desdewegen nimmste den 10 R :D

    wasde da im Anhang hast, kannste ja net sehen wie Gnd und Chassis verbunden sind, aber für mich schaut das net nach nem Grounflift aus, det is für mich einfach ein Entstörer-Y den de halt von Hand und nach Gehör auf den L1 legen musst :D

  • Hi Schabe,

    wie meinst Du das: ??

    dat klappt aber nur wennde den Schirm sauber auf des Gnd von deinem Signal setzt, für alle Frequenzen die stören

    Ich dachte jetzt eher an so eine Schirmung wie hier, also eine Art Faraday-Käfig:

    http://www.valvewizard.co.uk/Grounding.pdf

    Dort auf Seite 265, Fig. 15.3c nimmt Herr Blencowe als Zuleitung von der Inputbuchse ein "symmetrisches" Kabel, bei dem die beiden Innenleiter Masse und Signal darstellen und der Schirm nur an einer Seite ans Gehäuse gelegt wird. Bringt das nichts ohne R, C oder sonst was?

    Btw: Das mit dem Anhang habe ja nicht ich erfunden oder gebaut, sondern befindet sich in einem offiziell zugelassenen Amp eines deutschen Herstellers. Sind die nicht VDE geprüpft (oder wie das heißt)?
    Unten das Bild der Rückseite des ENGL Digitalamps nach meiner Restaurierung....Dort ist der Ground Schalter (on-off-on) zu sehen mit einer Seite asl "on" bezeichnet (gilt auch für den FAN Schalter). Gut, von "lift" steht da nichts. Ich habe jedenfalls keinen Unterschied gehört, egal auf welcher der drei Stellungen er stand. Nach meiner Restauration ist er jetzt ein "normaler Ground-Lift-AGL" Schalter mit antiparallelen Dioden, C und R.

    Gruß
    Oli

    Bilder

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    2 Mal editiert, zuletzt von Oli (21. Dezember 2020 um 14:10)

  • du traust dir was :D
    ja nöö, s ging ja net um jeschirmte Leitung sondern um die schirmwirkung vom Chassis und warum de da nen R noch zu den Dioden und dem C brauchst :D
    bin aber sicher das dat vor deine Restauration net so war wie im Schema oben, im Engl is der Schalter bestimmt mit dem PE auf Chassis gegangen und net auf Gnd wies gemalt is, so is nämlich ma echt tödlich :D

  • Hi Schabe,

    o.k. verstehe. Ein Schirm bringt nur was, wenn der Schirm auch an Signalmasse sitzt. Ist also kein Faraday Käfig, der ja kein Kontakt zu haben brauch...

    Zum ENGL: In meinem Plan fehlt die Verbindung Signalmasse zum PE. Im Engl war die Signalmasse an ca. 16 Stellen mit dem Chassis verbunden. Von daher ist bzw. war PE=Signalmasse. Aber was soll eine Verbindung des L mit PE über einen 47n bringen? Störungen im L kurzzuschließen?
    Jedenfalls ist diese Schaltung weg und ich habe ein sauberes AGL im Engl und er brummt im Looper auch nicht mehr wie sau.

    Gruß
    Oli

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  • Hallo,

    auch wenn es hier mehr um das "how to..." geht, möchte ich einen Beitrag zum Verständnis der Problematik abliefern.
    Das Dokument existierte schon und war für einen anderen Zweck gedacht. Ich habe Text und Zeichnung etwas editiert und hoffe damit erklären zu können, warum sinnvolles Erden - gerade für Gitarreros - wichtig sein kann, genauso wie das Aufheben der Erdung (Nicht der PE-Verbindung!) aber genauso nötig sein kann.

    Auf den dynamischen Groundlift mittels paralleler R-C-D-Kombination gehe ich aber hier nicht ein.

    Gerade Netzbrumm gehört zu den Problemen, die besser mit dem Verständis der Zusammenhänge zu bewältigen sind.
    Ich will nicht leugenen, daß sehr viel ausprobieren (und dafür sehr viel Zeit haben) oder auch
    sehr viel Glück (oder Intuition?) haben und sehr wenig ausprobieren auch zum Erfolg führen können...

    Gruß, Bernd
    Erdung.pdf

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • danke Bernd, dat war die Krönung :thumbup:

    und Oli, Faradaykäfig funzt nur solange de keine Strippen raushänge hast die selbst wieder an irgendwas hänge :D
    dat der Titel vom Schema und der Titel vom Thread mit Groundlift is macht dat halt bissche extraheikel die Jeschichte mit dem Gnd und dem Chassis und dem Kondi :whistling:

  • Hi Schabe,

    genau, weil mir das so komisch vorkam und die Kiste im Verband gebrummt hat wie Sau habe ich das ja als "seltsam" bezeichnet und habe es dann umgebaut. Rein theoretisch (vielleicht ja auch praktisch) wird da ja immer Energie vom L gleich nach PE abgeleitet (je nachdem wie rum der Stecker in der Steckdose steckt, bzw. wie der Schalter geschalten ist). Die Frage bleibt: Was ist der Grundgedanke dahinter?

