Soldano GTO Tube-Preamp fertig

  • Naja, jetzt klingt es auch auf dem Smartphone einigermaßen erträglich. Das klang ja bei der ersten Aufnahme fürchterlich. Ich frage mich allerdings, wie diese Studiotypen das immer so geil hinkriegen. Denn meine Aufnahmen haben mit dem tatsächlichen Sound nicht allzu viel zu tun. Schade eigentlich. Und ja, der Clean ist nach der ersten Triode ausgekoppelt.

    Gruß, Bernd

  • Ich find den Sound auch gut. Hab es aber bislang nur auf papplautsprechern gehört :D
    Du kannst ja mal ein Foto deiner Aufnahmesituation machen und dazu schreiben, was genau dich stört.

    Edit:
    Jetzt höre ich es nochmal über Kopfhörer, die ich gut kenne und merke, dass du extrem viel Hall darauf getan hast. So färbt sich alles in der Farbe des Halls.

    Edited once, last by simon.bethke (October 31, 2020 at 7:56 PM).

  • Ich frage mich allerdings, wie diese Studiotypen das immer so geil hinkriegen

    Ich möchte da mal von den Studiotypen eine unbearbeitete Gitarrenspur hören :D
    Aber mal im Ernst, die treiben doch i.d.R. sehr hohen Aufwand bei den Aufnahmen. Mehrere Mikros, versch Mikroabstände, manchmal auch gut klingende Räume usw. Und viel Makeup oben drauf.
    Und seit neulich - Kemper :D

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Deshalb klangen die letzten beiden ACDC-Alben auch eher nach Hard-Pop als nach Hard-Rock :evil:
    Mit der neuen Auskopplung "Shot in the Dark" scheint es endlich wieder besser zu werden.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

    Edited once, last by Rockopa58 (October 31, 2020 at 8:29 PM).

  • Jetzt höre ich es nochmal über Kopfhörer, die ich gut kenne und merke, dass du extrem viel Hall darauf getan hast. So färbt sich alles in der Farbe des Halls.

    Das hört man aber nur über Kopfhörer, weil man die direkt auf den Löffeln hat. Über Boxen ist das kaum zu hören.

    Und na klar, im Studio haben die jede Menge hochwertiges Zeug und jede Menge Erfahrung. Habe aber auch schon Amateuraufnahmen gehört, die im Wohnzimmer entstanden sind, die astrein und absolut professionell geklungen haben. Die Verursacher meines gruseligen Sounds ist wohl die billige no-name-Pappe, die in meiner billigsten no-name-Box werkelt. Die ist ja eigentlich nur zum ausprobieren für meine Amps gedacht und nicht, um musikalische Ohrenschmäuse auf Internetseiten zu bannen. ^^ Ich hatte schon mal einen GTO gebaut, der mit 12V lief und dann intern mittels SMPS-driver auf 320V transformiert wurde. Der lief, bis auf das die Induktivität ziemlich heiß wurde, auch ganz gut. Der klang so:

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    Gruß, Bernd

  • Klingt doch mal amtlich :)
    Die bendings zu hoch zu ziehen ist auch mal ne Variante ^^ bei anderen (auch vollprofis) hört man immer, dass die bei bends eher einige Cent unter dem Zielton bleiben. Klingt halt auch schief :P

  • Hier auch zwei kleine Impressionen:
    A) Der Effekt meiner beiden Switches für die Kathodenwiderstände von V2A und V2B.

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    B) Den Dynamikumfang dieser Wunderkiste - alles was hier passiert kommt von Volumeregler und Pickup-Wahlschalter.

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    Setup:
    Squier Bullet Pimpocaster mit Alexander Pribora "Hot Custom" Pickups --> SLO-Preamp --> Focusrite Scarlett 2i4 --> Impulsantwort in Reaper geladen mittels NadIR (Redwire BIGBox Marshall 1960A mit Greenback, Royer 121 Cap 4 inches)

    Alle Regler am Preamp auf 12 Uhr.

    Lieben Gruß,
    Max <3

    PS: Bernd, ich weiß doch gar nicht, was du hast! Klingt doch mega deine Aufnahme! :) Uns danke für die Hilfe zum Einbetten des Players

  • Sehr schön. 8o Der Preamp reagiert sehr gut auf das Gitarrenpoti, habe ich auch festgestellt. Welche Werte hast Du bei den Kathodenwiderständen verwendet? Ist das die PSU von Tube-Town? Ist ja ne ganz schöne Batterie an Elkos! Ich habe nur 2x100µF/400V im Netzteil und einen 6K8 Siebwiderstand direkt nach der Gleichrichtung. Ich glaube 100µF hätten es auch bereits getan.

    Gruß, Bernd

    P.S. Den Player kriegst Du hier rein, wenn Du das File nicht auf "Privat" stellst, sondern auf "öffentlich".

  • Hej, werte Soldanos.

    Ich liebe Soundfiles (wenn ich sie nicht erstellen muss! :whistling: ). Wenn man sich bewußt ist, was das eigene Abspielequipment damit anstellt, ist das immer eine gute Möglichkeit, eine Vorstellung von dem Gerät zu bekommen. Eure Preamps bieten offensichtlich eine sehr leckere Textur und eine tolle Dynamik. Sehr, sehr fein. Ich wäre schon ein ganz klein wenig neidisch... wenn ich Euch das nicht absolut gönnen würde! ;) :thumbup:
    Danke für´s berichten.

    Gutgehn
    Michel

    I might look like I´m listening to You, but in my head I´m playing my guitar!

