LFO als universaler Expression Pedal Ersatz? Evtl ein neuer Bausatz???

  • Viele Effekte und Keyboards haben einen Eingang für ein Expression Pedal zur Parametersteuerung.
    So ein Pedal hat üblicherweise eine TRS Buchse, ein 10k lin Poti als Spannungsteiler und 1k hinter dem Schleifer.
    https://www.strymon.net/wp-con…xpression_pedal_sch-1.gif


    Wie könnte eine Schaltung aussehen, die das Pedal ersetzt und quasi das rhythmische Treten übernimmt? Möglichst universal einsetzbar für alle Geräte, die mit dem üblichen Pedal von Boss, Morley etc klarkommen?


    Man müsste die Geschwindigkeit einstellen können. Und auch die Breite und Lage des Regelbereichs, also zB standard 0k..10k oder 0k..6k oder 4k..10k etc.
    (Welchen Bereich des 10k Potis die gängigen Pedale tatsächlich ausnutzen, sollte man erstmal ausmessen.)
    Intuitiver wäre es vielleicht, statt „Breite und Lage“ lieber die beiden Endpositionen des Sweeps einstellbar zu machen (Heel und Toe...)


    Sinnvoll wäre auch, möglichst variable Wellenformen zur Auswahl zu haben.
    Deswegen denke ich an den TAPLFO Chip von Electric Druid aus dem Tap Tempo Tremolo. Der ist leicht erhältlich, und das meiste, was hier benötigt wird, kann er schon.


    Und man müsste den LFO natürlich per Fuß an und ausschalten können, wobei durch ein weiteres Poti wählbar sein sollte, welche Stellung des „Pedals“ eingenommen wird, wenn der LFO ausgeschaltet ist. Dieses Poti müsste sich immer auf den vollen Regelbereich von 0k..10k beziehen, unabhängig von der Stellung der Range Potis.


    Wären als Bedienelemente also:


    Potis:
    -Speed
    -Waveform
    -Range: Heel Position
    -Range: Toe Position
    -Off Position




    Schalter:
    -LFO on/off (Fußschalter, oder besser einpoliger Fußtaster)


    Das wäre die kleine Lösung, die locker in ein 1590B passt.


    Man könnte natürlich auch eine größere Variante bauen, mit zusätzlich:


    - Tap Tempo (Fußtaster)
    Potis für:
    -Tap Divider
    -Wave.Distortion


    Vieles davon ist ja im TAPLFO Projekt schon angelegt, weshalb das für jemanden, der den Chip gut kennt, vielleicht gar keine so große Sache wäre.


    Wäre das nicht ein schönes Projekt, das zu einem Bausatz führen könnte?
    „DAS EXPRESSAUTO“, gelb mit roter Schrift. Oder für die Amis in braun mit gold, als „UPS“ (Universal Pedal Simulator). :D


    Es dürfte sehr viele Interessenten geben, denn bisher gibt es keine universelle und günstige Lösung. Und Expression Pedals gibt es ja eben nicht nur bei Effekten, sondern auch für Synth und Keyboards. Da sind die Einsatzmöglichkeiten endlos - Tremolo, Vibrato, Auto Wah, Fixed Wah...


    Die Idee kam mir durch eine Frage in einer FB-Gruppe. Selbst habe ich dafür aktuell keinen Bedarf und auch keine Zeit, daran zu arbeiten. Aber vielleicht hat jemand Lust, sich da mal mit zu befassen?


    Grüße, Immo

  • Ich glaube, dass dieser use-case ein idealer Kandidat für ein digitales Pedal ist. Vielleicht mit analoger Glättung (die auch wiederum auf Basis digitaler Parameter läuft).

    Ich beantworte gern jegliche Fragen zu folgenden Bausätzen so gut ich kann:

    Der Phaser | Der Angel | Muzzle | Dark Rift | 2nd Chorale | Dandy Horse | Countdown Phaser | Ojo Diablo! | Up, Down, Daddy | MoWah | Space Harp | Vutron V | CDXL Classic | Distmax | Der Buffer | Der Screamer | Engineers Thumb | Pro-Cessor | Das Browneye | DigiDelay | Ghost Device | Meat Sphere | J5Mk1 | G3 Blues | Riotte | Tonehound

  • Potis ersetzen mache ich gerne mit Optokopplern. Meistens reicht es auch schon eine Seite des Potis zu ersetzen, wenn man beide haben will braucht mal eben zwei Optokoppler.


    Die Range damit einstellen zu können ist auch kein Problem, schließlich kannst du über die Helligkeit der LED ja einstellen wie weit du den Phototransistor anfahren willst.


    Klarer Vorteil beim Optokoppler wäre, dass du ein potentialfreies Signal hast.


    Sie Simon schon sagt, ich glaube ich würde das auch digital lösen. ATtiny oder ATmega, die sind doch gut für soetwas :)


    Ich programmiere mir gerade auch einen universellen Fußschalter/-taster/Midioutput für mein Board, und der ATmega macht sich da richtig gut. Vor allem, weil ich Werte auch speichern lassen und nicht beim Strom abziehen weg sind.

  • Jep, digital und mit Optokoppler, um potentialfrei zu sein und auch frei in der Art des verarbeitenden Signals. Allerdings würde ich entweder einen microcontroller nehmen mit echtem DAC oder extrem hoher Taktfrequenz (z.b. ESP32), damit das Signal frei von PWM-Störungen ist.

  • Allerdings würde ich entweder einen microcontroller nehmen mit echtem DAC oder extrem hoher Taktfrequenz (z.b. ESP32), damit das Signal frei von PWM-Störungen ist.

    Stimmt, da ja eventuell direkt analoges Signal angesteuert wird, könnte das sonst Probleme bereiten. Dann aber halt drauf achten, dass der Optokoppler auch schnell genug ist :)

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