J5 - Spannungen stimmen nicht

  • Die Temperaturmessung des Trafos hat nichts mit den Widerständen zu tun, da ging es nur darum zu checken, ob der Trafo vielleicht doch ne Macke hat. Wenn nichts aus dem LS kommt, bringt es nichts den Amp voll aufzudrehen, damit besteht nur die Gefahr den Ausgangsübertrager zu beschädigen, wenn sekundär was nicht stimmt...

    Einfach gesagt: Die Primärimpedanz ist der übersetzte Wechselstromwiderstand von der Sekundärseite, was du misst ist der ohmsche Widerstand der Wicklung. Eine Seite der Primärwicklung hat ca. 260 Ohm, das ist bei beiden Seiten ungefähr gleich. Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Auf der Sekundärseite ist der Widerstand (je nach Anschluss 4/8/16 Ohm) zwischen 0,5 und 1 Ohm).

  • Ich hatte vor der überbrückung der Widerstände gemessen und da stimmte alles. Die höheren Spannungen gegen 5% trotz des Netzteilproblems. Größte Abweichung waren 1,4V statt 1,6V. Da ist aber sicher auch eine große messungenauigkeit dabei...

  • Na gut, dann check mal den Signalweg, irgendwo da muss ja der Fehler sein. Anoden und Kathoden der Röhren sind prinzipiell richtig beschaltet, sonst würden die Spannungen nicht stimmen.
    Also fangen wir von vorne an (Verstärker aus, Netzkabel raus!):
    1) Ohne Stecker im Eingang: Widerstand von V1 pin 7 nach Masse?
    2) Klinkenkabel rein, Widerstand von der Spitze des freien Klinkensteckers nach V1 pin 7?

  • Mach ich gleich wenn ich zuhause bin. Diese Messung kommt mir aber sehr bekannt vor. Ich glaube genau das (und die nächsten Schritte) hab ich gestern Abend schon durchgemessen.

    Ich drucke mal den schaltplan aus und notiere darauf alle Messungen. Soweit ich es verstanden hab hast du nichts dagegen wenn ich Bilder des schaltplans hier poste.

    Gruß,
    Simon

  • Sieht so aus, ja. Ist der Widerstand von der Spitze des Klinkensteckers gegen Masse 1M? Wenn ja, würde ich als nächstes die abgeschirmten Kabel durchmessen, jeweils Innenleiter gegen Abschirmung. Da hat schon öfter jemand ein Drähtchen der Abschirmung übersehen und das Signal wurde kurzgeschlossen...

  • Das stimmt leider alles. Widerstand ist 1M und kein Schluß zwischen Schirm und ader :( habs alles gerade gemessen.

    Edit: Ich hab nen Denkfehler gemacht. Ich muss ja auf hohe Widerstände prüfen. Vielleicht hab ich doch ein Problem mit nem Schirm.

    Edit2: auch wenn ich beim besten Willen nichts sehen kann, sagt das Messgerät in jeder gain Schalter Stellung sowohl über R6 als auch über R11 jeweils 0k Widerstand. Da werde ich dann heute Abend wenn meine Kinder im Bett sind mal die Isolierung der Signal Kabel von der Masse trennen um den Fehler zu finden.

    2 Mal editiert, zuletzt von simon.bethke (14. August 2020 um 14:17)

  • Ok. Statt 470k Widerstände hab ich 470 ohm Widerstände bekommen. Ich schätze jetzt muss ich mal alle Durchmessern :(

  • Wo du recht hast... ;)

    Jetzt frage ich mich gerade ob ich statt der 'großen' 470 Ohm Widerstände kleine 470kOhm nehmen kann weil ich die direkt vorrätig hab. Da es im kOhm bereich ist sollte die benötigte Leistungsfestigkeit ja eher gering sein oder

  • X/ Öhm,


    :cursing: Da es im kOhm bereich ist sollte die benötigte Leistungsfestigkeit ja eher gering sein oder :cursing:

    Die Aussage gibt mir ein wenig zu denken ;(

    Fang da bloß jetzt nicht an so 1/4 Watt Widerstände ein zu bauen,die Dir dann ganz schnell abrauchen,
    Hinzu kommt,das der Widerstandswert nix mit der Spannungs und Stromfestigkeit zu tun hat :!: :!: :!:

    Wenn Dir die Ersatzlieferung beim Klaus zu lange dauert,bestell Dir lieber irgendwo n paar Ersatz R´s,1 bis 2 Tage solltest Du schon warten können,nicht anfangen zu huddeln,weil Du es nicht abwarten kannst!

    Also,mindestens 1W !!!

    Gruß,
    Micha

  • Ich will nichts überstürzen.

    Hinzu kommt,das der Widerstandswert nix mit der Spannungs und Stromfestigkeit zu tun hat

    Das hab ich nicht behauptet (oder behaupten wollen). Ich wollte damit sagen, dass durch einen hohen Widerstand weniger Strom fließt als durch einen niedrigen. Das ganze ist natürlich relativ zu sehen. Aber folgendes: Da waren jetzt 470 Ohm drin. (ich glaub das sind 2 Watter) das würde doch bedeuten, dass bei 470 kOhm ein tausendstel des Stromes fließt.

    Einmal editiert, zuletzt von simon.bethke (14. August 2020 um 22:15)

  • Ich verstehe nicht ganz, was du sagen willst. Dort steht:

    Zitat

    [ P = V2 ÷ R ] Power = Volts2 ÷ Ohm

  • Was passiert denn mit dem Strom der nicht durch den Widerstand fließt??

    So wie ich es verstehe, ist der Strom direkt abhängig vom Widerstand des kompletten Stromkreislaufes. Deswegen können LiPos mit geringem Innenwiderstand auch höhere Ströme bereitstellen. Die Spannung muss ausgehalten werden. Aber Spannung führt meines Wissens nach nicht zu thermischen Problemen. Das ist auch der Grund warum der Porsche Taycan mit höherer Spannung weniger Probleme mit den Stromleitungen hat als die Teslas.

    Das interessiert mich aber jetzt echt: Für hohe Ströme brauche ich geringe Widerstände, damit ich nicht soviel Wärme erzeuge. Was aber brauche ich für hohe Spannungen? Vor allem Halbleiter sind ja sehr begrenzt in der Spannungsfestigkeit, aber warum?

  • Na dann hast Du das sicher schon ausgerechnet?

    Ich verstehe nicht ganz, was du sagen willst. Dort steht:

    [ P = V2 ÷ R ] Power = Volts2 ÷ Ohm


    Vielleicht verstehst Du ja so,was ich meine:

    Du kannst Dir das wahrscheinlich besser vorstellen, wenn Du Dir den Widerstand als Gartenschlauch vorstellst und den Strom als Wassermenge und die Spannung als Wasserdruck. Einen kleinen Eimer Wasser (=wenig Strom) kannst Du mit hohem Druck (=hoher Spannung), also mit großer Geschwindigkeit, durch den Gartenschlauch pumpen, ohne dass dem Schlauch (=Widerstand) das schadet. Du kannst auch eine volle Regentonne (=viel Strom) durch den Schlauch laufen lassen, wenn Du Dir dafür viel Zeit lässt (=niedrige Spannung). Wenn Du aber versuchst, das viele Wasser aus der Regentonne in derselben Zeit durch den Schlauch zu pressen wie vorher den Eimer, belastest Du den Schlauch zu stark und er platzt (=U*I=P ist zu groß für den Schlauch geworden). Muss das viele Wasser unbedingt in kurzer Zeit durch den Schlauch, muss ein stärkerer Schlauch her, der höhere Drücke aushält (=höher belastbar ist).

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