    Ich selbst kann nicht (gerne) auswendig lernen, deshalb versuche ich es zu verstehen, denn dann ich mir das leichter merken. Das mit der Groundloop über PE habe ich dank vielen Ausprobierens, aber auch durch die Lektüre von Herrn Blencowes Artikel und natürlich dem sehr lehrreichen Erdung.pdf von eBernd nun einigermaßen verstanden.

    Wenn wir nun schon darüber reden stellt sich mir die Frage (immer auf der Suche nach dem Optimalen) gerade in Bezug auf valvewizard.co.uk/Grounding.pdf, was nun die beste Schirmung gegen Trafoeinstreubrummen ist.

    Dort auf Seite 265, Fig. 15.3c nimmt Herr Blencowe als Zuleitung von der Inputbuchse ein "symmetrisches" Kabel, bei dem die beiden Innenleiter Masse und Signal darstellen und der Schirm nur an einer Seite ans Gehäuse gelegt wird. In Hifi Foren wird das als "pseudosymmetrisch" oder "pseudo-differentiell" deklariert. Die Meinungen sind unterschiedlich. Während sogar Kabelhersteller wie z.B. Sommer diese Verbindungsart empfehlen, sprechen andere davon, dass ein Schirm nur gegen magnetische Störeinkopplung helfen kann, wenn er beidseitig angeschlossen ist. Von daher wäre ja diese Art der Verkabelung sogar kontraproduktiv.

    Was haltet Ihr von so einer pseudosymmetrischen Zuleitung
    1) im Gehäuse von Röhrenamps selbst
    2) als Verbindung zwischen zwei Geräten, z.B. im Einschleifweg eines Amps oder gar als Gitarrenkabel?

    Oder funktioniert diese Pseudogeschichte nur, wenn der Eingang, also der Empfänger des Pseudosignals ein richtiger Differenzenverstärker (z.B. Mikroeingang am Pult) ist?

    Gruß
    Oli

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    2 Mal editiert, zuletzt von Oli (22. Dezember 2020 um 20:00)

  • nöö Energie leit der Entstörer nix ab :D
    nennt sich Blindleistung ;)
    aber viele neue Themen auf einmal :S
    Enstören, Groundloop, Signalführung, Kabelschirmen, Differenzverstärker,... alles echt spannende Themas für jedes nen neuen Thread :D
    der Groundlift der keiner war is ja nun jejessen :D
    die neuen Fragen wasde hier net findst findste was mit der SuFu und wasde da net findst machste neue Threads :)
    jetzt so die Feiertage passt dat doch :D
    ah so, schöne Feiertage an alle :thumbup:

  • Hi,

    danke - wünsche auch Frohe Weihnachten! Habe wie gewünscht ein neues Thema aufgeacht....
    Aber

    der Groundlift der keiner war is ja nun jejessen

    Der steckt mir aber noch im Hals, da ich immer noch nicht weiß, was der bringen oder wie der funktionieren soll.......

    Gruß
    Oli

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  • Hallo,

    als Denkanstoß: Wenn du meinem PDF entnommen hast, daß ohne die 0 V - GND-Verbindung eine (unerwünschte) Spannung zwischen den beiden Enden des GNDLIFT-SW herrscht und du dir jetzt statt des SW nacheinander ein R, ein C und dann zwei antiparallele Dioden vorstellst.
    Welches Bauteil reagiert wie auf eine DC-, AC-Spannung? (Stromfluß, Veränderung der Spannungsamplitude)
    Warum spielt die Höhe der Spannung bei den Dioden eine zusätzliche Rolle?

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi Bernd,

    wenn ich so darüber nachdenke, dann ist

    1) R: durchlässig für AC und DC. Je größer der R ist, desto kleiner kann der Strom sein, der in der Brumm-Schleife fließt. Je kleiner der Strom, desto geringer die induzierte (Brumm-)Spannung.

    2) C: nur Durchlässig für AC. Je nach Kapazität ist für AC das Gehäuse = Signalmasse, d.h. höherfrequente Störungen am Kabelschirm können übers Gehäuse nach Erde kurzgeschlossen werden

    3) Antiparallele Dioden: Durchlässig für AC und DC, jedoch je nach Diode mit einer Schwellenspannung zwischen 0,4V und wenigen Volt, bei Si Dioden normalerweise 0,6V. Die sind dazu da hohe Ströme im Fehlerfall standzuhalten und entweder einer der Sicherungen (im Idealfall die Sekundärseitige) auslösen zu lassen oder eben die Sekundärwicklung zu opfern. Jedenfalls verhindern die Dioden, dass im Fehlerfall eine wesentlich höhere Spannung als die Durchlassspannung der Dioden an Signalmasse liegt.

    Mein Problem ist, dass ich nicht ganz genau verstehe, welche Bedingungen ein Schirm haben muss, also wann ein Schirm (also Gehäuse oder auch Außenleiter einer Leitung) auch wirklich schirmen kann und vor allem vor was (kapazitiv, induktiv,...). Und wie ein Schirm überhaupt funktioniert.

