• Hi Christof,
    Stimmt prinzipiell. Ich habe da versehentlicherweise Ausgang und Kollektor in der Argumentation durcheinandergewürfelt, sorry.
    Aber vom Schaltungsverhalten ist es dennoch so. Also ausführlicher, bei Deiner Annahme:

    wenn der Q2 widerstandslos wäre, dann muss man doch den Trimmer nur auf ca. 600 Ohm einstellen?

    dann wären am Emitter vom Q2 auch -4,5V und damit die Basis von Q1 voll bestromt, Q1 würde sättigen und an seinem Kollektor wären ≈0V. Dann wären auch an der Basis von Q2 ≈0V und an seinem Emitter gleichzeitig die -4,5V, er würde sperren. Das wäre aber ein Widerspruch zu obiger Annahme, außer der Q2 hätte einen sehr hohen Leckstrom.
    Ohne Eingangssignal sollte es bei einem Fuzz umgekehrt sein: der Q1 leitet (aber nicht ganz in der Sättigung), der Q2 sperrt.
    Ich habe auch erst 3 oder 4 gebaut und mich mit den Eigenheiten der Schaltung anfangs selbst etwas gequält, insofern:

    Ich hab das jetzt noch nicht simuliert

    aber eine Simulation wäre sicher nett!
    Grüße, Loesti

  • Hi, Lösti,
    so, habe mal in eine alte Simulation eines Sicon Face NPN (BC547B) geschaut. Dort lässt sich je nach Trimmerwiderstand bei 6k die 4,7V dort schon einstellen.

    Der Kollege hat's ja auch einstellen können und in der Anleitung steht's auch.
    Gruß Christof

    Hi, Henrik,
    m.E. ist Schaltung rund um die Transistoren OK (Q1, Q2, R2, R3, R4, P1, Tr1), wenn Du nachwievor die gleiche Spannung am Kollektor von Q2 hast.

    Stattdessen war ggf. eine Lötstelle im Bereich vor der Effektplatine vorher schon schlecht und hat jetzt gar keinen Kontakt mehr.
    Kontrollieren ung ggf. nachlöten, würde ich.

    Gruß Christof

  • Hi Christof,
    Schon mit "oe", regulär und klar wie Du ja auch.
    Für Silizium mag das gehen, ob es Sinn macht kann ich nicht beurteilen, einen Siliziumfuzz habe ich noch nicht gebaut und auch noch keinen Guten gehört. Klingt das dann noch nach Fuzz? Den typischen Attack und die Betonung der geradzahligen Harmonischen wird man zumindest mit so einer Einstellung aber nicht erreichen. Warum BC547B? Die haben immerhin einen hfe über 200, das wäre dann gewissermassen ein "Highgain-Fuzz".
    Mit Germaniumtransistoren wird man bei größeren Trimmerwerten schnell in die Sättigung kommen, die kommen dann gewissermassen in ihrem eigenen Leckstrom zum Schwimmen, dann funktioniert auch die fuzztypische automatische Arbeitspunkteinstellung nicht mehr, die Schaltung wird gaten mit einem Pegel höher als der Eingang, dann geht gar nichts mehr. In etwa die Symptomatik die Hendrik beschrieben hat.
    Grüße, Loesti

  • Hi, Loesti,
    Welche Spannung hat denn Dein Fuzz an der Stelle?
    Dieses Modell mit dem Si war mal irgendeine reine Rechnerei. Ich habe mal zwar ein Ge Fuzz gebaut. Das war aber ein doppelter Flop. Einerseits fand ich, dass mein digitales Zoom Multifx Fuzz bei weitem besser klingt, Schande auf mein Haupt. Andererseits habe ich festgestellt, dass ich (mit vorwiegend Humbucker, obs daran liegt? ) mit Fuzz sowieso nicht so viel mit dem Sound anfangen kann....
    Gruß Christof

  • Hi Christof,

    Also für meine Ohren klingen Fuzzes wirklich deutlich besser mit Single Coils! Ich bin auch erst seit kurzem richtiger Fan von Fuzzes und ich glaube das liegt daran, dass ich früher ausschließlich Humbucker gespielt habe - gut, und daran, dass ich ausschließlich Metal gemacht hatte :D

    Lieben Gruß,
    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hallo!
    Nicht nachgemessen (ist schon eine Weile her) aber ich würde sagen typisch -0,1 bis -0,2V am Emitter Q2 und (bei typisch rund 10k Kollektorwiderstand und -9V Betriebsspannung) dann rund -7V bis -8V an seinem Kollektor. Ohne Eingangssignal. Mit bekommt man dann den bekannten Fuzz-Attack.
    Grüße, Loesti

  • Hi,
    Was ich mich frage, bei dieser ganzen Diskussion:
    Welche Relevanz hat denn diese Spannung überhaupt? Ist denn nicht der Strom durch die Transistoren viel wichtiger? Um diesen vernünftig beeinflussen zu können, bräuchte man doch eigentlich einen variablen Emitter Widerstand!?
    Gruß Christof

  • Hi,
    Hab das Thema nicht vergessen, im Gegenteil, hab die Woche feierabends mal was aufgebaut, nicht direkt einen Fuzz sondern ein Fuzzbreadboard und bin jetzt auch dazu gekommen mal (damit anzufangen!) etwas darauf zu stecken (u.a. den "P.U.F.F."), zu drehen, zu messen und natürlich zu spielen.
    Also die Regelung vom Kollektor-R vom Q2 ist gar nicht schlecht. Wie vermutet, kleinere Werte geben den typischen Fuzzpunch, größere Werte lassen ihn eher schnurrig wie einen TS klingen. Bis UB/2 würde ich nicht runtergehen, eher fest schaltbar zwischen 2/3 und 4/5.
    Gerade bei Ge-Transis ist eine Justage vom Kollektor-R vom Q1 auch sehr wertvoll.
    Bei den Ge-Transis (AC116, hfe 50-80, Il 80-200uA) habe ich keinen der Gegenkopplungskondensatoren gebraucht. Die verschiedenen Kombinationen von Q1 und Q2 klingen alle etwas unterschiedlich, aber trotzdem auch alle echt gut.
    Si habe ich dann BC557 (hfe 200) probiert und: Pfeiffen+Radio. Bei einem von Beiden der Gegenkopplungs-C mit 100pF reicht aber zum eliminieren. Dann hat man eine elende Säge.
    Aber und sehr interessant: revers (also Kollektor und Emitter vertauscht) haben diese BC557 einen hfe von nur noch 10 und dann kann man plötzlich was mit machen. Je nachdem ob man Q1 oder Q2 revers bestückt klingt es auch wieder unterschiedlich aber beides ganz gut und tatsächlich wieder richtig nach Fuzz.
    Das Humbs über Fuzz nachteilig wären konnte ich jetzt nicht feststellen. Klang alles gut was mit SC auch gut war.
    Grüße, Loesti

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