  • Hi Michel,

    Die Pläne und die super Platine hab ich übrigens von Bernd! Letztes Jahr gab es ja mal nen Thread zum Thema Amp als Forumsprojekt. Da hatte Bernd den Preamp ins Rennen gebracht, das fand ich interessant und wir hatten dazu geschrieben und er war so nett, seine klasse Arbeit zu teilen. Nochmal ganz herzlichen Dank dafür, lieber Bernd - ohne dich wäre mein Projekt nie gelungen! :love:
    Zum Thema Kathodenwiderstände:
    Habe bei Stufe 3 die Wahl zwischen 33k (also fast 39k wie Soldano-typisch) und 10k (eher JCM800) und bei Stufe 4 dann zwischen 2.2k (Stock) und 890 R. Die Idee hatte ich durch die Vorschläge bei robrobinette. Der Cold-Clipper an Stufe 3 erzeugt ja starkes asymmetrisches Clipping mit recht niedriger Verstärkung. Durch die Phasenumkehr kann man mit wärmeren Bias (890 R) an Stufe 4 diese Asymmetrie dann beibehalten. So die Theorie. Im JCM800 wird auch die Paarung 10k und 2.2k verwendet.
    In der Praxis ändert sich durch die Switches vor allem die Gesamt-Verstärkung (logisch). Man bekommt wesentlich mehr Overdrive, der gefühlte Unterschied beim Spielen ist aber deutlich. Es wird etwas schwammiger, gefühlt wird der Sound wärmer aber etwas unkontrollierter. Und nein, aus dem SLO wird kein JCM nur durch die zwei Wiederstände ;) Den Effekt von 2.2k vs 890 R hatte ich mir etwas ausgeprägter vorgestellt, die Theorie dazu Klang doch so cool :D

    Bisher gefällt mir für crunchige Low-Midgain-Sachen mit Singlecoils die 10k-Variante besser und für Vollgummi-Screamer-angepustet mit Droptuning und Humbucker die Stockversion mehr. Ist halt ne kleine Spielerei.

    Das erste Sample ist übrigens folgendermaßen zu sehen/hören (vergessen zu sagen):
    1. 33k + 2.2 k
    2. 33k + 890 R
    3. 10 k + 2.2 k
    4. 10 k + 890 R

    Lieben Gruß,
    Max <3

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Das zweite Sample mit 33K-890R gefällt mir eigentlich am besten. Bei 3+4 sind die Unterschiede nicht mehr so groß wie zwischen 1+2.

    Ich habe übrigens noch Platinen da. Es sind Preamp, Endstufe und Netzteil zu haben, falls sich jemand entschließen sollte, den Amp nachzubauen. Einfach PM schicken. Sie sind alle 10cm x 5cm groß.

    Gruß, Bernd

  • Hallo

    das 230x230x sollte gut geeignet sein. Allerdings ist es nur 40mm hoch. Das könnte selbst bei Verwendung eines Ringkerntrafos knapp werden. 80mm ist vielleicht ein bisschen arg hoch. Kommt halt auf den Trafo und darauf an, ob es Dich stört. Meine Frontplatte ist aus 6mm Alu, es war ziemlich schwierig, das Loch für den Netzschalter zu bohren. Es hatte einen Durchmesser von 23mm und so einen großen Bohrer hatte ich nicht. Stufenbohrer fiel aus, weil die Stufen nicht durch das Material gingen, ohne das schon die nächste Stufe kam. Hatte mir dann eine Schlosserei gebohrt.

    Gruß, Bernd

  • Hi zusammen,
    ich hatte ja versprochen, noch Bilder hochzuladen, wenn mein Headshell fertig ist.
    Hier sind sie:

    Gefällt mir gut, ich wollte mal was neues ausprobieren. Das ist 18 mm Fichte-Leimholz, geflämmt und mit der Stahlbürste wieder runtergebürstet (Shou Sugi Ban) und danach blau gebeizt und geölt. Also falls jemand mal sowas in der Richtung im Kopf hätte, hier als Idee eingestreut. ^^

    Lieben Gruß,
    Max <3

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Schick!
    Welche Beize und welches Öl ist zu empfehlen? Ich habe vor Jahren damit rumprobiert und es hat abgefärbt, wenn man mit Schweißfingern dran gerieben hat...

  • Hi Immo,
    huch, ich habe deinen Beitrag scheinbar übersehen, sorry! Danke für die Blumen :)
    Ich habe Pulverbeize von Clou (Baumarkt, Standardkram) zum Auflösen in Wasser genommen. Die war günstig, extrem ergiebig, sehr einfach in der Anwendung und unkompliziert. Sicher gibt es bessere Beizen, aber für mich war die super. Zum Ölen hab ich Hartwachsöl verwendet, mit dem man normalerweise auch Böden ölen würde.
    Mein Preamp ist ja ein Stubentiger und sitzt dekorativ in meinem Heimstudio, Schwitzefinger oder Gig-/Proberaumumgebung und den damit verbundenen Stress bekommt er ja nicht zu sehen. :D Für ein robusteres Finish würde ich nach dem Beizen sicher Klarlack nehmen, Öl ist schön und gut, aber bietet keinen Schutz gegen mechanische Belastungen.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Das zweite Sample mit 33K-890R gefällt mir eigentlich am besten. Bei 3+4 sind die Unterschiede nicht mehr so groß wie zwischen 1+2.

    Ich habe übrigens noch Platinen da. Es sind Preamp, Endstufe und Netzteil zu haben, falls sich jemand entschließen sollte, den Amp nachzubauen. Einfach PM schicken. Sie sind alle 10cm x 5cm groß.

    Gruß, Bernd

    Hallo, ich hätte Interesse an so einem Platinensatz und den Amp nachzubauen :)

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