    Das Deckt sich ein bisschen mit meiner Frage im diesem post (Schirmung von Kabeln im Verstärkergehäuse oder pseudosymmetrische Übertragung)

    Gruß
    Oli

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  • Hallo,

    ganz kurz und sehr grob: Eine geerdete Metallschicht (Gehäuse, Kabelschirm etc.) gibt für elektrische Felder (E-Feld) vor "Hier ist jetzt null - und "dahinter" bleibt die el. Feldstärke auch Null: kapazitives Störfeld ist abgeschirmt. Vorstellung: Zwischen den beiden Platten eines Kondensators, durch das ein Signal geht, wird eine weiterePlatte plaziert und geerdet. Das ergibt zwei C in Serie mit Erdung am Knotenpunkt.

    Bei magnetischer Schirmung muß das Material selbst ferromagnetisch sein ("Eisenblech" und Mu-Metall ja, V2A aber nicht) um die Feldlinien des magnetischen Feldes (H-Feld) "einzufangen" und durch das Blech zu leiten. Drumherum sinkt dadurch die (Stör-)Feldstärker deutlich, ist aber nie ganz null.
    Das wäre z. B. ein Vorteil von Blech-Chassis gegenüber Alu-Chassis.

    Die Sache ist aber wesentlich komplizierter, bei schwachen magn. Feldern ist Eisen wegen seiner geringen Anfangspermeabiltät untauglich, durch Schichten verschiedener leitender Materialien (Alu, Kupfer) kann man aber die Störenergie "auffressen", weil durch die Wirbelströme in dem Material Felder enstehen, die dem Störfeld entgegenwirken - es also (teilweise) kompensieren. Zum Verständnis muß man das Durchflutungs- (Strom in Leiter erzeugt Magnetfeld) und Induktionsgsetz (veränderliches Magnetfeld erzeugt Spannung im Leiter) mal inhalieren.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi Bernd,

    ich schlussfolgere jetzt mal einfach so vor mich hin:

    a) In normalen Kabeln ist der Schirm oft aus Kupfer. Kupfer ist nicht ferromagnetisch, deshalb spielt wohl die Schirmung gegen elektrische Felder die ganz überwiegende Hauptrolle.

    b) Du hast geschrieben, dass nur ein geerdeter Schirm auch schirmt. Und mit Erde meinst Du natürlich die Anlagenerde der Hausversorgung, an die der PE angeschlossen ist.

    c) Das liegt wohl daran, dass "an der Erde soviel Masse" liegt und dadurch diese "virtuelle Kondensatorplatte" sich nie aufladen kann, da diese fest auf Erdpotential liegt. Deshalb kann auch kein störendes elektrisches Feld diesen Schirm durchdringen und auf die innenliegenden Leiter einwirken.

    Wie verhält es sich aber, unter folgender Situation: Gitarre -> Batterieamp (egal ob Batterie oder DC-Netzteil ohne Schuko)
    Da kann der Schirm des Gitarrenkabels ja gar nicht geerdet sein, da ein Kontakt fehlt. Trotzdem funktioniert der Schirm.

    d) Kommt es also darauf an, dass der Schirm auf dem selben Potential wie der Bezugspunkt der geschirmten (Verstärker-) Schaltung liegt? Oder funktioniert dann der Schirm doch wie ein Faraday Käfig und müsste theoretisch nirgends angeschlossen sein? D.h. ein symmetrisches Kabel bei dem die beiden Innenleitern als die beiden Pole des Nutzsignals funktionieren und der Außenleiter als nicht angeschlossener Faraday-Käfig würde genauso gut funktionieren?

    Gruß
    Oli

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    Einmal editiert, zuletzt von Oli (27. Dezember 2020 um 21:24)

  • Wie verhält es sich aber, unter folgender Situation: Gitarre -> Batterieamp (egal ob Batterie oder DC-Netzteil ohne Schuko)
    Da kann der Schirm des Gitarrenkabels ja gar nicht geerdet sein, da ein Kontakt fehlt. Trotzdem funktioniert der Schirm.

    d) Kommt es also darauf an, dass der Schirm auf dem selben Potential wie der Bezugspunkt der geschirmten (Verstärker-) Schaltung liegt? Oder funktioniert dann der Schirm doch wie ein Faraday Käfig und müsste theoretisch nirgends angeschlossen sein? D.h. ein symmetrisches Kabel bei dem die beiden Innenleitern als die beiden Pole des Nutzsignals funktionieren und der Außenleiter als nicht angeschlossener Faraday-Käfig würde genauso gut funktionieren?

    Faradaykäfig funzt nur solange de keine Strippen raushänge hast die selbst wieder an irgendwas hänge

    und wennde doch Strippen raushänge hast dann musste die mit in dein Faradaykäfig packen :D dat nennt man dann Schirm ;)
    dat funzt aber nur wennde beide Faradaykäfigs elektrisch verbindest damit se zu einem werden ^^
    deswegen musste eine Seite vom Schirm auf Gnd leche :thumbup:
    kannst natürlich auch beide Seiten aber dann haste wieder ne Brummschleife :D

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